„Sie sind Arzt? Wie gut, dass ich Sie treffe!“

14.07.2017
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Jeder Mensch macht Fehler im Leben, leider lernt man nicht immer daraus und wiederholt sie. Worauf ich hinauswill? Meine ehrliche Antwort auf die berühmte Frage im Zugabteil, Café oder Ferienhotel: „Und, was machst du so?“ Im Moment des Aussprechens weiß man bereits, dass die eigene Aussage nicht ohne Folgen bleiben wird – für mich, meine Familie und alle anderen im Umkreis. „Ich bin Arzt!“

Schon vor vielen Jahren habe ich besagten Fehler zum ersten Mal gemacht und ihn während der gesamten Fahrt zwischen meinem Studien- und Heimatort drei Stunden ausbaden müssen. Es fing doch so nett an. Wir saßen alle in einem komplett gefüllten Abteil eines InterRegios (die gleichen Abteilwagen wurden dann später zum InterCity) und kamen ins Gespräch über dieses und jenes. Die Stimmung war herzlich, man besuchte seine Nichte, seine Kinder, seine Freunde für eine gemeinsame Weiterreise.

„Und, junger Mann! Warum fahren Sie nach Wunderschönstadt?“, fragte mich eine ältere Dame, die ihrer Nichte offensichtlich mit einer Häkelarbeit eine „Freude“ machen wollte.

„Ich fahre übers Wochenende zu meinen Eltern. Möchte auch meine Schulfreunde nach ein paar Wochen wiedersehen.“

Sie studieren Medizin? Ich hab hier einen Ausschlag

„Ach, was machen Sie denn ich Hübschhausen? Studieren Sie?“ Das klang freundlicher, als der begleitende Blick des älteren Herrn wirkte. Seine Augen verrieten, dass er mich deswegen eher für einen Langschläfer und Faulenzer hielt.

„Ja, ich studiere im dritten Semester Medizin!“, entfuhr es mir.

Plötzlich eintretende Stille. Alle Gespräche waren verstummt. Die Zeitung raschelte nicht mehr. Das Papier der Schokoladentafel schwieg. Nur die Fahrgeräusche des Zuges waren zu vernehmen, leise im Hintergrund. Welcher Fahrgast würde nun die immer peinlicher werdende Stille durchbrechen?

„Medizin? Das ist ja toll, dass ich Sie hier treffe!“, entfuhr es plötzlich der sehr schweigsamen Dame gegenüber, die sich bisher sehr verschlossen gegeben hatte.
„Seit drei Jahren renne ich von Arzt zu Arzt, keiner kann mir helfen. Dabei ist es so unangenehm und juckt den ganzen Tag“, ergänzte sie und präsentierte dem gesamten Abteil den nicht zu übersehenden Befund.

Vom Regen in die Traufe

Während sie aufsprang, zog sie ihre Bluse hoch und die Blicke aller Mitreisenden auf einen handfesten großflächigen Ausschlag auf ihrem Körper. Die großen Mengen des Unterhautfettgewebes halfen bei der Präsentation. Der ältere Herr blickte geschockt zwischen dem Ausschlag auf dem Bauch und dem zeltartigen BH hin und her. Der vernaschten Dame neben mir fiel beinahe die Schokolade aus dem Mund.

Die Enttäuschung war anschließend dann aber groß. Ich hatte mich zu rechtfertigen, warum ich als stud. med. noch keine Dermatologie-Vorlesung genossen hatte und von mir keine Hilfe zu erwarten war. Der ältere Herr hatte schließlich keinen Blick mehr auf den BH und gab mir mit strengen Blicken die Schuld daran. Dies schien seine Einschätzung, ich sei ein Taugenichts, zu bestätigen. Den anderen war der Appetit vergangen. Immerhin hatte wir somit eventuell den Startschuß für ein „Ruheabteil“ gegeben. Es herrschte bis Wunderschönstadt Stille.

Das letzte Mal und nie wieder!

