Tausche Schampus gegen Klinikbett

08.06.2017
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Nein, wir Ärzte sind nicht bestechlich. Weder mit Geld, noch mit Champagner. Auch wenn es Angehörige gibt, die es immer wieder mal versuchen.

„Hallo, Herr Doktor!“


Keine Chance, zu entrinnen!

Frau Dombüchler Junior hat sich in der Mitte des Flurs aufgebaut, strategisch optimal, genau auf halbem Weg zwischen den Türen von Arztzimmer und Stationsküche.

„Hallo, Herr Doktor, eine Sekunde nur!“

Nein, bei einer Sekunde wird es nicht bleiben, wenn ich darauf eingehe. Vorsichtig geschätzt wird sie mich voraussichtlich mindestens zehn Minuten lang aufhalten. Vielleicht auch zwanzig. Und auch dann muss ich sehr diszipliniert daran denken, mich rechtzeitig loszueisen. Sarah war auch schon einmal eine halbe Stunde in ihren Fängen, bis ich sie mit einem Anruf bezüglich eines fingierten Notfalles erlöst habe.


„Herr Doktor, es dauert wirklich nicht lange!“

Kein Entrinnen für mich

Na gut. Es hilft nichts.

Wenn ich heute noch meine Krankenhauskaffeeplörre haben will, muss ich an ihr vorbei. „Frau Dombüchler! Wie kann ich Ihnen helfen?“

Frau Dombüchler grinst ein Kreisgrinsen. Ihr Kreisgrinsen reicht von einem Ohr bis zum übernächsten und ist höchstgefährlich für den Angegrinsten. Denn ein Kreisgrinsen ist kein Lächeln. Es hat etwas Forderndes. Wer kreisgrinst, will etwas von seinem Gegenüber. Also bin ich auf der Hut. Aber das bin ich sowieso, denn immerhin habe ich ja Frau Dombüchler Junior vor mir.

„Ich nehme an, es geht um Ihre Mutter?“

Frau Dombüchler Senior ist eine nette Dame, so Ende Achtzig, ein bisschen dement, ein bisschen wackelig auf den Beinen, aber rein medizinisch gesehen ganz gut beieinander für ihr Alter. Morgen würden wir sie gerne entlassen. Spätestens übermorgen. Das heißt, spätestens dann, wenn wir wissen, wohin sie gehen kann, und genau da liegt der Hase im Pfeffer: weil nämlich Frau Dombüchler Junior der Schlüssel zu diesem Problem ist.

Wohin mit der Mutter?

So eloquent sie auch reden kann, so schweigsam ist sie, wenn es um die Beantwortung genau dieser konkreten Frage geht. Tatsache ist: Frau Dombüchler Senior ist zu schwach für ihre Wohnung im vierten Stock, ohne Treppe und bräuchte mehr Unterstützung, aber Frau Dombüchler Junior ist zu beschäftigt, um sich darum zu kümmern.

„Gut, dass ich Sie treffe, Frau Dombüchler. Wie geht’s denn weiter mit Ihrer Mutter? Haben Sie sich schon Gedanken gemacht?“

Frau Dombüchler Junior antwortet nicht. Sie kreisgrinst immer noch.

„Trinken Sie Champagner, Herr Doktor?“

Was ist los?

Sie langt in ihre voluminöse Handtasche und zieht eine Flasche hervor.

„Ich hätte Ihnen da etwas mitgebracht!“

Wie bitte?

„Und wenn Sie sonst noch etwas brauchen, dann sagen Sie mir doch einfach Bescheid!“

Sonst noch was? Brauchen? Vielleicht ein Paar Perlenohrringe für Sarah und ein kleines Diamantencollier für Jenny? Und für mich selbst noch einen schnittigen Kleinwagen, also so richtig schnittig mit mindestens 500 PS ...?

Heimplatz ist ja jetzt nicht mehr nötig

„Es tut mir leid, das kann ich nicht annehmen!“

„Können Sie doch! Weil Sie sich immer so nett um meine Mutter gekümmert haben!“

„Ach, ich habe doch nur meine Pflicht getan!“

„Nein, nein, Sie haben viel mehr getan, Herr Doktor! Ich meine, weil Mutter jetzt ja doch nicht ins Heim muss ...“

Wie bitte?

