Cannabis-Gesetz: Eine Mogelpackung?

20.07.2017
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Seit März gilt das Gesetz „Cannabis als Medizin“. Es soll Ärzten ermöglichen, Patienten Medizinalhanf zu verordnen, wenn sonst nichts anderes hilft. Dies ist allerdings leichter gesagt als getan: Durch den Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen werden Ärzte und ihre Patienten hingehalten.

Das Bundesministerium für Gesundheit schreibt:

„Das Gesetz ‚Cannabis als Medizin‘ ist am 10. März 2017 in Kraft getreten. Ziel ist die Verbesserung der Palliativversorgung. Eine Begleiterhebung soll Informationen zum langfristigen Gebrauch von Cannabis wissenschaftlich sichern. Cannabis als Medizin – für schwer Erkrankte, auf ärztliche Verschreibung, in kontrollierter Qualität, aus Apotheken, mit Erstattungsmöglichkeit.

Das Gesetz regelt den Einsatz von Cannabisarzneimitteln als Therapiealternative bei Patientinnen und Patienten im Einzelfall bei schwerwiegenden Erkrankungen.
Bedingung dafür ist, dass nach Einschätzung des behandelnden Arztes diese Mittel spürbar positiv den Krankheitsverlauf beeinflussen oder dessen Symptome lindern. Dies kann zum Beispiel in der Schmerztherapie, bei bestimmten chronischen Erkrankungen wie etwa Multipler Sklerose oder bei schwerer Appetitlosigkeit und Übelkeit der Fall sein.


‚Schwerkranke Menschen müssen bestmöglich versorgt werden. Dazu gehört, dass die Kosten für Cannabis als Medizin für Schwerkranke von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders wirksam geholfen werden kann.‘
– Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Für diese erweiterte Kostenübernahme sorgt eine Änderung im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V): Künftig können neben Fertigarzneimitteln auf Cannabisbasis auch getrocknete Cannabisblüten von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden, wenn diese zu Therapiezwecken notwendig sind.

Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit streut gezielt Fehl- und Falschinformationen:

„Mit dem am 10. März 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften hat der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln erweitert. Ärztinnen und Ärzte können künftig auch Medizinal-Cannabisblüten oder Cannabisextrakt in pharmazeutischer Qualität auf einem Betäubungsmittelrezept verschreiben. Dabei müssen sie arznei- und betäubungsmittelrechtliche Vorgaben einhalten. Neben den neuen Regelungen bleiben die bisherigen Therapie- und Verschreibungsmöglichkeiten für die Fertigarzneimittel Sativex® und Canemes® sowie das Rezepturarzneimittel Dronabinol bestehen.“

Aber die neue Gesetzeslage sieht einen strikten Genehmigungsvorbehalt durch die Krankenkassen bzw. deren Medizinischen Dienst (MDK), im Volksmund Misstrauensarzt genannt, und damit eine Entwertung des ärztlich begründeten BTM-Rezeptes vor.

In einem konkreten Praxisfall bei einem meiner Patienten werden wir seit über drei Monaten hingehalten mit Quartals-Frist-Überschreitungen, mit erneuten, natürlich kostenlos zu erbringenden, Gutachtenanforderungen und exzessiven Prüfungsritualen – ohne dass eine qualifizierte MDK-Entscheidung fällt.

Deshalb ist es für mich völlig unmöglich, im geordneten Vertragsarzt-Praxisablauf derartige Patienten zu versorgen. Mein betroffener Patient ist jedoch entschlossen, die Sache vor das Sozialgericht zu bringen.

Das neue Cannabis-Gesetz der Bundesregierung verhindert und konterkariert ärztliche tumor-, schmerz- und systemtherapeutische und/oder palliative Cannabis-Verordnungen. Es ist meines Erachtens nichts anderes als die populistische Mogelpackung einer so gar nicht gewollten Krankenversorgung mit eingebautem Ärzte-„Bashing“ durch den MDK.

