Reisen mit Köpfchen 1

20.05.2010
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Als Hausarzt hat man beinahe täglich mit Reisemedizin zu tun, egal zu welcher Jahreszeit. Das fängt mit Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern an und hört mit Trekkingtouren in Irian Jaya noch lange nicht auf. Exotische Reiseziele werden immer üblicher. Thailand, Ägypten, Brasilien, jeder Winkel auf der Erde ist erreichbar. Manchmal locken einfach nur die Strände, manchmal reizen uns die fremden Völker, Tiere und Pflanzen. Je mehr Unterschied zu unserer Lebensform, umso reizvoller und exotischer das Land.

Die andere Welt ist anders

Dabei unterschiedet sich nicht nur der Makrokosmos, also die Welt im Großen, von unserer Heimat. Die Welt im Kleinen, der Mikrokosmos ist mindestens ebenso verschieden von unserer heimischen Umgebung. Aber diese Unterschiede versucht der Mensch immer häufiger zu verwischen, indem er seine eigene Welt in die exotische Welt transportiert. Bis zu einem gewissen Grad gelingt das auch. Luxushotels bieten westlichen Standard in Frankfurt wie in Kalkutta, in London wie in Nairobi. Besser noch, man nimmt das ganze Hotel, nach eigenen Vorstellungen gebaut, gleich von zu Hause mit - in Form riesiger Kreuzfahrtschiffe.

Seuchen können zum Alltag gehören

Während sich die Welt im Großen in gewissen Grenzen den Umständen von zu Hause anpassen lässt, ist die kleine Welt der Bakterien, Viren, Einzeller, Parasiten und Würmer nicht austauschbar.

Aber was bedeutet das? Eine wirkliche Reise ist etwas anderes als eine Reisedokumentation im Fernsehen oder Fotos in einem Prospekt auf Hochglanzpapier. Possierlich wirkende Tiere können zur Gefahr werden. Wahre Eisbären heißen nicht Knut und lassen sich nicht streicheln, wahre Eisbären sind wilde, unberechenbare Raubtiere. Unsichtbare Gefahren und Tücken werden real, Tuberkulose ist dann nicht mehr Historie, sondern Gegenwart; Malaria nicht Teil eines Abenteuerromans, sondern eine ständig lauernde Gefahr.

Vorbeugen fängt mit Information an

Reisen, besonders in ferne Länder, setzt immer voraus, dass man sich ein paar Gedanken macht. „last minute“ heißt "Buchen auf die letzte Minute", bedeutet eigentlich aber nichts anderes als "preiswert", oft ist das ein Synonym für "total unvorbereitet".

Mit dieser Einleitung startet eine kleine Serie zum Thema Reisen im Allgemeinen und Reisemedizin im Besonderen.

Wer mehr lesen will zum Thema Reiseabenteuer und Hygiene in exotischen Ländern, dem empfehle ich meinen Reiseroman Namaste Indien! Klicken Sie auf den Buchtitel und Sie landen auf der entsprechenden Verlagsseite.

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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