Wie krank ist Rohmilchkonsum?

04.06.2017
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Der zunehmende Wunsch nach weitgehend „natürlicher“ Ernährung mit rohen, möglichst unbehandelten Lebensmitteln führt nicht nur in den USA dazu, dass die Milch, die direkt aus dem Kuheuter fließt, besonders angesehen ist. Gibt es einen Krankheitsanstieg durch kontaminierte Roh-Milch und Milch-Käse-Produkte?

Die Studie

Ist der Verzehr von Rohmilchprodukten mit einem erhöhten Risiko, zu erkranken in Verbindung zu bringen? Mitarbeiter des EpiX Analytics Labor in Boulder, Colorado, untersuchten mit Unterstützung des United States Department of Agriculture Special Research Grant und der Pennsylvania Agricultural Experiment Station die Zusammenhänge.

Sie analysierten die Daten der Krankheitsausbrüche in den USA in den Jahren 2009 bis 2014, die durch Verunreinigungen von Kuhmilch oder Kuhmilchkäse mit enterotoxinproduzierenden Escherichia coli (EHEC), Salmonella spezies, Listeria monocytogenes oder Campylobacter spezies ausgelöst wurden.

Die Ergebnisse

Demnach wurde festgestellt, dass es im Durchschnitt pro Jahr 761 Erkrankungen und 22 Krankenhauseinweisungen bei derartigen Krankheitsausbrüchen gab. Obwohl Rohmilch bzw. Rohmilchkäse nur bei 3,2 Prozent bzw. 1,6 Prozent der Gesamtbevölkerung auf dem Speiseplan stehen, wurden dadurch ursächlich 96 Prozent der Erkrankungen hervorgerufen.

Die Risiken

Das Erkrankungsrisiko durch eines der vier gennannten pathogenen Keime ist bei Rohmilchkonsumenten 840-mal so hoch wie bei Menschen, die erhitzte Milch konsumieren. Das Risiko für Krankenhausaufnahmen ist um den Faktor 45 erhöht.

Es wird vom Autorenteam darauf hingewiesen, dass die reale Situation und die Krankheitsgefährdung eher unterschätzt werden, denn sie konnten nur gelmeldete Ausbrüche auswerten. Sporadische Erkrankungen durch kontaminierte Rohmilchprodukte treten sehr wahrscheinlich häufiger auf.

Wie clean kann ein Kuheuter sein?

Ganz ehrlich, wer glaubt denn, das Euter einer Milchkuh im Vierfüßlerstand sei primär frei von potenziell gefährlichen Keimen. Die Pasteurisierung von Milch und Milchprodukten ist doch deshalb erfunden worden, um die Menschen vor bovinen Fäkalkeimen und möglicherweise multiresistenten Keimen (nach veterinärmedizinisch indizierter Antibiose?) zu schützen.

Stichwort Pasteurisierung

Wikipedia erklärt unzweideutig: „Pasteurisierung wurde nach dem französischen Chemiker Louis Pasteur benannt und 1864 entwickelt. Pasteur hatte erkannt, dass durch kurzzeitiges Erhitzen von Lebensmitteln und anderen Stoffen die meisten der darin enthaltenen Mikroorganismen abgetötet werden. Sind so behandelte Stoffe in einem abgeschlossenen Bereich, können auch keine neuen Mikroorganismen in diese eindringen. Unter Zuhilfenahme eines speziell angefertigten Glaskolbens, des Pasteurkolbens, wurde diese Methode sehr eindrucksvoll demonstriert. Bei Lebensmitteln kann dadurch die Haltbarkeitszeit deutlich gesteigert werden. Zugleich war mit diesem Versuch auch die Urzeugungsthese widerlegt.

Gefährliche Rohmilch?

Völlig unbehandelte Rohmilch gilt infektiologisch zu Recht als gefährlich. Ebenso wie Roh-Ei, das z. B. in Profiküchen nicht unbehandelt weiter verarbeitet werden darf, um Enterobakterien-Infektionen vorzubeugen. Überspitzt formuliert: Intelligente Menschen trinken keine Rohmilch. Den anderen sollte es verboten sein. Sonst könnte man ja getrost auch auf: „Nach dem Klo und vor den Essen, Händewaschen nicht vergessen“ verzichten, oder?

Bildquelle: KNOW MALTA by Peter Grima, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 28.06.2017.

