Homöopathie: Ein Phänomen ist kein Beweis

27.06.2017
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Für Globuli-Anhänger ist der Fall ganz klar: Wir haben es bei der Homöopathie mit einem Phänomen zu tun. Und das Unerklärliche kann man eben nicht erklären. Empirisch belegen kann das keiner. Aber das ist bei Wundern nun mal so.

„Wir sehen ein Phänomen …“

… sagt Frau Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte immer wieder (z. B. hier), wenn sie über die Homöopathie spricht. Damit meint sie wohl, dass sich unter homöopathischer Behandlung etwas besonderes zeige, das man sich zwar nicht erklären könne, das aber durchaus faszinierend und auch augenscheinlich sei („Homöopathie wirkt, wir sehen doch, dass es Patienten damit besser geht, selbst wenn wir noch nicht erklären können warum“). Wahrscheinlich möchte Frau Bajic mit diesem Begriff das Einleuchtende, Augenscheinliche ihrer Beobachtung unterstreichen, vielleicht auch den Aspekt von etwas Außergewöhnlichem. Ok, doch was bedeutet denn „Phänomen“ eigentlich?

Der Begriff stammt aus der griechischen Philosophie. Platon bezeichnet alles sinnlich Erfasste und Gegebene als phainomenon. Wobei der Begriff nur die reine Wahrnehmung meint, den Sinneseindruck, das „Das“, nicht das „Warum“. In seiner Ideenlehre vertritt er die Auffassung, dass das Wissen von empirisch gegebenen Gegenständen, Ereignissen oder Naturerscheinungen (phainomena) gegenüber dem Wissen von den Ideen, den Gründen und Ursachen, die nur dem Verstand zugänglich sind (noumena) bloßer Schein ist. Die neuere Erkenntnistheorie schließt sich dem an, indem sie Phänomene als „begriffsfreie Grundbausteine der Erkenntnis“ bezeichnet.

Ich habe es früher ganz ähnlich formuliert wie Frau Bajic: „Ich sehe ja jeden Tag, dass die Homöopathie funktioniert, da brauche ich nicht zu wissen, wie sie das tut“. Sicherlich würden auch viele Patienten diesem Satz zustimmen. Doch warum können Kritiker es nicht dabei belassen, warum meckern sie an solchen Aussagen herum?

Wo ist der Beweis?

Die eigentliche Fragestellung sollte – gerade in der Medizin und auch in der heutigen Zeit – deutlich über das reine „Sehen“ eines Phänomens hinausgehen: Was sehen wir eigentlich, was erleben wir mit der Homöopathie und wie erklären wir uns das? Mit der Standardfrage der Skeptiker ausgedrückt: Wo ist der Beweis?

Viele Beschwerden kommen und gehen, Symptome verändern sich, Kopfschmerzen nehmen zu (manchmal sehr plötzlich wie bei Migräne), dann wieder ab, manche Krankheiten bleiben lange, andere ganz kurz. Es gibt viele Krankheiten (wohl die Mehrzahl), bei denen schafft es unser Körper mit seinen Selbstheilungskräften und mit Hilfe unseres Immunsystems sehr gut, sie zu bewältigen (z. B. Schnupfen, leichte Infekte viraler Art).

Bei anderen schafft er das nur mit Mühe (z. B. Darminfektionen, Lungenentzündung), bei wieder anderen nur sehr selten (z. B. Krebs, akuter Herzinfarkt). Und dann gibt es eine ganze Reihe von Beschwerden, da wissen wir eigentlich gar nicht so genau, was die Ursache ist. Manche davon sind psychosomatischer Natur, andere müssen erst noch verstanden werden. Ein buntes Bild.

Das Leben ist nicht statisch

Nehmen wir nun bei irgendwelchen Beschwerden Homöopathika oder verordnen wir sie als Homöopathen einem Patienten, so werden wir mit Sicherheit beobachten, dass sich etwas verändert. Das liegt in der Natur der Sache. Das Leben ist nicht statisch, Dinge verändern sich. Ständig. Genau das ist das Phänomen, das Frau Bajic beobachtet. Was aber überhaupt nichts über Ursache und Wirkung aussagt.

