Durch diese hohle Gasse muss er kommen

24.07.2017
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Was am 03.07.2017 auf der A9 bei Münchberg passiert ist, haben wahrscheinlich alle mitbekommen. Unweigerlich machen wir uns viele Gedanken, wenn wir die Berichterstattung über ein Ereignis dieser Art verfolgen. Die Reaktionen dazu können von kompletter Gleichgültigkeit bis zu tiefer Betroffenheit reichen.

Ein so tragischer Unfall ist sicherlich sehr selten und es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen, damit eine solche Katastrophe überhaupt entstehen kann.
Für mich stellt sich dennoch immer die Frage, was wir aus solchen Situationen für zukünftige Schadenereignisse lernen können.

Wenn ein Patient in unserem Krankenhaus stirbt, dann fragen wir uns jedes Mal: Was hätte besser laufen können? Wenn ich als Notarzt einen wirklich kranken Patienten behandelt habe – ein Polytrauma, eine Reanimation o.ä. –, dann setzen wir uns nach der Übergabe des Patienten zusammen und bereden das Ereignis. Es kommt jeder zu Wort, es darf jeder sagen, an welchen Stellen wir richtig gut waren, aber wir überlegen auch, was wir noch besser hätten machen können. Ob man das jetzt Debriefing nennt oder Leichenschnaps oder Traumabewältigung. Reden ist wichtig, das Reden darüber entlastet, nimmt Druck von der Seele.

Das lief auf der A9 schlecht: Die Bildung einer Rettungsgasse

Diese Zeilen schreibe ich aber aus einem ganz besonderen Grund. Die Frauen und Männer der freiwilligen (!) Feuerwehr von Münchberg, Gefrees, Helmbrechts und Fleisnitz und die weiteren unzähligen Helfer vor Ort haben einen riesigen Job gemacht und bezahlen mit ihrer Gesundheit für unsere Sicherheit. Auch in diesem Szenario wird es Dinge gegeben haben, die sehr, sehr gut gelaufen sind (beispielsweise eine unfassbar kurze Hilfsfrist!), aber auch Dinge die eher suboptimal gelaufen sind.

Wir können mit den Gerätschaften trainieren, Arbeitsabläufe optimieren, unsere Fähigkeiten verbessern. Was wir vom Rettungsdienst nicht durch Training verbessern können, ist die Bildung einer ausreichend breiten und durchgehenden Rettungsgasse. Und so berichteten die Helfer, die zu dem Busunfall auf der A9 eilen wollten,  übereinstimmend von massive Probleme bei der Bildung einer Rettungsgasse. Diese Probleme gab es schon immer, gefühlt ist es in den letzten Jahren aber schlimmer geworden.

Wir können helfen – wenn man uns lässt

Wir sind dafür ausgebildet, Menschen zu retten, Feuer zu löschen und Schmerzen zu lindern. Das können wir aber nur, wenn wir auch zeitig genug vor Ort sind. Als Notarzt im Notarzteinsatzfahrzeug erleben wir es immer wieder, dass trotz eingeschaltetem Sondersignal andere Verkehrsteilnehmer verversuchen, noch eben schnell links abzubiegen oder noch schnell über die Kreuzung zu sausen. Wofür? Für drei Sekunden Zeitgewinn? Damit ich zehn Meter weiter an der nächsten roten Ampel eingeholt werde?

Oft wird dann gesagt, dass es ja jeden von uns treffen könne und dann würden wir uns ja auch wünschen, dass die Hilfe schnell da ist. Warum denn nur so herum? Reicht es nicht aus, zu wissen, dass da irgendwo ein Großvater, ein Fünfjähriger, ein x-beliebiger Mensch in Not ist?

Unser Rettungshubschrauber musste kürzlich eine Außenlandung abbrechen, weil Fotos und Videos vom landenden Hubschrauber gemacht wurden und die Leute nicht weiter weggingen, sondern immer näher an den Hubschrauber herankamen. Die Crew musste 800 m weiter landen und wurde von der Polizei dann sekundär dem Notfallort zugeführt.

Es geht nicht immer um dich!

