Wer alt ist, der rostet nun mal

29.06.2017

Der Anteil von Senioren in der Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Gegenstand der größeren Bauprojekte in unserer kleinen Stadt sind neben Baumärkten und Einkaufszentren zunehmend Seniorenheime. Aber wie verläuft die Versorgung dort?

Ein HNO-Arzt ist auf seine Untersuchungsgeräte angewiesen. Deshalb sind Hausbesuche nur selten effektiv möglich. Manchmal verschlägt es mich aber dennoch in ein Alten- oder Pflegeheim. Die Versorgungsqualität ist auf den ersten Blick sehr unterschiedlich. Der Personalschlüssel lässt erahnen, wie viel Betreuung die Senioren bekommen. Die Bewohner sitzen auf dem Flur und in den Gemeinschaftsräumen. Die Pfleger bewegen sich gehetzt, damit sie ihre Arbeit schaffen.

Ich möchte gar nicht in Frage stellen, dass die altenpflegerischen Maßnahmen korrekt nach den gesetzten Standards ausgeführt werden. Aber wie viel Zuwendung erhält der Bewohner tatsächlich und vom wem?

Der Doppeltermin: Gibt es viel zu besprechen?

Die heutige Patientin hat es – trotz ihres hohen Alters – noch zu mir in die Praxis geschafft. Wenn ein Patient in meiner Praxis einen Doppeltermin bekommt, schaue ich vor dem Aufruf nach den Gründen für den verlängerten Termin, um mich gegebenenfalls schon entsprechend vorzubereiten.

In diesem Fall handelt es sich um eine 96-jährige Patientin aus dem Heim gegenüber, sie sitzt im Rollstuhl. Ich mache etwas Platz und bitte die Patientin in Begleitung ihrer Tochter herein.

Die Seniorin reagiert kaum auf meine Begrüßung, kein Blickkontakt, keine Reaktion, als ich mir sanft ihre rechte Hand zur Begrüßung nehme. Mit viel Mühe bekommen wir sie auf den Untersuchungsstuhl.

Der eigentliche Konsultationsgrund

Ich solle doch mal durchchecken, das verschriebene Hörgerät trage sie seit 15 Jahren nicht mehr. Ich säubere die Ohren und finde weder dort noch in Nase und Mund/Rachen eine Auffälligkeit. Die geringe Mundöffnung ist die einzige nennenswerte Reaktion. Da ist doch noch eine Frage, oder?

„Ach ja, bevor ich es vergesse: Sie müssen meiner Mutter noch Logopädie aufschreiben, ihr fällt das Schlucken immer schwerer. Sie soll ja jetzt auch täglich Physiotherapie bekommen, damit sie mal wieder richtig mobilisiert wird!“

Ich bin sicher, dass jeder Mensch von einer täglichen fachgerechten Physiotherapie und Logopädie bei altersbedingten Beschwerden profitieren würde. Aber haben wir genug Therapeuten? Mein Quartalsbudget jedenfalls wäre nach einer Woche ausgeschöpft.

 

Bildquelle: lamdogjunkie, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 03.07.2017.