Deshalb müssen wir überlegen, wie wir über die reine Beobachtung des Phänomens hinaus der wirklichen Ursache der Veränderung auf die Spur kommen. Wir können untersuchen, wie es einer Gruppe von Patienten mit Homöopathie ergeht und wie einer ähnlich zusammengestellten Gruppe ohne die Globuli. Das ist bei der Homöopathie oft so gemacht worden – und immer sieht man in beiden Gruppen Veränderungen.

Phänomene der Verbesserung tauchen immer in beiden Gruppen auf, gerade auch dann, wenn die Patienten nicht wissen, zu welcher Gruppe sie gehören (was eigentlich Voraussetzung für diese Art von Untersuchungen ist). Was man aber eben nicht sehen kann, ist, dass das Phänomen der Veränderung in der Homöopathie Gruppe signifikant häufiger auftritt. Dafür gibt es überwältigend viele Belege. Eine solche Vorgehensweise entspricht einer medizinwissenschaftlichen, klinischen Studie.

Man sieht, dass sich etwas tut. Nur was?

Doch warum interessieren diese Tatsachen die Homöopathen nicht (mich früher auch nicht)? Man sieht sich selbst und man sieht seine Patienten – und bei denen verändert sich ja in der Tat etwas. Manchmal sogar ganz drastisch. Oder ganz plötzlich nach einem langen Leidensweg. Das macht Eindruck, das schreibt sich fest. Auch mich hat es lange Zeit glauben lassen, dass diese Veränderungen bzw. Verbesserungen ganz ursächlich mit den gegebenen Globuli zusammenhängen.

Aber: Diese Wahrnehmung ist eindimensional, sie ist eben nur das „Phänomen“. Der Homöopath betrachtet keine standardisierten Gruppen, bei denen andere Einflüsse entweder ausgeschlossen sind oder bei allen Gruppenmitgliedern gleichermaßen auftreten. Er zieht seine Schlüsse allein aus dem Phänomen, was, wie wir gesehen haben, für die Frage der Ursache ein unzulässiges Verfahren ist. Eigentlich einleuchtend, aber  mir selbst ist nur langsam und mühsam klar geworden, dass diese Phänomene auch bei anderen Menschen auftreten – nur werden sie dort nicht auf die Homöopathie zurückgeführt.

Was sehen wir also in homöopathischer Behandlung, wie deuten wir das „Phänomen“, dass sich etwas verändert?

Gründe, warum es besser wird

Die Erklärungen sind ganz banal und doch komplex: die vergangene Zeit, Selbstheilung, Regression zur Mitte (extreme Zustände haben die Neigung, sich auf ein Mittelmaß einzuspielen). Unterstützen mögen hier Placebo- und Kontexteffekte, die besondere Arzt-Patienten Beziehung, Konditionierung („Das Mittel hat mir schon öfter geholfen“), Suggestionen („Das wird mir helfen, gesund zu werden“), das therapeutische Gesamtsetting oder auch der Glaube, der bekanntlich Berge versetzt. Doch genau das tritt auch in der Gruppe auf, die nur ein Scheinmedikament (z. B. Rohglobuli) bekommt. Was die Erklärung für all die Studienergebnisse ist, die der Homöopathie keine Überlegenheit „über Placebo“ (eigentlich über die Summe der genannten Phänomene) hinaus zusprechen.

Das Phänomen, das Frau Bajic sieht, ist aus unserer Kritikersicht also ziemlich gut, wenn auch nicht ganz eindimensional zu erklären – vor allem aber kommt es ohne Übernatürliches („Energie“, „Potenzierung“) aus. Doch Homöopathen möchten es nicht so „einfach“ haben. Sie möchten gerne an das Wunder Homöopathie glauben, möchten die Hoffnung nicht aufgeben, dass da doch „mehr dran“ sei. An sich verständlich, schließlich hängt eine Existenz oder zumindest ein Selbstbild davon ab. Trotzdem ist nicht zu rechtfertigen, wenn so ein Verhalten innerhalb der Medizin stattfindet. Denn innerhalb der Medizin sind wir längst dazu übergegangen, uns auf diejenigen Mittel und Therapien zu verlassen, die bei Studien ihre Überlegenheit gegenüber der Gruppe belegt haben, die nur auf die Kombination der oben genannten Punkte angewiesen war.