Die Dame von unserem Sozialdienst hat einen Kurzzeitpflegeplatz organisiert. Das war schwer genug, aber jetzt sind wir froh, dass Frau Dombüchler Senior allerspätestens Anfang nächster Woche dorthin gehen kann.

„Den Platz habe ich gerade abgesagt!“, kreisgrinst die Tochter. „Ist doch viel zu teuer!“

Klar: Ein Kurzzeitpflegeplatz kostet eine Menge Geld. Das muss vom Patienten oder den Angehörigen aufgebracht werden.

„Meine Mutter kann doch noch etwas bleiben?“

„Sie wollen sagen, dass Sie Ihre Mutter zu sich nach Hause nehmen?“

Frau Dombüchler Junior schüttelt den Kopf. „Geht nicht. Hab doch keine Zeit!“

Das war klar. Und jetzt?

„Ich dachte mir, sie kann noch ein oder zwei Wochen bei euch bleiben, und dann ...!“

Daher also weht der Wind! Ich trete einen Schritt zurück.

„Ihre Mutter verlässt morgen dieses Haus!“, sage ich und das Kreisgrinsen hört schlagartig auf.

„Wenn nicht morgen, dann Übermorgen oder allerspätestens Anfang nächster Woche!“

Eine Kinnlade fällt herunter.

„Wir haben unser Möglichstes getan. Der Rest ist Ihre Verantwortung!“

Frau Dombüchler Junior dreht sich um und stöckelt ohne ein Wort des Abschiedes in Richtung Treppenhaus.

Und wo ist jetzt mein Schampus geblieben?

 

Bildquelle: Yi Wang, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 12.06.2017.