 

Bildquelle: Christopher Paquette, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.07.2017.

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Jo Albrecht
@ Dr. Schätzler: Sie behaupten, dass der EInsatz von Cannabisblüten ein therapeutischer Rückschritt sei. Dies kann ich nicht nachvollziehen, da ihre Bedenken, bzgl. der schlechten Dosierbarkeit, in der Praxis offensichtlich kaum eine Rolle spielen. Der behandelnde Arzt sollte den Patienten selbst einschätzen können, ob er mit diese Therapieform geeignet ist. Die vielen unterschiedlichen Wirkstoffprofile der einzelnen Cannabis-Sorten sind auch eine Bereicherung für die Therapie. Jeder Patient verträgt unterschiedliche Sorten besser oder schlechter - weshalb dies so ist, muss natürlich noch erforscht werden! Im Moment sieht es eher so aus, dass die Patienten von der Sortenvielfalt profitieren und einige das Naturpräparat aus persönlichen Gründen vorziehen (folglich erhöhte compliance). Was ich Ihnen sagen möchte: Ihre Bedenken sind wohl primär theoretischer Natur und kommen in der praktischen Anwendung wenig zum Tragen. Sie werden durch die angesprochenen Vorteile außerdem aufgewogen.
#20 vor 48 Tagen von Jo Albrecht (Gast)
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Max Schlommski
Sehr geehrter Dr. Schätzler, zu #9 möchte ich anmerken das ich als Schmerzpatient, wenn auch aus der Schweiz, aber als mündiger Bürger schon selbst meine verordnete Menge BTM dosieren kann. Nur weil ich ein paar Gramm Fentanyl zuhause auf Lager liegen habe, heisst das noch lange nicht das ich mich umbringen möchte. Was mich als Patient nervt, Dronabiol verschrieben und von der Schweizer Behörde genehmigt, von der Krankenkasse verweigert- bin ich auf Medizinalblüten gekommen. Natürlich vom Schwarzmarkt aber dank der liberalen Gestzgebung in der Schweiz nicht illegal, hat es mir sehr geholfen. Medizinalblüten sind also kein genereller Blödsinn wenn sie lindern und helfen!
#19 am 26.07.2017 von Max Schlommski (Gast)
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Als Krebspatient möchte ich noch meinen Senf dazugeben: (gilt nicht nur für die Medizin) : Alle sind gleich - nur manche sind gleicher.
#18 am 26.07.2017 von Reinhard Schrüfer (Weitere medizinische Berufe)
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Guten Tag miteinander, seht das doch alles etwas lockerer - es ist mit Cannabis so wie mit vielen anderen Substanzen: 9 von 10 bekommt es gut, einer hat nichts davon oder es wird ihm übel. Mehr auch nicht, dank des wirklich breiten therapeutischen Spektrums. Und es ist besser, den 9 positiven Fällen zu helfen, als diese nicht zu unterstützen wegen eines Falles an Übelkeit... Hat irgendjemand schon von einem Todesfall durch Cannabis gehört? Wohl aber haben sich zigtausende schon zu Tode gesoffen, Familien zerstört, Karrieren ruiniert etc., etc. Ich finde: der Patient muss wissen, was ihm gut tut, und wo er die wenigsten NW verspürt. Sah Personen, die durch Psychopharmaka (BIP, Depress., o.ä.) bis 50% zugenommen haben, keine Libido mehr, extrapyramidale Symptomatik etc., - aber nach geduldiger Einstellung auf das richtige Cann.-Präparat (v.a. Blüten!) eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität sowie natürlich Linderung ihrer Krankheit erleben durften. Gut ist, was hilft!!
#17 am 26.07.2017 von Alex Baird-Winter (Unternehmensberater)