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Dr. med. Wurst
#28, Brandenstein: Mein Vorwurf der Unmenschlichkeit und Gefühlskälte ging eigentlich an diejenigen, die hier wie selbstverständlich und mit Verweis auf das Totschlagargument 'Kosten' gesundheitspolitische Einschnitte "sachlich" für in Ordnung halten. Bei Ihnen entschuldige ich mich. Sie stellen auf das Thema "Vermeidung übermäßigen Aktionismus" ab. Ich teile Ihre Meinung nicht vollumfänglich, akzeptiere diese jedoch. "Wann darf ein Mensch nach ihrem dafürhalten sterben" kann ich Ihnen auch nicht beantworten. Aber wir als Gesellschaft müssten uns diese Frage deutlich seltener stellen, wenn wir es gar nicht erst so weit kommen ließen, dass sich alte und schwerkranke Menschen oft abgestellt, nutzlos und lebensmüde fühlen. "Vielmehr betrachte ich Ihre "ethische Denkweise" für sehr unethisch". Was konkret meinen Sie damit?
#30 am 07.07.2017 von Dr. med. Wurst (Gast)
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Dr. med. Wurst
#25, Gast: Den Vorwurf der Arroganz gebe ich gerne zurück. Mir sind im Leben einfach zu Viele begegnet, die unter dem Deckmäntelchen der "Sachlichkeit" so manche Unmenschlichkeit salonfähig gemacht haben. Darüber hinaus war in keinem Wort von "Maximaltherapie" die Rede. Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, dass das "infach mal eine andere Meinung gelten lassen" keine Einbahnstraße ist?
#29 am 07.07.2017 von Dr. med. Wurst (Gast)
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Brandenstein
@Dr. med. Wurst: Noch einmal muss ich meine Hochachtung vor alten Menschen betonen. Mein Kommentar zu diesem Thema war weder zynisch noch missgünstig. Des Weiteren finde ich es sehr bedauernswert, dass sie mir Unmenschlichkeit und Gefühlskälte vorwerfen. Meine Überlegung bezog sich auf das Altern. Der Meinung von #27 kann ich mir nur anschließen. Natürlich sollte jeder, wie sie es so schön geschrieben haben, junge Krebspatient eine ordentliche und adäquate Behandlung erhalten. Wann darf ein Mensch nach ihrem dafürhalten sterben? Es geht mir hier in keinster Weise um die Bezahlung oder das scheinbar schlechte Gesundheitssystem. Vielmehr betrachte ich Ihre "ethische Denkweise" (Dr. med. Wurst) für sehr unethisch (das ist lediglich meine Meinung dazu).
#28 am 05.07.2017 von Brandenstein (Gast)
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Gast
Alt sein heißt doch nicht krank sein.
#27 am 05.07.2017 von Gast
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Gast
Interessanter Einwand, das mit den Beiträgen... ich liebe meine 89jährige Oma über alles und möchte immer für sie da sein, sie war ihr Leben lang fleißig und verdient Respekt. Aber wie die meisten Frauen ihrer Generation hat sie trotz der vielen Arbeit nie einen einzigen Cent Beitrag bezahlt. Ihr Verdienst galt als geringfügig und sie war bei meinem Großvater mitversichert. Trotz alledem bezahlt die Gemeinschaft ihre Behandlungen (und das sind viele obwohl sie insgesamt eigentlich noch rüstig ist). Ist unser System also wirklich so schlecht? Seit mein Großvater starb redet sie oft vom Tod... solche ihr Lebenswille irgendwann so aufgebraucht sein dass sie nicht einmal mehr essen möchte werde ich sie jedenfalls nicht dazu nötigen... erst recht nicht durch einen Fremden.
#26 am 05.07.2017 von Gast
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Gast
Sehr geehrte/r Dr. med. Wurst. Selten einen so arroganten Kommentar gelesen. Da bringt jemand Sachlichkeit in eine Diskussion, schon ist er Ökonom. Da äußern zwei Menschen eine Meinung, schon sind sie in Ihrer Welt gefühlskalt und missgünstig oder zynisch. Einfach mal eine andere Meinung gelten lassen ohne gleich den Diskutanten herabzuwürdigen. Von Ihnen möchte ich nicht behandelt werden. Immer nur Maximaltherapie ist kein Ersatz für Ethik. Von Palliativ- Situationen war z.B. gar keine Rede, sondern vom alt werden.
#25 am 05.07.2017 von Gast
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Dr. med. Wurst
Fortsetzung zu 23: Wenn es darum ginge, alles seinen Lauf der Dinge zu überlassen, müssten wir den jungen Patienten mit Krebs oder Sepsis auch dem Schicksal überlassen. Immerhin kämen dann wenigstens die u.g. zynischen Ökonomen zu ihren Recht, denn die jungen Betroffenen haben vielleicht noch gar nichts in die Krankenkasse einbezahlt.