Vor drei Jahren verbrachte ich mit meiner Familie erstmals einen Pauschalurlaub in einer Hotelanlage in Griechenland. Auch hier dachte ich nach zwei Gläsern Rotwein nicht nach und offenbarte meinen Beruf. Der Hotelarzt wird sich über ein paar freie Tage gefreut haben, denn ab dem nächsten Morgen hielt ein deutscher HNO-Arzt am Pool, am Strand, am Buffet und auch im Bereich der Kinderbetreuung eine hausärztliche Sprechstunde ab.

Jetzt sage ich nicht mehr die Wahrheit. Ich kann den Urlaub nun mehr genießen und abschalten. Meine Familie hat mehr von mir. Und ich habe auch den Eindruck, dass es unter den anderen Gästen weniger Krankheitsfälle gibt.

Spannende Berufe gibt es scheinbar viele

Aber wie soll man diese Frage nun beantworten? Ich habe einiges versucht, aber auch Steuerberater, Supermarktbesitzer, Sozialarbeiter scheinen Berufe zu sein, die die Fantasie zu vielen Fragen anregen. Selbst Psychologe, Lehrer oder Polizist schreckt nicht ab. Seit den Auslandseinsätzen auch nicht mehr der Soldat.

Äußerst erfolgreich war ich zuletzt mit Maschinenwartung in Kläranlagen. Aber wir saßen dann meist allein am Abendbrottisch.

Bildquelle: Tim Sheerman-Chase, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.07.2017.

