„Wir haben entschieden, du brauchst keine PDA“

06.06.2017
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Geburtsvorbereitungskurs. Zu Beginn meines Medizinerdaseins wollte ich mal Gynäkologin werden. Habe ich nach einigen Monaten abgeschlossen das Thema. Immer nachts das Ganze. Zu viel Geschrei im Kreissaal, zu viele Füße, auf die man aufpassen muss. Vor allem auf die der Hebammen.

Und dann die vielen Frauen als Kolleginnen. Ohje. Nicht passend für mich als Unfallchirurgin. Meine direkte Art ist da nicht gerade hilfreich. 

Jetzt auch nicht. Also im Geburtsvorbereitungskurs. Da sitze ich nämlich mit meinem ultra riesigen Bauch, zusammen mit neun anderen werdenen Müttern und den passenden werdenden Vätern. Die Hebamme erzählt gerade was von Entspannungsübungen und hilfreichen Ablenkungsmanöveren, um die Wehen besser zu ertragen. Dinge, bei denen die Partner unterstützen können. Massage, Musik, Kügelchen, Atmung und Co.

Entspannte Stimmung vor dem Welnessurlaub

Ich komme mir vor wie im falschen Film. Erzählt die gerade was von Geburten oder von einem Wellnessaufenthalt? Die redet schon von den Geburten, bei denen das Baby auch geboren wird, oder? Das mit den Schmerzen und den Wehen und dem Blut usw.? Aber vielleicht ist es ja ganz gut, wenn die meisten Frauen hier nicht wissen, auf was sie sich einlassen. Endlich ist sie beim Stichwort Schmerzmittel angelangt.

Eine Frau will alles zum Thema PDA wissen. Vor- und Nachteile werden erläutert. Die Hebamme ist gut. Keine Wertung, keine Beurteilung, reine Fakten. Alle werdenden Mütter nicken, haben verstanden, überlegen. Trotz Schwangerschaftshormonen sind alle Frauen ziemlich gelassen hier. Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich auf einen Wellnessaufenthalt freuen kann. So langsam wird es mir etwas zu bunt und rosig.

„Also, meine Frau will keine PDA“

Aber nein ... Da ist ja noch der werdende Vater Uli. Auf ihn ist Verlass. Mit stolz geschwellter Brust verkündet er: „Also, das mit der PDA kommt für uns nicht in Frage, nicht wahr, Karla?“ Werdende Mutter Karla läuft rot an. „Naja, also, es gibt ja schon auch Komplikationen, deswegen waren wir uns jetzt nicht so sicher.“

„Nein, nein. Karla, wir waren uns schon sicher. Das mit der PDA kommt nicht in Frage. Du hast ja gerade wieder gehört, welche Komplikationen es dabei geben kann. Das bisschen Schmerzen kann man schon aushalten. Es sind ja nur Schmerzen. Und die gehen ja wieder vorbei. Also nein, das diskutieren wir nicht noch einmal.“

Ein paar ehrliche Wort zum Schluss

Ich schüttle den Kopf ungläubig von einer zur anderen Seite. Ich kämpfe mit mir, versuche, meine Meinung für mich zu behalten. Mein Mann ist schneller: „Man(n) kann gar nichts aushalten. Das muss schon frau machen. Oder, wann hast du das letzte Mal ein Kind zur Welt gebracht, Uli?“ Es gibt angespanntes Gelächter als Antwort. Die Hebamme beschließt, noch ein paar ehrlichere Worte zu den Geburten zu sagen. Keine Horrorstorys, aber doch etwas näher an der Wahrheit. Mut machen, die Frauen unterstützen, die richtige Entscheidung für ihre Situation zu treffen. Wohlgemerkt die Frauen. 

Eins weiß ich auf jeden Fall jetzt schon. Eines der ersten pädagogischen Prinzipien, die ich meinem Kind beibrigen werde, lautet „Mein Körper gehört mir. Und ICH entscheide, was mit meinem Körper passiert.“ Ich hoffe, Karla tut das auch.

 

Bildquelle: Wellcome Images, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 07.06.2017.