#24 am 04.07.2017 von Dr. med. Wurst (Gast)
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Dr. med. Wurst
#16: Nun gut, dass ist der ökonomische Part, dessen Vorrechner schon so manches Elend über das Gesundheitswesen gebracht haben. Haben Sie indes auch mal hochgerechnet, wie viel Geld diese alten Menschen im Laufe ihres Lebens schon in solidarische Versicherungen eingezahlt haben? Dass Kostenträger wie das täglich grüßende Murmeltier jammern, dass der alte Mensch einfach zu teuer ist, kann (und wird) seine Gründe wohl eher in chronischer Misswirtschaft und Fehlallokation haben. Dass dem alten Menschen, dessen Schicksal uns -sofern wir nicht vorher sterben- ausnahmslos allen bevorsteht, seine paar Massagen oder Schluckübungen mit Verweis auf die Wirtschaftlichkeit zur Disposition gestellt werden, ist für sich schon eine vor Gefühlskälte und menschlicher Missgunst strotzende Tatsache. Im Übrigen auch (#21) die zynische Argumentation, dass jegliche therapeutische/palliative Intervention eigentlich gegen den natürlichen Lauf der Dinge ist.
#23 am 04.07.2017 von Dr. med. Wurst (Gast)
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Gast
@ Brandenstein: eine mutige Aussage, vielen Dank. Habe mich nicht getraut. Wenn ich 96 bin und ich eigentlich nur noch apathisch im Stuhl sitze, dann bewahren mich meine Kinder hoffentlich vor übermäßigem Aktionismus. Dann würde ich mich vielleicht sogar über eine finalisierende Aspirationspneumonie freuen, falls ich überhaupt noch Freude empfinden kann. In diesem geschilderten Fall ist die Therapie wirklich eher für die Tochter, um ihr Gewissen zu beruhigen.
#22 am 04.07.2017 von Gast
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Brandenstein
Mir gefällt der Titel dieses Beitrags am besten "Wer alt ist, der rostet nun mal". Ja das ist halt auch nun mal der natürliche Weg des Lebens. Bevor ich mit Kritik überschüttet werde: Ich achte die Würde des Menschen uneingeschränkt, auch von alten Menschen (traurig, dass ich es dazu sagen muss). Warum aber sollte man das Leben verlängern oder beeinflussen? Welchen Nutzen und vor allem für Wen (in diesem Fall wohl eher der Tochter) hat eine solche Therapie am nahenden Lebensende? Keine Frage, die Pat. soll ihre Logopädie erhalten, damit sie nicht an einer unnötigen Aspirationspneumonie verstirbt. Und auch zum Erhalt der Kontinenz wäre Physiotherapie angebracht. Aber alle Maßnahmen sind doch eigentlich gegen den natürlichen Lauf des Lebens. Leiden lindern, ja! Den Pat./Bewohnern sollte aber auch das Sterben "ermöglicht" werden und keine jahrelanges Vegetieren aufgebunden werden.
#21 am 04.07.2017 von Brandenstein (Gast)
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Mein Vorschlag: Endlich ordentlich in den Verwaltungsstrukturen aufräumen ! Solange GKV-Patienten 119 Kassenvorstände und die Dividende für Aktionäre von Klinikkonzernen finanzieren müssen und noch die unsinnigen Marketingkosten zum gegenseitigen Abwerben von Mitgliedern tragen müssen (zweckentfremdete Beiträge) mangelt es nicht an Geld im System, sondern am Willen, ein wirkliches Solidarsystem aufzubauen, dass seinem Namen gerecht wird. Wie wär`s die Grundsätze des §12 SGB 5 nicht nur auf die "Leistungserbringer" sondern auch auf die Strukturen des Systems anzuwenden ? Also, ausreichend, zweckmäßig ,wirtschaftlich und notwendig sollten die Strukturen sein. Wo bleibt das Kassenfusionsgesetz, die eingheitliche IT-Struktur für ambulant und stationär, wann wird das Verdienstobjekt - Patient - wieder zum Menschen, der Hilfe sucht und mit der ethisch gebotenen Empathie eine Behandlung erfährt. Geldmangel ist nicht das Problem, sondern das krankhafte Beharrungsvermögen der Verwaltungsstrukturen unbedingt ein System aus dem letzten Jahrtausend erhalten zu wollen.
#20 am 04.07.2017 von Dr. med. Birgit Bauer (Ärztin)
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Gast