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Gast
Liebe Leute, Wer sich über das schicke foto beschwert der mag vielleicht nochmal genauer hinschauen. In diesem Melkstand sind schwarze Gummimatten diese sind für die Kühe angenehmer weil sie so auf weicheren Boden stehen. In den meisten Sind Rillen drin wo der Urin weg laufen kann nur leider Scheißt eine Kuh auch mal beim melken und das nicht immer flüssig. Und die USA mit Deutschland zu vergleichen ist naja. Der sollte sich eventuell mit der Tierhaltung hier in Deutschland und dort beschäftigen.
#37 am 08.07.2017 von Gast
  0
Milch ist neben Trinkwasser das best überwachteste Lebensmittel in Deutschland. Unbehandelte Rohmilch von Kühen, Schafen, Ziegen und Pferden zu trinken, ist gefährlich. Neben den hier bisher erwähnten Erregern sind noch folgende gefährlich: Mycobakterien und Brucellen. In Deutschland sind die o.g. Tiere zwar frei von diesen beiden Erkrankungen, trotzdem sind Neuausbrüche nicht auszuschließen. Vor einigen Jahren z.B. sind in Bayern einige Rinderbestände an Mycobakterien erkrankt. Deswegen wird in Hofläden, in denen Rohmilch verkauft wird, immer darauf hingewiesen, dass diese nur im abgekochten Zustand genossen werden darf. Das dient einfach dem Schutz des Menschen.
#36 am 02.07.2017 von Dr. med.vet Burkhard Wendland (Tierarzt)
  1
Dr. med.vet. Nicole T.
stimmt, am besten werden wir alle Veganer und essen nur noch gesunden Tofu, der ist so schön genmanipuliert und kommt aus klinisch reinen Erzeugerbetrieben, das ist bestimmt gesünder... Als Tierärztin frage ich mich doch, ob Sie schon mal einen Kuhstall von Innen gesehen haben? Außerdem - kein Landwirt gibt seinen Tieren freiwillig oder zu viel Antibiotika, da es Wartezeiten gibt, in denen er die Milch eben nicht liefern darf, also kein Geld verdient. Bitte dem Schreiben informieren
#35 am 30.06.2017 von Dr. med.vet. Nicole T. (Gast)
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... wie in Rohmilchprodukten. Die so geschürte Keimzahlenhysterie bringt nur neue Aspekte der Unhygiene mit sich. Ich erlebe das gerade in einem ganz anderen Zusammenhang. Mein Enkel reagiert – so konnte ich nun durch viel um die Ecke denken rekonstruieren – auf Ethanolamine. Und die waren unter anderem in der Gläschenkost (sic!) enthalten. Wie kommt das Zeug da hinein? Nun, Ernährung für Babies ist ein sensibler Markt, der ebenfalls von der Keimzahlenhysterie geprägt ist. Um nun als Hersteller die vom Auftraggeber geforderten Laborwerte zu erzielen, wird ebenfalls penibel desinfiziert und gereinigt … Ethanolamine werden u. a. in Reinigern und Desinfektionsmitteln eingesetzt … und am nächsten Tag ohne Klarspülen produziert. Das gibt einfach bessere Laborzahlen. (Ich kenne dieses Handling aus meiner Zeit in der Großverpflegung.) Dass dadurch natürlich auch das Essen kontaminiert wird … ja mei. Hygiene ist eben viel mehr als Keime.
#34 am 30.06.2017 von Bernhard Bühr (Heilpraktiker)
  0
Lieber Georg Schätzler Grundsätzlich schätze ich Ihre Beiträge ja als sehr sachlich und fundiert. Ich stimme mit Ihnen auch noch darin überein, dass tierische Nahrungsmittel generell mit einem gewissen hygienischen Risiko behaftet sind. Da macht die Kuhmilch keine Ausnahme und dies ist auch keine neue Erkenntnis. Plus: von der Sorte Studien gibt es noch mehr, z. B. http://www.foodsafetynews.com/files/2013/12/RawDairyMDH.pdf ... und wir ahnen, aus welcher Ecke das kommt. Sie selbst haben derartiges schon mal als "Pommes mit Mayo"-Studien bezeichnet. Zumal die Argumentation, dass pasteurisierte Milch irgendwie besser sein soll, längst widerlegt ist. Die von mir genannte Studie zeigt jedoch auf, inwieweit amerikanische Verhältnisse auch grundlegend anders sind als deutsche. So wird hier schon lange keine Rohmilch mehr einfach so ab Hof verkauft ohne Keimkontrolle etc. Die genannten Problemkeime finden sich dementsprechend hierzulande ebenso oft in Pasteur-Milchprodukten ...