Wann verstehen wir endlich, dass nicht immer nur das Ich-ich-ich zählt sondern, dass es uns allen besser ginge, wenn wir Rücksicht nehmen und mal zurückstecken würden. Einen Gang runter schalten, anderen den Vortritt lassen. Wie wäre es, wenn wir Fußgänger mal über die Straße gehen ließen, auch wenn mal kein Zebrastreifen da ist. Die zehn Sekunden, die ich dadurch verliere, kann ich problemlos bei den täglichen 42 Minuten Facebook abknapsen.

Wann raffen es Autofahrer endlich, dass eine Rettungsgasse vorsorglich gebildet werden muss, damit der Rettungsdienst zügig durchfahren kann und nicht erst wenn das Tanklöschfahrzeug hupend hinter einem steht. Dann ist es zu spät für die Rettungsgasse!

Ich könnte mich in Rage tippen. Lassen wir das.

Es ist kein Spiel:

Bildquelle: Partynia, Wikimedia

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.07.2017.

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Manfred L. DIETWALD
ad 32) Wer mehr als 4 Fahrzeuge, die eine Rettungsschlange gebildet haben, überholt, gehört angezeigt und gebührend bestraft, zumal er die Situation zu spät erkannt hat und wahrscheinlich zu dicht aufgefahren war, oder es absichtlich tat.
#33 am 04.08.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
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Manfred L. DIETWALD
Nach Ausnuzen der Gasse zum Überholen entsteht sehr schnell nach Einsicht der Notwendigkeit eine zu geringe Wendigkeit, das heißt, die letzten Ausweichstellen werden verstopft, der Nachfolgende schließt auf und die Wege sind verstopft für viele Minuten.
#32 am 04.08.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
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Gast
Letztlich bei dichtem Verkehr auf der A8 zwischen München und Salzburg. Der Verkehr stockt- und wow ! - die Autos fangen an, so etwas wie eine Rettungsgasse zu bilden. Und was passiert dann? Drei oder vier Schlaumeier nutzen die Gasse, um an die Stauspitze zu kommen nach dem Motto: wenn ich schon nicht auf dem Pannenstreifen überholen darf, dann doch da, wo genug Platz ist. Solange es keine lückenlose Kameraüberwachung auf Autobahnen gibt, vertrauen diese Leute darauf, dass sich wohl niemand die Mühe macht, Anzeige zu erstatten bzw. mit gut gefülltem Portemonnaie lässt sich auch das ertragen... Klar, dass sich dann einige sagen: Eine Rettungsgasse für DiESE Leute bilden? Nein Danke!
#31 am 02.08.2017 von Gast
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Feuerwehrmann und NFS
Grade Berufskraftfahrer mit ihren LKW bilden oft keine Rettungsgasse in dem sie sich rechts orientieren, stattdessen stehen oftmals zwei LKW nebeneinander im Stau. Dabei ist die Autobahn deren Arbeitsplatz. Sie sollten mit gutem Beispiel voran gehen und ihren Arbeitsplatz somit sicherer für alle machen, damit schnelle Hilfe dahin kommt wo sie gebraucht wird. Alle anderen werden dann vielleicht daran erinnert. Ich würde es mir Wünschen!
#30 am 01.08.2017 von Feuerwehrmann und NFS (Gast)
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Gast
STVO §11 (2) "Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden." So steht es in der Straßenverkehrsordnung, so habe ich es vor 15 Jahren in der Fahrschule gelernt. Und ich bin mir sicher, jeder andere in den letzten 20 Jahren auch. Vor allem, weil das Bilden einer Rettungsgasse im bereits stehenden Verkehr gerade für größere Kraftfahrzeuge (LKW, Bus, Wohnwagen) nahezu unmöglich ist, da keine Rangiermöglichkeiten mehr bestehen. Also, egal, warum es zum Stau kommt, eine Rettungsgasse ist immer zu bilden.
#29 am 01.08.2017 von Gast
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Gast
ich stehe im Stau und halte mich ziemlich weit rechts - hat man ja genug in den Medien gehört in letzter Zeit. Werde einer polizeilichen Maßnahme unterzogen. Der (sehr junge) Polizist fragt mich, warum ich so weit rechts fahre und ob ich getrunken habe. Stichworte: vorsorglich Rettungsgasse bilden .. hat ihm schnell auf die Sprünge geholfen. :) ich habe das in der Fahrschule - vor sehr vielen Jahren - auch nicht gelernt (oder wieder vergessen)