@17: Familienzusammenhalt? Gesellschaft muss kompensieren? Haben Sie schon einmal in Ihren Haushalt jemanden 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche neben dem Beruf gepflegt? Ich schon ich spreche hier nicht von Körperpflege und Haushalt. Ich spreche von Zuwendung und Berücksichtigung der Befindlichkeiten der/des Pflegebedürftigen. Was Sie offenbar nicht wissen/ wissen können ist, dass der zu bereuende Mensch irgendwann meist nur sich und seine eigenen Bedürfnisse wahrnimmt und der/die Pflegenden dem eigenen Anspruch, es dem Bedürftigen so schön wie möglich zu machen, weder physisch noch psychisch auf Dauer genügen können. Zum Schluss funktioniert man nur noch am Rande des Zusammenbruchs. Und da sind Angebote wie Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich bewundere alle, die ihre Angehörigen zu Hause liebevoll pflegen.
#19 am 04.07.2017 von Gast
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15#: Der Vorschlag ist Spitze - das funktioniert wirklich. Im Altersheim meiner Mutter gab es eine Fachkraft, die Bastelstunden, Ratespiele, Singen etc im Aufenthaltsraum durchführte. Meine Mutter, nach dem Tod meines Vaters meist in sich versunken, blühte jedes Mal richtig auf dabei. Doch leider wurde diese Fachkraft viel zu häufig in den Stationsalltag eingebunden, obwohl dies nicht ihre Arbeit war und sie auch nicht dafür eingestellt wurde. Das wird sich leider in unserer Gesellschaft nicht mehr ändern lassen: Hauptsache, die Zimmer haben festgelegte Quadratmeterzahlen, die meiner Erfahrung nach äußerst umfangreiche Dokumentation paßt und was es sonst noch für Vorschriften gibt. Ich denke, die alten Leute wären auch mit einem kleineren Zimmer ohne Umbau zufrieden, wenn sie dafür mehr Ansprache hätten.
#18 am 04.07.2017 von Alfred Geißler (Arzt)
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Gast
Man kann schon einen allgemeinen Trend feststellen. Der Zusammenhalt der Familie sinkt immer weiter und die Gesellschaft muss das kompensieren. Angefangen von KiTas bis hin zu immer mehr Seniorenheimen. Wer will schon Windeln wechseln, bei Babys oder Senioren! Wie lange das wohl gut geht?
#17 am 04.07.2017 von Gast
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Gast
30 Minuten Physio kosten ca. 30 € bei Heimbesuch, ähnlich auch Logo. Das wären also 7 x 30 € = 210 € pro Woche, 840 im Monat. Ca. 7 Millionen Menschen über 80. Also 12 x 840 sind 10 000 € im Jahr bei 7 Millionen Senioren über 80 also Kosten von 70 Milliarden pro Jahr nur Physio und Logo. Sachliche Berechnung, aber natürlich sehr theoretisch.
#16 am 04.07.2017 von Gast
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Gast 7
Gast 10: Sie haben recht, es fehlt am Geld. Das ist eine andere Diskussion. Die Frage ist: braucht die Patientin tatsächlich Physio und Logopädie? Man könnte z.B. auch das Heimpersonal aufstocken um alle Bewohner zum gemeinsamen Essen in den Speisesaal zu bringen. Dann haben wir alles auf einmal: Mobilisation, Kommunikation und Unterstützung und Motivation beim Essen und Trinken. Man könnte z.B. den Zivildienst wieder einführen. Für alle Männer UND Frauen. 6 Monate pro Person müssten reichen...
#15 am 04.07.2017 von Gast 7 (Gast)
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Gast
Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren das viel mehr Geld für Behandlungen übrig wäre wenn der ganze Geldverwaltungswasserkopf abgespeckt und rationalisiert würde......
#14 am 04.07.2017 von Gast
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Gast #10
@ hk: Ihren Ausbruch verstehe ich nicht. Ich habe eine konkrete Frage gestellt. Kann man denn nicht sachlich diskutieren? Natürlich wollen wir alles für alle. Wer bestimmt denn, wo die Grenze des Möglichen und des Nötigsten ist? Hoffentlich nicht nur das Geld. Dieser Artikel wollte wohl diese Frage in den Raum werfen.
#13 am 04.07.2017 von Gast #10 (Gast)
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hk (medizintechniker)
@#10 welche realisten meinen sie? die, die bestimmen ab welchem alter eine behandlung (wirtschaftlich) unnötig ist, weil sie doch das leben etwas verlängert und die lebensqualität erhöht, aber halt geld kostet? die realisten, die meinen die generation, die das ganze leben gearbeitet, eingezahlt, kinder und enkelkinder groß gezogen hat, das land nach dem krieg wieder aufgebaut hat, kann auch mit dem nötigsten abgespeist werden? ich weiss wovon ich rede. habe meine großmutter bis zu ihrem tod zuhause gepflegt und genug mit diesen "realisten" zu tun gehabt. haben alte leute keinen anspruch auf eine "normales" leben? au backe... *kopfschüttel* in diesem sinne.....