#33 am 30.06.2017 von Bernhard Bühr (Heilpraktiker)
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Dr. T. Storch
Sehr geehrter Autor dieses Artikels, fachlich will ich mich dazu gar nicht weiter äußern, aber die Schlussfolgerung mit den "intelligenten Menschen" und so weiter ist eines Artikels in diesem Rahmen unwürdig - wirklich die unterste Schublade und fällt, was die Intelligenz betrifft, auf sie zurück!
#32 am 30.06.2017 von Dr. T. Storch (Gast)
  3
Gast
Annabelle ist eine glückliche Kuh, kuhmutternah mit Kuhmuttermilch auf der Weide aufgezogen, seit 7 Jahren schenkt sie uns eigene Kälbchen und jeden Tag frische Milch. Ihre Weiden sind ökologisch, ohne Spritzmittel, Kunstdünger, voller Klee und Löwenzahn-sie ist geimpft, hat aber noch nie Antibiotika bekommen. Ich wasche das Euter vor dem Melken, ud wie herrlich riecht dann die frische Milch, wenn sie beim Handmelken in den Eimer spritzt und dort für ein paar Minuten aufschäumt...und siebe die Milch bevor sie abgekocht wird...was da dann oft so im Sieb zurück bleibt...Annabelle schlät auch auf ihrer Weide, im Liegen ganz entspannt, und irgendwie sucht sie sich nicht immer einen ganz sauberen Schlafplatz aus....trotz aller Vorsichtsmassnahmen trinken wir ihre Milch nur abgekocht, 3-5 Minuten köchelnd,...das spaltet auch die Milchproteine schon mal und macht sie für den Menschen leichter verwendbar....Kuhmilch hat eine etwas andere Zusammensetzung wie humane Muttermilch...
#31 am 30.06.2017 von Gast
  0
Gast
Weiß eigentlich ob es bei Muttermilch auch sowas wie Laktoseunverträglichkeit gibt? Also Muttermilch humanogener Art!
#30 am 29.06.2017 von Gast
  3
Gast
Woher haben Sie eigentlich das Bild? In welchem Kuhstall darf es so aussehen, da schwimmt doch Gülle? Mit den Füssen in der Gülle melken? Die Milch würd ich auch abgekocht nicht trinken wollen.Für die Erstellung von Lebensmitteln aus Rohmilch gibt es Vorschriften. Vielleicht müssen die in den USA erst erarbeitet werden
#29 am 29.06.2017 von Gast
  5
Moonscratcher
..würden wir unser "Essen" nicht so räudig behandeln, müssten wir uns nicht davor schützen !! Ne Kuh, die den ganzen Tag in ihren Fäkalien steht und auf Höchstleistung getrimmt ist um unsere "Bedürfnisse" nach billigster Ware zu befriedigen, wird wohl schon sufgrund des Stresses an den Brustdrüsen Entzündungen entwickeln. Von der Natur ist das sicher anders gedacht, oder käme jemand auf die Idee, die Milch von Müttern erst zu sterilisieren, pasteurisieren und homogenisieren, damit der menschliche Nachwuchs auch gesund bleibt ?? Dieser Beitrag zeigt mal wieder, mit welcher Arroganz wir durch die Welt schlendern und dabei sämtliche Ressourcen als "uns gehörend" betrachten... Incl. der Verschwendung.. Ist auch egal.. Prost !!!
#28 am 29.06.2017 von Moonscratcher (Gast)
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Gast
Lieber Herr Schätzler, immer mal sehen, wer hinter den Studien steckt, dann wird vieles klarer!!
#27 am 29.06.2017 von Gast
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Kritiker
dämmert was? So beschreibt sich der Laden, der zu den Ergebnissen betreffend Rohmilch kommt! Lobbyladen hoch 10!!
#26 am 29.06.2017 von Kritiker (Gast)
  2
Kritiker