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Gast
Ich sage gerne ich wäre Verwaltungsfachangestellter und wenn dann noch jemand nachhakt dann im Bereich Beschaffung,... Büromaterial und Klopapier. Spätestens das langweilt dann ausreichend.
#45 am 03.08.2017 von Gast
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Gast
Automechaniker ist immer gut
#44 am 30.07.2017 von Gast
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Das Problem habe ich auch bereits während des Studiums erkennen müssen. Nicht nur dass die Menschen auf der Suche nach medizinischem Rat keine Grenzen mehr kennen, auch der sonstige vorurteilsbehaftete Umgang mit dem "Mediziner" ist nicht immer angenehm. Mein Berufsinkongnito seitdem: Gelenkbusfahrer!
#43 am 26.07.2017 von Robin Engert (Arzt)
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Gast
#40 Da haben Sie aber Glück gehabt, dass Ihre Gesprächspartner offensichtlich noch nichts vom New Generation Sequencing, Gentherapie und CrisperCAS gehört haben und es keine kritischen Nachfragen gab, wieso das ausgerottetes Pferdepocken-Virus kürzlich im Labor rekonstruiert wurde. In kaum einer anderen Disziplin gab es in jüngster Zeit so bahnbrechende Entwicklungen, die unser Leben nachhaltig verändern werden - insbesondere auch das der Ärzte.
#42 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Als durch Nachfragen "enttarnte" Lehrerin geht es Ihnen ganz genauso! Sämtliche angeblichen pädagogischen Fehlleistungen an den Gesprächspartnern/derenKindern/ Enkeln dürfen Sie sich gratis anhören und sollen Ihr fundiertes, in jedem Fall zustimmendes Urteil abgeben...und natürlich Ferntipps und individuelle Lernmethoden dazu zaubern: da hilft nur Humor! Inzwischen nenne ich Fremden z.B. im Zug einfach meinen zuerst studierten Beruf. Stimmt ja genauso! Dann kommen halt andere Bitten, aber harmloser.
#41 am 25.07.2017 von Gast
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Gast
Schöner Artikel. Ich empfehle Ihnen als Antwort Biologe, denn ich habe nur einmal eine Nachfrage bekommen und die war "ach Bio, das kann man echt studieren?" Mehr fällt den Leuten dazu nicht ein.
#40 am 24.07.2017 von Gast
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Gast
Als verbeamteter Arzt ist meine Antwort auf meine Tätigkeit einfach: Beamter. Das interessiert keinen weiter. Man hört höchstens noch die üblichen bekannten Beamtenwitze.
#39 am 24.07.2017 von Gast
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Gast
Da ich in unserer Stadt durch zahllose Notarzt- und KV-Dienste sehr bekannt bin, läßt sich im Bekanntenkreis und selbst auf Festen mein Beruf als Arzt nicht immer verleugnen. Aber die "Belästigungen" halten sich in Grenzen, es wird problemlos akzeptiert, dass ich auch mal Freizeit habe. Für einen kurzen Tip bin ich gerne bereit. Ich frage auch mal meinen Nachbarn, der Elektriker und Maurer ist, wie ich am besten eine Stromleitung auf den Dachboden lege und bekomme eine Antwort... und eine helfende Hand gratis dazu. Bei "großen medizinischen Anfragen" stelle ich gegebenenfalls die Frage: Privat oder Kasse? - Warum? - Privat kassiere ich gleich, Kasse bitte morgen in die Sprechstunde.
#38 am 24.07.2017 von Gast
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Gast
"Wie macht man es dann im entfernten Bekanntenkreis von Verwandten? Sobald ich als Begleitung auftauche, dann drehen sich die Gespräche entweder um die Erkrankungen von den Anwesenden oder falls schon glücklich genesen - um die Leidensgeschichte bis dahin." - Liebe Ärzte, worüber, glauen Sie, drehen sich die Gespräche, wenn kein Arzt am Tisch sitzt? - Richtig! Um die Erkrankungen der Anwesender, deren Freunden und Bekannten und die dazugehörigen Leidensgeschichten. Früher oder später - immer!
#37 am 23.07.2017 von Gast
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Gast
Kann es sein, dass manche Patienten, Ärzte als ihre Leibeigenen verwechseln?
#36 am 22.07.2017 von Gast
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Gast