Da die Homöopathie das eben nicht tut und wir das Phänomen „Es verändert sich etwas unter Homöopathie“ gut erklären können, brauchen wir auch nicht mehr nach einem Wirkmechanismus oder einer anderen Erklärung zu suchen. Wie im Beispielbild der Nordlichter, können wir heute eine schlüssige Erklärung des Phänomens geben – zumal wir bei der Homöopathie wissen, dass die Erklärung, die Hahnemann sich vor 200 Jahren ausgedacht ist, unplausibel und überholt ist. Sie ist schlicht nicht vereinbar mit gesichertem Wissen, das sich auch in Zukunft nicht mehr ändern wird. Dies wissen wir, obwohl die Wissenschaft natürlich nicht alles weiß – sie weiß aber sehr gut, was nicht möglich ist und nie möglich sein wird. Es ist obsolet, davon zu reden, die Wissenschaft könne eine spezifische Wirkung „noch“ nicht erklären. Ich würde Homöopathen bitten, das endlich und tapfer einzusehen.

Dass es Patienten oder uns selbst nach Beschwerden besser geht, ist toll. Dass wir wissen, warum das so ist, auch. Jetzt müssen wir einfach ehrlich bleiben.

 

Hinweis der Redaktion: Kommentarfunktion nur für Ärzte und Heilpraktiker mit Niveau.

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Bildquelle: Lane Pearman, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 18.07.2017.