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Gast
Natürlich soll eine Entbindung für die Mutter nicht zum Trauma werden. Ich kenne eine Frau die nach dem 1. Kind und komplizierter Saugglockengeburt (Sectio hatte sie abgelehnt) mit erheblichen Verletzungen so traumatisiert war dass sie beim 2. Kind ins Geburtshaus gegangen ist > das Kind starb. Beim dritten gind sie wieder ins Geburtshaus weil sie sich dort "so gut aufgehoben" gefühlt hatte und im Gegensatz zu den "kalten" Ärzten beim ersten Mal alle lieb und verständnisvoll zu ihr waren und alles so "natürlich" war > das dritte Kind ist nun schwer behindert, hypoxischer Hirnschaden. Zusammengefasst verdankt sie ihr einziges gesundes Kind den Interventionen von nicht-zurückhaltenden Geburtshelfern und den "kalten" Ärzten. Ich kann verstehen dass eine Frau lieber schöne Erinnerungen an ihre Entbindung hätte, aber auch eine unkomplizierte Geburt kann eine tragische Wendung nehmen und die Sicherheit des Kindes geht im Zweifelsfall vor.
#26 am 26.06.2017 von Gast
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Dr.Mama
Liebe Frau Kollegin, ihr Ton ist leider sehr altklug und "erfahren", obschon es so klingt, als wäre es ihr erstes Kind. Sie verlassen sich auf die Medizin? Vielleicht haben Frauen, die sich auf jahrtausende alte Entspannungstechniken verlassen auch ihre Gründe. Ich bin ebenso altklug in meine erste Geburt gegangen, im Vertrauen auf die Ärzte, die mir schon helfen würden, wenn ich es nicht schaffe. Intervention folgte auf Intervention und eine eigentlich unkomplizierte Schwangerschaft und eine Geburt ohne Komplikationen endete im Kaiserschnitt. Jetzt weiß ich, warum immer mehr Frauen zu Hause bleiben oder ins Geburtshaus gehen. Und ich weiß, welchen Unterschied es macht, Wehen entspannt und in sich gekehrt zu veratmen (keine Schmerzen!) vs auf dem Rücken liegend mit Oxytocin iv und der Hand des Untersuchers in der Vagina (DAS sind die Schmerzen, von denen Sie so viel mehr zu wissen scheinen als die anderen Schwangeren). Ich wünsche Ihnen eine gute Geburt mit möglichst zurückhaltenden Geburts" Helfern " und wenn Sie Glück haben, landen Sie nicht auf dem OP-Tisch. Obschon es so klingt, als wäre das die von Ihnen favorisierte Geburtsmethode.
#25 am 26.06.2017 von Dr.Mama (Gast)
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Gast
Ich habe mein erstes Kind mit pda geboren. Es war absolut entsetzlich, auch jetzt nach neun Jahren denke ich nur sehr ungern daran. Meine Zwillinge kamen vor fünf Monaten ohne pda zur Welt und diese Entbindung war wirklich schön und die Schmerzen so gut zu ertragen, dass mir die betreuende Hebamme nicht geglaubt hat, dass es sich um echte Geburtswehen handelt. Fazit: (nicht ganz neu) Schmerzempfinden ist ganz enorm an Angst gekoppelt. Bei Nr. 1 hat mich das Gefühl, zerrissen zu werden und echten physischen Schaden zu erleiden fast um den Verstand gebracht und die Schmerzen unerträglich werden lassen.
#24 am 23.06.2017 von Gast
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Gast
Der Mensch (m/w) kann es sich in unseren Zeiten leisten, undankbar zu sein und die Demut vor Leben und Tod zu verlieren.
#23 am 09.06.2017 von Gast
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Gast
#11/12 nochmal. Wie man sieht endet der Diskussiosstoff bezüglich dieses Themas nie. Zu #13: Ich bin froh, dass ich mein 1. Kind hier bekommen habe und nicht in der dritten Welt oder vor 100 Jahren, denn dann wären sowohl mein Kind, als auch ich nun tot. Und dank der PDA konnte ich den Kaiserschnitt, bzw. die Geburt meines Kindes bei vollem Bewusstsein erleben. Nun aber nochmal etwas Positives. Ein Arzt, eine Hebamme und evtl. auch ein Mann, dem man vertraut und eine gute Versorgung während der Schwangerschaft und der Geburt helfen einem die richtige Entscheidung für sich zu finden und die Geburt zu meistern. Werdende Mütter habt Vertrauen und äußert eure Wünsche und auch Ängste. Ja, eine Geburt tut mal mehr mal weniger weh, aber ich habe noch niemanden getroffen, der nicht gesagt hätte: Das war es wert!
