Einmal Ärztin, immer Krankenschwester

24.05.2017
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Als der Chefarzt seiner Internistin erklärte, der Uniabsolvent dürfe statt ihr in den OP, reichte es mir. Ich ging zum Friseur, um älter, strenger, unnahbarer auszusehen. Für viele Patienten ist der anwesende Pfleger trotzdem der Arzt und ich sitze als Krankenschwester daneben.

Frau Huber legte mir ihre von Zeit und Arbeit gezeichnete Hand auf die Schulter und gestand, dass sie immer noch nicht ganz verstanden hätte, was ich hier eigentlich machen würde. Ich sehe doch noch so jung aus, wenn der Eindruck sie nicht trügen würde, und wie ich dann eine Pflegeausbildung und ein Medizinstudium in so kurzer Zeit absolviert haben könnte.

Briennes Tag fängt um sechs Uhr an

Brienne räkelt sich verschlafen, während das schrille Geräusch des Weckers sie und ihren Mann daran erinnert, dass der Tag um sechs Uhr beginnt und die Kinder aus den Betten geworfen werden müssen. Die Nacht war wie immer kurz, da das Baby noch ein- bis zweimal nach ihr verlangt. Dennoch genießt sie diese initimen Momente, wo beide sich so nah sind, wie nur eine Mutter ihrem Kind sein kann. Bald würde auch diese Zeit vorbei sein. Der Kaffee ist wie jeden Morgen so stark, dass er Tote wieder erwecken könnte. Tiefschwarz und sirupartig, ein Löffel würde in der Mitte stehen bleiben. 

Mein Pfleger, der Arzt und ich

Eigentlich war Frau Huber nur zum Verbandswechsel da, nachdem ich eine Woche zuvor eine Nagelkeilexzension bei ihr durchgeführt hatte. Sie war sichtlich erleichtert, dass alles so komplikationslos, schnell und einigermaßen schmerzlos von statten gegangen war, so dass sie sich sehr herzlich bei der Schwester (mir) und dem Arzt, der eigentlich der Pfleger war, bedankte. Ich hatte ihr daraufhin versucht, zu erklären, dass solche Eingriffe von Ärzten durchgeführt werden, also in diesem Fall von mir, und eine Pflegekraft und nicht der Arzt dabei assistieren würde. Nach einer Woche, in der ihr diese Unstimmigkeit keinen Frieden ließ, war wohl die logische Schlußfolgerung, dass ich Krankenschwester und Ärztin war.

Nachdem Brienne und ihr Mann alle drei Kinder mit Kleidung, Seife, Zahnpasta und Frühstück versorgt haben, verlässt Frieda um 7:20 Uhr als Erste das Haus, um zur Schule zu gehen. „Groß ist sie geworden, schnell ist die Zeit verflogen“, denkt Brienne, wenn sie ihr so manches Mal nachblickt.

Wie ich Christine kennenlernte

Bei meiner nächsten Anstellung als Ärztin im Praktikum begegnete ich Christine. Christine ist Christine, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ihr gebührt bis heute mein ganzes Herz und sie ist der Grundstein für meine Liebe zu Herzen. Eigentlich sollte jemand anderes diese, meine Stelle, bei ihr in der Kardiologie bekommen, aber er war ein Mann und Christine wollte lieber keinen Mann als Praktikanten bei sich aufnehmen.

Sie meinte, dass Männer genug Unterstützung fänden, egal wohin sie kämen. Daher nahm sie mich. Welch Fügung. Welch ein Glück. Sie war und ist die Göttin der Echokardiographie und ich durfte ihr über die Schulter schauen, auch wenn ich kurz über umgekehrten Sexismus und die Dynamik von Mädcheninternaten nachdachte. So eins bildete den Ursprung für Christines Meinung.

Brienne und Jamie

Brienne bringt das Nesthäkchen zur Kita und ihr Mann Jamie den mittleren Spross. Brienne und ihr Mann sind Ärzte. Jamie und Brienne sind Neurologen. Sie haben sich im Studium im Präpkurs kennen und lieben gelernt. Brienne ist eine dieser Neurologinnen, die seit Jahren Assistenzärztin sind, oberärztliche Tätigkeiten für ein Assistentengehalt tätigen und ihre jungen männlichen Kollegen an sich vorbeiziehen sehen. Junge Männer, die sie angelernt haben, die dynamisch ihre Stellung behaupten und irgendwann Brienne weisungsbefugt sind. Das schmerzt manchmal.

Das hier war so viel besser als dieses ewige theoretische Studieren und Warten, bis es endlich mal losgehen würde mit echten Menschen und echten Krankheiten, statt den ewig langen Vorträgen. Bis zu meinem praktischen Jahr hatte ich nicht viel von der Welt gesehen und schlug mich mehr schlecht als recht durch die stumpfe Theorie des Studiums. Während ich mir tagsüber den Hintern in Vorlesungen platt saß und versuchte, dabei nicht einzuschlafen, verdiente ich mir nachts das Geld für diese, indem ich Nachtwachen in Krankenhäusern machte.

Aufmerksame Nachbarn

Meine Nachbarn machten sich wohl ihre eigenen Gedanken dazu und irgendwann bekam ich ein Schreiben der Hausverwaltung. Die Nachbarn hätten sich beschwert, dass ich einer „nächtlichen“ Tätigkeit nachgehen würde, die damit wohl moralisch als nicht ganz einwandfrei zu bezeichnen wäre, was dadurch untermauert wurde, dass ich an manchen Tagen sogar Männerbesuch empfangen würde.

Irgendwann viel viel später lag der Nachbar dann auf meiner Station und die Nachbarin fragte immer wieder nach einem Arzt. Zu dem Zeitpunkt war ich dann der / die Arzt. Dies passte aber so gar nicht in das Weltbild von die Nachbarin, die immer nur fragte, was ich denn hier bloß machen würde. Die Frau mit den nicht ganz einwandfreien Moralvorstellungen. Der Nachbarin war dies herzlich egal, da die Demenzerkrankung ihn in seine eigene Welt versinken ließ.

Irgendwas zwischen Misstrauen und Fürsorge

Täglich um 8:20 Uhr beginnt Brienne ihre Arbeit in der Ambulanz der Uniklinik. Sie ist sorgsam in dem was sie tut. Sie ist eins dieser fleißigen Mädchen, die bereits in der Schule in schöner, kleiner Schrift sorgsam auf der Linie ihres Schreibheftes blieben. Sie hört ihren Patienten zu und ordnet lieber eine Untersuchung zu viel als eine zu wenig an. Sie nimmt sich der Sogen und Nöte der Menschen an, bleibt länger, wenn es wichtig ist.