103 Wertungen (4.23 ø)
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Apotheker Manfred L. DIETWALD
Seit Hahnemann sind Zigmillionen Substanzen in Umlauf gekommen, ohne dass die Homöopathie darauf reagierte, ja dim Gegenteil sind viele Mittel obsolet geworden( Strophanthus, Asbest, Kalium bichromicum etc.) Die Krankheitbilder hingegen haben zugenommen. Letztendlich könnte man mit natrium muriaticum, das die ganze Erdgeschichte beinhaltet, folgerichtig alles behandeln.
#39 am 18.07.2017 von Apotheker Manfred L. DIETWALD (Gast)
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#22 Bitte lesen Sie den Arikel doch einmal aufmerksam. Genau die Tatsache, dass ein Phänomen "realistisch" ist, also "sichtbar", ist ja der Ausgangsgedanke von Frau Dr. Grams. Wie sie -entgegen jedem Wissenschaftsbegriff von den alten Griechen bis heute- im gleichen Satz übergangslos postulieren können, da bedürfe es keines Beweises, lässt mich annehmen, dass sie die Gedankengänge des Artikels nicht nachvollzogen haben. Ihre Aussage könnte sich ja nur auf den "Beweis" des Vorhandenseins des Phänomens beziehen - das aber steht doch außer Frage. Es geht um die Kausalität, die Ursache hinter dem Phänomen, nicht um einen Beweis, dass ein Phänomen existiert. Das nämlich wäre schlicht ein Pleonasmus und damit sinnfrei.
#38 am 18.07.2017 von Dipl.-Verw.-Wirt Udo Endruscheit (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Die Quantenmechanik ist für so manche Phänomene verantwortlich, die sich mit der klassischen Physik nicht erklären lassen, aber auch sie funktioniert nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten und bedeutet keineswegs, dass hinsichtlich der Naturgesetze jetzt gar nichts mehr sicher sei, und prinzipiell alles (wie z.B. ein "Gedächtnis" von Wassermolekülen) behauptet werden kann. Mit der menschlichen Psyche (die die aktuelle sich strikt wissenschaftliche verstehende "Psychologie", da nicht empirisch messbar, explizit aus ihrem Gegenstandskatalog verbannt hat - manche sprechen hier süffisant von "Physikneid") verhält es sich dagegen völlig anders. Hier gibt es einen "Rapport" zwischen Arzt und Patient (auch und vor allem auch auf unbewusster Ebene), dessen Macht schon Breuer und Freud erfahren haben. "Placebo" bedeutet nicht, dass dadurch eine psychosomatische Komponente nicht wirksam beeinflusst werden könnte. (Auch wenn abzuwägen ist, wann eine solche Suggestivheilung ausreichend ist.)
#37 am 18.07.2017 (editiert) von Gast
  8
Gast
Zu den diversen Versuchen, Homöopathie dadurch zu rechtfertigen, dass man die Quantenphysik nicht verstanden hat, gibt es in der Homöopedia einiges nachzulesen, oder auch hier: http://quantenquark.com/blog/2017/01/01/wie-man-quantenquark-potenziert/ Zu Herrn Doepp sei angemerkt, dass er sonst auch gerne "Gehirne entswitcht", über Skalarwellen, Biophotonen, Chemtrails und Haarp schwurbelt, Kornkreise als Heilmittel bezeichnet, für Aufkleber gegen Handystrahlung wirbt und behauptet: "Ein Krebs, der geliebt wird, gibt auf."
#36 am 18.07.2017 von Gast
  17
Andreas Kuhn (Ingenieur)
Der Quanten-Veterinär ist das beste Beispiel dafür, dass ein medizinischer Doktorgrad meistens nichts mit selbstständigem wissenschaftlichen!!! Arbeiten zutun hat. Aber der Bezug zur Quantenmechanik ist doch das einfach: Wenn ein Strange-Quark mit einem roten Bottom-Quark und einem Higgs-Teilchen Skat spielt, trinken die unheimlich viel Bier (-> Verdünnung). Und weil die die Karten so doll auf den Tisch hauen, wird der gesamte Raum durchgeschüttelt. Je Skatrunde wird eine Potenzierungsstufe erreicht. Sind die drei dann besoffen, müssen sie sich übergeben (vorzugweise über Zucker). So bekommt man dann die Globuli. Das große Geheimnis bleibt nur, ob und wie man von Quanten-Kotze gesund werden kann.
#35 am 18.07.2017 von Andreas Kuhn (Ingenieur) (Gast)