#22 am 09.06.2017 von Gast
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Gast
#18: Das bezieht sich auf den Kommentators darunter, in dem suggeriert wird, in der Vergangenheit bzw. in der dritten Welt würden Geburten ja auch ohne Probleme ablaufen. Mütter- und Kindersterblichkeit sprechen da eben eine sehr eindeutige Sprache, und dafür ist sicherlich unser medizinischer Standard (inkl. Hygiene) verantwortlich. Niemand zwingt Sie, Schmerztherapie in welcher Lage auch immer in Anspruch zu nehmen, aber aus welchen Gründen sollte sie schlecht sein bzw. sollten andere sich auch nicht in Anspruch nehmen?
#21 am 09.06.2017 von Gast
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Gästin
#17..wenn man es sich einredet? ... mal wieder etwas aushalten? ... jetzt kommt gleich der liebe Gott ins Spiel, der die Frauen ja schließlich für diese Aufgabe vorgesehen hat, nicht wahr? Ich kann nur #19 beipflichten..danke!
#20 am 08.06.2017 von Gästin (Gast)
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Ärztin
@17: Schmerz ist individuell und situationsabhängig. Ich kenne Frauen die klaglos Kinder gebären aber beim Zahnarzt in Ohnmacht fallen. Was eine gebärende vor allem braucht ist eines: Beistand und das Gefühl von Sicherheit. Dadurch kann man jede Menge Schmerzmittel einsparen. Auch das Wissen man könnte jederzeit eine PDA bekommen wenn man es braucht kann helfen es ohne PDA zu schaffen... andere haben trotz PDA unerträgliche Schmerzen. So oder so sind Sprüche wie Ihrer das Schlimmste was man machen kann! Das verunsichert und gibt ein Gefühl im Stich gelassen und nicht Ernst genommen zu werden. So etwas darf man einem Schmerzpatienten niemals antun, egal ob er gerade einen Zahn gezogen bekommt oder ein Kind oder einen Nierenstein gebiert. Schön für Sie dass ihre Erinnerungen so positiv sind, aber für andere sind sie das nicht! Das bedeutet aber nicht dass sie versagt haben oder es ihnen an Willenskraft und Stärke fehlt. Im Gegensatz zu Contergan schadet eine PDA dem Kind nicht.
#19 am 08.06.2017 von Ärztin (Gast)
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Dornröschen
#15: Ist die Mütter- bzw. Kindersterblichkeit abhängig von Schmerzen bei der Geburt?? Da bitte ich doch um Aufklärung. Ich dachte, es würde mit der mittlerweile wesentlich besseren Hygiene zusammenhängen.
#18 am 08.06.2017 von Dornröschen (Gast)
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Gast
Wenn man sich Kinder wünscht, sollte man auch wissen, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist. Die Geburt ist nur so schmerzhaft, wie man sich's einredet. Der Körper macht genau das, was ihm der Kopf vermittelt. Denken Sie mal an die Schlafstörungen werdender Mütter und das Medikament "Contergan". Wäre es nicht besser gewesen, die Mütter hätten dann eben mal nicht immer gut geschlafen? Es ist an der Zeit, dass man auch mal wieder etwas aushalten kann. Übrigens: ich habe auch Kinder. Die Geburten waren etwas Wunderbares und die Schmerzen...., die waren vergessen, als man das Baby im Arm hatte.
#17 am 08.06.2017 von Gast
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SUPEREINSTELLUNG!
#16 am 08.06.2017 von Diana Hillebrand (Heilpraktikerin)
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Gast
#13: Müttersterblichkeit vor 100 Jahren hier oder in der dritten Welt jetzt: ca. 800/100.000 Müttersterblichkeit heute hier: ca. 10/100.000 Noch Fragen?
#15 am 08.06.2017 von Gast
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Ärztin