Bevor ich meine erste Stelle als „Ärztin im Praktikum“ antrat, musste man damals noch viele Bewerbungen schreiben. Sehr viele. Um so dankbarer war ich für die Zusage. Halbjährlich war ich dankbar, dass die Stelle verlängert wurde. Erst später war ich nicht mehr so dankbar, als ich feststellen musste, dass meine männlichen Kollegen alle von Beginn an einen Facharztvertrag bekamen. Nur die Frauen, die wurden halbjährlich verlängert. Vielleicht war das auch nur fürsorglich gedacht, denn der damalige Verantwortliche sah Frauen eher im Bereich „leichter medizinischer Tätigkeiten“ wie Anästhesie oder irgendwas mit Augen oder Haut.

Mittlerweile ist es 15:45 Uhr und alle Kinder müssen wieder eingesammelt werden. Es beginnt eine große Tour vom Kindergarten, über den Hort und zuletzt wird das Baby bei der Tagesmutter abgeholt. Im Auto beginnt die schnelle Verteilung von Kohlenhydraten in Form von Laugenstangen und anderem Gebäck. Lässt sich notfalls gut wegsaugen.

Endstation Friseur

Nachdem ich bei einer Stationsvisite erlebte, wie der Chefarzt einer gestandenen Internistin erklärte, warum sie niemals in die Kunst der Schrittmacherei unterwiesen werden würde und nun statt ihr der junge dynamische und frische Uniabsolvent in den OP durfte, ging ich zum Friseur. Ich betrat das Geschäft und wünschte mir, älter, strenger und unnahbarer auszusehen.

„Dat jeht nur kurz, glatt und dunkel“ sagte der Einheimische, während er meine lange blonde Lockenmähne um 30 cm kürzte und schwarze Paste einmassierte. Es half dennoch nicht, die Worte zu vergessen; dass Frau, wenn sie Kinder bekommt, selber schuld ist und nie den Schrittmacher-OP sehen wird. 

Ein bis zwei Kinder werden dem eintreffenden Vater schnell übergeben, um mit der Großen das Nötigste einkaufen zu gehen. Vorwurfsvolle Blicke an der Kasse, als das übermüdete Kind ständig nach den in Armlänge liegenden Süßigkeiten greift und Brienne es irgendwann erschöpft geschehen lässt, nur damit sie einen Moment mit ihren Gedanken abschweifen kann und an die junge Mutter (32 Jahre) von zwei Kindern denkt, die eine rapid verlaufende ALS hat und sie plötzlich weinen muss. 

Die letzte Schwangere kennt keiner mehr

Mein Mann und ich haben irgendwann den Bund des Lebens geschlossen und irgendwann wurden aus zwei drei und aus drei wurden vier Kinder. Für meinen Fachbereich war das ein Novum, an die letzte Schwangere konnte sich keiner so recht erinnern, aber mein Chefarzt benahm sich vorbildlich. Ja, das tat er wirklich.

Gegen 18 Uhr sind alle zu Hause um den Abendbrottisch versammelt. Einer muss vorher noch schnell die Große vom Handball abholen, dann kehrt endlich Ruhe ein. Hausaufgaben werden noch schnell korrigiert. Das Sandmännchen läuft, während die Wäsche von heute morgen schnell aufgehangen wird.

Forschen, wenn das Baby schläft

Der Tag war lang und um 20:15 Uhr liegen endlich alle Kinder in ihren Betten. Das Baby schreit noch zwei, drei mal auf, dann ist es leise im Haus. Während sie das Essen für den kommenden Tag vorbereitet, liest Brienne noch ein paar Papers, sie steht kurz vor der Habilitation. Ihr Chef meinte heute, dass sie nicht zu denen gehört, die abends noch forschen, sie könne „forschungsmäßig“ mit den anderen Oberärzten nicht mithalten.

Auch wenn sie gut publiziert, habilitiert sie einfach zu langsam und kann daher als Oberärztin nicht in Betracht gezogen werden. Die Prämienausschüttung erfolgte auch Impact Factor basiert. Schade für Brienne und die anderen Kollegen, die am Bett ihrer Patienten sitzen und ihnen die Hand halten, während ihr Kind wieder das letzte ist, das aus der Betreuung abgeholt wird.

Ich fühle mich ertappt

Heute saß ich übrigens wieder beim Friseur, als mir die Frau an der Schere lachend erzählte, dass nie jemand davon ausgehen würde, sie wäre hier die Chefin und die zwei „Jungs“ ihre Angestellten. Besonders Frauen wären da häufiger voreingenommen und ja, ich war ertappt.

Und weil ich ertappt wurde und man mit der Zeit all die kleinen Geschichten vergisst und irgendwann all die kleinen Dinge nicht mehr sieht oder mitlacht, wenn alle wieder die Augen verdrehen und über die Mutter witzeln, die schon wieder im Kinderkrankenstand ist … darum möchte ich mit euch meine und Briennes Geschichte teilen.

Für Christine – eine Frau, die es verstanden hat

 

Bildquelle: John Flannery, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.06.2017.