Mein Freund hat seine Berufung als Arzt geliebt, dennoch hat er sich manchmal schon als Mülleimer der Nation gefühlt.
#35 am 22.07.2017 von Gast
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Gast
#33 Liebeskunst ist eine Paarung aus Psychologie, handwerklichen Geschick und einer hohen Sensibilität, bevorzugt gegenüber vernachlässigten und verheirateten Männern gesetzteren Alters, die noch etwas außergewöhnliches Erleben möchten, bevor sie ins Nirvana entschweben.
#34 am 22.07.2017 von Gast
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Gast X
31: genau das meine ich auch, Respekt sollte man JEDEM entgegenbringen, sogar Ärzten ;-) auch dann wenn sie in ihrer Freizeit mal keine Lust haben sollten eine Beratung durchzuführen... wobei ich persönlich vermutlich meinerseits auch neugierig wäre Sie mit ein paar Fragen zu ihrem Beruf zu belästigen wenn Sie sich mir gegenüber im Zug als Liebeskünstlerin zu erkennen geben würden... aber ich hätte auf jeden Fall Verständnis wenn Sie nicht darüber reden wollten.
#33 am 22.07.2017 von Gast X (Gast)
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Remedias Cortes
Ich glabe, bei den Helferberufen liegt einfach ein Missverständnis vor: Schüler denken auch, dass Lehrer in ihrer Freizeit am liebsten über ihren Stoff sprechen. Und Patienten halten ihre Ärzte für Besessene, die froh sind, wenn sie auf der langweiligen Party einen medizinischen Spezialfall präsentiert bekommen. Dass das Berufe sind wie andere auch - mit Urlaubs- und Pausenbedarf - geht vielen nicht in den Kopf. Daher freundlich zu sagen: "Ich habe jetzt Freizeit - bitte machen Sie morgen einen Termin in meiner Praxis."
#32 am 22.07.2017 von Remedias Cortes (Gast)
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Gast
#29 Ich bin pensionierte Liebeskünstlerin, die allermeisten meiner Kunden haben mich sehr wertgeschätzt und meine Tätigkeit äußerst gut honoriert. Wertschätzung und Respekt ist wichtig, egal welchen Beruf man ausübt.
#31 am 22.07.2017 von Gast
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Gast
#29 Ganz Ehrlich, da wäre meine Motivation auch gegen Null
#30 am 22.07.2017 von Gast
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Gast X
Luxusprobleme einer sich abheben wollenden Kaste? Ernsthaft? Hohes Ansehen? Vor 50 Jahren vielleicht... heutzutage ist es mit dem Ansehen nicht mehr weit her. Das sieht man ja an ihrem Kommentar. Leute wie Sie zögern keine Sekunde uns ihre Verachtung und Vorurteile um die Ohren zu hauen... und erwarten dann dass wir auch noch in unserer Freizeit kostenlose und öffentliche Beratungen durchführen? Nur um dann in einem Medizinerportal von Nicht-Medizinern angefeindet zu werden. Nennen Sie das Kommunikation unter ganz normalen Menschen? Keine Sorge, die meisten von uns legen keinerlei Wert darauf mehr respektiert zu werden als unsere Mitmenschen, heutzutage dürfen wir uns nur noch über wenige seltene Momente freuen wenn man uns genauso respektiert wie alle anderen auch.
#29 am 22.07.2017 von Gast X (Gast)
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Gast
Ich bin Hundebesitzerin und treffe auch gelegentlich pensionierte Ärzte, die haben mir schon einige Horrorgeschichten von dreisten Patienten berichtet. Da würde der arme Doc nach Mitternacht privat aus dem Schlaf geklingelt wegen einem angeblich dringenden Notfall und es stellte sich heraus es waren ein paar betrunkene Männer mit einem Schnupfen. Hallooooo geht's noch????
#28 am 22.07.2017 von Gast
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Gast
ich frage mich auch schon seit längerem, ob es wohl Menschen gibt, die in dem Wissen, daß neben ihnen ein Maurer wohnt, denselben ohne Hemmungen an seinem Feierabend rausklingeln und von ihm erwarten würde, daß er ihnen mal kurz eine Mauer baut -kostenlos natürlich.....
#27 am 22.07.2017 von Gast
  2
Gast
