Tinnitus: Leben in Schall und Rausch

18.05.2017
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Herr Unrü sitzt mit weit aufgerissenen Augen vor mir. Er konnte sich heute einen der kurzfristigen Termin sichern und berichtet mir über ein störendes Geräusch im Ohr, das ihn gestern heimsuchte und ihn letzte Nacht nicht schlafen ließ. Es wird heute nicht der einzige Tinnitus- Patient bleiben.

Es vergeht kein Tag in meiner Praxis, an dem ich nicht mit einem Patienten über dessen Rauschen, Piepen, Pfeifen, Hämmern, Zischen oder sonstige Töne in seinem Ohr spreche. In den Augen der Betroffenen sehe ich meist eine Mischung aus Sorge, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Warum ist die Therapie des Tinnitus schwierig und nicht immer erfolgreich? Einige Gedanken zu diesem Thema.

Beginnen wir mit den Grundlagen, denn natürlich müssen wir die unterschiedlichen Ursachen, Verläufe und Arten sortieren, um eine sinnvolle Therapie einleiten zu können.

Dem Entstehungsort auf den Grund gehen

Nicht jeder von uns wahrgenommene Ton kommt auch wirklich aus dem Ohr. Wir projizieren ihn natürlich dorthin. Und tatsächlich gibt es einige logische Ursachen für diesen Ort der Entstehung, den ein HNO-Arzt in einer üblichen Untersuchung finden kann.

Wann fing alles an?

Je nach Ursache des Tinnitus kann natürlich auch der Beginn der Beschwerden für einen Therapieansatz interessant sein. Je früher die Ursachenbekämpfung beginnt, desto besser die Erfolgsaussichten. Diese Regel gilt ja nahezu in der gesamten Medizin. Allerdings sollten wir diese Tatsache nicht zum Anlass nehmen, einem Tinnitus als Monosymptom zum medizinische Notfall zu erklären. Bei weiteren neurologischen Ausfällen geht es sicherlich um Stunden, aber ein Tinnitus allein ist kein Notfall, sondern bedarf einer zeitnahen Abklärung, sofern er sich nicht spontan zurückbildet.

Einige Autoren sprechen von einem chronischen Tinnitus nach drei, andere nach sechs Monaten. Es gibt auch den subakuten Tinnitus als Zwischenzustand. Der Übergang sollte aus meiner Sicht nicht zwingend an einem Datum festgemacht werden.

Ursachenforschung ist sehr wichtig

Der Tinnitus ist oft nur ein Symptom. Eine spezifische Therapie existiert nicht. Antibiotika wirken gegen Bakterien, mit Nitro kann der Blutdruck gesenkt werden. Ein Medikament, das den Tinnitus in seiner Lautstärke reduziert, ist nicht denkbar.

Demnach steht im Mittelpunkt einer Therapie die Ursachenbehandlung. Wurde der Tinnitus durch einen Fremdkörper verursacht, verlässt der Patient im besten Fall geheilt und glücklich den Behandlungsstuhl, bei einer Mittelohrentzündung mit einem toxischen Innenohr (gar nicht so selten, bestimmt 20 Fälle pro Jahr allein in meiner Praxis) erfolgt eine hochdosierte medikamentöse Therapie gegen die Entzündung, den eitrigen Erguss und die schwellungsbedingten Folgen im Innenohr.

Wenn ich keine unmittelbare Ursache des Tinnitus im HNO-Bereich erkenne, kann ich meist durch eine gezielte Anamnese und orientierende Untersuchung den wahrscheinlichen Entstehungsort eingrenzen und den Patienten gezielt zum Kieferorthopäden, Hausarzt, Orthopäden, Neurologen etc. überweisen. Dies kann aber für alle Beteiligten zu einer langwierigen Prozedur werden.