80 Wertungen (4.51 ø)
24735 Aufrufe
Ärztin
@ 61: gemeint war ich habe manchmal den Eindruck dass viele Männer sich über zu viele Frauen in ihren Reihen als Kollegen beschweren aber trotzdem Vorteile genießen. Ich persönlich bin darüber hinweg dass ich als Teilzeitkraft und Mutter mit aktuell weniger Ehrgeiz oft für Tätigkeiten abkommandiert werde die mich in meiner Ausbildung nicht weiterbringen während manche männliche Kollegen mehr gefördert werden und dabei weniger Konkurrenz haben. Es tut mir nur für die Frauen leid die keine Kinder haben, denen ihre Karriere wirklich an erster Stelle steht und die trotzdem genauso benachteiligt werden weil man ihnen ungefragt unterstellt sie würden sowieso bald nur noch ihre Fortpflanzung im Kopf haben. Den männlichen Kollegen Bosheit zu unterstellen oder jemanden persönlich anzugreifen war nicht beabsichtigt, aber wer meint der Schuh passt... Inwiefern der Kommentar Sie Ihrer sexuellen Orientierung wegen angreift ist mir gerade ehrlich gesagt unklar. Auch das war nicht beabsichtigt.
#63 am 31.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Gast
# 61 Dann kämpfen Sie zurück
#62 am 31.05.2017 von Gast
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Gast
Zu Nummer 7: Ich als schwuler Arzt fühle mich persönlich angegriffen von Ihrer Aussage!
#61 am 31.05.2017 von Gast
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Psychologe
Sag´ ich doch ...
#60 am 31.05.2017 von Psychologe (Gast)
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Gast
#58 Kompliment, für mich der Beste und klarste Beitrag zu dem Thema.
#59 am 31.05.2017 von Gast
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"Die Gesellschaft und das Dünkeldenken" ... Gleichberechtigung ist rein biologisch nicht möglich. "Gerecht" wäre schön. Viele Frauen meinen, eine gute Mutter, eine knackige sexy jung gebliebene Frau, eine tolle belesene Chefärztin sein zu müssen. Der Mann dazu muss diese Frau natürlich auch noch auf Händen tragen, und ohne dabei unmännlich zu sein, gerne den Haushalt machen. Bin ich froh, dass ich kein Mann bin. Die Kinder müssen dieser Frau auch viel Zeit schenken, wenn sie später pflegebedürftig wird, wenigstens das Altenheim mitfinanzieren. Karriere kann man jeder Zeit machen, je nach dem, was man sich darunter vorstellt. Familie ist zeitlich begrenzt. Die Entscheidung für Prioritäten, fällt vielen schwer. Man will alles und hat am Ende vielleicht nichts richtig. Man erntet, was man sät. Mein Mann ergänzt mich super und ich ihn wohl auch. Es war schön, daß meine Mutter zu Hause war, wenn ich von der Schule kam und so viel Zeit für mich hatte.
#58 am 31.05.2017 von Stefanie Hendricks (Ärztin)
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"Die Gesellschaft und das Dünkeldenken" Gerade muss ich lachen. Der Artikel hat sehr viele Kommentare bekommen, kein typischer DocCheck Artikel und ich habe ihn trotzdem ganz gelesen. Also, ich habe blonde längere Haare, bin klein, Anästhesistin und Krankenschwester, beides gerne. Wenn mich einer mit Schwester anspricht, ist das auch richtig. Es ist schön, wenn der Patient sich vertrauensvoll an mich als Mensch wendet. Der höchste Status, den man als Mensch bekommen kann, ist wohl "Mutter". Es ist häufig das letzte, was den Sterbenden beschäftigt, der Gedanke, oder das Rufen nach der Mutter. Der Demente ruft eher nach der Mutter, als nach dem Vater. Ob sich das wohl mal ändert? ...
#57 am 31.05.2017 von Stefanie Hendricks (Ärztin)
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Gast
Ich war immer sehr gut in Deutsch, in der Regel verstehe ich die Texte, die ich lese, diesen aber leider nicht. Ich hoffe aber, dass die Ärztin ihren Patienten die Sachlage klarer beschreibt, als die Autorin ihren Lesern. Nichtsdestotrotz empfinde ich es als Frechheit von Abschiebung zu reden, nur weil man seine Kinder in der Kita betreuen lässt. Nicht nur eine Beleidigung für die Mütter, auch für die ErzieherInnen. Und: Eine Mutter, die immer da ist, ist nicht zwangsläufigerweise warmherziger und liebender als eine berufstätige, sie ist nur - präsenter.
#56 am 30.05.2017 von Gast
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Gast X
Kinder brauchen vor allem ausgeglichene, zufriedene und souveräne Eltern die die Zeit die sie mit ihren Kindern verbringen präsent sind und von dem überzeugt sind was sie tun und keine wohlfeilen Binsenweisheiten aus dem Internet. Was nützt es einem Kind auf die KiTa zu verzichten um die ganze Zeit mit einer unglücklichen an sich zweifelnden Mutter zu verbringen die am Herd festgetackert ist während der Papa überhaupt nicht mehr zu Hause ist und doppelt so hart arbeitet um den Verdienstausfall der vorbildlichen Vollzeitmama zu kompensieren? Auch Kinder von arbeitenden Müttern können eine glückliche Kindheit haben. Eine leidenschaftliche Vollzeithausfrau ist nicht immer eine Bilderbuchmama. Frauen arbeiten schon immer neben ihren "häuslichen Pflichten" das ist keine Erfindung der Neuzeit. Aber solange wir nur nähen oder putzen gegangen sind hat es keinen gestört, jetzt auf einmal nennt man es boshaft und herablassend "Selbstverwirklichung"... Mann MUSS arbeiten, Frau DARF arbeiten.
#55 am 30.05.2017 von Gast X (Gast)
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Gast
Kinder benötigen eine warmherzige, liebende und präsente Mutter, um wahrlich gut zu gedeihen. Das Abschieben in eine Kita ist da nur eine schlechte Alternative. Ich kann nicht verstehen, warum man sich erst für Kinder entscheidet, um sie dann abzugeben.
#54 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Ärztin wird für die Krankenschwester gehalten. Hmmm, wie wäre es an Haltung, Mimik, Gestik, Blich und Stimme zu arbeiten? Das Auftreten beginnt mit dem ersten Schritt ib den Raum und setzt sofort klare Prioritäten. Der Friseurbesuch war ein erster, kleiner Schritt in die richtige Richtung und ist ausbaufähig. Visualisierungsarbeit, Übungen aus dem Bereich von NLP u.ä. bieten sich da an. Wie wäre es mit einem gezielten Coaching diesbezüglich? Sie wären sicher erstaunt wie schnell sich jeder Pat. direkt an die Ärztin und nie wieder an den Pfleger wendet... Kommentar von der Tochter eines Geschäftsehepaares, Kindergarten- und Kinderfrau-erzogen in den 60iger Jahren