Luxusprobleme einer sich mehr und mehr abheben wollenden Kaste. Früher war der Arzt bekannt und hoch angesehen, hat sich gefreut, von seinen Patienten zu hören, hat ruhig gesagt, wenn der Zeitpunkt unangebracht war. Wie ganz normale Menschen eben untereinander kommunizieren. Davon sind wir heute leider weit entfernt.
#26 am 22.07.2017 von Gast
  32
Gast
Selbst Psychologe, Lehrer oder Polizist schreckt nicht ab. Seit den Auslandseinsätzen auch nicht mehr der Soldat Ich wundere mich stark über Ihren Beitrag.Dass Sie die Maschinenwartung in Kläranlagen erwähnten, wundert mich am meisten.Das rührt an mein Innerstes-meiner Nerven.Dass Arztsein enttäuschend sein kann, kann ich nachvollziehen. Meistens ist der Arzt aber ein Höchstangesehener.Ich komme aus einem ganz anderen Lager: Der Theologie, bin aber stark medizinisch und auch pharmakologisch interessiert:Und eben soteriologisch: Das heißt, ich gehe aus auf das Heil des Menschen, was jeder Mediziner auch will, ein Theologe aber nicht kann: Der beherrscht eben nicht das Physische.Muß man eben zuerst mal ein richtiger Chirurg sein.Mit Messer und Gerät eben.
#25 am 22.07.2017 von Gast
  20
Gast
Wenn man schon chemisch gebildet ist:Katecholamin kommt von Brenzcatechin. Na so was denn nun!Was ist denn das? Noch kein Pyrogallol? Na irgend so was. Brenzkatechin: Und davon haben die Katecholamine ihren Namen.Hatte ich doch diesen Stoff mal in meinem Hobby-Chemie-Labor: Ach was , wie denn?Adrenalin, Noradrenalin etc: Waren nicht die die Katecholamine? Alles erst mal wieder nachgucken: Repetitio mater studiorum!
#24 am 22.07.2017 von Gast
  13
Gast
Katecholamine Was ? Katecholamine? Stresshormone? Was? Das höre er zum ersten Mal, sagte mir mein etwas gealterter Arzt.Ich sagte, Stress erzeuget Arteriosklerose. Das höre er zum ersten Mal. Das liest man doch jeden Tag nicht nur in fachmedizinischen 'Tagblättern, sondern sogar in banalen Zeitungen.Psychokardiologie gehört her!Ohne die geht nix mehr!
#23 am 22.07.2017 von Gast
  14
Gast
Selbst Psychologe, Lehrer oder Polizist schreckt nicht ab. Seit den Auslandseinsätzen auch nicht mehr der Soldat. Ich, als Outsider, bin abgeschreckt. Allerdings.Soldat schreckt mich nicht mehr ab. Den brauchen wir dringend.Da bin ich ganz anders geworden.Ein Arzt gehört zu den allerhöchst Geschätzten.Ja ja, ich dachte mal, den Wehrdienst abwehren zu sollen: Das aber dachte ich leider nur mal.Ich bin untauglich. Aber wir brauchen Soldaten.
#22 am 22.07.2017 von Gast
  10
Gast
Hauptsache KH3 Das habe ich mir selber besorgen müssen, weil dieses MedikaMENT NICHT MEHR LIEFERBAR IST: dAS GEHT ZWAR AM tHEMA VORBEI. aBER ICH POSTE DAS EBEN DESWEGEN HIER:Und ich sage : Es geht mir wesentlich besser inzwischen.Wirklich und ungelogen:Mir geht es wesentlich, damit wirklich besser mit Procainhydrochlorid, 100 Milligram mindestens pro Tag.Das geht vom vegetativen sogar bis ins psychoaktive.(Also pschosomatisch, psychovegetativ: Aber in erster Linie vegetativ nur.)Da kann man Mediziinder sein und sich zurückhalten müssen: Diese GeroH3 Aslan Therapie mit Procainhydrochlorid half mir-vegetativ: antiinflammatorisch, blutdrucksenkend, etc , wirklich.Das merke ich wirklich nur nebenbei so an.
#21 am 21.07.2017 von Gast
  31
Gast
Aber es zeigt auch, wie verzweifelt manche Patienten sein müssen, weil sie offensichtlich schon eine Odyssee hinter sich haben, ohne dass ihnen geholfen werden konnte. Wie sagte doch die Hausärztin in der Sprechstunde nach 10 Minuten zu meiner Tante, die seit einer missglückten Magenspiegelung fast nichts mehr runterkriegt und deshalb zu einem Skelett abgemagert ist: "Ihre Zeit ist um."
#20 am 21.07.2017 von Gast
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Siedlungswasserwirtschaftler
