Welche Ernährung kommt für untergewichtige Menschen infrage?

11.07.2017
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Menschen, die stark untergewichtig sind, werden in der Gesellschaft nicht so sehr wahrgenommen wie Menschen, die übergewichtig sind. Dabei ist extremes Untergewicht ebenso problematisch wie extremes Übergewicht. Während diejenigen, die zu viel auf die Waage bringen, versuchen, mit einer kalorienarmen Ernährung abzunehmen, müssen diejenigen, die mit Untergewicht zu kämpfen haben, sogenannte hochkalorische Nahrung zu sich nehmen. Untergewicht hat viele Ursachen und es stellt in der heutigen Zeit ein Problem dar, das immer noch unterschätzt wird.

Unterschiedliche Probleme

In den Entwicklungsländern sind rund 50 % der Erwachsenen unterernährt, in den westlichen Industrienationen ist dieses Problem allerdings relativ klein. In den USA leiden nur 3,5 % der Menschen unter Unterernährung, in Frankreich und in Deutschland sind es nur knapp fünf Prozent. Während die falsche Ernährung die Ursache für Übergewicht ist, sind die Auslöser für Untergewicht meist Krankheiten oder Stoffwechselstörungen. Appetitlosigkeit, wie sie bei chronischen Schmerzzuständen, bei Strahlentherapien oder auch bei medikamentösen Therapien auftritt, führt zu Untergewicht, auch Fehlernährung, wie das zum Beispiel bei Bulimie und Magersucht der Fall ist, kann dafür sorgen, dass Menschen zu wenig wiegen.

Wenn Nahrung nicht richtig verwertet wird

Ein weiteres Problem, das zu gefährlichem Untergewicht führen kann, ist eine unzureichende Verwertung der Nahrung. Das ist bei Menschen der Fall, die unter einer HIV-Infektion, unter Morbus Crohn, unter einer Gallenstörung oder auch unter einer Stoffwechselstörung wie einer Überfunktion der Schilddrüse leiden. Wenn ein Teil des Magens entfernt wurde, dann kann die Nahrung nur noch unzureichend verwertet werden, und auch eine Intoleranz gegen Laktose sorgt dafür, dass der Körper das, was gegessen wird, nicht so verwerten kann, wie es eigentlich sein sollte. In der Folge kommt es zu starkem Untergewicht, das die Betroffenen durch hochkalorische Nahrung kompensieren müssen. Eine hochkalorische Ernährung mit Trinknahrung ist eine Möglichkeit, um für eine gehaltvolle Ernährung zu sorgen, aber es gibt noch andere effiziente Alternativen.

Was ist hochkalorische Nahrung?

Für Menschen, die aufgrund einer Krebserkrankung oder auch Demenz unter Untergewicht leiden, ist es sehr wichtig, dass sie viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, die so viel Kalorien wie möglich enthalten. Kleine, hochkalorische Mahlzeiten sind notwendig, weil die Kranken nicht mehr in der Lage sind, normal große Mahlzeiten zu sich zu nehmen, zudem ist die Bereitschaft etwas zu essen, größer, wenn die Portionen über den Tag verteilt werden. Trinknahrung oder auch Sondernahrung enthalten in der Regel 200 bis 300 Kalorien pro Packung, sodass am Tag eine große Menge an Kalorien zusammenkommt. Hochkalorische Nahrung besteht in erster Linie aus Fett und ist meist mit Butter oder mit Sahne angereichert oder verfeinert. Folgende Lebensmittel sind besonders für eine kalorienreiche Nahrung geeignet:

Wichtig ist, dass das Essen gehaltvoll ist und nicht aus sogenannten „leeren“ Kohlehydraten besteht, wie sie zum Beispiel in Weißbrot zu finden sind.

Energie tanken

Menschen, die unter Untergewicht leiden, fühlen sich elend, schlapp und sind sehr schnell erschöpft. In erster Linie ist es daher wichtig, dass die Betroffenen wieder zu Kräften kommen und neue Energie tanken können. Das funktioniert logischerweise am besten über die Nahrung, aber es ist auch wichtig, das Richtige zu trinken. Trinknahrung muss nicht zwingend nur aus Fruchtsäften bestehen, auch flüssige Nahrung in Form von püriertem, trinkbarem Essen ist ein wichtiger Baustein, um wieder auf die Beine zu kommen. Spezielle Energy Drinks sind ein bewährtes Mittel gegen Untergewicht und auch Mixgetränke, zum Beispiel aus fetter Milch und Obst, helfen dabei, die Energie zu steigern und wieder ein normales Gewicht zu erreichen.

Bildquelle: @ photographee.eu / depositphotos.com

Artikel letztmalig aktualisiert am 11.07.2017.

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