#53 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Davon ausgehend, dass die Mehrheit der Frauen auch mit Kind(ern) gerne wenigstens ein paar Stunden am Tag/ ein paar Tage die Woche arbeiten würden und sie dies gerne mit Freude und einem guten Gewissen tun würden, stelle ich eine Frage an die mitlesenden psychologisch Tätigen: Gibt es in Ihrer Praxis eine signifikante Häufung von Fällen, bei denen die Berufstätigkeit der Eltern mit Fremdbetreuung der Kinder als Ursache für spätere psychische Probleme ermittelt werden konnte? Wenn Nein, welche Art von Defizit im Elternhaus wird von Ihren Klienten häufig als kausal oder triggernd für spätere Probleme benannt?
#52 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Man kann sich auch mit seinen selbst erzogenen Kindern selbstverwirklichen. Und höchstwahrscheinlich werden es die Kinder einem auch mal danken.
#51 am 30.05.2017 von Gast
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#kommentar 49 stammt von mir. Beim editieren ist das Profil verschwunden. Ich bitte das zu entschuldigen
#50 am 30.05.2017 von Dr. med. Karin Schneider (Ärztin)
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Gast
Hallo und Danke für die rege Diskussion. Geschichten sind für mich besonders schöne Geschichte, wenn jeder was ganz eigenes drin liest und seine Botschaft darin findet. Aber vielleicht ist das mit den Frauen einfach wie mit dem Hummel-Paradoxon. Es hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass diese theoretisch nicht fliegen können dürfte. Aber sie weiß das nicht und fliegt einfach trotzdem!" Erfreulicherweise gibt es viele Frauen über alle Berufszweige verstreut, denen wohl keiner gesagt hat, dass man sich entscheiden müsste und deswegen taten sie es nicht. Die Wahrheit ist aber eine noch ganz andere. Natürlich kann die Hummel fliegen, auch theoretisch..aber wir haben alle diese Geschichte zig mal gehört und irgendwie auch verinnerlicht
#49 am 30.05.2017 (editiert) von Gast
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Gast
Wahrscheinlich ist der Spagat zwischen "Selbstverwirklichung" und "dem -Kind-gerecht-werden" auch eine Frage der persönlichen Ressourcen. Meine Mutter arbeitete in einem nicht sehr fordernden Job von 8-13h und war danach so "erschöpft", dass sie sich für den Rest des Tages "schonen" musste. Ich selber habe den Aufenthalt im Kindergarten nicht sonderlich genossen. Das war allerdings zu einer Zeit als Erzieherinnen noch "Tanten" genannt wurden. Was ich damit sagen möchte, ist, dass es gelingen kann bei sehr guter Betreuungsqualität und Eltern welche genug Kapazität haben, sich nach Feierabend noch mit Freude und Interesse um die Kinder zu kümmern. Solange aber ein Lohngefälle zwischen den Geschlechtern herrscht, werden Frauen, die auch Mütter sind wahrscheinlich immer an der vorderen Betreuungslinie stehen.
#48 am 30.05.2017 von Gast
  0
Gast
Wenn man eine Familie mit Kindern haben möchte, dann sollte ein Elternteil auch bei den kleinen Kindern bleiben. Paare sollten Verträge machen, im Falle das die Beziehung nicht mehr funktioniert, damit keiner auf der Strecke bleibt und auch finanziell abgesichert ist. So würde ich es machen.
#47 am 30.05.2017 von Gast
  6
Psychologe
Wie bereits mehrfach festgestellt, man (Frau) kann eben nicht alles haben. Bitte realistisch bleiben. Selbstverwirklichung ist auch im bescheidenerem Rahmen möglich.
#46 am 30.05.2017 von Psychologe (Gast)
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Gast
Tatsächlich sehe ich auch unterschiedliche Aspekte in diesem Artikel: die mangelnde Gleichberechtigung vor allem an Hochschulen und die Überforderung der Familienplanung. Bis zur kompletten Gleichberechtigung wird es leider noch lange dauern. Eine Absprache mit dem Partner über Familie/ Karriere sollte aber schon unter Akademikern möglich sein! Was spricht denn dagegen, sich als Frau einen Partner zu suchen, der einem die Karriere ermöglicht (für Haus und Kind sorgt)? So machen es die Männer doch auch. Und es gibt sie! Findet ihr diese Männer vielleicht nicht attraktiv, weil ihr auch noch in dem alten Rollenschema seid?
#45 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Da fühlt man sich als Kind doch gleich wohl auf dieser Welt und kann viel für das eigene Leben lernen: Man wird als Organisationsproblem gesehen, in KiTas untergebracht und sollte ja nicht die Eltern (ist mir egal ob Mann oder Frau!) bei der Karriere stören. Abends nochmal Mama und Papa anlächeln, damit die auch kein schlechtes Gewissen haben. Wenn man kein Interesse hat, Kinder auch groß zu ziehen und auf dem Lebensweg zu begleiten, sondern sie als Belastung empfindet, sollte man/frau das lieber lassen. Und wie gesagt, damit meine ich Männer und Frauen! Plant ihr eigentlich nicht euer Leben? Was tut ihr den Kindern an? Wo bleibt die Liebe und Geborgenheit der Familie?
#44 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Ein trauriger aber auch sehr nachdenklicher Artikel.Wir Frauen sind stark,merken das aber erst,wenn es spät ist.Es gibt eine ganz einfache Methode,diese Situation herumzudrehen.Nämlich,sich als Frau selbsständig zu machen.Dann kann bzw. könnte man die Herren anstellen und selber die Chefin sein.Wobei das Problem dann die Kinder sind.Es ist schwer,dieses immer unter einen Hut zu kriegen und sehr schade, die Kinder dauernd in Tagespflege Kita etc geben zu müssen weshalb sich leider viele Akademikerinnen gegen Kinder entscheiden. Mit entsprechender Selbsständigkeit ist dieses Problem immerhin einfacher in den Griff zu kriegen.Weil man entsprechendes Personal einkaufen kann. Ich selber bevorzuge übrigens Ärztinnen, wenn ich die Wahl habe.
#43 am 30.05.2017 von Gast
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Gast
Vielen Dank für diesen schönen und wichtigen Artikel. Gleichberechtigung, ein schöner Traum!
#42 am 30.05.2017 von Gast