Einteilung des Schweregrades

Eine Bestimmung des Schweregrades macht vor allem bei einem chronischen Tinnitus Sinn. Hier gibt es eine vier-stufige Gradeinteilung nach Goebel und Hiller:

In der Praxis reduziert sich das oft sinnvoll auf:

„Kompensiert“ bedeutet in diesem Fall, dass der Tinnitus bemerkt wird, er aber nicht zu weiteren Symptomen führt: Kein oder geringer Leidensdruck oder Verlust an Lebensqualität.

Und was kann man da jetzt machen?

Herr Unrü läßt sich nun von mir untersuchen und sofort offenbart sich die vergleichsweise harmlose Ursache: Durch mein Ohrmikroskop erkenne ich ein Gemisch aus kleinen Haaren und Ohrenschmalz. Es berührt das Trommelfell und ist für die akustischen Missempfindungen verantwortlich. Mit ein paar Handgriffen kann ich den Pfropf entfernen und Herr Unrü kann sein Glück kaum fassen.

Ein Patient mit einem frisch aufgetretenen Tinnitus kann entweder in wenigen Minuten den Raum geheilt verlassen oder an der Schwelle zu einer lebensverändernden und schwerwiegenden psychischen Störung stehen. Also nehme ich diese Patienten ernst! Ich höre mir ihre Ausführungen zunächst ruhig, mit Augenkontakt und ohne Unterbrechung an. Dann folgen einige offene und geschlossene Fragen, um die Möglichkeiten des weiteren Vorgehens einzugrenzen.

Anschließend mache ich einige körperliche Untersuchungen, eventuell schon inklusive abschließender helfender Maßnahmen, apparativer Diagnostik in der Neurootologie. Außerdem führe ich das Gespräch, das gerne als Counseling bezeichnet wird. Hier wird besonders Wert auf die Gesprächsebene im Arzt-Patient-Kontakt gelegt, die dem Betroffenen aufzeigt, dass jemand zuhört und versteht, die Ursache finden und behandeln möchte. Und vor allem soll dem Patienten auch erklärt werden, wie der weitere Behandlungsverlauf aussehen kann. Durch Aufzeigen von Perspektiven können Sorgen oft genommen werden.

Therapieplan: So kann es weitergehen

Für jede Form des Tinnitus gilt, es zunächst mit Counseling und Behandlung der Ursache zu versuchen.

Medikamentöse Therapie? Versehen Sie ihre Suchmaschine mit den Begriffen Tinnitus, Therapie und Medikament und Sie werden schnell sehen, dass es nur eine „indirekte“ Therapie im Angebot gibt.

An einer durchblutungsfördernden Therapie zur Verbesserung der Reparaturvorgänge im Innenohr ist natürlich nichts auszusetzen, aber zu einer Empfehlung in den Leitlinien hat es nicht gereicht, weil es aus Sicht der Autoren keine hinreichend beweisenden Studien gibt.

Die wichtigsten Therapiesäulen bei einem chronischen Tinnitus beziehen sich auf die Leitlinien: die Behandlung der Ursache, das Counseling und im Falle eines dekompensierten Tinnitus, die tinnitusspezifische strukturierte kognitive Verhaltenstherapie mit validiertem Therapiemanual. Eine vorrübergehende symptomatische Behandlung der Schlafstörung, Angst und Depression kann zusätzlich erfolgen.

Schwierigkeiten mit autoritären Konzepten

Im Falle eines monosymptomatischen akuten Tinnitus ohne erkennbare Ursache sollte ein gemeinsames Behandlungskonzept entworfen werden. Eine zu autoritär vorgegebene Therapie kann den Patienten allerdings wieder in eine Situation des Ausgeliefertseins bringen. Und warum sollte man den Betroffenen nicht einfach mit einbeziehen?

Das beschriebene Vorgehen kann dazu führen, dass ein Patient die Praxis beruhigt und aufgeklärt ohne Rezept verlässt, nachdem ich eine „schlimme“ organische Ursache weitgehend ausgeschlossen habe und er sich vielleicht seiner akuten Stresssituation bewusst geworden ist.