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Ich habe eine Patientin, die hat sogar eine Magenverkleinerung auf sich genommen,in der Hoffnung die Tumorschmerzen bedingt durch Lipomatosis dolorosa durch Gewichtreduktion zu verringern. Leider ist das Gegenteil eingetreten und ihr Schmerztherapeut möchte eben nicht die Beobachtung(sprich Studien) für die Krankenkasse durchführen. So hat das ein Zirkel von Schmerztherapeuten beschlossen und meine Kundin hat das nachsehen, da sie jetzt stetig die Dosis der Opiate erhöhen muss. Sie findet hier im Süden Schleswig-Holsteins bis Kiel hoch und in Hamburg keinen Therapeuten, der den Weg mit ihr gehen würde und ihr Dronabinol verordnet. Vielleicht würde sie ja auch zu den Patienten gehören, die daraus großen Nutzen ziehen.
#16 am 26.07.2017 von Iris Wittich-Rudnik (Angestellte Apotheker)
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Gast
Wenn man die Zahl positiver Kostenübernahmeanträge für Cannabis bei den Ärzten vergleicht - eben auch derselben fachärztlichen Richtung - dann findet man Ärzte, die kaum einen Antrag "durchbekommen" aber auch Ärzte, bei denen es genau umgekehrt ist. Das deutet mMn auf eine Ungleichbehandlung hin.
#15 am 26.07.2017 von Gast
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Gast
Herr Dr. Schätzler: Cannabis ist nicht gleich Cannabis. Es gibt hochgezüchtete Sorten mit viel THC, aber Nutzhanf hat bspw. kaum THC. Die genauen prozentualen Mengenverhältnisse von THC und CBD werden vom Hersteller bestimmt, nach der Einfuhr nochmals getestet und auf den Packungen für Medizinalcannabis vermerkt. Somit ist ein Patient durchaus in der Lage, die Dosierung richtig einschätzen zu können. Zitat BfArM: "Wie bei anderen Naturprodukten auch, schwankt der Gehalt der Inhaltsstoffe in den einzelnen Produkten. Die Schwankungsbreite wird jedoch durch die Definition in der Monographie zu Cannabis begrenzt. Da Cannabis nach bisher vorliegenden wissenschaftlichen Informationen eine relativ hohe therapeutische Breite besitzt, sollten Schwankungen der Wirkstoffgehalte im Akzeptanzbereich - wenn überhaupt - nur geringe Auswirkungen auf Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie mit diesen Produkten haben."
#14 am 26.07.2017 von Gast
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Gast
Vor exakt 21 Jahren habe ich mit dem Cannabiskosum aufgehört. Einfach so, und dass nach 7 Jahren exessiven Spaßkonsum. Ich, aber auch Millionen von anderen Bundesbürgern, kenne also die Wirkung und die Dosierungsmöglichkeiten von Cannabispräparaten. Nachdem was ich alles an negativen Geschichten von Schmerzpatienten lesen und hören muß, lohnt sich der ehrlichen Weg nicht. Die Patienten werden mit "Füßen getreten" und "bespuckt" obwohl sie um hilfe bitten. Sollte ich jemals Schmerzpatient werden, werde ich natürlich Cannabis zur Linderung nutzen und definitiv die üblichen Wege aufsuchen. Ich bin halt eher ÖKO und kein Chemiefan. Ein Schmerzpatient kümmert sich ab einem bestimmten Punkt nunmal nicht mehr um die Erlaubniss, er will Linderung. Und ICH bestimme über meinen Körper und nicht der Arzt, die Pharmaindustrie oder der Staat.
#13 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Ich habe meine Klage im Eilverfahren auf Einstweilige Verfügung vor dem Sozialgericht Aachen verloren ( letzte Woche) und das als Patient mit Ausnahmegenehmigung des BfArM und obwohl der MDK nach Rechtsprechung von 2002 für die IKK classic urteilen sollte. Die Gesetzesänderung dieses Jahres spielte für das Sozialgericht Aachen wohl keine Rolle. Nun soll ich versuchen einen Arzt zu finden der trotz Androhung von Praxisüberprüfung und Regress mir mein Medikament auf Kassenrezept verschreibt und dann noch einmal weiterklagen. Bisher ist es eher ein Cannabisverhinderungsgesetz auch für Bestandspatienten. Nach fast zwei Jahren kampf für die Ausnahmegenehmigung kämpfe ich nun für die Kostenübernahme.