Schade, dass wir uns nicht im Zug oder Café getroffen haben. Ich hätte Ihnen Interessantes über die unterschiedlichsten Klärsysteme weltweit erzählen können. Damit habe ich schon Abendgesellschaften gut unterhalten - und als positiven Begleiteffekt Viele davon abgebracht, Dinge in die Toilette zu werfen, die da wirklich nicht rein gehören und dem Mechaniker viel Ärger bereiten. Und nicht zuletzt verhindert sauberes Wasser auch noch Krankheiten. Nicht nur ein spannender sondern auch noch ein (lebens-)wichtiger Beruf (siehe Jemen im Moment), für den man auch gerne nicht so feine Gerüche in Kauf nimmt. Wenn Sie in der Freizeit keine Krankengeschichten hören möchten, was ich sehr gut verstehen kann, wie wäre es dann mit der ehrlichen Antwort: Ich bin gerade privat unterwegs und möchte nicht über meine Arbeit sprechen. Dann haben Sie vielleicht die Chance über andere Berufe etwas zu erfahren, die auf den ersten Blick gar nicht so interessant erscheinen.
#19 am 21.07.2017 von Siedlungswasserwirtschaftler (Gast)
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Gast
Außerhalbe von Praxis/KH bin ich nicht versichert, wenn ich da jetzt was Falsches zu Ihnen/Dir sage...
#18 am 21.07.2017 von Gast
  7
Gast
ad 15: Schon interessant, sich mit Byzantistik herauszureden.Das konnte schon immer besser so gewesen sein.Ich treib mich aber tatsächlich herum zwischen privaten medizinischen oder vieleher pharmakologischen und immerhin wirklich sogar tatsächlich byzantinisch-theologischen Studien.Ein Gelehrter oder Gebildeter dar wie die bei den Alten, etwa Maimonides, beides zur Bildung haben: Medizin oder Pharmazie und Philosophie als eins der Theologie.Kennen Sie die göttliche Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomos? Dann sind Sie byzantinisch gebildet. Freundliche Grüße Ihnen!
#17 am 21.07.2017 von Gast
  6
Gast
Wie immer schon: Viel zu viel Gemeinheit
#16 am 21.07.2017 von Gast
  8
Gast
Ich musste während des Studiums auch oft mit der Bahn pendeln, Berlin-Hamburg, um die Familie zu besuchen. Ständig wurden mir offene Beine oder knifflige Medikationsfragen präsentiert, dazu Krankheiten der nicht zugegenen kompletten Familie ... einmal hatte ich keine Lust und behauptete, ich studiere Byzantinistik! Da hatte ich Ruhe ;-)
#15 am 21.07.2017 von Gast
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Hebamme
@#6 Sie können sich nicht vorstellen wie häufig mir schon "komisches Untenrum" von Verwandten oder Bekannten der Wöchnerinnen angeboten wurde. Manchmal verschwinden sämtliche Schamgrenzen...
#14 am 21.07.2017 von Hebamme (Gast)
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Gast
Ein Arzt fragt auf einer Abendgesellschaft einen Steuerberater: "Was machen Sie eigentlich, wenn Sie an einem Abend wie heute z.B. von anderen Gästen um Rat gefragt werden?" Der Steuerberater:"Ich liquidiere auf der Stelle". Der Arzt " ein guter Tip, vielen Dank". Der Steuerberater zum Arzt "Ich bekomme jetzt 60€ von Ihnen"
#13 am 21.07.2017 von Gast
  1
Gast
Wie macht man es dann im entfernten Bekanntenkreis von Verwandten? Sobald ich als Begleitung auftauche, dann drehen sich die Gespräche entweder um die Erkrankungen von den Anwesenden oder falls schon glücklich genesen - um die Leidensgeschichte bis dahin. Bisschen einseitig das Ganze
#12 am 21.07.2017 von Gast
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Gast
Ein Freund von mir (habilitiert, Prof.Dr.med.) hatte auf die Frage nach dem Beruf auf einer sehr förmlichen steifen Gesellschaft "Erfolg" mit der Aussage: ich bin Unternehmer, und auf interessierter Nachfrage, wie groß und welcher Art seine Firma sei, antwortete er: ich bin Sargtischler, und mein einziger Mitarbeiter ist mein Lehrling! Mit diesem Statement hatte er den ganzen Abend Ruhe
#11 am 21.07.2017 von Gast
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Gast
Kann man nicht einfach kurz die Bewunderung geniesen und dann freundlich drauf hinweisen,das man gerade nicht im Dienst ist,gerne aber bei einem Termin in der Praxis sich der Probleme annimmt?;-)ich denke das ist ehrlich und menschlich.und gibt dem Patienten aber auch sich selbst respektvollen Umgang miteinander.:-)
#10 am 21.07.2017 von Gast
  14
Gast
Ich nochmal. Ich weiß, das war jetzt ein kleiner Schwenk weg vom Thema. Aber auch im Urlaub hatte ich mal solche Szene. Mein Mann kam dazu und meinte leicht entrüstet: "Du kannst es nicht lassen....phhhhh". Recht hatte er. Und schuld war ich allein.