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Gast
#10 Entlassungsmanagement klingt gut, existiert aber in meinen Augen bei 2 KH nur auf dem Papier: KH 1: Patienten werden prinzipiell Mittwoch nachmittag ohne Medikamente und ohne Rp. an den HA entlassen, bedeutete in einem KV-Dienst für mich: 42 Rp. ausschreiben, meist in Altersheimen, aber nie mehr als 3 Rp. auf einmal, damit ich zu einer schönen Rundfahrt durch den Landkreis kam. "Ach Herr Doktor, jetzt müssen sie ja schon das vierte Mal kommen..." - KH 2: Erste Entlassung der Mutter (s. Vorkommentar) ohne Benachrichtigung unsererseits aus dem KH, Fahrt mit dem Taxi, Abstellen vor ihrem Haus, und sie blieb vor dem Haus. Nach der gewaltsamen Wohnungsöffnung mußte ein neues Schloß eingebaut werden und sie hatte noch keinen neuen Schlüssel. Also stand sie im Winter in Unterwäsche und Morgenmantel hilflos im Garten, bis ein aufmerksamer Nachbar sie entdeckte, mit zu sich nahm und uns informierte. Wieder 85 km einfach, aber gemütlich. Mutter war wenigstens im Warmen
#22 vor 10 Tagen von Gast
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Gast
#9. Das kommt mir bekannt vor. Bei uns war das der CA, der beim 2. KH-Aufenthalt innerhalb 10 Tagen Vorhaltungen machte, weil wir Mutter "hilflos" allein in ihrem Haus gelassen hatten. 10 Tage vorher nächtliche Aktion mit Hinrasen (85 km), gewaltsamer Wohnungsöffnung und Verbringen der gestürzten Mutter ins KH. Dort versuchte ich dem OA klar zu machen, dass diese alte gehbehinderte Frau nicht mehr allein leben könnte. Wir bräuchten seine fachliche Hilfe und den Sozialdienst, um sie endlich in einem Altersheim unterbringen zu können, wogegen sie sich bisher eigensinnig gewehrt hatte. - Aber Mutter konnte ihn redegewandt überzeugen, dass sie noch rüstig sei und alles alleine könne, und wurde ohne Vorabinfo entlassen und per Taxi nach Hause gefahren...Nach ihrem zweiten Sturz war dann die K.... am Dampfen und seitens des KH wurden wir eindringlich ermahnt, dass es unverantwortbar sei, diese alten Frau in ihrem Haus allein zu lassen. Das wußten wir auch schon 10 Tage eher!
#21 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
Da habe ich wohl großes Glück gehabt mit meinen Eltern. Sie standen bis ins hohe Lebensalter immer zur Betreuung der Kinder bereit. Als meine Tochter in der Nacht vom 24.12. auf den 25.12. geboren wurde, fuhren meine Eltern 140 km durch eine tiefverschneite und gefrorene Winterlandschaft um Mitternacht zu mir, um auf den kleinen Sohn aufzupassen, während ich bei meiner Frau im Krankenhaus war. Ich bin dankbar für ihre immerwährende Hilfsbereitschaft und ich war auch dankbar dafür, meine Mutter nach dem plötzlichen Tod meines Vaters versorgen zu dürfen und ihr ein bißchen Liebe zurückgeben zu können. Auch wenn es neben einer sehr zeitintensiven Hauptberuflichkeit (40-Stunden-Woche, was ist das?) manchmal sehr belastend war.
#20 vor 31 Tagen von Gast
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Gast
#18. Davon kann ich auch in Lied singen! Der Spruch meines Vaters lautete, nach dem wir Kinder erwachsen waren, immer: Wir wollen von Euch nichts, und Ihr habt von uns nichts mehr zu wollen. Also habe ich meine 4 Kinder völlig ohne großelterliche Hilfe groß gezogen, nebenbei mich beruflich neu orientiert. Und jetzt, wo meine Kinder groß sind, meine Praxis gut läuft, soll ich für meine Vater, nach dem Tod meiner Mutter, wann immer er will zur Verfügung stehen. Wie das gehen soll, wenn der Sprechstundenkalender voll ist? Da ist er uneinsichtig wie ein Kleinkind.
#19 vor 34 Tagen von Gast
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Gast
@#17: Das ist nicht so ganz fair. Derweil haben wir Kinder von damals schon eigene Kinder aufgezogen und vielleicht sogar schon Enkelkinder. Die Eltergeneration hat derweil ihr eigenes Leben gelebt und erst wenn einer der Partner verstirbt wird man als Kind wieder aus dem Hut gezogen und soll sich jetzt um alles kümmern, inklusive Partnerersatz, Fahrdienst und Kostenträger? Wo soll die Zeit und das Geld denn herkommen, besonders wenn man die eigene Berufstätigkeit nicht fortführen konnte, weil Eltern und Schwiegereltern mit Geburt des ersten Enkelkindes verkündeten, sie stünden zur Betreuung nicht zur Verfügung, da sie ihr "bisschen Leben" genießen wollten... Dazu kommt erschwerend, dass niemand seinen Eltern gegenüber weisungsbefugt ist, jedoch Kosten und Verantwortung sollen getragen werden? Es kann nicht sein, dass ein älterer Mensch keine Eigenverantwortung mehr zu zeigen braucht und die Last der Gesellschaft, allen voran dem oft einzigen Kind aufbürden darf. Deshalb VORSORGEN.
