Überraschung, es gibt skrupellose Menschen

17.05.2017
Teilen

Im Fernsehen lief kürzlich eine Doku über gefährliche Medikamente. Gefährlich, weil sie aus Kostengründen im Ausland produziert und gestreckt werden. Im Pharmageschäft wird also betrogen? Und extrem billige Medikamente sind gar nicht so gut? Das muss ich erstmal verdauen.

„Das Erste“ hat Mittwoch Abend eine auch für Nichtpharmazeuten spannende Dokumentation gesendet: „Gefährliche Medikamente – gepanscht, gestreckt, gefälscht“. Der Sender schreibt dazu:

Gestützt auf vertrauliche Dokumente und Ermittlungsakten, auf Aussagen von Whistleblowern, Ermittlern und Experten entsteht das Bild einer Branche, in der nicht wenige Unternehmen buchstäblich über Leichen gehen, um die Rendite zu steigern. Die Dokumentation verfolgt den Weg der Medikamente von der Herstellung zum Patienten und zeigt, wo gepanscht, gestreckt und gefälscht wird – immer öfter mit tödlichen Folgen. Denn es sind längst nicht nur Lifestyle-Präparate, die manipuliert werden, sondern auch lebenserhaltende Medikamente.

Mit negativen Folgen war zu rechnen

Ganz ehrlich? Wen wundert es denn tatsächlich? Dass Medikamente, die in Drittweltländern produziert werden, zu großen Anteilen nicht der Qualität entsprechen, die wir von Herstellern innerhalb Europas gewohnt sind? Dass auf einem Markt, der international verzweigt ist wie kaum ein anderer, schlussendlich niemand mehr genau weiß, wer was produziert hat? Dass Menschen skrupellos sind und Geld machen wollen, auch auf Kosten der Gesundheit von anderen? Dass die Pharmaindustrie nicht darüber reden will? Dass die Qualität leidet, wenn die wichtigste Vorgabe, wie das Produkt zu sein hat, BILLIG ist?

Offensichtliche Lösungen (in der Theorie)

Am Ende der Dokumentation wird versucht, eine Lösung für die ganze verfahrene Situation zu finden: Es wird der Vorschlag gemacht, dass die europäischen Staaten den Pharmamarkt subventionieren sollen, damit wieder im eigenen Kontinent produziert werden kann. Weil Faktoren wie die Qualität der Ware, die Hygiene und die Arbeitsbedingungen in Deutschland beispielsweise besser kontrolliert werden können als in Bangladesch.

Ach was … Hätte nicht jeder halbwegs vernünftige Mensch das bereits vorher wissen müssen? Muss erst das Kind in den Brunnen fallen – respektive müssen erst Krebspatienten sterben – bis man merkt, dass es auf einem Markt, auf dem so viel Geld umgesetzt wird, auch Gangster gibt?

Erstmal ab ins Ausland

Aber Hauptsache, die Arzneimittelherstellung aus dem teuren Deutschland outsourcen, um die Medikamente dann mit Subventionen wieder zurück zu holen. Und Teile der Politik sind gerade dabei, genau diese Fehler zu wiederholen: die auf qualitativ hoher Ebene arbeitende einheimische Apotheke zu ersetzen durch eine ausländische Firma, die sich vor allem dem Geld der Investoren verpflichtet fühlt. Denn Geiz ist geil, und billich will ich. Unsere Gesundheit sollte uns mehr wert sein. Hoffen wir, dass so mancher es nicht erst am eigenen Leib erfahren muss.

 

Bildquelle: Joe Allen, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 19.05.2017.