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Es ist wieder mal an der Zeit das Sommerloch zum Ferienstart mit einer weiteren, zu keinem Ergebnis führenden Diskussion zu füllen. Ich bitte die Redaktion sich an die selbst gestellte Anmerkung zu halten und den kompletten Beitrag zu schließen. Und wieso ist die Kommentarfunktion für Gäste offen? Hinweis der Redaktion: Kommentarfunktion nur für Ärzte und Heilpraktiker mit Niveau. Alle elf Minuten wird ein Kommentar auf DocCheck gelöscht. Unter diesem Artikel ist ausschließlich ein fachlicher Austausch erwünscht. Kommentare, in denen es nur darum geht, Heilpraktiker oder Ärzte anzugreifen, werden von uns rigoros entfernt. Ich kann zur Zeit keinen fachlichen Austausch ausmachen. Höchstens wieder einmal nur einen Schlagabtausch. Das ist auf keinen Fall zielführend. Was wollen wir den alle gemeinsam vielleicht erreichen? Gegenseitiger Respekt und Akzeptanz wäre ein guter Anfang. In diesem Sinne - schöne Ferien.
#34 am 18.07.2017 von Uwe Rathay (Heilpraktiker)
  9
Auch wenn der Wirkungsgrad ihrer Auseinandersetzung mit der Homöopathie gering sein mag, Frau Dr. Grams gebührt das Verdienst, sie als Insiderin kritisch zu betrachten. Diese Zivilcourage ist nicht hoch genug zu schätzen. Ich freue mich auf jeden neuen Beitrag von ihr. Und den Krankenkassen ist zu raten, die Meßlatte, die sie an schulmedizinische Maßnahmen anlegen, damit sie bezahlt werden, auch an die Homöopathie anzulegen.
#33 am 18.07.2017 von Dr. med. Michael Traub (Arzt)
  20
Voltaire: "Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten beschäftigt zu halten, während die Erkrankung ihren eigenen Verlauf nimmt." Das tat Hahnemann de facto, statt seine Patienten mit Aderlässen, Abführmitteln und Quecksilberdämpfen zu traktieren, und darum war er auch zu seiner Zeit, und für seine Zeit, vergleichsweise erfolgreich.
#32 am 18.07.2017 von Dr. biol. hum. Claudia Arnold (Chemikerin)
  4
HP B.H.
In etwa die gleiche Diskussion wie bei der Akupunktur, da ist es auch egal, wo die Nadeln reingestochen werden, es wirkt trotzdem, auch wenn man den theoretischen TCM Überbau mit Meridianlehre etc. nicht kennt. Die sogenannte homöopathische Repertorisation ist nichts weiter als Psychotherapie, Zuwendungsmedizin, von einem unschädlichen Zuckerkügelchen gekrönt. Hauptsache es hilft!
#31 am 18.07.2017 von HP B.H. (Gast)
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Nur, weil man mit heutigem Wissen und unter den Beweiskriterien der heutigen schulmedizinischen Wissenschaft nicht erklären kann, wie Homöopathie und andere wirksame naturheilkundliche Methoden wirken, muss man sie ablehnen? Welcher Wissenschaftler ist denn so verwegen zu behaupten, dass er weiß, wie Leben funktioniert?
#30 am 18.07.2017 von Barbara Potreck-König (Heilpraktiker)
  45
Naturwissenschaftler
Treffend formuliert Herr Dr.Aschauer.
#29 am 18.07.2017 von Naturwissenschaftler (Gast)
  17
Ich finde diesen Beitrag super allerdings die Diskussion schwachsinnig! Der liebe Gott ist für mich auch ein Phänomen an das Milliarden glauben und trotzdem nur ein Produkt der Fantasie ist. Ich als Mediziner und Naturwissenschaftler weiß oder bin mir zu 100% sicher, dass es keine Götter gibt, denn Götter wurden von Menschen für Menschen erschaffen. Ebenso ist die Homöopathie eine Erfindung des Menschen ohne nachweisbare Nutzen. Ich habe es mir aber schon lange abgewöhnt anderen meine Meinung aufzudrängen und so akzeptiere ich die Homöopathie genauso wie den Glauben an den lieben Gott. Einen Vorteil hat die Homöopathie auf jeden Fall: Es werden harmlose, unschädliche Kügelchen verschrieben, die keinerlei Resistenzen erzeugen im Gegensatz zu den größtenteils unnötigen antibiotischen Therapien z.b. bei grippalen Infekten!
#28 am 18.07.2017 von Dr. Wilfried Aschauer (Arzt)
  23
Gast
Wenn mein Tierarzt meinen Hund mit H. behandeln wollte, würde ich schreinend davon laufen.
#27 am 18.07.2017 von Gast
  22
R.Stenglin
Ich wünschte mir, Frau Grams würde mit gleicher Vehemenz gegen die Studiendesigns schulmedizinischer Arzneimittel vorgehen, da würden noch viel mehr Menschen viel öfter die Augen über wichtigere Missstände in unserem Gesundheitswesen aufgehen. Aber vielleicht will sie sich ja nicht mit der Pharmaindustrie anlegen und hat sich die Homöopathie zum Profilieren ausgesucht. R.Stenglin Apotheker
#26 am 18.07.2017 von R.Stenglin (Gast)
  30
Gast
Liebe Frau Grams, danke für Ihre wichtige Aufklärungsarbeit und das sie sich dafür sogar anfeinden lassen.
#25 am 18.07.2017 von Gast
  23
Gast
Homöopathie ist eine Religion. Es gibt keinen Heiligen Geist und keine wirksame Homöopathie.
#24 am 18.07.2017 von Gast
  23