#28 am 29.07.2017 von Gast
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Gast
Um mal wieder zum Thema zu kommen: Ich kann mich nicht erinnern, dass in der Fahrschule gelehrt wurde, dass man eine Rettungsgasse vorsorglich bilden soll. Und das Problem ist tatsächlich, dass es inzwischen so viele Staus gibt, dass ich gar nicht unbedingt damit rechne, dass da ein Unfall sein könnte. Aber da ich in der Regel auch nicht gar so dicht auffahre, habe ich normalerweise Platz genug, noch auszuweichen.
#27 am 28.07.2017 von Gast
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Gast
#24 Haben Sie tatsächlich schon soviel grauenvolle Erfahrungen mit Ärzten und Pflegekräften gemacht? Ich kenne auch sehr verantwortungsbewusste und mitfühlende Ärzte, wo man sich als Patient gut aufgehoben fühlt. Und NEIN , ich bin kein Privatpatient
#26 am 28.07.2017 von Gast
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Gast
@Beaumont: Abgesehen davon dass diese verallgemeinernden Unterstellungen erstens völlig diffus, undifferenziert und in den meisten Fällen schlicht unzutreffend sind und zweitens am Thema vorbeigehen. Ist das etwa Ihre Art von Logik? Dass niemand der jemals selbst einmal einen Fehler in seinem Leben gemacht hat mehr auf anderes Fehlverhalten hinweisen darf? Dann dürfte überhaupt niemand mehr Verbesserungsvorschläge zu irgendetwas machen. Und ausgerechnet Sie lästern über mangelnde Intelligenz anderer? Ein schlechter Witz! Sie haben nur eine Gelegenheit gesucht ihren Ärztehass herauszulassen aber hier ist nicht der passende Platz dafür. Thema verfehlt! Sechs. Setzen.
#25 am 28.07.2017 von Gast
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Beaumont
Das soll sagen, dass es scheinheilig ist sich über die wenigen Toten aufzuregen die durch Nichtbildung einer Rettungsgasse entstehen, während man sich täglich millionenfach unmoralisch und zum Nachteil der Patienten und Mitmenschen verhält. In Ihren Antworten spiegelt sich aber die übliche Arroganz und Intelligenz wieder, die ich von den Möchtegerngöttern in Weiß gewohnt bin. Tierärzte....auch so eine Gattung. Ich hab drei Hunde und weiss also auch hier, wovon ich rede.
#24 am 28.07.2017 von Beaumont (Gast)
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Gast
@Beaumont: mit Verlaub, bei dem Blödsinn den Sie von sich geben wundert es mich ehrlich gesagt nicht wenn ihre Mitmenschen Sie verzweifelt anflehen die Klappe zu halten.
#23 am 27.07.2017 von Gast
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Aha. Und was soll uns das jetzt sagen? Mit Verlaub?
#22 am 27.07.2017 von Dr. Irmgard Roßnagel (Tierärztin)
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Beaumont
@gast Mit Verlaub: die meisten Ärzte sind bestenfalls durchschnittlich intelligent, ersticken ihre eigene Moral zu Gunsten der Karriere, sind dann später durch ihren Status kompromitiert, um auf Gesellschaftliche Missstände hinzuweisen. Als Schergen der Pharmakonzerne geben sie vor, den Menschen helfen zu wollen. Beispiel Antihypertensive Therapie: da bekommen alte Menschen bei einer Systole von 160mmHG eine Therapie, die nachweislich nur 20 Menschen von 1000 nutzt. Wer Therapie verweigert, ob daheim, im Spital, auf der IPS bekommt einen psych. Konsil. Ambulante Pflegedienste werden eingeschalten, die diese Menschen dann zwingen. Verweigert dies der Patient, geht er ins Heim. Reha-Termine werden gecancelt, um Beatmungsstunden zu pimpen. Dialysen werden über Nacht an Halbtoten durchgeführt, um sie am Morgen direkt zu beenden. Äußert man Kritik an der Therapie, heisst es (wörtlich): dein Job hier ist Klappe halten! Habe ich alles jahrelang erlebt und mitgemacht.