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Gast weil so schön ist
Herrlich diese Heulsusen
#41 am 30.05.2017 von Gast weil so schön ist (Gast)
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Gast
"Nachdem Brienne und ihr Mann alle drei Kinder mit Kleidung, Seife, Zahnpasta und Frühstück versorgt haben, ..." "Mein Mann und ich haben irgendwann den Bund des Lebens geschlossen und irgendwann wurden aus zwei drei und aus drei wurden vier Kinder." Ja, was denn nun, 3 oder 4?
#40 am 30.05.2017 von Gast
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Gästin
Gleichberechtigung wird dann kein Thema mehr sein, wenn wir es nicht mehr zum Thema machen müssen. Bis dahin bleiben es für Frauen die gleichen Themen wie vor Jahren. Da bräuchte es schon eine Mütterrevolution, um dies zu ändern.
#39 am 30.05.2017 von Gästin (Gast)
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Gast
Teil 2 #37: Natürlich gibt es auch Ausnahmen in Kliniken, aber es sind nicht die Regel. Sicher gibt es auch viele gute Männer in ihren Positionen. Das Gerede um Gleichstellung ist aber m.E. immer noch ein Windhauch und eben politsch macht das was her. Männer, die für ihre Kinder zu Hause bleiben? Tolle Sache, hurra schreit hier auch kein Chef, aber der Mann wird bewundert...der Held. Die Frau "selbstverständlich kümmert sie sich um Haus, Hof und Kinder". Wissenschaftliche Karriere? Einfach mal Autorenlisten in Deutschland angucken, doch überwiegend Männer...weil Frauen Schreibblockaden haben? Fachgesellschaften-Positionen? Männer! Vorträge? Männer überwiegend! Studium? Frauen in der Überzahl! Leitende Positionen, Professoren? Männer! oder hat sich da jemand verzählt?
#38 am 30.05.2017 von Gast
  1
Gast
Als "Frau" muss man über Gleichberechtigung nicht so viel diskutieren, wenn es wirklich die Beurteilung nach Leistung gibt. Das Thema sollte sich nach so vielen Jahren mal erledigt haben. Selbst an einer universitären Klinik mit dem Button "familienfreundlich" und zahlreichen Beauftragten, angefangen bei der Gleichstellungsbeauftragten, und zahllosen Gremien, sind wir noch im Steinzeitalter. Wenn man sich die Fluktuationsrate anguckt, dann sind es die Frauen, die nach Jahren entnervt aufgeben, noch Karriere machen zu wollen (nachdem die Kinder i.d.R. schon groß sind). Oberarztstellen werden nach wie vor nicht zur Bewerbung ausgeschrieben, sondern intern von Klinikdirektor benannt. Das fängt dann mit Begründungen an, wie "Herr X ist ja habilitiert und so man ihm eine Führungsposition geben" und nachdem Frau jahrlang auch so schön Abteilungen kommissarisch aufbauen...der nächste Herr Oberarzt ist dann aber weit weg von der Habil. Leistungsgerechte Positionsvergabe?
#37 am 30.05.2017 von Gast
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Auch anonym, weil so schön
Ich fasse auch mal zusammen. Alles anonyme Nutzer, die zum einen den Text nicht lesen können (einfaches Textverständnis wird schon früh in der Schule gelehrt. Die Autorin heißt Karin und die Protagonistin Brienne. Des Weiteren lese ich 3 und nicht 4 Kinder und abschließend schreibt Karin über einen längeren Zeitraum. Studium. Später dann Anstellung in der Klinik. So einfach könnte es sein liebe Mit"Leser") und den Sinn der DocCheck Blogs nicht verstanden haben. Handelt es sich also tatsächlich, um eingestaubte Kollegen und Kommentatoren oder Troll's, die den Bezug zur Arbeit als Arzt durch die tägliche Folge Dr. House erworben haben. Tragisch.
#36 am 30.05.2017 von Auch anonym, weil so schön (Gast)
  13
Gast
Ich fasse kurz zusammen: Die Autorin hat ihr Wunschstudium erfolgreich abgeschlossen und eine Festanstellung als Ärztin. Privat lebt sie in einer glücklichen Beziehung und hat 4 gesunde Kinder. Dabei hat sie sich aber ihr jugendlich frisches Aussehen bewahren können. Welch bedauernswertes Schicksal.
#35 am 30.05.2017 von Gast
  11
Gast
Was sollen diese privaten Jammer-Storys bei DocCheck? Haben wir keine besseren medizinischen Neuigkeiten (Titel der Rubrik) verdient?
#34 am 29.05.2017 von Gast
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Pippi L.
Wieso komplizierter? Ich find mein Leben nicht kompliziert. Ich liebe meine Arbeit, ich liebe meine Kinder. Sie sind stundenweise in einer tollen Kita und ich darf arbeiten. Hier ist übrigens mein Mann für die Fahrdienste zur Kita zuständig - weil ers kann! Manchmal hab ich das Gefühl, dass manche Männer Angst haben, entmannt zu werden, wenn die Frau mitmischt. (Aus sicherer Quelle kann ich berichten: der Penis fällt nicht ab. Auch nicht wenn die Frau mehr verdient oder gar Alleinverdiener ist. ....verrückt, was?!)
#33 am 29.05.2017 von Pippi L. (Gast)
  4
Gast
Treusorgender Gatte: was hat denn gern arbeiten mit Selbstverwirklichung zu tun? Nur weil man sich als Frau vielleicht nicht darauf verlässt, dass der Ehemann das restliche Leben für seine Gattin aufkommt. Dass man gern auch eigenständig arbeitet, Geld verdient und sich weiterbildet. In welchem Jahrhundert leben wir denn? Altersarmut ist Frauenarmut!!! Das wissen alle und trotzdem reden uns die Männer ein, dass wir uns unbedingt selbstverwirklichen müssen und die Kinder darunter leiden.
#32 am 29.05.2017 von Gast
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Treusorgender Gatte
Dann wird es aber auch gleich viel komplizierter für alle Beteiligten. Jeder, wie er/sie will. Und die Kinder nach einem Jahr gleich in die Kita. Ganz überzeugend ist dieses Selbstverwirklichungskonzept für mich nicht.
#31 am 29.05.2017 von Treusorgender Gatte (Gast)
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Pippi L.
Seit wann sind Stillen, Kinder, Teilzeit oder Frustration der Garant für schlechte Arbeit? ...ohgott, ich sollte lieber nicht mehr arbeiten, so stillend (ohgotteinkleinkind!Willsiebiszurschulestillen?!) und mit 3 kids und nur teilzeit und der mann vollzeit. Und frustriert bin ich auch grad, weils dem oberarzt nicht passt wie ich mein leben organisiere. Kommt bitte damit klar, dass meine work-life-balance tatsächlich aus beiden komponenten besteht ✌
#30 am 29.05.2017 von Pippi L. (Gast)