#18 vor 36 Tagen von Gast
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Gast
Als die Tochter noch klein war, musste auch die Mutter für sie sorgen - und sie hat wahrscheinlich auch nicht gefragt ob der Kindergarten heute mal ausnahmsweise bis 22 Uhr offen bleibt, weil sie so gar keine Zeit hat oder hat ihr Kind wegen Erkältung mal 2 Wochen im Krankenhaus "geparkt", weil sie keine Zeit hatte bei ihm zuhause zu bleiben, es musste halt irgendwie gehen. Irgendwann kommt dann eben die Zeit wo das Ganze umgekehrt "irgendwie gehen" muss - nur sollen da dann ständig andere Leute dafür zuständig sein - und wenn die das nicht einsehen sind sie profitorientiert, geldgierig... das den Kindern die Mutter das Geld nicht wert ist ist ja völlig ok...
#17 vor 37 Tagen von Gast
  6
Gast
Natürlich kann ein pflegebedürftiger Verwandter eine erhebliche finanzielle Belastung für die Angehörigen darstellen, aber es ist weder Aufgabe des Krankenhauses noch des Entlassmanagements dies zu schultern. Natürlich sehen Angehörige eine soziale Verpflichtung der Krankenhäuser diese familiären finanziellen Probleme kostenneutral für sie zu lösen. Dies trifft jedoch nicht zu. Ein wesentlicher Anteil der Aufgaben des Medizin. Dienstes der Krankenkassen besteht darin Fälle aufzuspüren in denen eine Behandlung ausserhalb des stationären Krankenhausbereichs möglich gewesen wäre. Diese werden dann schlicht nicht bezahlt. Auf den Kosten bleibt das Krankenhaus sitzen und kann natürlich auch keine Angehörigen haftbar machen. Das Entlassmanagement soll eine angemessene Versorgung nach Entlassung sicherstellen. Es ist nicht dazu gedacht den Angehörigen die Kosten dieser Versorgung zu ersparen. Für Härtefälle sind die Sozialkassen zuständig, nicht die Krankenkassen oder Krankenhäuser.
#16 vor 37 Tagen von Gast
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Ärztin
Also ich konnte bisher mithilfe des Sozialdienstes immer einen Kurzzeitpflegeplatz für meine Patienten finden, ganz besonders wenn ich eine ganze Woche (!) Zeit dafür habe. Ein Krankenhaus ist auch für Privatpatienten keine Notunterkunft. Manchmal kommt überbrückend ein Aufenthalt in der Akutgeriatrie dazu, dann haben alle Beteiligten eigentlich genug Zeit. Aber der Frust für die Angehörigen steigt ins Unermessliche wenn der Patient selbst sich selbst nie gekümmert hat und dann alles ablehnt. Hier sollte man auch für die Angehörigen Verständnis haben. Wir sollten uns alle für solche Fälle wappnen und Vorkehrungen treffen. Aber ein verlängerter Aufenthalt ist nunmal keine Option... wo führt das hin? Klinik bis zum Lebensende? Das kostet noch viel mehr.
#15 vor 37 Tagen von Ärztin (Gast)
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Gast
Hallo, das ist ja nett geschrieben, aber was tut man denn, wenn man nicht vor Ort wohnt, Eltern sich stets dagegen gewehrt haben, auch nur mal über das Altern nachzudenken, und man dann plötzlich gesagt bekommt, dass Mutter/ Vater in einer Woche entlassen werden muss ( obwohl Privatpatient). Selbst erlebt: Alle Heime bieten freundlich eine Warteliste an, Termin: Ja, ca. 3 Monate oder wenn jemand stirbt. Keine Sozialstation im Krankenhaus bietet vernünftige Hilfe an. Ich habe es nicht mit Champagner versucht, und wenn der Artikel auch satirisch ist, tut er auch aus Sicht eines Angehörigen etwas weh. Bei allem Verständnis für die sicherlich überarbeiteten Krankenhausärzte. Hier fehlt in Deutschland trotz der wahnsinnig guten Apparatemedizin Hilfe für Betroffenene.
#14 vor 37 Tagen von Gast
  5
Gast
Sehr guter Beitrag! Und leider keine Satire!!! Auch das "mit Leben gefüllte" Entlassungsmanagement kann niemanden zu etwas zwingen, was nicht gewünscht wird! Eine kzp kostet für 28 Tage flockige 1200 €! Privat! Viele können, manche wollen das nicht zahlen! Sehr viele Angehörige feilschen um jeden Tag, wenn die Entlassung ansteht. Dass wir als Krankenhaus dann Miese machen, das KH ev. vor der Schließung steht und wir alle unseren Job verlieren, interessiert eigentlich niemanden! Und eine top Beratung mit Erschließen sämtlicher Möglichkeiten, ambulant wie stationär... Wird oft auch nur "gehört" Drei Schritte weiter steht der Arzt, den man zu umgarnen versucht, um noch ein paar Tage rauszuschlagen. Oder man bedroht ihn auch... Je nach Gemütslage. Setzt man seine sinnvollen Vorgaben um, gibt es schriftliche Beschwerden an die Geschäftsführung. Grüße von einem sehr lebhaften und patientenzentriertem Entlassungsmanagement!