#21 am 27.07.2017 von Beaumont (Gast)
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Ich kann mich nicht erinnern, dass "Rettungsgasse" ein Begriff im Führerscheinkurs war ich gebe ehrlich zu, ich bin schon oft im Stau gestanden und habe keine Rettunsgasse gebildet, weil a) ich nicht wußte, dass man das machen soll und wie das geht b) vor- und hinter mir kein einziger das gemacht hat c) ich ganz oft in einem bestimmten Stau stehe, wo noch nie ein Unfall die Ursache ist, sondern es sich einfach so immer staut (Dauerbaustelle und eine Spur weniger) und ich nicht diejenige sein will, die schräg im Weg steht, wenn es plötzlich wieder anrollt. Ich glaube das ist nicht so einfach, sich in dem Moment richtig zu verhalten. Mehr Werbung und Aufklärung würde sicher helfen.
#20 am 26.07.2017 von Dr. Irmgard Roßnagel (Tierärztin)
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Gast
Als Notarzt bemühe ich mich im Stau den Nachbarn auf der Autobahn beizubringen eine Gasse zu bilden, kurzzeitig klappt es, dann fangen wieder einige an, die Rettungsgasse zu schließen. Noch schlimmer auch breite Fahrzeuge wie Fahrzeuge mit großen Anhänger, LKW und Busse versuchen zu überholen-------hier helfen nur Strafen! Einfach mit einer Drohne abfliegen Fotos schießen mit Gesicht und Kennzeichen, 1 Punkt in Flensburg 100€ Strafe
#19 am 26.07.2017 von Gast
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Nun, ich persönlich bevorzuge die Lösung, dass das erste Fahrzeug mit einem Schneepflug ausgerüstet ist um eine entsprechende Rettungsgasse zu bilden ;) (Interessant finde ich es auch das mein Handy "rettungsgasse" nicht kennt...)
#18 am 26.07.2017 von Dominik Boeddinghaus (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Super Kommentar unter mir, da kennt sich einer auf dieser Autobahn aus, ich auch. Problem Nr.1: Wirklich so gut wie nie jemand bildet je eine Rettungsgasse, neulich habe ich es vllt. 2x gesehen, dass überhaupt jemand dementsprechend fährt, und die anderen machen es dann oft nach. Es ist überhaupt die Gewohnheit, ob man bei Stau zur Seite fährt. Schuld für Problem Nr.1: Problem Nr. 2: Es sind einfach dauernd Staus auf den Autobahnen, auch A9, bes. im Sommerhalbjahr, weil: es a) zuviel Verkehr und b) zuviele Baustellen gibt, und da denkt man natürlich auch seltener an Ursache c): Unfall mit Rettungsgasse bilden. Man bräuchte wirklich durchgehend Verkehrsschilder mit: Unfall, Rettungsgasse bilden, wirklich. Oder mehr Werbung dahingehend. Problem 3: Abstand: ja, LKW's fahren sehr gerne viel zu schnell: 110km/h anstatt 80km/h, und meine Intention ist auch immer, Auffahrunfälle zu vermeiden. Frühzeitig Warnblinkanlage anmachen ist sehr wichtig, um sich selbst zu schützen.
#17 am 26.07.2017 von HPA Juliane Deinzer (Heilpraktikerin)
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Gast aus Bayreuth
Hinweise auf eine Rettungsgasse bei Stau- oder Unfallmeldungen oder auch Hinweise an stau- oder unfallgefährdeten Abschnitten halte ich für eine gute Idee. Ein Achtung-Unfallgefahr-Schild reicht nicht aus, so weit denken die meisten Autofahrer wohl nicht mehr. Ich wohne seit 1983 in Bayreuth, kenne die Münchberger Senke sehr wohl und war bei etlichen Unfalleinsätzen, auch bei der ganz großen Massenkarambolage, dabei. Da dort ein Nebelloch ist, gab es auch schon Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnschilder. Dann geht es ein paar Jahre gut, dann verschwinden die Warnschilder, dann wird gerast wie immer. Die LKWs fahren prinzipiell zweispurig vollgas bergab, damit sie am nächsten Anstieg den Schwung mitnehmen können. Freiwillig langsamer und vorsichtiger fahren ist ohne Verkehrsschild nicht drin, der Hintermann könnte einem in den Kofferraum fahren.
#16 am 26.07.2017 von Gast aus Bayreuth (Gast)
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Gast
Österreich macht es vor: wo es Geld kostet, funktioniert es!