  7
Gast
Und wieso darf ein Mann beides haben: Karriere und Kinder? Musste er sich jemals entscheiden? Nein, er hat ja eine treusorgende Gattin zu Hause, die ihm die Hausarbeit abnimmt und in den Rücken freihält. Hoffentlich sucht er sich nicht irgendwann eine Jüngere und die Frau muss schauen, wie sie wieder in Ihrem Beruf unterkommt. Schade, dass emanzipierte Paare, in denen beide sich den Haushalt und Kindererziehung teilen und trotzdem arbeiten, anscheinend immer noch Ausnahmen sind und sich rechtfertigen müssen.
#29 am 29.05.2017 von Gast
  9
Psychologe
Ich stimme der Kollegin (#24) zu: Man sollte Präferenzen setzen und sich entscheiden, denn alles geht leider nicht. Wer Kinder will, sollte beruflich kürzer treten, und wer meint, unbedingt Karriere machen zu müssen, soll sich nicht zusätzlich mit Kindern belasten. Stattdessen ist es lohnenwert, die tiefergehenden Motivationen zu beleuchten, das schützt vor späterer Überforderung.
#28 am 29.05.2017 von Psychologe (Gast)
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Fachkrankenschwester A + I
Ich glaube,frau muss sich schon entscheiden,ob sie Karriere machen möchte oder mehrere Kinder erziehen möchte.Beides gleichzeitig ist ohne Verluste auf einer Seite nicht machbar. Aber was ist daran so schlimm,als Ärztin für eine Krankenschwester gehalten zu werden? Dieser Beruf ist keine Schande.In einer solchen Situation stellt frau klar,wer sie ist und damit ist das Thema erledigt.
#27 am 29.05.2017 von Fachkrankenschwester A + I (Gast)
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Ärztin
Schön, dass Sie mir noch einmal geantwortet haben, geneigter Leser. Nun kann ich gut verstehen was Sie gemeint hatten. Natürlich wäre es mir äusserst unangenehm einem besser qualifizierten Mann vorgezogen zu werden nur weil ich eine Frau bin. Ihre Aussage dass die Qualifikation entscheiden sollte teile ich und mich einem besser qualifizierten Kollegen oder Vorgesetzten unterzuordnen fiel mir schon immer leicht. Und jetzt haben Sie auch deutlich zu verstehen gegeben dass Sie um Teamarbeit auf Augenhöhe bemüht sind. Ich hege ebenfalls eine Abneigung gegen den Hochschulbetrieb und habe nun den Eindruck dass ich mich in Ihrem Team wohlfühlen würde.
#26 am 29.05.2017 von Ärztin (Gast)
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geneigter Leser
Vielen Dank für Ihre ersten Worte, Frau Ärztin. Alles gut. Ich gebe zu, dass ich kurz angefressen war. Denn ich habe fleißig für diesen Job gearbeitet. Ich hatte ein anderes Jobangebot einige Jahre vorher wegen einer Frauenquote nicht bekommen (welch Ironie!) und hatte jetzt gerade mal keine Lust, meine Kompetenz auf meinen Chromosomensatz reduziert zu wissen. Im übrigen habe ich in meinem Umfeld ähnliche Erfahrung wie #22. Ich bin allerdings auch nicht an einer Hochschule. Um mich herum sind wirklich Geschlecht, Herkunft, Alter, sex. Neigung etc egal. Um so wichtiger ist es, ins Team zu passen. Und wer dort herausfällt, findet oft die irrwitzigsten Anschuldigungen, warum nicht er/sie sondern wir Schuld sind. Außerdem wollte mit dem "absägen" nur ausdrücken, dass ich weder Chauvis noch Zicken im Team fördere. Gleichberechtigung!
#25 am 29.05.2017 von geneigter Leser (Gast)
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Psychologin
Relativ bald nach Ende der Elternzeit ist mir schnell klar geworden, dass Kinder UND ein Traumjob nicht zusammenpassen. Als Mutter bzw. Familie MUSS eine Entscheidung getroffen werden. Entweder flexibel und offen für den Job oder die eigenen Kindern erziehen , beides zusammen geht definitiv nicht! Und die Lösungen dazwischen bedeuten immer einen Kompromiss einzugehen, dessen Balance schnell ins Wanken gerät sobald ein Rädchen in dem System nicht funktioniert.
#24 am 29.05.2017 von Psychologin (Gast)
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Ärztin
... sollte ich Ihnen geneigter Leser auf persönlicher Ebene zunahe getreten sein bitte ich das vielmals zu entschuldigen, allerdings habe ich gerade Schwierigkeiten Ihnen zu folgen. Einerseits fordern Sie dass man nur nach der Qualifikation beurteilt wird (durchaus begrüssenswert) andererseits wird jemand der sich mal im Ton vergreift oder etwas provokativ äussert bei Ihnen gleich "abgesägt" und als nicht-empathisch gebrandmarkt. Sachlich ist was anderes. Ausserdem finde ich dass der Begriff Empathie hier in vielen Debatten falsch und inflationär verwendet wird. Empathisch zu sein bedeutet lediglich sich in Leute einfühlen zu können und zu erspüren was sie brauchen oder gerne von einem hören möchten…. Das bedeutet aber nicht dass man als empathischer Mensch immer nur das geben oder sagen darf was die Leute hören wollen, das ist keine Empathie, das ist Konformismus und Schleimerei! Manchmal kann sich auch ein empathischer Mensch unbeliebt machen.
#23 am 29.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Krhs- Arzt
Sorry, liebe frustrierte Frauen. Schwanger werden können wir Männer nun mal nicht. Und in meinem Umfeld gibt es immer mehr Gleichberechtigung. Wir haben auch eine Oberärztin, die nach 10 Monaten wieder voll arbeitet und der Mann (kein Arzt) daheim bleibt. Die Leitende Oberärztin ist eine Frau. Zwei männliche Oberärzte mit Teilzeitverträgen. Es wird mehr!!
#22 am 29.05.2017 von Krhs- Arzt (Gast)
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Gast
Das Problem, liebe/r #16 ist, dass nur von Frauen mit dieser haarsträubenden Selbstverständlichkeit erwartet wird, dass sie sich entscheiden müssen und nicht beides haben können. Männer können das merkwürigerweise in der Regel sehr gut und müssen sich nicht für ihre Kinder oder deren Betreuung während ihrer Arbeitszeiten rechtfertigen.
#21 am 29.05.2017 von Gast
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Barbera von den SM