#13 vor 37 Tagen von Gast
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Gast
Tolle Sartire!
#12 vor 37 Tagen von Gast
  4
Gast
Na ja, mal im Ernst. Ich weiß ja nicht, wie das im vorliegenden Fall ist. Aber auch reden allein (mit den Eltern) hilft nicht, wenn es dann hinterher keiner bezahlen kann. Und da muss man auch kein "Sozialheimer" sein, um damit Schwierigkeiten zu haben! Die Kosten sind nicht ohne. All das anzusprechen, ist SEHR GUT, denn generell ist das Thema noch nicht präsent genug, und wird mit steigender Tendenz auf uns zukommen. Wer die Kosten nämlich nicht stemmen kann, der kann sich schon mal frühzeitig damit auseinandersetzen, wie er sich angemessen um seine Eltern kümmern kann, wenn es dann mal nötig sein sollte. Das tun wir nicht genug, denn jeder "weiß ja, dass es einen selbst nie trifft". Pustekuchen.
#11 vor 38 Tagen von Gast
  1
Gast
Kinners...Mann Mann Mann.. immer diese Sozialheimer die jede quasi Satire kaputtmachen...man kann doch mal eine solche Situation die echt ätzend ist, nett erzählen. Die Deutschen sind immer so so negativ. Schlimm. Gelungener Beitrag!
#10 vor 38 Tagen von Gast
  3
Gast
Nicht immer sind die Kinder die Bösen. Meine Mutter hat sich jahrelang jeder Hilfe und jeder Einwirkung widersetzt, bis sie daheim umgekippt ist und der Notarzt sie mitnehmen musste. Und nun ratet mal, wer sich am Telefon eine Gardinenpredigt der KrankenhausÄrztin anhören musste...
#9 vor 38 Tagen von Gast
  2
Gast
Man wird doch aus einem Witz mal eine ernsthafte Diskussion ableiten dürfen...;-)
#8 vor 38 Tagen von Gast
  1
Liebe Kollegen! Das ist doch von Medizynicus und soll zur Reflektion anregen, oder? Schon mal was von Medizinsatire gehört, oder habe ich das falsch verstanden und das war bierernst? bzw. Sekternst??
#7 vor 38 Tagen von Katherine Knabe (Ärztin)
  0
Gast
Selbstverständlich ist die Tochter in der Pflicht. Wahrscheinlich wurde im Vorfeld nie mit der Mutter über eine solche Situaton gesprochen - keine Regelung agesprochen. Folglich ist das Verhalten der Tochter vielleicht eine Art von Hilflosigkeit, da sie einfach nicht weis, was die Mutter möchte oder sie kann mit ihr nicht bzw. nicht mehr (je nach Stadium der Demenz) darüber reden. Ihr Auftreten und hre Art kann auch eine Art Maske sein, um sich zu verstecken und ihre Unsicherheit zu überspielen. Ich glaube die Tochter benötigt dringend selbst Unterstützung.
#6 vor 38 Tagen von Gast
  23
Gast
wenn aber doch die Tochter den bereits organisierten Kurzzeitpflegeplatz wieder absagt?......
#5 vor 38 Tagen von Gast
  0
Gast
Das oft eher hilflose Angehörige in dieser schwierigen Situation gezwungen sind, dem Arzt mit Champagnerflasche im Flur auszulauern....bisschen Selbstkritik wäre hier schon angezeigt
#4 vor 38 Tagen von Gast
  35
Nachtrag: Im Entlassungsmanagement geht es neben vielem Anderen auch um die Kontakte zu Pflegestützpunkten, Beratung durch die Pflegekassen, bzw. MDK, Möglichkeiten für Umzug in seniorengerechtes Wohnen, und das ganze kann während der Kurzzeitpflege [es gibt auch noch "Verhinderungspflege"] ausgiebig beraten und geplant werden. -- Was die Kosten für Kurzzeitpflege angeht: Überschaubar... Im Überblick: Zuzahlung: Bei einer Kurzzeitpflege mit Pflegestufe bzw. ab Pflegegrad 2 (ab 2017) gewähren die Pflegekassen eine pauschale Zuzahlung von 1.612 Euro pro Jahr. Eigenanteil: Die Pflegekassen subventionieren nur den Pflegeanteil. Die restlichen Kosten müssen Pflegebedürftige selbst bezahlen. Pflegegeld: Das Pflegegeld bei Kurzzeitpflege wird den Pflegebedürftigen bis zu vier Wochen lang in halber Höhe weiter ausgezahlt. Kurzzeitpflege kann für die Angehörigen auch steuerlich verwertet werden.
#3 vor 38 Tagen von Aring Hammerbacher (Weitere medizinische Berufe)
  2
Gast
Vietere Stock, ohne Treppe - das wäre auch für mich schon eine Herausforderung...
#2 vor 38 Tagen von Gast
  0
Hallo, da gibt es etwas, das heißt Entlassungsmanagement. Muss übrigens jedes Krankenhaus von Gesetzes wegen vorhalten. Wenns geht, sogar mit Leben erfüllen.... Mögen Sie das vielleicht mal googlen?
#1 vor 38 Tagen von Aring Hammerbacher (Weitere medizinische Berufe)
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