Sehr geehrter Herr Doepp! Bislang habe ich angenommen, die Quantenmechanik verstanden zu haben. Wenn sie jedoch in der Lage ist, die Homöopathie zu erklären, dann bin ich als Diplom-Physiker wohl fehl am Platze.
#23 am 18.07.2017 von Dr. Claus Bachmann (Weitere medizinische Berufe)
  20
Diese sogenannte Ärztin weiss nicht wovon sie redet: ein Phänomen ist immer realistisch und bedarf keines Beweis.es! Grams sollte endlich die Klappe halten, da sie wider besseren Wissens als Allopathin nichts von Quantenphysik versteht; da ist ihr Merkel, die BKin, weit voraus. Grams hat nichts,aber auch gar nichts in ihrer homöopathischen "Besuchszeit" begriffen. Sie wird für ihr Tun vermutlich eines Tages bestraft werden.
#22 am 18.07.2017 von Dr. med. vet. Jürgen Deeg (Tierarzt)
  81
Danke, dass Kommentare auf Sachlichkeit und auf produktiven Beitragsgehalt hin gesichtet werden, nur das bringt Weiterbildung!
#21 am 18.07.2017 von Dr. med. Susanne Bihlmaier (Ärztin)
  3
#4 Liebe Frau Link, die grundsätzliche Erklärung finden Sie genau im obenstehenden Artikel. Sie beobachten ein Phänomen in einem Einzelfall und verfallen dem Fehlschluss, hier sofort der homöopathischen Behandlung den Effekt zuzuschreiben. Da die Homöopathie niemals einen belastbaren Wirkungsnachweis erbringen konnte, in 200 Jahren nicht, ist das mehr als unwahrscheinlich. Mein Sohn hat einen ganz ähnlichen Verlauf erlebt. Er hatte mit zwei Jahren eine Lungenentzündung und danach mit Asthma und Pseudokrupp zu kämpfen. Unser Kinderarzt ist medikamentös zurückhaltend, aber gezielt vorgegangen. Im Einschulungsalter verschwanden die Beschwerden schlagartig, Pseudokrupp trat praktisch von einem Tag auf den anderen nicht mehr auf und die Asthmadiagnose war kurz danach auch obsolet. Mit Homöopathie ist er nie in Berührung gekommen. Jeder Kinderarzt wird Ihnen bestätigen, dass gerade Asthma in frühem Alter oft sehr schnell "auswächst". Warum trat dieser Erfolg denn OHNE Homöopathie ein?
#20 am 18.07.2017 von Dipl.-Verw.-Wirt Udo Endruscheit (Nichtmedizinische Berufe)
  22
Gast
oh Mist, das wird sicher ein spannender Abend hier in der Diskussion. Ich kann leider nicht beiwohnen, habe ein Date..... :-(
#19 am 18.07.2017 von Gast
  3
Einige Beispiele : „ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seit dem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde."(Johann Wolfgang v. Goethe in einem Brief vom 2. September 1820 über Samuel Hahnemann) „Die Homöopathie ist die Sphinx unter den zeitgenössischen Medizinsystemen geblieben - ein erratischer Block inmitten der Technikzivilisation, plausibel und unglaublich in einem, rätselhaft und wirkungsvoll, ein Gebilde von gestern und von morgen."(Prof. Dr. Peter Sloterdijk in seiner Festrede zum 200 jährigen Jubiläum der Homöopathie, Paulskirche 1996) Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden. (Søren Kierkegaard)
#18 am 18.07.2017 von Dr. med. Josef Bubla (Arzt)
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Quantenphysikalische Erklärungsmodelle sind heutzutage salonfähig geworden,haben jedoch mit der Homöopathie nichts am Hut. Es scheint eher so, dass die Homöopathie nur ein unbelasteter, wacher Geist begreifen kann, ohne dabei sofort nach Beweisen zu schreien. Auch Gravitationswellen , die Albert Einstein vor 100 Jahren mathematisch beschrieben hat – und er selbst glaubte nicht, dass man sie jemals messen könnte, haben die Weltraumforscher erst jetzt direkt nachgewiesen. Einige Beispiele/Zitate im nächsten Beitrag
#17 am 18.07.2017 von Dr. med. Josef Bubla (Arzt)
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vielleicht gehört zum GESUNDEN doch in erster Linie der Patient selbst mit seinem Empfinden, seine Emotion, seinem eigenen Gefühl,...wir sind nun einmal nicht nur ein "Bewegungsapparat, eine Organsystem, usw.. wir sind ganzheitlich und genau darum sind wir nicht planbar wir wir reagieren auf dies oder das Medikament... was den einen nicht belastet, geht dem anderen an die Nieren, und setzt darum Vorgänge im Körper in Gang, die weder vorhersehbar noch planbar noch messbar sind...und genau dies ist es was niemals in einer Studie für ein Medikament Einfluss nehmen kann und ja auch nicht soll...wie im Bericht geschrieben, in der Homöopathie beobachten wir das es dem ganzen Menschen besser geht, in der Schulmedizin werden nur vorbestimmte Werte verglichen, auf welchem Bereich das Medikament Wirkung tragen soll/muss! Da kann der gemessene Wert viel besser sein, aber der "Mensch" fühlt sich keineswegs besser,...wie kann das sein? wir sollten nicht vergessen, wir sind nachwievor Individuen !