Wenn man aus dem Gespräch heraushört, dass eine medikamentöse Therapie – etwas Fassbares und Reales – gewünscht ist, empfehle ich gerne pflanzliche Medikamente, die vor allem keinen weiteren Schaden verursachen und zumindest als Placebo wirken. Hinzu füge ich dann, dass der Patient sich gerne melden könne, wenn er eine intensivere Therapie wünscht.

Eine Behandlung mit Glukokortikoiden oral, intravenös oder lokal transtympanal kommt nur in Ausnahmefällen zum Zuge. Nicht selten wird sie sogar gefordert. Hier gilt es abzuwägen, denn auch die Verweigerung einer Therapie kann den Verlauf negativ beeinflussen.

Sonstige Alternativen

Und was ist mit Noiser, Masker, Musik- und Stresstherapien, Neuromodulatoren, und den diversen Apps?

Ja, es gibt positive Ansätze und vielversprechende Erfolge. Aus Sicht der Anbieter ist die Wirksamkeit längst bewiesen. Aber es gibt auch immer wieder Spontanheilungen, sodass die Evidenz noch nachzuweisen bleibt. Zumindest sollten all diese Möglichkeiten dem Patienten auch im Verlauf seiner Leidenszeit angeboten werden, weil sie in einigen Fällen Halt und Hoffnung geben können.

Nicht immer läuft es so gut wie bei Herrn Unrü

Eine schnelle Hilfe wie bei Herrn Unrü, der auf dem Weg nach draußen noch ein lautes Loblied auf seinen tollen HNO-Arzt anstimmte, ist leider nicht die Regel. Frau Großkehl aus der Nachmittagssprechstunde hat ihren Tinnitus schon seit über zehn Jahren. Der HNO-Kollege im Nachbarort habe ihren Tinnitus nicht ernst genommen, ihr immer wieder teure Medikamente verschrieben, zuletzt auch Schlafmittel. Sie konnte nicht mehr. Irgendwann hatte ihr Arzt immer wieder gesagt, er könne ihr nicht helfen und „damit müssen Sie jetzt leben!“.

So wahr und doch so schlecht formuliert! Natürlich müssen einige Betroffene auf Dauer lernen, sich mit dem Tinnitus zu arrangieren. So eine knallharte Wahrheit hilft ihnen aber nicht. Sie wollen hören, dass sie bestimmt mit den Tinnitus ein normales Leben führen können, dass sie sich nicht in ihr Geräusch hineinsteigern sollen, sondern es aus dem Fokus ihrer Gedanken aktiv verdrängen sollen.

Den Fokus auf etwas anderes lenken

Das können einige schon, indem sie einfach an etwas anderes denken oder sich durch andere Töne (leise Musik zum Einschlafen) ablenken lassen. Ein Vorgang, den viele selbst steuern können und automatisieren. Dann ist der Ton zwar noch vorhanden, aber nicht Vordergrund des Bewusstseins. Er verlässt die kognitive Ebene, also die Wahrnehmungsebene.

Nachdem ich Frau Großkehl einer ausgiebigen Untersuchung unterzogen hatte, konnte ich sie zu einer Tinnitus-Spezialistin in der nächsten Großstadt überweisen. Nach einem halben Jahr nun in einer Verhaltenstherapie geht es ihr deutlich besser. Neuer Job, neuer Partner, neue Frisur und ein Lächeln im Gesicht.

Quellen:

S3-Leitlinie 017/064: Chronischer Tinnitus

Sensory and psychophysiological aspects of a new pathway of acquired centralization of chronic tinnitus
HP Zenner et al.; Otol Neurotol, doi: 10.1097/01.mao.0000231604.64079.77; 2006

The management of chronic tinnitus: comparison of an outpatient cognitive-behavioral group training to minimal-contact interventions
B Kröner-Herwig et al.; Psychosom Res, doi: 10.1016/S0022-3999(02)00400-2; 2003

 

Bildquelle: Andrew Butitta, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 19.05.2017.

