Mikronährstoffe und deren Einfluss auf Potenzstörungen

30.05.2017
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Im besten Falle kommt ein Mann niemals in die Situation, über potenzsteigernde Mittel nachdenken zu müssen. Kommt es aber doch dazu und zu Gesuchen auf einschlägigen Suchmaschinen wie Google, wird man mit Informationen beinahe bombardiert.

Viel Fisch essen, ein paar Kilo Austern kaufen oder zu Tabletten greifen – was ist nun wirklich die Lösung?

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Lösung von Potenzproblemen abhängig von Ursache

Entscheidend für die Bekämpfung von Potenzdefiziten ist beinahe immer ihre Ursache. In vielen Fällen geht eine Potenzstörung mit der Unterversorgung von Mikronährstoffen und damit einhergehend mit einem zu niedrigen Testosteronspiegel einher. Das Testosteron ist das Androgen, das vereinfacht gesagt für die Männlichkeit zuständig ist. Ohne Testosteron keine tiefe Stimme, kein Bartwuchs, kein Muskelwachstum, keine Libido und damit auch wenig Potenz.

Bekannt ist, dass der Testosteronspiegel bei Männern ab 30 Jahren etwa beginnt stetig zu fallen. Aktuelle Untersuchungen zeigen außerdem, dass auch neuere Generationen junger Männer immer niedrigere Testosteronkonzentrationen aufweisen (1). Es wird angenommen, dass die Ursache für diesen Effekt in dem modernen Lebensstil mit wenig Bewegung, ungeeigneter Ernährung & ungünstigen Lebensbedingungen begründet liegt.

Besonders die wenig „artgerechte“ Ernährung trägt offenbar zu sinkenden Testosteronspiegeln und weiteren Potenzstörungen bei. So leiden stetig mehr Männer auch an verminderter Spermienqualität- und Quantität.

Mängel an Mikronährstoffen ausgleichen

Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auf, dass einige Mikronährstoffe maßgeblichen Einfluss auf Potenz & Hormonhaushalt ausüben. In Studien wurden Probanden entsprechend mit ebendiesen Mikronährstoffen versorgt.

Zink

Das Mineral „Zink“ ist der Grund dafür, dass Ratgeber bei Potenzstörungen oftmals Austern, Leber oder Lammfleisch empfehlen. All diese Lebensmittel sind besonders zinkreich. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass einmalige Zinkgaben bzw. der einmalige Konsum eines Austerngerichtes akut zu Potenzverbesserungen führen. Zink wird maßgeblich für die Spermien- und Hormonproduktion benötigt, und das dauerhaft.

Bereits im Jahre 1981 führten Netter et al (2) dazu eine Untersuchung durch. 37 Probanden, die seit mindestens 5 Jahren als unfruchtbar galten, wurde täglich oral Zink zugeführt. Sowohl die Testosteronlevel, als auch die Dihydrotestosteronlevel und die Spermienanzahl steigerte sich signifikant. 9 der 37 Männer schwängerten als Resultat innerhalb der folgenden 3 Monate ihre Frauen.

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Magnesium

Auch Magnesium gilt als ein Mikronährstoff, der im Falle eines bestehenden Mangels die Potenz des Mannes steigern kann. Vollkornprodukte, Nüsse oder Heilwässer sind beispielsweise sehr reich an Magnesium.

In einer in Italien durchgeführten Studie (3) wurde 400 Männern Magnesium verabreicht. Auch hier wurden sowohl gesteigerte Testosteron- als auch IGF-1-Spiegel beobachtet.

Synergistische Wirkung durch Zink & Magnesium

Die Kombination aus Zink & Magnesium scheint also sehr vielversprechend, wenn es um die Optimierung der Spermienqualität sowie Geschlechtshormonproduktion geht. Entsprechend wurden Präparate wie „ZMA“ (Zinc Monomethionin Aspartate und Magnesium Aspartat) entwickelt. ZMA ist der geschützter Name für ein Präparat, in welchem Zink & Magnesium als Aspartat vorkommt. Es gibt von diesem Präparat Varianten wie Ciavil, welches unter anderem diese zwei Mikronährstoffe in einer anderen Darreichungsform enthält und beispielsweise in diesem Test für deutlich gesteigerte freie T-Spiegel im Speichel sorgten.

Fazit: Ausgewogene Ernährung & Mikronährstoffe anstelle von Medikamenten

Man sieht, dass nicht selten auf Medikamente und angebliche Potenzmedikamente wie Greenbeam gänzlich verzichtet werden kann, wenn es um die Wiederherstellung oder Verbesserung der Potenz des Mannes geht. Oftmals scheint ein Ausgleich von Mikronährstoffmängeln auszureichen, um signifikante Effekte zu erzielen. Man geht davon aus, dass 20-80% der Männer in Deutschland zu wenig Zink & Magnesium zu sich nehmen.

 

  1. Thomas G. Travison et al.: „A Population-Level Decline in Serum Testosterone Levels in American Men“ J Clin Endrocrinol Metab (2007): 196-202
  2. Netter et al.: „Effect of zinc administration of plasma testosterone, dihydrotestosterone and sperm count“ Arch Androl (1981 Aug; 7): 69-73
  3. Maggio et al.: „Magnesium and anabolic hormones in older men.“ Int J Androl (2011 Dec.): 594-600

Bild: CC0 Public Domain

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.05.2017.

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