Program: Aquaculture The purpose of the Aquaculture Research program is to support the development of an environmentally and economically sustainable aquaculture industry in the U.S. and generate new science-based information and innovation to address industry constraints. Over the long term, results of projects supported by this program may help improve the profitability of the U.S. aquaculture industry, reduce the U.S. trade deficit, increase domestic food security, provide markets for U.S.-produced grain products, increase domestic aquaculture business investment opportunities, and provide more jobs for rural and coastal America. The Aquaculture Research program will fund projects that directly address major constraints to the U.S. aquaculture industry and focus on one or more of the following program priorities: (1) genetics of commercial aquaculture species; (2) critical disease issues impacting aquaculture species; (3) design of environmentally and economically sustainable aquaculture production systems; and (4) economic research for increasing aquaculture profitability. Apply for Grant (link is external)View RFA
#25 am 29.06.2017 von Kritiker (Gast)
  2
Jutta
3 Generationen trinken seit 30 Jahren Rohmilch in meiner Familie und keiner!!! war bis jetzt krank
#24 am 29.06.2017 von Jutta (Gast)
  9
Gast
Schon mal Rohmilchkäse gegessen? Danach lässt man anderen Käse fahren.
#23 am 29.06.2017 von Gast
  5
hk medizintechniker
moin. ich zapfe mir meine rohmilch seit jahren an der milchtheke beim bauern um die ecke. genauso kaufe ich auch käse aus kuh- und ziegenrohmilch. bis jetzt hat mir das noch kein randevouz mit der schüssel eingebracht. das eine oder andere bier incl. kurzen bei der einen oder anderen feier hier im dorf schon. was jetzt wohl (un)gesünder ist *grübel*? in diesem sinne.....
#22 am 29.06.2017 von hk medizintechniker (Gast)
  8
Gast
"This work was supported in part by a United States Department of Agriculture Special Research Grant (no. 2010-34163-21179) and the Pennsylvania Agricultural Experiment Station." und ob da nicht eine Lobby dahintersteckt?
#21 am 29.06.2017 von Gast
  3
Gast
Pasteurisierung ist vor allem (!) gegen die früher durch den Verzehr von Rohmilch immer wieder auftretenden TB unschätzbar, was leider offensichtlich schon in Vergessenheit geraten ist
#20 am 28.06.2017 von Gast
  2
"Wie krank ist Rohmilchkonsum?" Doch recht krank! Am besten garkeine (tierische) Milch trinken . . . !
#19 am 28.06.2017 von Herr Justus Linnepe
  32
Charlotte ( Ärztin)
Vor wenigen Jahren hatte ein Lebensmitteldiscounter listerien verseuchten Käse im Angebot, wir behandelten die beiden Neugeborenen einer Mutter, die ebendiesen zu sich genommen hatte. Das war nicht schön, konnatale Listeriose mit weitreichenden Folgen für die Kinder. Risikogruppen sollten sich von Rohmilch und daraus gewonnenen Produkten fernhalten. Ich selber trinke Rohmilch, manchmal auch frisch gemolkene Milch. Ob mich das weniger intelligent macht,sei dahin gestellt. Vielleicht sollte der Autor die genaue Definition von Intelligenz nachlesen.
#18 am 28.06.2017 von Charlotte ( Ärztin) (Gast)
  3
Hallo Gast, danke für die Korrektur bzgl. des Jahreszeitraums. Dennoch sind es alle Einweisungen, gesamt USA, die auf den Konsum von Rohmilchprodukten zurück zu führen sind. Man kann es wenden, wie man will, es bleibt ein Tropfen im Ozean der Infektionskrankheiten. Ich bin übrigens zu einer Zeit aufgewachsen, wo es nur Rohmilch gab. Vor Pasteurisierung und Homogenisierung. Es hat seinerzeit auch nie irgendwer als Problem betrachtet. Ein Problem (für wen auch immer) wurde es erst, als man Milch logistisch lagerfähig machen wollte, sie vor Verzehr quer durch Deutschland und Europa transportieren musste und ein Aufwand für die Frische schlicht nicht mehr rentabel war. Seit wann haben wir eigentlich Nitritpökelsalz in fast 100 % der Wurstwaren? Auch nicht so lange her, dass man das macht. Zeitliche Kausalketten führen vielleicht zu dem Schluss, warum man um einen Tropfen im Ozean, der scheinbar innerhalb von 5 Jahren nicht einen Todesfall unter 321 Mio forderte, ein Aufhebens macht.
#17 am 28.06.2017 von Eva Li (Heilpraktikerin)
  7
Gast