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Nicht schlecht...
#30 am 03.06.2017 von Dr. med. Andrei Marinescu (Arzt)
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Gast
Eine Ursache die oft nicht erkannt wird oder nicht einmal ernst genommen wird, sind Borrelien durch einen Zeckenbiss. Viele HNO-Ärzte kennen dies überhaupt nicht und kommen dann mit vollkommen abstrusen alternativen Therapieideen an, die vor allem Geld bringen. Wenn die Borreliose chronisch wird, wird die Inkompetenz vieler HNO-Ärzte noch gruseliger. Selbst wenn man sie darauf hinweist, werden die Hinweise ignoriert. Dies ist leider in der Familie aufgetreten! Erst wenn wir selbst tätig wurden einen entsprechenden Test veranlassten (privat zu zahlen) und auf entsprechende ZNS-gängigen Antibiotika gegen Borrelien (bevorzugt Infusionen) bestanden haben, ging innerhalb weniger Wochen der Tinnitus zurück.
#29 am 24.05.2017 von Gast
  1
Medizinstudent
Also das ist ja auch der größte Schwachsinn den ich je gehört habe ! Aus jeglicher pathologischer oder physiologischer Sicht ist hier alles durcheinander gewirbelt worden. Amyloid Plaques die Sie Alzheimer-Plaques genannt haben sind Protein- oder für Sie verständlich Eiweißablagerungen ... und diese dann mit der demyelinisierung zu verkaspern macht ja noch weniger Sinn. Bitte lassen Sie Ihre Theorien .. nachher glaubt noch ein unbedarfter an diesen Schwachsinn ! Ich kann nur den Kopf schütteln ! BTW Kohlendioxidsäure ?! Wäre der Patient da nicht schon lange in einer fulminanten Azidose ?! .... Der Atmungsregelkreis über CO2 ist sehr gut eingestellt .... ich empfehle Ihnen ein Physiologiebuch wie z.B.Physiologie des Menschen Schmitt Lang Heckmann um hier mal Klarheit in Ihr Dunkel zu bringen.
#28 am 21.05.2017 von Medizinstudent (Gast)
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Charlotte (Ärztin)
Auweia Herr Laudenbach, auch Gespräche mit studierten Leuten muss man reflektieren...ich bin mir sicher, dass Sie keine Selbsthilfegruppe leiten sollten, wenn Sie so einen Unsinn verbreiten. Die Zerstörung von Proteinen im Gehirn durch Kohlensäure würde ich gerne mal erklärt bekommen.
#27 am 20.05.2017 von Charlotte (Ärztin) (Gast)
  0
geneigter Leser
Oje, Herr Laudenbach. Das ist echt schräg, was Sie da als Verschwörungstheorie anbringen. Das Schlaf- Apnoe- Syndrom ist eine anerkannte Erkrankung, die bei Kassen- und Privatpatienten gleich behandelt wird. Ich selbst führe die Polygraphien bei meinen Patienten durch und überweise sie in ein Schlaflabor. Hier ist aber das Thema Tinnitus. Vielleicht veranlaßt die Redaktion ja einen Beitrag zum Thema SAS.
#26 am 20.05.2017 von geneigter Leser (Gast)
  0
Gerne können Sie mehr erfahren; flc@live.de; Als Selbsthilfegruppenleiter stoppt Schnarchen, stoppt Schlafapnoe; habe ich nicht nur als Betroffener (8 Jahre Fehlbehandlung mit Betablocker; Herzflimmern, etc.) Erfahrungen gesammelt. Mit studierten Gesprächspartnern; Professoren, Diplombiologen, Diplompsychologen, habe ich das Thema aufarbeiten können. Kohlendioxidsäure oder Kohlensäure; Egal wie es benannt wird: Es zerstört im Gehirn Nerven schützendes Eiweiß (Alzheimer - plaques). Sämtliche Statistiken hinsichtlich Schlafapnoe sind falsch! 1/3 des Lebens, der Schlaf, interessieren Ärzte = Null, sofern es gesetzlich Versicherter betrifft. Null Interesse zeigen KH - Ärzte, wenn man ihnen sagt; "Der Zimmernachbar leidet an Schlafapnoe. Er hat Atemaussetzer". Usw. Privatpatienten werden ins Schlaflabor überwiesen! Gesetzlich Versicherten gegenüber wird geschwiegen! Anm.: Vielen Dank für den Hinweis betreffend Eisen; Werde das untersuchen lassen!