#12 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
@ Dr. Schätzler: Danke für die Klarstellung! Wenn es um den individuellen Versuch geht (mit einem standardisierten Präparat), bin ich auch sehr dafür! Und noch was: Der MDK macht ja auch sonst viel Ärger, und seine "Unabhängigkeit" ist eine Farce. Wir leisten uns in Deutschland so viel Blödsinn (aktuell fällt mir gerade unser verunglückter Hauptstadtflughafen ein), warum dann nicht auch eine von den Leistungserbringern und Kostenträgern wirklich unabhängige Institution schaffen, die den MDK ablöst?
#11 am 25.07.2017 von Gast
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@ Anonymer Gast #5 und #7: Meine Einstellung zu medizinischem Cannabis ist immer dieselbe geblieben. Bereits am 5.2.2015 habe ich unter http://news.doccheck.com/de/blog/post/2115-cannabis-mit-medizinischem-biss/ ein BTM-Rezept mit standardisiertem Dronabinol für Tumor-Patienten in der Palliativmedizin veröffentlicht. Blüten-Extrakte, selbst wenn sie denn von einer deutschen Cannabisagentur stammen sollten, haben mit Evidenz-basierter Medizin nichts gemein. http://news.doccheck.com/de/109504/cannabis-zucht-und-ordnung/ und http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/article/930939/cannabis-agentur-cannabis-rezept-aerzte-begruessen-auftakt.html#comment Was ich hier kritisiere, ist ein faktischer Boykott jeglicher Cannabis-Ausnahmeverordnungen in begründeten Einzelfällen durch den MDK der Gesetzlichen Krankenkassen - egal ob besser mit standardisierten Präparaten oder mit qualitativ bzw. quantitativ unsinnigen Blüten-Extrakten.
#10 am 25.07.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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@ Anonymer Gast #3: Danke für Ihr Statement "Insbesondere die Abneigung gegen eine Verschreibung von nicht-standardisierten Darreichungsformen mit nicht-konstanter Dosis (z.B. Blüten) kann ich sehr gut nachvollziehen." Denn das ist auch für mich ein Rückschritt - wir sind doch keine mittelalterliche Hexenküche! "Bei einer Verschreibung von 100 g Cannabis kann die verordnete Menge an THC daher zwischen 100 und 22 000 mg schwanken", fragt man sich unwillkürlich, wer soll eigentlich hier wen, warum und was bzw. auf welche Weise therapieren? Dtsch Arztebl 2017; 114(8): A-352 / B-306 / C-300 http://m.aerzteblatt.de/print/186476.htm
#9 am 25.07.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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@ anonymer Gast #1: Wer davon träumt, "Cannabis muss auch für eine breite Palette von Psychischen Erkrankungen verschreibungsfähig sein", hat die Debatte nicht verstanden. Es geht uns Ärztinnen und Ärzten eben nicht darum, den legal gesundheitsschädlichen Drogen wie Alkohol, Nikotin, "Qualium" und anderen abhängigkeitsfördernden Psychopharmaka weitere Schädigungs-Möglichkeiten hinzuzufügen. Die Cannabis-Freigabe ist m. E. lediglich als Heil- und Linderungsversuch u. U. indiziert.
#8 am 25.07.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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Gast