@13: was für ein undifferenzierter Quatsch! In der dritten Welt und als es "diesen ganzen Unsinn" bei uns noch nicht gab, gibt/gab es auch ständig tote Babys und tote Frauen zu beklagen. Frauen haben das oft nur deshalb auf sich genommen weil es ihre verdammte Pflicht war. Heute bekommen wir Kinder weil wir es uns wünschen. Glauben Sie mir: auch mit Schmerzmitteln ist eine Schwangerschaft und Geburt (sowohl Spontan als auch Sectio) mehr als schmerzhaft genug. Die Wehen machen sich manchmal schon Wochen vorher bemerkbar, sowohl eine Dammnaht als auch eine Sectionaht ist oft wochenlang sehr schmerzhaft. Ganz zu schweigen vom Milcheinschuss und wunden Brustwarzen. Kinderkriegen ist auch mit PDA keine Wellness. Welches Kind wünscht sich schon eine Mutter mit Geburtstrauma oder postpartaler Depression. Gabs früher auch, interessierte nur keinen. Wollen Sie etwa so leben? Dann steht es Ihnen frei sich bei Krankheit, Verletzungen oder OPs auf Schmerzmittel oder Anästhesie zu verzichten. Viel Spaß
#14 am 08.06.2017 von Ärztin (Gast)
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Gast
In unserer Wohlstandgesellschaft muss alles schmerzfrei und mit Wohlfühlfaktor ablaufen. Was ist das für eine unsinnige Diskussion über Schmerzen oder "Schmerzstiller" bei der Geburt?? Als es diesen ganzen Unsinn nicht gab, haben Frauen auch Kinder bekommen. Und was ist in den Ländern der "dritten Welt"?? Warum können die Frauen dort ihre Kinder überall und meist alleine auf die Welt bringen. Es sollten sich alle mal überlegen, worüber hier diskutiert wird.
#13 am 08.06.2017 von Gast
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Gast
[...] Ein Kaiserschnitt schmerzt und zwar ordentlich in den Wochen danach. Man darf/kann sein Kind nicht/schlecht tragen, kann kaum 10 min aufrecht gehen und das Stillen ist anfangs auch echt unangenehm ( Sitzen + Kind liegt auf/an dem Bauch). Und mein Kaiserschnitt verheilte sehr gut... Und das Gefühl sein Kind direkt nach der Geburt im Arm zu halten und nicht erst 45 min später, nachdem der Truthahn inkl. Füllung wieder gut zugenäht ist, ist unersetzlich und wunderbar!
#12 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
1. Geburt: Sekundärer Kaiserschnitt aufgrund eines hohen Gradstandes nach 12 h Wehentropf mit PDA,da sonst nicht auszuhalten. 2. Geburt: auf natürlichem Weg nach 3 h und zwar so rasant, dass eine PDA gar nicht mehr möglich war. Fazit: Beides überstanden, jede Geburt ist anders und jede Gebärende auch. Aber eines steht fest, die Geburt tut weh und zwar gewaltig, ABER jede Frau ist in der Lage es auszuhalten, mit PDA oder ohne. Und das Schöne: nach spätestens einem Jahr hat man die Schmerzen eh vergessen und denkt sich, so schlimm war es ja gar nicht. Ich habe mich ebenfalls sehr über die Verharmlosung im Geburtsvorbereitungskurs geärgert. Klar, man soll keine Ängste schüren, aber ehrlich sollte man sein und es ist nun mal kein Spaziergang ein Kind zur Welt zur bringen. Aber bei einer Sache habe ich eine klare Meinung und möchte sie gerne werdenden Müttern zu bedenken geben. Wer meint mit einem Kaiserschnitt könnte er sich die Geburtsschmerzen sparen, der ist mal schief gewickelt. [...]
#11 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
Oh man(n) ehrlich , in manchen Situationen ist die PDA die frauenfreundlichste Erfindung des letzten Jahrhunderts !!! Dafür muss sich keine Gebärende schämen . Es lässt sich doch auch keiner den Blindarm ohne Anästhesie entfernen. Und ein " Hut ab " für die Frauen , die ohne Schmerzmittel durch die Geburt gehen .
#10 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
Ein paar Worte zum Thema Wellnessurlaub: die ermutigenden Worte meiner (Beleg-)hebamme und der entsprechende Geburtsvorbereitungskurs haben mir bei der Geburt mehr geholfen als die Panikmache der Oberärztin, die mich in den Vorgesprächen immer wieder zum Kaiserschnitt überreden wollte. Angstinduzierende "Aufklärung" schadet häufig mehr, als sie nützt - und das besonders bei einer Geburt, bei der Vertrauen auf den eigenen Körper und dessen Fähigkeiten, aber auch auf die (professionellen wie persönlichen) Helfenden.
#9 am 07.06.2017 von Gast
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Birgit Lehmann