#25 am 20.05.2017 von franz laudenbach (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
So einen HNO-Arzt möchte ich auch als Patient! :-)
#24 am 20.05.2017 von Gast
  0
m
Kohlen(dioxid)säure-Überschuss führt zu Abmagerung oder Tod. Sauerstoffmangel zum Ersticken. Tinitus ist ein anderes Problem. Aber offensichtlich kann man gut daran verdienen, da leicht chronisch werdend.
#23 am 20.05.2017 von m (Gast)
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geneigter Leser
Diese ganzen Sauerstoff- Geschichten!! Schleichwerbung (sogar ein Markennahme!!!) oder gibt es auch mal eine anständige Studie einer Wirksamkeit? Dass Sauerstoffschnüffel ein tolles Gefühl hinterläßt, berechtigt noch lange nicht, Hoffnungen zu schüren und den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen. Also Fakten und warum gibt es dann keine Empfehlung in den Leitlinien?
#22 am 20.05.2017 von geneigter Leser (Gast)
  1
Herr Laudenbach, können Sie bitte Kohlendioxidsäure erklären?
#21 am 20.05.2017 von Dr. rer. nat. habil. Willibald Schliemann (Biochemiker)
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Gute Erfahrungen mit dem Atmen von bioaktivem Sauerstoff (Airnergy-Gerät), Ginkgo biloba und dem Aufhören des Handy-Telefonierens am Ohr.
#20 am 20.05.2017 von Dr. med. Manfred Doepp (Arzt)
  0
Ärztin
Einseitige starke Nackenverspannung in der Stillzeit führte bei mir zu einem unglaublich lauten Dauertinnitus in diversen Tonlagen, wegen dem ich nicht mal in der Lage war zu telefonieren. Die HNO-Ärztin war ratlos. Dank meiner Nachbarin einer Sporttherapeutin wurde ich innerhalb weniger Minuten nach einer intensiven Dehnungsübung der seitlichen Nacken-u-Halsmuskulatur mit sofortigem Tiefertreten der gesamten Schulter durch Muskelentspannung den furchtbaren Tinnitus los. Immer wenn ich durch Stress (unbemerktes Hochziehen der Schultern) oder einseitiger Belastung meines Armes die Nacken- und seitliche Halsmuskulatur wieder verspannt und die Schulter hochgezogen wird, helfen die Übungen.
#19 am 20.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Ich bedanke mich für den Artikel, er macht mir Hoffnung auf eine künftig Patienten orientiertere Medizin. Ein Lob dem Arzt für so viel Feingefühl und Engagement - Arzt als Berufung. #10 Sauerstoff können Sie am besten über die sogenannte Oxyvenierung bekommen, ist aber mehrmals notwendig. Und nach Schwermetalbelastung schauen lassen. Mein 30jähriger beidseitiger Tinnitus ist dauerhaft weg, Gott-sei-Dank!
#18 am 20.05.2017 von Doris Hofheinz (Heilpraktikerin)
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Gast
Seit ich Hörbücher für mich entdeckt habe, kann ich mit meinem T einigermaßen gut leben.
#17 am 20.05.2017 von Gast
  0
Soooooo gut geschrieben - werde die Info als Weiterbildung im Team präsentieren - DANKE