#16 am 18.07.2017 von Bettina Haas (Physiotherapeutin)
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der Unfallchirurg
Homöopathie als Heilkunst zu bezeichnen sehr geehrte Frau Marold und die Wirkweisen hinter der "klassischen Ausbildung" zu verstecken funktioniert heute nicht mehr. Ich habe nicht dagegen Homöopathie einzusetzen solange sie nicht schadet (und das schließt den Geldbeutel des Einzelnen und der Gemeinschaft ein). Wer Geld dafür ausgeben will und kann soll das tun. Sie als Alternative zur Schulmedizin - als Ersatz - zu sehen ist in meinen Augen fahrlässig und eigentlich schon Körperverletzung. Und ganz ehrlich - ich will das mit meinen GKV Beiträgen nicht unterstützen und ärgere mich regelmäßig wenn ich erfahre was viele da rezeptiert bekommen und ich zahle mit ...
#15 am 18.07.2017 von der Unfallchirurg (Gast)
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Hans Pfeufer, Diplom Physiker
Sehr geehrter Herr Doepp, nein, auch Quantenmechanik erklärt nicht, dass Homöopathie funktioniert. Das Gegenteil ist der Fall. Dazu müsste man aber wissen, was die Quantenmechanik überhaupt ist. Dass Sie das nicht wissen, haben Sie durch Ihren Post ziemlich deutlich gezeigt.
#14 am 18.07.2017 von Hans Pfeufer, Diplom Physiker (Gast)
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Ich habe schon mal eine Krankenkasse gesucht, die Homöopathie nicht bezahlt, aber leider nicht gefunden. Da ich Hobbytaucher bin, habe ich mich schon einmal mit der Krankenkasse rumgeärgert, ob im Notfall eine Hyperbartherapie bezahlt wird. Die Antwort war damals, dass nur wissenschaftlich anerkannte Verfahren bezahlt werden. Erst nach mehreren wissenschaftlich fundierten Literaturangaben wurde mir zugesichert dies im Notfall zu bezahlen. Leider gibt es keine fundierten Studien die Homöopathie als wirksam belegen. Warum zahlen die Krankenkassen dann Millionenbeträge für eine unwirksame Therapie, die den Beitragszahler Millionen kostet? Das Geld wäre für mehr ärztliche Zuwendung und damit Zeit wesentlich sinnvoller angelegt. Schade dass auch Krankenkassen manchmal eine mainstream folgen, der blödsinnig ist.
#13 am 18.07.2017 von Cornelius Voigt (Psychotherapeut)
  13
Liebe Frau Burger, hinter dem "auf das Individuum eingehen" verstecken sich sehr gerne unwirksame Pseudomethoden aller Art. Was nützt mir das Eingehen auf mich als Individuum, wenn meine Krankheit de facto nicht behandelt wird? Es gibt nur eine Grenze: Die zwischen wirksamen und unwirksamen Methoden. Seien wir froh, dass die Wissenschaft heute nach sehr strengen Kriterien zwischen diesen beiden Antagonisten unterscheiden kann. Das "Individuelle" verkommt bei den unwirksamen Methoden zum Werbeslogan - lassen Sie sich durch so etwas nicht von der Wirksamkeit einer Methode überzeugen. Dafür gelten andere Kriterien. Eine andere Sache ist, dass es natürlich Verbesserungsbedarf bei der wissenschaftlichen Medizin gibt - durchaus auch im Hinblick auf die Zuwendung zum individuellen Patienten.
#12 am 18.07.2017 von Dipl.-Verw.-Wirt Udo Endruscheit (Nichtmedizinische Berufe)
  19
Liebe Frau Harold. Bei Kindern (und auch bei Tieren) "wirkt" die Homöopathie über den sogenannten Placebo-by-proxy-Effekt. Weitere Infos dazu auch hier: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/22-aber-bei-kindern-und-tieren-hilfts-doch-auch-die-koennen-sich-die-wirkung-doch-nicht-einbilden
#11 am 18.07.2017 von Dr. med. Natalie Grams (Ärztin)
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Leider erscheinen meine Kommentare nicht immer unter meinem Namen. Der an Frau Burger war auch von mir. Sorry!
#10 am 18.07.2017 von Dr. med. Natalie Grams (Ärztin)
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Lieber Herr Doepp. Nein, die Quantenphysik erklärt die Homöopathie nicht. Ganz im Gegenteil. Nachzulesen beispielsweise hier: http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Quantenphysik
#9 am 18.07.2017 von Dr. med. Natalie Grams (Ärztin)