#15 am 26.07.2017 von Gast
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Hier ist die Politik gefragt. Zuerst einmal sollte ein generelles Überholverbot für LKW auf Autobahnen eingeführt werden. Für Verkehrsteilnehmer die keine Rettungsgasse bilden müssen die Strafen massiv erhöht werden und die Justiz sollte von durch Rettungsfahrzeugen dokumentierte Verstöße ( Kamera ) entsprechend ahnden. Das gleiche gilt für Gaffer und Handy Junkies. Ich war über 30 Jahre mit Feuerwehr und Rettungsfahrzeugen unterwegs und bin so etwas von froh, dem sittlichen Verfall auf unseren Straßen noch heil entkommen zu sein. Man hat den Eindruck das ein Teil der Bevölkerung nicht mehr an Reslitätsverlust leidet, sondern ihn genießt.
#14 am 26.07.2017 von Klaus Gombert (Rettungsassistent)
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Ich bin fast jeden Tag auf der A2 oder der A14 unterwegs und erlebe regelmäßig einen Stau. Seit Jahren wird gepredigt: bildet eine Rettungsgasse, wir aber das alle mal in der Fahrschule gelernt, früher oder später. I Das Gegenteil ist der Fall. Jeder freie Platz wird von LKWs genutzt, die unbedingt dann auch noch die Spur wechseln müssen, nur damit auch wirklich kein Meter der Fahrbahn ungenutzt bleibt. Aber auch 96% der PKW- Fahrer sind nicht besser. Der Hintermann sitzt fast bei mir oder anderen Verkehrsteilnehmern auf der Rückbank, aber eine Rettungsgasse wird nicht gebildet. An jeder 2. oder 3. Brücke über den genannten Autobahnen hängen Plakate mit Hinweisen zur Bildung einer Rettungsgasse, das interessiert offensichtlich niemand. Wenn der Gestzgeber nicht endlich reagiert und die Rechtsnormen nicht endlich durchgesetzt werden, bleibt das leider so. Ich bin für rigorose Strafen ohne Nachsicht. Fahrzeug beschlagnahmen, Führerschein entziehen und zusätzliche Geldstrafen. Aber wir machen ja nur "du du"
#13 am 25.07.2017 von Dipl. Jur. Birgit Brandt (Mitarbeiterin Industrie)
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Gast
Kameras in die Einsatzfahrzeuge, damit keiner etwas abstreiten kann, saftige Geldstrafen mit Tagessätzen, statt fester Beträge und wirklich langer Führerscheinentzug. Das muß man nämlich anderen "beichten" und sich rumfahren lassen und das tut auch denen weh, die das sonst unter Reisekosten verbuchen.
#12 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Nachtrag: Habe auch noch nie etwas über Crash Tests für Busse gelesen. Hallo ADAC gibt es so etwas und verfolgt ihr das ?
#11 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Ich denke der Schuldige ist der Bushersteller, wahrscheinlich Mercedes Benz. 1000 Liter Dieseltank hinten direkt neben dem kochend heißen Motor! Wenn Sie die Nachrichten der letzten Jahre aufmerksam verfolgt haben, wissen Sie, daß dies nicht der erste Unfall dieser Art ist. Verkehrsbusse, Schulbusse alles schon ausgebrannt je nach Sachlage mit wenigen oder vielen Toten. Aber Firmen können sich ja eine Lobby leisten.
#10 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Letztens habe ich den Vorschlag gelesen, daß bei Staumeldungen im Radio der Hinweis zur Rettungsgasse kommen könnte mit Erklärung, wie das gemacht wird. Ob es helfen würde, ist eine andere Frage, aber den Versuch wäre es wert... @ "Beaumont": Mit Verlaub, Du bist ein Trottel!
#9 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Mir stellt sich hier die Frage ob in diesem Fall am Morgen nicht viele LKW mit Feuerlöscher vorbeigekommen sind, mit denen ein Entstehungsbrand bis zum eintreffen der Feuerwehr möglicherweise eingedämmt werden kann...
#8 am 25.07.2017 von Gast
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Beaumont
Da muss ich laut lachen. Sterben jetzt mehr Menschen an Ärztepfusch oder durch Nichtbilden einer Rettungsgasse? Mein letzter Dienst war auf einer Ips in einem Spital, in dem keiner Intubieren konnte. Das ist auch ne ganz fatale Dummheit, die aber von Gesetzgeber gemacht ist und gedulded wird...