#16 am 20.05.2017 von Dr. med. Doris Keller (Ärztin)
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Danke aber mir hat bis jetzt noch keiner oder irgendwas bei meiner seit 1986 plötzlich aufgetretenen Tinitus geholfen das nervt mal mehr mal weniger
#15 am 20.05.2017 von do. check (Tierarzt)
  0
Gast
#11, #12...Abhusten und Auswürgen der verschlossenen Atemwege?!? Betablocker führt zu Herzflimmern?!? Parasiten verschließen Nase und Schlund?!? Kann man immer noch durch den Mund atmen. Klingt alles etwas psychotisch. Aber.wir kennen es ja von Ihnen...
#14 am 19.05.2017 von Gast
  2
Charlotte (Ärztin)
Herr Laudenbach, Herr Laudenbach...alles durch OSAS zu erklären, ist auch ein wenig nervtötend auf die Dauer.
#13 am 19.05.2017 von Charlotte (Ärztin) (Gast)
  0
Fortsetzung: Kohlendioxidsäure wird über Leber und Niere ausgeschieden. Mehr als offensichtlich, nur im gesunden Tiefschlaf! Bsp.: Nach Abhusten und Auswürgen der verschlossenen Atemwege: Schlafen Sie gesund weiter, haben Sie am Morgen, normalen Blutdruck; Einen Puls um 64; Blutdruck 118/64/64 Schlafen Sie nicht weiter, weil sich z.B. Fernsehunterhaltung für den Rest der Nacht anbietet, haben sie bis zum nächsten gesunden Schlaf einen Puls von 156. Bsp.: Blutdruck: 210/136/156/. Innerhalb der nächsten 24 Std. mit ungesundem Schlaf, sinkt der Puls um 10, auf 146. Blutdruck sinkt ebenfalls etwas; 190/132/146/ Anm.: Die HNO Abteilung der UKT empfahl 4 Wochen Kur, um das Thema Tinnitus; Wegdenken; Ignorieren; zu lernen! flc@live.de;
#12 am 19.05.2017 von franz laudenbach (Nichtmedizinische Berufe)
  19
In gut 95% , handelt es sich um Sauerstoffmangel im Schlaf. Und; Fehl-behandelt mit blutdrucksenkenden Medikamenten. Bsp.: Betablocker. Sauerstoffmangel im Schlaf, bedeutet Ersticken. Schlafapnoe (OSAS/ZSA) Betablocker bewirken Herzflimmern auf Grund unkontrollierbarer Herzfrequenz im Falle von Stresshormon Ausschüttung: Herz-, Gefäßsystem-Schädigung! Blutdruck und Herzfrequenz bewegen sich in Bereichen wie; 285/136/192/! 2. Möglichkeit: Sauerstoffmangel auf Grund verschlossener Atemwege. Bsp.: Parasiten verschließen Nase und Schlund völlig (in 4 Std. Schlaf). Kohledioxid das nicht ab-geatmet wird, löst sich in Kohlendioxidsäure im Blut! Folge: Not-wecken; Völlig wach (nicht Arousel, was nicht bemerkt werden kann)! Folge: Kohlendioxidsäure überwindet die Bluthirnschranke, zerstört Nervenstränge schützendes Eiweiß. Folgen: Hörsturz, Tinnitus, MS, Parkinson, Rheuma, Bechterew, Alzheimer
#11 am 19.05.2017 von franz laudenbach (Nichtmedizinische Berufe)
  22
Gast
Durch eine Cerumenentfernung mit einem Absauggerät hat sich der vor 9 Jahren im linken Ohr aufgetretene minimale Tinnitus massiv verstärkt und im ganzen Kopf ausgebreitet, von rechts kommend. Das Gerät verursachre ein Knalltrauma, was von der Ärztekammer als seltene Nebenwirkung dieser Methode bestätigt wurde. Ich hätte darüber aufgeklärt werden müssen. Nun habe ich sekundär eine Angststörung mit depressiver Stimmungslage und nehme in niedriger Dosis ein Schlafmittel, das man besser nicht nähme. Hörgeräte mildern die Töne tatsächlich, aber die Lebensqualität ist beeinträchtigt. Dekompensierter Tinnitus Grad 3!! Bin ratlos. Wo bekomme ich Sauerstoff?