  18
Doof dass Homöopathie auch bei Tiere und Säuglinge wirkt, wo Schulmedizin versagt. Placebo? Eher kaum, sondern Wissen. Wissen wie Mittel wirken und dass jedes Krankheitsbild anders ist, auch nur eine banale Blasenentzündung nicht unbedingt eine Pulsatilla braucht, sondern manchmal Dulcamara, Staphisagria, Apis......und und und. Kann nicht jeder beherrschen, nur der, der eine gründliche klassische Ausbildung hinter sich hat. Homöopathie ist eine Heilkunst, dumm reden können viele.
#8 am 18.07.2017 von HP Silvia Marold (Heilpraktikerin)
  59
Gast
Liebe Frau Burger. Beweise gibt es in der Wissenschaft eh nicht. Aber Wahrscheinlichkeiten und eine überzeugende Anzahl von Belegen für eine Hypothese oder Theorie. So auch beim Masernvirus. Wer hier "Beweise" fordert, hat nicht verstanden, wie Wissenschaft denkt und sich weiter entwickelt. Das hat auch zunächst noch nichts mit "Pharma" zu tun, sollte also nicht in einen Topf geworfen werden. Die Grundannahmen der Homöopathie sind umplausibel, ihre Wirkung nicht belegt und auch an ihr wird Geld verdient. Würden Sie diesen Punkt bitte mal betrachten?
#7 am 18.07.2017 (editiert) von Gast
  17
Vielen Dank für den Beitrag. Was ist schon bewiesen? Existiert der Masern oder Aids Virus? Ist ihre Existenz wissenschaftlich bewiesen? Werden diese Krankheiten mit Mitteln behandelt die angeblich helfen behandelt ? Wie Viele Pharma Medikament die angeblich helfen sollen helfen nicht? gibt es Beweise dafür? Wir sind und funktionieren alle anders und deshalb ist der Anstatz der Kinesiologie und gewisser Diagnose Geräte super, denn man geht auf das Individuum ein. Dann wenn ein Arzt, sich allen Möglichkeiten öffnet bewusst sieht was funktioniert und was nicht, ganz ohne Vorurteil und wirklich das beste für seinen Patienten will, wird er zum Arzt. Siehe Frau Dr. Claudia Friesen.
#6 am 18.07.2017 von Dipl. Ing. Dorothea Burger (Medizinisch-Technische Assistentin)
  50
Gast
Es ist schade, dass so wunderbar gut beschrieben die Schwierigkeiten alleine in der Wirksamkeit der Homöopathie hervorgehoben werden. Gleiche Schwierigkeiten für alle! Ähnliche Effekte sind durchaus auch unter schulmedizinischer Behandlung zu finden. Nur da heißt es, es wirke?
#5 am 18.07.2017 von Gast
  17
Immer wieder Hexenjagd. Ich hätte gerne eine Erklärung , warum bei einem 6-jährigen Patienten mit chronischer Bronchitis , von Oktober bis April über 6 Jahre hinweg(Diagnose Belastungsasthma), eine vollkommene Heilung nach 5 Monaten Homöopathie erfolgt ist. Er ist jetzt 19 Jahre alt und hat einen leichten Schnupfen pro Winter, um die Schulmediziner nicht ganz zu enttäuschen. Übrigens mochte er den Arzt nicht.... Kommentare erbeten! ausser einem Kommentar: er ist gesund geworden, weil er nicht mehr zu diesem Arzt gehen wollte.
#4 am 18.07.2017 von ellen link (Heilpraktikerin)
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Ohne quantenphysikalisches Know-how sollte man sich der Homöopathie nicht nähern. Solange wir materiell - nach Newton - denken, werden wir sie nicht verstehen. Informationelle Frequenzmuster mit instantaner Verschränkung, das könnte es sein.
#3 am 18.07.2017 von Dr. med. Manfred Doepp (Arzt)
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Fair sollte vor allem die Erstattung der Krankenkassen sein: Keine Erstattung ohne wissenschaftlich Wirknachweis - besser als Plazebo, genau so wie für alle anderen Medikamente!
#2 am 18.07.2017 von Dr. rer. nat. Andreas Köpke (Mitarbeiter Industrie)
  8
Sehr bemerkenswerter Grundsatzbeitrag, der hinter die Kulissen des ewigen "Es wirkt, wir wissen nur (noch) nicht wie" leuchtet. Mehr als eine Kritik, eine Erklärung, ebenso fundiert wie fair.
#1 am 18.07.2017 von Dipl.-Verw.-Wirt Udo Endruscheit (Nichtmedizinische Berufe)
  19
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Schlimm genug, dass der Gesetzgeber auf diese Art und Weise mit der Nase auf das Problem gestoßen werden muss, mehr...
Wann immer ich mich gegen die Homöopathie positioniere, wird die Frage gestellt, ob ich denn nicht auch mal kritisch mehr...
Der wichtigste Schritt war wohl, zu erkennen, was Medizin, Wissenschaft und insbesondere Naturwissenschaft überhaupt mehr...

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