Man muß Milch, die sauber gewonnen wurde, nicht pasteurisieren, um gesund zu bleiben - Kuhmilch ist für den Menschen verträglich, seit er sie durch Domestikation und Zucht "nutzbar" gemacht hat - Tierärzte induzieren dank immer engmaschigerer Hygienekontrolle schon lange keine Antibiotikaresistenzen mehr - Amerikaner trinken eher selten "verbrauchernah" erzeugte Kuhmilch - unterm Strich ist o.g. Beitrag wieder ein Schlag gegen sachliche Aufklärung, weil er unbegründete Ängste schürt - außerdem denke ich, wer so umfangreiche Studien anleiert sollte nicht mit so überaus dürftigen Ergebnissen sowie mißverständlichen Begriffen wie "Rohmilch" ( in Deutschland: hygienisches und kältebehandeltes Qualitätsprodukt) argumentieren - und der Rezensent wäre darüberhinaus gut beraten, nicht die Intelligenz der vielen gesunden Kuhmilchtrinker in Abrede zu stellen ...
#16 am 28.06.2017 von Gast
  6
Gast
Liebe Frau Li, bitte lesen Sie den Artikel noch einmal aufmerksam, bevor Sie hier falsche Schlüsse verbreiten. 22 PRO Jahr! Nicht in 5 Jahren! Bezogen auf 3,2 % der Bevölkerung! Und nicht auf 100 % (321 Millionen) Eine Bemerkung noch zu allen, die argumentieren: Ich habe jahrelang, ich kenne einen, der jahrelang Rohmilch..... etc. Also, ich kenne viele Raucher, die 80 sind und kein Lungenkrebs bekommen haben. Was sagt mir das? Nichts! Wohl dem, der etwas logisch denken kann!
#15 am 28.06.2017 von Gast
  11
Zwischen ein guten Rohmilch Käse und irgend ein Käse aus pasteurisierten Milch gibt es so große Unterschieden im Geschmack, dass einer eventuell mögliche Infektion mit lysteriose kein Argument ist.
#14 am 28.06.2017 von Jean-Jacques Sarton (Nichtmedizinische Berufe)
  5
Gast
Ich bin der Meinung: Milch ist von Natur aus für Kälber und nicht für Menschen. Von einer Milchbäuerin (nicht bio!) wurde mir gesagt, dass es gelegentlich Probleme bei den Kühen und somit bei der Milch gäbe,,,klar!" ...Dass die Milch auch geringe Mengen Eiter und Blut durch Euterentzündungen haben könne...hierzu gäbe es Prüfungen und Toleranzwerte, ausserdem müsse die Milch von Kühen, die eine Antibiotika-Behandlung gehabt hätten gesondert abgegeben werden , da sie sich für Joghurt usw nicht mehr eignet...Sorry,- ich glaube es meiner Patientin und frage mich ernsthaft, wer solche Milch überhaupt und dann noch roh trinken kann und soll
#13 am 28.06.2017 von Gast
  10
Ich plädiere für Kirche im Dorf lassen, statt solcher Parolen, wie im letzten Artikelabschnitt. Ganze 22 Krankenhauseinweisungen in 5 Jahren in den ganzen USA! Das sind 4 Einweisungen pro Jahr auf 321 Mio Einwohner, also adäquat EINER! Einweisung pro Jahr in Deutschland. Wieviele Krankenhauseinweisungen pro Jahr aufgrund bakterieller Infekte insgesamt gibt es in Deutschland? Welchen prozentualen Stellenwert hat dann die eventuelle Erkrankung aufgrund des Rohmilchproduktkonsums? Reißerisch aufgemacht, inhaltlich beim Nachprüfen mehr als dürftig. Dann vom Verbot für die Dummen, die Rohmilch konsumieren schreiben, ist schon echt satirereif. Menschenverstand benutzen!
#12 am 28.06.2017 von Eva Li (Heilpraktikerin)
  6
Gast
Die Studie stammt aus USA und daher können die Ergebnisse nicht auf bei uns zertifizierte Milch und Rohmilchprodukte übertragen werden......
#11 am 28.06.2017 von Gast
  3
Ich habe meine ganze Kindheit durch Rohmilch vom Bauernhof des Nachbarn bekommen - ebenso wie meine ganze Familie. Keiner von uns ist je davon krank geworden. Exposition gegenüber Keimen ist auch immer eine Chance zur Toleranzentwicklung. Und nichts geht über einen leckeren Rohmilchkäse! Diesen Geschmack kriegen die konfektionierten Industrieprodukte von den Milchmultis im ganzen Leben nicht hin...(kein Wunder, dass die die kleinen Käsereien am liebsten unter dem Deckmäntelchen des Gesundheitsschutzes verbieten würden).