#12 am 04.07.2017 von hk (medizintechniker) (Gast)
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Gast
....die "Alten" bleiben mal wieder auf der Strecke....es ist beschämend.....
#11 am 04.07.2017 von Gast
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Gast
Was kosten eigentlich 5 x Physio und so 2 x Logo pro Woche? Ich will das mal lieber nicht auf die Senioren über 80 Jahre hochrechnen. Alle sagen immer schnell, wir müssen alles tun. Aber gibt es auch Realisten, die die Kosten im Auge behalten?
#10 am 04.07.2017 von Gast
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Ja, wie man aus den vorausgehenden Kommentaren entnehmen kann: Das Altwerden ist nichts für Feiglinge. Ludibrium necesse est!
#9 am 04.07.2017 von Isabella Meindl (Tierärztin)
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Gast
Genauso ist es und trotzdem dürfen Sie eine notwendige Behandlung keinem Patienten verweigern, o.T. KV - sonst ist dies als Unterlassung auszulegen. Ja, wie bitte, als niedergalessenet Arzt bin ich in diesem Fall zweifach haftbar ?!!! Und da beißt sich die Katze wieder einmal in den Schwanz - es ist zum VERZWEIFELN. Und es werden junge Mediziner für die Landpraxen gesucht, oder sucht man nur "den Dummen "
#8 am 03.07.2017 von Gast
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Gast
Früher hätte sich die Familie auch ein wenig darum kümmern können, aber wer darf heute schon noch in einem Mehrgenerationenhaushalt alt werden? Etwas Ansprache, Mobiliation und Schlucktraining für die alte Dame, die sonst binnen Wochen vermutlich sterben wird kann doch nicht Zuviel verlangt sein, sagt das Herz und der Verstand. Doch da in der Realität vermutlich die ganze Familie berufstätig ist und keine Zeit dazu hat bleibt nur die Öffentlichkeit. Die Krankenkasse ist eigentlich nicht zuständig wird es heißen und in der Pflegekassen fehlt es am Geld für das Nötigste... ein kaputtes System.
#7 am 03.07.2017 von Gast
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Gast
@ #4: Die Verordnung geht voll auf das Budget, ist sogar teurer und bedarf der Genehmigung der Krankenkasse nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung.
#6 am 03.07.2017 von Gast
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armer Kerl
#5 am 03.07.2017 von Dr. Wolf Otto (Arzt)
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Logopädieverordnungen außerhalb des Regelfalls belasten doch eigentlich nicht das Budget oder? Das dürfte doch hier gegeben sein.
#4 am 03.07.2017 von Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast (Biologe)
  7
Gast
Dann macht es mehr Sinn zu essen und zu saufen, irgendwas erwischt es dich doch mit 50-60, Wahnsinn!
#3 am 03.07.2017 von Gast
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Ich habe Angst vor dem ALT werden, habe die letzten 2 Jahre erlebt, wie der 89jährige Nachbar alleine sein Ende gefunden hat. War nicht schön, mache mir jetzt schon Gedanken, wie das mal bei mir endet.
#2 am 03.07.2017 von G.G Gold (Arzthelferin)
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Alte Pflegerin
Eine Schande, wie die Leute im Alter behandelt werden. Und das sage ich, eine ältere, angehende Altenpflegerin, (mit Berufserfahrung als GKA im Krankenhaus und der ambulanten Pflege) die nach der Ausbildung im September unbedingt weg von der stationären Altenpflege will, weil ich genau DIESE Missstände nicht mehr mittragen kann! Ein Personalschlüssel knapp am Limit des Machbaren, vollkommen überforderte Pflegekräfte, die mit ungelernten, weil billigen, Hilfskräften die Wohnbereiche am Laufen halten. Das hat mit Menschenwürde nicht mehr viel zu tun. Eine Pflegekraft, die mit Herzblut ihren Job macht, geht daran zugrunde. Und die Ärzte haben es mit den Budgetierungen auch nicht einfacher- sie sehen was fehlt, können nichts machen. Unser System ist krank, es werden so viele unnötige Behandlungen gezahlt- eigentlich müsste dringend aufgeräumt werden!
#1 am 03.07.2017 von Alte Pflegerin (Gast)
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