(Weiter von # 5) http://news.doccheck.com/de/blog/post/5764-selbst-gkv-kassen-zweifeln-an-wirksamkeit-von-cannabis-blueten/ - vor einiger Zeit hatten Sie, Herr Dr. Schätzler noch einige Zweifel. Woher der Wandel Ihrer Einstellung? Und zuletzt noch eine Frage an die Dochcheck-Redaktion: Warum kann man bei Ihren Meldungen die Kommentare beliebig lang halten und mit Absätzen editieren und bei den Blogbeiträgen nicht? Ist es zuviel verlangt, dies zu vereinheitlichen?
#7 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Ball paradox: Wird sonst jederzeit eine strenge Zulassungsstudie gefordert, wird Cannabis mal so rasch für und gegen alles verschreibungsfähig (und wenn es die GKV nicht übernimmt, dann halt auf Privatrezept). Das ganze dient doch boß der Akzeptanzsteigerung, so daß am Ende auch der nichtmedizinische Gebrauch weiter entkriminalisiert werden wird. Nicht, daß ich dagegen etwas hätte, aber man kann mir doch nicht im Ernst weismachen wollen, daß aus der Datenerhebung, die mit der Verschreibung einhergehen soll, irgendwelche sinnvollen Resultate entstehen werden, aus denen dann Indikationen festgelegt werden können. Übrigens finde ich die BfArM-Website zum Thema recht gut strukturiert (im Gegensatz zur vollmundigen ERklärung des BMG), aber am besten sortiert ist m.M. das FAQ der BÄK (http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Versorgung/Cannabis.pdf). Nebenbei:
#6 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
http://news.doccheck.com/de/blog/post/5607-cannabis-und-adhs-studie-zu-sativex-zeigt-keinen-signifikanten-nutzen-bei-adhs/ So z.B. der fehlende Nutzen von Cannabis bei ADHS (geschweige denn das fehlende Nutzen-Risiko-Verhältnis), das dürfte auch bei anderen Diagnosen aus der Psychiatrie der Fall sein. Einen Bipolar-Patienten will ich mir lieber nicht unter THC vorstellen.
#5 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen." ... der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist...
#4 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Das die Erstattung jetzt möglich ist, heißt nicht das ein Arzt verpflichtet ist, es zu verschreiben. Je nach Indikation ist die Studienlage eben recht dünn bzw. nicht vorhanden (z.B. bei den von #1 erwähnten psychischen Erkrankungen). Insbesondere die Abneigung gegen eine Verschreibung von nicht-standardisierten Darreichungsformen mit nicht-konstanter Dosis (z.B. Blüten) kann ich sehr gut nachvollziehen. Letztlich bleibt es jedem einzelnen Arzt überlassen, welche Therapie er mit dem Patienten zusammen auswählt. Bei Patienten, die beim Erstkontakt bereits darauf hinweisen dass ihr Leiden ausschließlich mit Cannabis zu heilen ist und sie ja nun laut Gesetz anspruch hätten, würde ich da mit Sicherheit auch erst mal blocken.
#3 am 25.07.2017 von Gast
  4
Gast
Also bei mir war es kein Problem. Nach dem Antrag an die Krankenkasse und der Vorlage von entsprechenden Gutachten, Attesten und Befunden (dessen Kosten die KK nach Anfrage auch übernahm (AOK)) wurde die VO von Dronabinol genehmigt. Was mir ein wenig Sorgen macht ist hingegen das Vorgehen der Ärzte die sich größtenteils weigern diesen Antrag auszufüllen und die VO zu übernehmen. Und falls man jmd. findet, dann ist dieser nur bereit das Dronabinol als Kps. oder ölige Essenz zu verordnen und die VO von Blüten strikt ablehnt, auch für den Fall, das Dronabinol keinerlei Wirkung zeigt... ;(
#2 am 25.07.2017 von Gast
  1
Gast
Cannabis muss auch für eine breite Palette von Psychischen Erkrankungen verschreibungsfähig sein.
#1 am 25.07.2017 von Gast
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