#10 am 28.06.2017 von Lillian Kapraun (Studentin)
  4
Gast
Multiresitente Keime hat man meines Wissens nach auch schon in Höhlen mit Höhlenmalereien gefunden, die angeblich ewige zeiten nicht von einem Menschen betreten worden sind. oder haben da vielleicht schon Veterinärmediziner vor einigen hundert Jahren mit Enrofloxacinen und Cephaosporinen rumgespritzt? Wieviel multirsistene Keime gibt es in der Kanalisation rund um die Krankenhäuser und werden dort von Ratten verbreitet? Oder sind dort auch Tierärztw am Werk und behandeln vielleicht sogar in der Kanalisation Massentierbestände unreflektiert mit Reservantibiotika? Wir wäre es mit Klär- bzw. Filtrationsanlagen für Krankenhäuser? Nicht bezahlbar? "Intelligente" Schreiberlinge stellen lieber Tierärztw als Buhmänner hin. Und wie sieht es mit der Übereinstimmung von genetischen Untersuchungen bei humanen MRSA-Keimen und solchen tierischen Ursprungs aus?
#9 am 28.06.2017 von Gast
  4
Gast
Neuste Forschungen lassen vermuten, dass in der Krebsbekämpfung Muttermilch eine wichtige Rolle spielen könnte. Dass sie bei der Entwicklung des Darmbions mit allen Folgen wichtig ist, weiß man schon lange! Und warum soll ein Erwachsener sie nicht trinken? Am besten von der Quelle direkt!?
#8 am 28.06.2017 von Gast
  7
Knut Baczko
1. Zum Glück erkrankt nicht jeder, der Rohmilch trinkt. 2. Erwachsener Muttermilch trinken??? 3. Multiresistente Bakterien gibt es solange es Bakterien auf der Welt gibt. Auch Antibiotika gab es schon. Das Problem ist, dass bei Antibiotikagabe u.a. in der Tiermast die resistenten Bakterien selektiert werden und in viel grösserer Zahl vorhanden sind. D.h. Menschen werden häufiger mit diesen angesteckt und viele Antibiotika wirken nicht mehr.
#7 am 28.06.2017 von Knut Baczko (Gast)
  1
Kritiker
Wie krank ist eine Gesellschaft, die keine Kuhmilch mehr trinken darf? Wir haben das als Kinder gemacht und ohne krank zu werden. @2 Warum soll ein erwachsener Mensch keine Muttermilch mehr trinken? Wegen der Schadstoffe?
#6 am 28.06.2017 von Kritiker (Gast)
  8
I've been eating raw milk cheese for over 40 years, as have most of my wife's family and friends, (they all live in France). I don't know of anyone who has fallen ill. Some are doctors and agree there is a risk involved, but it is very low. The key is to drink copious amounts of wine with the cheese. :)
#5 am 28.06.2017 von Mr william hosey (Psychologe)
  1
Gast
Relative Risiken klingen oft sehr bedrohlich (45-fache Erhöhung); sind aber ohne das absolute Risiko nicht sinnvoll zu interpretieren. 22 Krankenhausfälle auf 3,2% von 322 Mio Einwohnern entspricht einen absoluten Risiko von etwa 1:500 000 - da gibt es auch bei "intelligenten" Menschen viel riskanteres Verhalten ...
#4 am 28.06.2017 von Gast
  1
Gast
Welche Antibiotica gab es denn zu Zeiten Pasteurs? Gab es damals schon multiresistente Keime? Ob der Autor wohl schon mit Multiple Choice Fragen durch sein Examen gekommen ist?
#3 am 28.06.2017 von Gast
  9
Gast
zu 1: Mein 4 jähriger Sohn hat zu mir gesagt: Wir gehen heute nicht baden, was meist Du damit? zum Artkel: "Intelligente Menschen trinken keine Rohmilch". Milch ist eine Nahrung für Kälber, die aufgrund der Zusammensetzung für Menschen völlig ungeeignet ist. Es kommt auch hoffentlich kein erwachsener Mensch auf die Idee, Muttermilch zu trinken? Oder? Käse als Genussmittel, sauer vergorene Milchprodukte als Genussmittel, keine Grundnahrungsmittel, kann man noch stehen lassen. Intelligente Menschen trinken keine Milch!
#2 am 28.06.2017 von Gast
  51
Gast
"... möglicherweise multiresistenten Keimen (nach veterinärmedizinisch indizierter Antibiose?) zu schützen." Was möchten Sie denn damit zum Ausdruck bringen?
#1 am 28.06.2017 von Gast
  12
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