Der Typ geht ja gar nicht. Aber liebe Frau Quinders: Also, mir war nicht schnurz, was mein Mann gesagt hat oder denkt. Und mit meinen Schmerzen war er auch nicht überfordert, sondern ganz lieb an meiner Seite und hat mich immer unterstützt. Mir war eine kompetente Hebamme natürlich zu dieser Zeit wichtig, ich habe mich aber als Frau geschämt, wie sie mit den Assistenzärzten und meinem Mann umgegangen ist. Ihre Äußerungen hier sprechen Bände. Wenn hier ein Mann so etwas über uns Frauen sagen würde, omg!!!
#8 am 07.06.2017 von Birgit Lehmann (Gast)
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Korrektur: PDS=PDA
#7 am 07.06.2017 von Kathrin Quinders (Hebamme)
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Es ist doch schnurz was der Mann sagt oder denkt.....vor der Geburt. Zunächst gehört eine neutrale Schwangerenaufklärung hin. Und zwar wirklich neutral. Selbst Hebamme, kenne einige Berufskolleginnen, die ständig zu allem eine eigene Meinung preisgeben müssen. Alle Interventionen muss man mit Vor- und Nachteilen belegen können. Ein Hoch auf die Akademiesierung unseres Berufstandes. Dann können demnächst auch wir endlich mal Studien, Fakten und Zahlen auswerten. Und diese Fakten zählen, nichts anderes. (Habe trotzdem das Herz am richtigen Fleck und ja, auch ich bin empathisch). Dann wird sich die Frau zur richtigen Zeit auch richtig entscheiden. Der Mann bleibt nebensächlich in der Entscheidungsfindung, da er sowieso als erster mit seiner schmerzbeladenen Frau überfordert ist und häufig als erstes nach einer PDS schreit. ;-)
#6 am 07.06.2017 von Kathrin Quinders (Hebamme)
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Gast
Danke für den Artikel! Mir hat man bei der Geburt meines ersten Kindes was von "sanfter Geburt" erzählt. (Ist über 30 Jahre her) Das Ergebnis: Ich habe auf einem großen Bett ohne Rückenstütze auf dem Rücken liegend wie ein Käfer mein Kind herauspressen müssen.Der Raum mag harmonisch und schön gestaltet gewesen sein. Ich habe ihn nicht wahrgenommen.
#5 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
Leute, egal ob f oder m, die selbst nie starke Schmerzen erlebt haben, taugen nach meiner Lebenserfahrung, davon 26 Jahre als Ärztin, wenig als Ärzte für Schmerzpatienten. Egal in welchem Fach. Nehmen nämlich starke Schmerzen nicht ernst. Bei Patienten. oder Partnern. Da redet man Blinden von den Farben. Es gibt leider nur wenige Ärzte ohne eigene Schmerzerfahrung, die die Gesamtverfassung eines Menschen mit starken Schmerzen auch nur annähernd begreifen und dementsprechend in der Situation verantwortlich und ethisch korrekt als Arzt handeln. Leider. Ausnahmen bestätigen die Regel.
#4 am 07.06.2017 von Gast
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Im Falle einer 1:1-Betreuung brauchen die allermeisten Frauen bei einer physiologischen Geburt keine PDA. Das sage ich aus der Erfahrung langjähriger Beleg- und Hausgeburtentätigkeit. Aber es gibt auch pathologische Geburten; Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben - und in welchem Kreißsaal gibt es eine 1:1-Betreuung hierzulande?
#3 am 07.06.2017 von Frauke Lippens (Hebamme)
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Gast
Nicht trotz, sondern wegen der Schwangerschaftshormone sind die Hochschwangeren so gelassen.
#2 am 07.06.2017 von Gast
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Gast
Noch mehr Highlights zum Thema Männer im Kreisssaal. https://www.popsugar.com/moms/Stupidest-Things-Guys-Have-Said-Delivery-Room-38573368. Aber man darf es den Männern nicht immer gleich so übel nehmen. Da ist auch viel Hilflosigkeit und Unwissen mit im Spiel das vielleicht eine erfahrene Frau angemessen ausgleichen kann aber eine Erstgebärende wird leicht überfahren. Man sollte froh sein dass sich Männer heutzutage überhaupt mit dem Thema auseinandersetzen und sich eine Meinung bilden... allerdings sollten sie die werdende Mutter nicht überstimmen, denn Dr. Google weiß auch nicht alles und im Kreisssaal sind sie nunmal nur der Beifahrer.
#1 am 07.06.2017 von Gast
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