#7 am 25.07.2017 von Beaumont (Gast)
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Gast
Ich höre und lese jeden zweiten Tag von der Bildung einer Rettungsgasse und kann nur zustimmen. Man hofft auf die "Intelligenz" der Allgemeinheit und darauf dass es irgendwann einmal auch der dümmste Verstanden hat! Am Ende bleibt ein Appell ohne Wirkung… Ich vermisse die Unterstützung der Gesetzgeber für den Einsatz von Rettungskräften! Warum sind die Rettungsfahrzeuge nicht mit einer Kamera ausgestattet die gerichtlich ausgewertet werden darf? Wo sind die harten Strafen z.B. 500 € und 2 Punkte in Flensburg? Oder wie in Österreich 2000 €? Wo sind die Verkehrsschilder die auf die Bildung von Rettungsgassen hinweisen? z.B. in Unfallreichen / Staureichen Zonen? In Österreich stehen diese alle paar Kilometer. Die ganzen gut gemeinten Appelle bringen nichts wenn diese Vergehen nicht mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden!
#6 am 25.07.2017 von Gast
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Ich war vergangenen Woche auf der A3 in Richtung Königsforst unterwegs. Es staute sich. Ich hielt Abstand zu meinem Vordermann, hatte ich doch ein paar Tage zuvor die ADAC-Information „Bei Stau: Rettungsgasse bilden” gesehen. Das interessierte den Fahrer hinter mir allerdings nicht. Er saß mir fast auf der Stoßstange und gab unmissverständliche Zeichen, dass er mich für beschränkt hält. Und dann kündigten sich Notarzt und Feuerwehr an – leider kamen sie nicht an seinem Fahrzeug vorbei, weil er keinen Platz hatte, um zur Seite zu fahren. Blöd gelaufen.
#5 am 25.07.2017 von Maike Widera (Studentin der Humanmedizin)
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Gast
Wichtig ist wohl eher die Aufklärung: eine Rettungsgasse bilden - ja, natürlich - sagt da jeder. Aber nicht erst, wenn der Notarzt kommt, sondern das Zauberwort heißt: vorsorglich !! Das ist den wenigsten klar. Hier muß klarer kommuniziert werden, damit das in die Köpfe geht.
#4 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
in der die Freiheit und die Gesundheit des anderen.... sollte es heißen - leider funktioniert weder bearbeiten noch löschen, darum hier die Korrektur zu #2
#3 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Die Leute lernen gar nichts, der Gesellschaft, in der die Freiheit und das anderen zunehmend keine Rolle spielen und jede rote Ampel schon gefühlt zu viel ist, geht es nur über Geld und zwar richtig viel Geld. (wie es bei Alkohol, Geschwindigkeit usw auch hilfreich wäre.) Das alles gehört für mich zu Straftatbeständen und nicht Ordnungswidrigkeiten. In anderen Ländern gehts doch auch und seit ich in Mallorca statt wie in Deutschland 75 Euro 350 Euro für das gleiche Geschwindigkeitsdelikt zahlen musste, schau ich einmal mehr auf den Tacho. Keine Rettungsgasse zu bilden ist wie überhöhte Geschwindigkeit nicht Dummheit oder Versehen, das ist zu 98 % Vorsatz. In Mallorca habe ich schlicht die Begrenzung übersehen, aber auch das schützt vor Strafe nicht. Aber wir haben ja aller vier Jahre Wahlen, zu kurz dazwischen die Zeit, um etwas politisch auf die Wege bringen zu wollen. Die Lobbyisten im Bundestag passen da schon auf.
#2 am 25.07.2017 von Gast
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Letztendlich führt vermutlich nur ein Weg (zur Einsicht?) in die Köpfe der Leute: der über den Geldbeutel. Und solange da momentan 20€ Strafe eingefordert werden, die aus Kapazitätsgründen nicht oder nur seltenst eingefordert werden können, wird bei nur ganz wenigen durch die verschiedensten Kampagnen eine Lernkurve einsetzen. Und die sieht garantiert nicht so aus, wie sie es bei 3- oder 4-stelligen Bußgeldern würde. (Siehe Österreich)
#1 am 25.07.2017 von Dipl.-Inf. Oliver Andrae (Rettungssanitäter)
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