#10 am 19.05.2017 von Gast
  2
Anja
@#33. Ja, Sauerstoff: Bei mir ists immer, wenn der Eisenspiegel zu weit absinkt.
#9 am 19.05.2017 von Anja (Gast)
  0
Gast
hatte ich auch stressbedingt. Mir hat Schlaf, Ruhe, viel trinken und Joggen geholfen. Ich hatte das Gefühl mir fehlt der Sauerstoff im Blut/ Kopf.
#8 am 19.05.2017 von Gast
  0
"Wenn ich keine unmittelbare Ursache des Tinnitus im HNO-Bereich erkenne, kann ich meist durch eine gezielte Anamnese und orientierende Untersuchung den wahrscheinlichen Entstehungsort eingrenzen und den Patienten gezielt zum Kieferorthopäden, Hausarzt, Orthopäden, Neurologen etc. überweisen. Dies kann aber für alle Beteiligten zu einer langwierigen Prozedur werden." Ja, der Kommentar meiner Hausärztin war folgender: "Tinnitus? Meine Güte, wissen Sie, wieviele Ursachen das haben kann?! " Ich schloss daraus, dass sie keine große Lust auf Detektivarbeit hat ,und bin wegen dieses Problems nicht mehr hingegangen. (Mittlerweile weiß ich , dass er höchstwahrscheinlich von der Halbwirbelsäule kommt - Befund des Osteopathen)
#7 am 19.05.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Das Tückische bei sich lebensverändernden Zuständen,wie z.B. Scheidung, mit beginnendem Tinnitus: Man nimmt ihn gar nicht wahr, weil der Distress ihn überlagert. Und bald ist es zu spät für eine Therapie... (Vorausgesetzt natürlich, er ist nicht "organisch" bedingt). Da Tinnitus allerdings häufig mit Schwerhörigkeit verbunden ist, sollte man unbedingt ein Hörgerät empfehlen. Es mindert ein wenig die Qual --- ja Qual: Man weiß oft nicht mehr, wer wen hat... Ich kenne Musiker mit Tinnitus, die unaufhörlich "innerlich" singen. Das hilft ein wenig.
#6 am 19.05.2017 von Uwe Niese (Arzt)
  0
Als Rockmusiker weiß ich woher ursprünglich mein Tinnitus stammt. Mit den Jahren und Stress hat er sich es in meinem Kopf gemütlich gemacht. Tagsüber blende ich ihn aus und Nachts hilft der Sound eines Ventilators. Anfangs hatte ich versucht gegen ihn zu kämpfen und Infusionen bekommen. Zwecklos. Ich habe mich so gut es geht arrangiert und heiße ihn willkommen. Auch wenn ich ihn tagsüber ignoriere. Aber er versteht das auch.
#5 am 19.05.2017 von Jürgen Beck (Nichtmedizinische Berufe)
  0
Pesche Jeannot
Besten Dank für diese Erklärung
#4 am 19.05.2017 von Pesche Jeannot (Gast)
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Sie haben nicht erwähnt, dass ein Tinnitus auch auf Grund eines Burn-out entstehen kann - mit all seinen Folgen: zB. psychsomatische Klinik, Berufsunfähigkeit......
#3 am 19.05.2017 von Dr. med. Gerhard Sielhorst (Arzt)
  0
Ein Versuch nach Ausschöpfung der konservativen Therapiestrategien oder auch supportiv wäre die Möglichkeit der erhöhten kurzzeitigen O2-Gabe zur Unterstützung der Regeneration durch O2 Inhalation mit einem Sauerstoffkonzentrator oder der HBO (HyperBaricOxygenation) Anwendung... diese Anwendungen sind nicht in der S3 Leitlenie empfohlen aber es gibt einige positive Erfahrungsberichte.
#2 am 19.05.2017 von Peter Peschel (Wirtschaftswissenschaftler)
  8
Gast
Danke für Ihren letzten Absatz! Wichtig ist auch, dass wir von Patienten eine Rückmeldung bekommen.
#1 am 19.05.2017 von Gast
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