#9 am 21.07.2017 von Gast
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Gast
Therapeuten geht es ähnlich. Ich gehe in meinem Kiez nicht mehr einkaufen, geschweige denn an den FKK-Strand in der Nähe. Wenn ich doch mal jemanden treffe, habe ich es eilig oder ergreife die Flucht, bevor der Patient mich erblickt. Früher, bis vor etwa 10 Jahren, habe ich das anders gemacht. Im Supermarkt freundlich gegrüßt und mich leichtsinniger Weise nach dem werten Befinden erkundigt. Mich gefreut, dass ich erkannt wurde und mein Fachwissen gewertschätzt wurde. Regelmäßig habe ich mir dadurch die eine oder andere halbe Stunde des Wochenendes geraubt, da dann die Patienten ebenso Zeit hatten. Ich habe daraus gelernt und es geht mir und meinem Zeitmanagement jetzt besser. Ich finde auch, es ist ja im Prinzip eine Gratis-Beratung. Dann sollen die Patienten lieber mit einer Verordnung zu mir in die Praxis kommen, dann bekomme ich die aufgewendete Zeit wenigstens vergütet.
#8 am 21.07.2017 von Gast
  6
Gast
Ich darf dem Kollegen die einzig richtige, immer passende Antwort präsentieren, die garantiert immer hilft und einem viel Freiraum verschafft: Antworten Sie auf die Frage nach Ihrem Beruf stets mit nur einem Wort, das aber glasklar und kalt ausgesprochen werden muss: Bestatter. Ruhe ist garantiert, auch und gerade die Senioren halten den Mund, Mütter holen ihre Kinder weg. Ruhe und Frieden garantiert. Verstärkend wirkt schwarze Kleidung.
#7 am 21.07.2017 von Gast
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Alte Pflegerin
Ich musste grinsen, fiel mir dazu unsere Dermatologin ein, die auch immer während ihres privaten Einkaufes o.ä. angesprochen wurde. "Frau Doktor, schauen Sie doch mal, da am Rücken" etc. Bis ihr eines Tages die Hutschnur platze und sie zu einer Dame, die sie auf dem Markt wegen einer "komischen Stelle am Hals" ansprach, sagte: "Was würden Sie machen, wenn ich Gynäkologin wäre? Hose runter?" Sie ist der Meinung, dass sie seitdem weniger angesprochen wird, ihre Praxis aber voller wurde. Meinen Respekt hat sie! Auch ein Arzt hat, außer bei Notfällen, ein Recht auf freie Zeit!
#6 am 21.07.2017 von Alte Pflegerin (Gast)
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Gast
Mein verstorbener Freund( Allgemeinmediziner) konnte noch nicht einmal in Ruhe Lebensmittel einkaufen, ständig wurde er von Patienten angesprochen, die ihm sein Leid klagten. Auch am Wochenende wurde er nicht verschont. Allerdings kamen oft auch dankbare Patienten mitnetten Geschenken oder selbstgekochten Essen in seine Praxis. Ying und Yang eben. That's life
#5 am 21.07.2017 von Gast
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Gast
In der Tat ein Fehler. Nach ähnlichen Erfahrungen reise ich beruflicherseits bevorzugt "inkognito". Auch auf Kreuzfahrten läuft man ansonsten häufig Gefahr, im wohlverdienten Urlaub in die Patientenversorgung miteinbezogen zu werden. Es macht übrigens in diesem Zusammenhang durchaus Sinn, den "Dr." erst gar nicht in den Reisepass eintragen zu lassen, so z. B. bei Langflügen ...
#4 am 21.07.2017 von Gast
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Gast
#2 Auch ein Arzt hat ein Recht auf Privatsphäre und soll seinen Wohlverdienten Urlaub genießen
#3 am 21.07.2017 von Gast
  2
Gast
Schade dass Ihnen nicht früher aufgefallen ist, dass man als Arzt manchmal Druck hat und Stress. Hätte dem Steuerzahler viel Geld gespart und jemandem, der hätte gern studieren wollen einen Studienplatz.
#2 am 21.07.2017 von Gast
  82
Gast
Ich bin Arzt und arbeite glücklich in einer Tankstelle (kein Stress, kein Druck, keine ständigen Probleme). Den Kunden sage ich auch nicht, dass ich Arzt bin. Weil dann sonst nur blöde Fragen kämen.
#1 am 21.07.2017 von Gast
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Eine Sprechstunde kann man ja bekanntlich sehr unterschiedlich organisieren. Ein Kollege von mir vergibt keine mehr...

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