Ohje, wenn ich mir die Kommentare so durchlese, sehe ich, dass wir noch ein sind sehr weiten und steinigen Weg vor uns haben, liebe Karin. Die Männer sehen und verstehen ihr Privileg nicht und sehen vor allem die Benachteiligung der Frauen nicht. Lieber Oberarzt mit Penis: Ja, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass ihr Penis Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft hat, wobei das selbstverständlich nicht heißt, dass Sie zwangsläufig "ansonsten durchschnittlich" sind. Aber eine Frau kann eine ebenso begnadete Medizinerin wie Sie sein - die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Oberarztstelle bekommt, ist nun einmal deutlich geringer. Ich erinnere mich gut an Aussprüche ewiggestriger Chefs, die schworen, keine Frau in ihrer Abteilung aufsteigen zu lassen, es sei denn, sie würde ihren Uterus in einem Glas mitbringen. Ich habe mich aus der patriarchalisch-hierarchischen Welt der (Uni-)Klinik zurückgezogen, würde mir aber doch wünschen, dass sich das Klima langfristig ändert.
#20 am 29.05.2017 von Barbera von den SM (Gast)
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Gast
Wenn man wie ich als alleinerziehende Ärztin mit 3 Kindern, Vollzeit arbeitend und mit Nebenjob, seine Kinder auch noch ab und zu einmal persönlich sehen und nicht nur fremdbetreuen möchte bleiben per se nur unspektakuläre Stellen ohne große Karriereperspektive übrig, wie z.B. Rehaklinik, Arbeitsmedizin und Hausarztpraxis. Natürlich ist es schade trotz eines 1 er Examens in der Medizinwelt nur in 2. oder 3. Reihe zu stehen. Früher war dies aber noch viel schlimmer und man hatte als alleinerziehende Mutter in der Medizin so gut wie keine Chance. So beschäftige ich mich eben hauptsächlich mit Banalitäten und habe akzeptiert dass mir die große wissenschaftliche Karriere verwehrt bleiben wird. Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können ist für mich allerdings viel wertvoller als wissenschaftliche Lorbeeren zu sammeln. Ich denke man muss sich im Leben schon grundsätzlich entscheiden. Große Karriere oder Kinder. Beides zusammen ist fast unmöglich
#19 am 29.05.2017 von Gast
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Gast
Etwas weniger Aufregung und mehr Gelassenheit wenn ältere Patientinnen ob der eigenen Jugend (aus Sicht der älteren Generation) mit einer Krankenschwester verwechseln täte Ihnen wahrscheinlich gut. Auch das nötige Selbstvertrauen und standig da drüber zu stehen. Es ist im übrigen kein Wunder das ein Krankenpfleger von einem älteren Mitmenschen in einem ehemals von Frauen dominierten Beruf eher als Arzt verortet wird. Man sollte die Gelassenheit haben das im Kontext zu betrachten. Da heute 60-70% der Medizinstudenten Frauen sind, dürfte sich sowieso über kurz oder lang in die öffentliche Wahrnehmung einfräsen das Frauen Ärztinnnen sein können bzw. sind. Die Rahmenbedingungen für die Ärztinnen werden sich mit ihre Dominanz im Arztberuf dann sowieso ändern. Vielleicht verwechselt die nächste Generation der Patienten ja dann die männlichen Ärzte mit Krankenpflegern. Bis es soweit ist werden sie sich vielleicht über wichtige Dinge aufregen.
#18 am 29.05.2017 von Gast
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Gast
Öhm. Bin ich der einzige hier, der versteht, dass es zwei Geschichten sind? Einmal Erfahrungen der Autorin und einmal die Geschichte von Briene. So als kurzer Einwurf aus dem Off.
#17 am 29.05.2017 von Gast
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Gast
Ich verstehe vor allem nicht was die die 4 Kinder sollen, wenn doch eigentlich Kariere gemacht werden wollte. Sie schreiben von einem baby das immerhin noch so klein ist das es nachts gefüttert werden muss..... Man kann leider nicht alles haben, muss sich für etwas entscheiden. Und da sind weder Männer noch fehlende Krippenplätze schuld. Und ein wenig stimmt es leider auch, mit 4 Kindern kann man tatsächlich nicht so gut forschen wie jemand der einfach keine Kinder hat. Das hat aber nicht damit zu tun das man Ihnen etwas nicht gönnt, oder ein Geschlecht vorzieht. Das ist die Realität die eine Familie mitbringt. Ihre Frustration kann ich dennoch gut verstehen. Die Kinder kommen zu kurz und der Beruf auch.
#16 am 29.05.2017 von Gast
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Ärztin
@ geneigter Leser: wenn Sie die Fortsetzung gelesen hätten (1000 Zeichen-Grenze) dann wüssten Sie dass ich sehrwohl differenziere. Ich kenne sehr viele hervorragende Fach- und Oberärzte und es stört mich kein bisschen zuzugeben dass diese mir persönlich aber auch vielen meiner männlichen und weiblichen Kollegen haushoch überlegen sind. Allerdings habe ich auch schon eingige Oberärzte kommen und gehen sehen deren Leistung und Engagement sehr zu wünschen übrig ließ... wohingegen die wenigen weiblichen Oberärzte die ich kenne durchweg überdurchschnittliche Arbeit abliefern. Fazit: um eine (leitende) Oberarztstelle zu bekommen muss man bei vielen Bewerbern immer noch überdurchschnittlich gut und fleissig sein... aber wenn es wenig Bewerber gibt und kein hervorragender Mann zu kriegen ist probieren es meiner Erfahrung nach die meisten Kliniken eben lieber mit einem durchschnittlichen Mann als einer Frau.
#15 am 29.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Gästin und Ärztin
#7
#14 am 29.05.2017 von Gästin und Ärztin (Gast)
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Gästin und Ärztin
Man liest ja immer wieder die selben Kommentare, wenn Frauen "jammern". Man müsste/man sollte/man dürfte. Ich lese hier von einer Kollegin, die offenbar zu langsam publiziert. Umgekehrt heißt es -Sie publiziert und hat 3 Kinder-. Ich würde ja meinen: Respekt! In diese Kollegin sollten wir investieren. Hier wird aber gesagt, dass diese Kollegin nicht in Betracht gezogen wird. Bedauerlich, wenn ihre Kinder aus dem Gröbsten raus sind, wird Sie bestimmt an allen anderen vorbeiziehen. Aber wahrscheinlich wird Sie das nicht tun,da keiner das Potential erkannt hat. Zu allen anderen Kommentatoren: ich lese hier nicht, dass es den Kindern trotz Karriere schlecht geht! Warum ist das ein automatischer Gedankengang?
#13 am 29.05.2017 von Gästin und Ärztin (Gast)
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geneigter Leser
@ #7: Ich bin also leitender Oberarzt geworden, weil ich einen Penis habe? Ansonsten bin ich durchschnittlich? Mit dieser Art der Diskussion tun Sie sich als Frau keinen Gefallen! In meinem Umfeld und unter meiner oberärztlicher Führung hätte ich Sie mit solchen Sprüchen genauso abgesägt wie einen Chauvi! Schade, dass es sachliche Diskussionen nicht immer gibt. Empathie zeigen Sie jedenfalls nicht!
#12 am 29.05.2017 von geneigter Leser (Gast)
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Gast
Leider hat Kollegin Nr 7 vollkommen Recht. Und an die Autorin: wie kann man Sie mit einer Schwester verwechseln, wenn Sie im Raum das Sagen haben und dem Pfleger Anweisungen geben?
#11 am 29.05.2017 von Gast
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Ärztin
Fortsetzung: Umgekehrt stört mich das Jammern der Frauen. Um ein richtig guter Facharzt zu werden muss man sehr viel Zeit und Mühe (ja, auch Freizeit) investieren. Irgendwann ergibt sich zwangsläufig das Dilemma dass man nicht alles gleichzeitig und gleich gut machen kann, mehr als 100% sind einfach nicht drin. Also ist es durchaus akzeptabel als gute und fürsorgliche Mutter seinen Ehrgeiz für ein paar Jahre zurückzustellen und nicht zeitgleich berufliche UND häusliche Perfektion zu erzwingen, das kann auch mal zulasten der eigenen Gesundheit oder der Ehe gehen. Dann macht man eben die Facharztprüfung ein paar Jahre später, na und? Dann wird man eben nicht befördert... solange man noch Stolz auf sich und seine Leistung sein kann, darf man sich davon nicht fertigmachen lassen. Allerdings darf man trotzdem neidisch auf andere Kollegen (und Kolleginnen) sein die befördert werden obwohl sie eine schlechtere Leistung abliefern...
#10 am 29.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Gast
Sorry für den Doppeltext :-)
#9 am 29.05.2017 von Gast
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Gast
Ich habe Verständnis dafür, wie ungerecht man als Frau im Arztberuf behandelt wird. Die beschriebenen Zustände sind skandalös und Chauvinismus pur. Kein Verständnis habe ich aber für Ehepaare, bei dem offenbar beide daran interessiert sind, Karriere zu machen, welches aber dennoch unbedingt Kinder haben will. Alles geht halt nicht. Da weiß man doch schon vorher wie stressig das Leben für alle Beteiligten aussehen wird. Bei dieser Konstellation ist es auch nicht zwingend notwendig, dass beide Vollzeit arbeiten - wie es bei anderen Paaren leider oft aufgrund des geringen Verdienstes ist. Ich habe Verständnis dafür, wie ungerecht man als Frau im Arztberuf behandelt wird. Die beschriebenen Zustände sind skandalös und Chauvinismus pur. Kein Verständnis habe ich aber für Ehepaare, bei dem offenbar beide daran interessiert sind, Karriere zu machen, welches aber dennoch unbedingt Kinder haben will. Alles geht halt nicht. Das ist Streß für Eltern und Kinder. Bei dieser Konstellation ist es auch nicht zwingend notwendig, dass beide Vollzeit arbeiten - wie es bei anderen Paaren leider oft aufgrund des geringen Verdienstes ist. Einer von beiden könnte also durchaus zuhause bleiben. Diesen wichtigen "Luxus" könnte man den Kindern sogar ermöglichen, man will aber offenbar nicht.Daher verstehe ich das Gejammer über frühes Aufstehen, superstarken Kaffee und Bring- und Abholstress nicht. Das ist selbstgewählter Stress.
#8 am 29.05.2017 von Gast
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Ärztin
Kommt mir sehr bekannt vor. Seit Jahren höre ich mir Gejammere an dass es mit der Medizin bergab gehe weil zuviele Studienplätze an Frauen vergeben werden die ohnehin schon aus biologischen Gründen nicht für den Arztberuf geeignet sind und die armen besser geeigneten Männer das Nachsehen haben. Gleichzeitig wird sich darüber beschwert dass zuviel dokumentiert werden muss und man sich wie eine überqualifizierte Tippse fühlt. Was viele verkennen: für die Männer läuft es in der Medizin derzeit besser als je zuvor. Während mann noch vor 30 Jahren richtig gut und fleissig sein musste um sich gegen die harte Konkurrenz durchzusetzen und eine Fach- oder gar eine Oberarztstelle zu ergattern genügt heute durchschnittliche Kompetenz, durchschnittliches Engagement und ein Penis. Zugleich werden unbeliebte Tätigkeiten wie Stationsarbeit, stilvolle Briefe, penible Dokumentation, ausführliche Visiten, einfühlsame Anamnesen und verständnisvolle Aufklärungsgespräche gerne an die Frauen deligiert.
#7 am 29.05.2017 von Ärztin (Gast)
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geneigter Leser
Schwieriges Thema. Bis man wirklich gleichberechtigt ist, kann noch viel Zeit vergehen. Leider gibt es dann auch schon für Männer Einschränkungen, um eine Frauenquote einzuführen. Warum kann es nicht einfach nur nach Qualifikation gehen. Aber Uni- Karriere und vier Kinder perfekt großziehen, wenn beide Paare berufstätig sind? Alles kann man auch nicht haben. Da kann man Vorwürfe an die Gesellschaft auch nicht mehr verstehen!
#6 am 29.05.2017 von geneigter Leser (Gast)
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Gast
Hätten Sie daraus 3 bis 4 kurze Geschichten gemacht, wär's super geworden. So ist es leider zu langatmig und die message kommt nicht rüber. Empathie bei anderen für sich wecken, müssen Sie leider noch lernen.
#5 am 29.05.2017 von Gast
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Gast
Ich war mit 24 fertig mit dem Studium und wurde auch noch mit 30 gefragt, ob ich der Praktikant sei. Take it easy
#4 am 29.05.2017 von Gast
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Gästin, Ärztin
Don't Feed the Troll. Don't Feed the Troll. Oooooohhhhhmmmm
#3 am 29.05.2017 von Gästin, Ärztin (Gast)
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Troll
Sinnentleertes Geschreibsel. Was soll das hier?
#2 am 29.05.2017 von Troll (Gast)
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Gast
Brienne und Jamie? Sie haben zueinander gefunden und Kinder? Spoiler- Alarm, würde ich sagen!!! Vielleicht kann ich auch nur die nächste Staffel von GoT nicht länger erwarten! Sorry, musste mal raus!
#1 am 29.05.2017 von Gast
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