125 Wertungen (4.22 ø)
9580 Aufrufe
Die maximale Zeichenanzahl für einen Kommentar beträgt 1000 Zeichen.
Die maximale Zeichenanzahl für ein Pseudonym beträgt 30 Zeichen.
Bitte füllen Sie das Kommentarfeld aus.
Bitte einen gültigen Kommentar eingeben!
Gast
Wer in Frankfurt oder Görlitz mal über die Brücke in eine Apotheke geht, kriegt dort die gleichen Medikamente von den gleichen Firmen deutlich billiger, und einen Haufen diakritischer Zeichen im Beipackzettel gibts gratis dazu.
#30 vor 30 Tagen von Gast
  0
Dr. Alex
Also eine Preisbindung wie bei den Büchern?
#29 vor 47 Tagen von Dr. Alex (Gast)
  0
Die Preisbindung von Medikamenten sollte auch nach unten gelten.
#28 vor 47 Tagen von Frau Maike Friederich (Ärztin)
  0
Jürgen Stiller
Wen wunderts, wenn die europäische Produktion in Entwicklungsländer abwandert? Kontrollen von staatlicher Seite versagen? Kontrollen durch die Händler von Rohstoffen haben sicherlich Qualitätsprobleme aufgezeigt. Aber letztlich entscheidet nur noch der Preis! Es gibt unter den Herstellern Ausnahmen, die ihre Produktion und Rohstoffbeschaffung nach europäischen Standards verantwortlich durchführen. Die werden derzeit wie an der Börse durch tägliche Preisunterbietungen mit Billigware konkurrenzlos unterboten. Qualität hat ihren Preis! Die Frage stellt sich uns allen für die Zeit nach dem schließen der letzten europäischen Betriebsstätten. Wer beliefert uns dann und zu welchem Preis? Wird aus Indien, China oder Pakistan nur noch der mit Arzneien beliefert, der den höchsten Preis bezahlt? Wenn sich die Produktion in Drittweltländern mit multiresistenten Keimen durchseucht hat, haben wir bald ein ganz anderes Problem auf unserer Erde.
#27 am 23.05.2017 von Jürgen Stiller (Gast)
  0
Jürgen Stiller
Die Sendung habe ich zweimal verfolgt und immer wieder neue Aspekte entdeckt. Obwohl ich seit Jahren bei einem der größten Gesundheitskonzernen arbeite und selbst im Vertrieb solcher Produkte bin, wundert mich die Entwicklung nicht. Wir haben das schon lange prognostiziert. Ich selbst habe in einer Krankenhaus versorgenden Apotheke Metronidazol 100 ml verloren, weil ein Mitbewerber pro Flasche 0,5 Cent (einen halben Cent) billiger angeboten hat. Für die Apotheke eine Jahresersparnis von nicht mal 5 Euro. Mir war das Telefonat zu teuer, als dass ich die Preisgespräche weiter geführt hätte. Und so gibt es seit Jahren viele Beispiele.
#26 am 23.05.2017 von Jürgen Stiller (Gast)
  0
Aus meiner Sicht fehlt noch die Einbettung des Fälschungs-Themas in sonstige Entwicklungen im Pharma-Umfeld: Seit Jahren wird dort auf verschiedensten Ebenen ein wirksames Risiko-Management gefordert. Dieses hat binneneuropäisch - neben vielen anderen Dingen - zu einer tw. überzogenen Aufblähung des Qualitätsmanagements in einigen Firmen geführt. Gleichzeitig erlaubt man sich, die "Essenz" eines Arzneimittels (seine Wirkstoffe) unter voraussehbar risikoreicheren Bedingungen produzieren zu lassen. Das ist instinktlos. Es gilt hier wie anderswo der alte Grundsatz: "Gelebte Verantwortlichkeit schwindet im Quadrat zur Entfernung". Nimmt es Wunder, dass ein auditerfahrener Überwachungsbeamter schon vor >10 Jahren dazu aufrief, z.B. in China anlässlich von Inspektionen KEIN Zertifikat/keinen Prüfbericht zu akzeptieren, der nicht innerhalb von 10 Minuten physisch verfügbar ist, weil sonst die Wahrscheinlichkeit exorbitant ansteige, dass dieses Dokumen live am Bildschirm gefälscht worden sei.
#25 am 22.05.2017 von Dr. Gero Beckmann (Tierarzt)
  0
Gast
Jede indische oder chinesische Firma, die Arzneimittel für einen deutschen Hersteller produziert, wir nicht nur von den heimischen Behörden überwacht. Die deutschen Behörden und der deutsche Auftraggeber führen sehr intensive Inspektionen durch. Nur wer diese besteht ist ein qualifizierter Hersteller. Die Inspektionen werden in regelmäßigen Abständen, mindestens alle 3 Jahre, wiederholt. Jedes Jahr werden viele ausländische Hersteller für den europäischen Markt gesperrt. Jede Arzneimittelcharge muss nicht nur im einführenden Drittland sondern auch in der EU umfassend getestet werden. Schade, dass die TV Gebühren wieder für tendenziöse Berichterstattung missbraucht wurden. Ich würde mir wünschen, dass in TV Berichten auch mal alle Seiten seriös recherchiert würden.
#24 am 22.05.2017 von Gast
  1
Manfred L. DIETWALD
In der Umgangssprache werden oft Rezepte mit Rezepturen als Dasselbe empfunden. Leider ist mir auch dieser Fehler unterlaufen. Um die Zwielichtigkeit anzudeuten, habe ich den Ausdruck Organisation gewählt. Denn die Formulierungen von Asellan, Thymusyl und Grippostad sind nicht unumstritten.
#23 am 21.05.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
  0
In Bezug auf das was in den Kommentaren schon deutlich zum Ausdruck gebracht wurde: Ein Prominenter Sozi war es jedenfalls der es vor langer Zeit schon auf den Punkt brachte: "Der Kuh die man melken will muss man auch zu fressen geben." - - Damit ist alle gesagt. -
#22 am 21.05.2017 von Reinhold Eysel (Apotheker)
  0
Gast
Interessant war in dieser Doku, der interviewte Apotheker. Er sagte frei zitiert: Er könne auch für seine Kollegen nicht die Hand ins Feuer legen!! Als Patient bekommt man da Angst.
#21 am 21.05.2017 von Gast
  1
ein GBA und ein IQWiG bestimmen in Deutschland die Arzneimittel-Preise und nicht die Industrie. Würde gern mal die durch die mächtige IG Metall vertretenen Arbeitnehmer in der Auto Industrie hören, wenn dort staatlich verordnet würde, dass ein Auto nicht mehr als z.B. 5.000 Euro kosten dürfte. Ja ja, ich weiß: ein Auto heilt keine Krankheiten, dafür darf man aber auch den Auto-Hersteller nicht verklagen, wenn man damit absichtlich gegen den Baum fährt. Bei Arzneimitteln findet man das ganz normal, wenn sie bei Kontraindikationen eingesetzt werden, dann "völlig überraschend" die vorher beschriebenen Nebenwirkungen zeigen, dass man den Hersteller verklagt (z.B. seinerzeit bei Lipobay der Fall). Muss ales mal gesagt werden. Da ich nicht angestellt bin, werde ich dafür auch nicht gefeuert ...
#20 am 20.05.2017 von Dr. Rango Dietrich (Apotheker)
  1
was hier so alles an Unsinn abgesondert wird: STADA war eine Genossenschaft (und keine "Standesorganisation") mit dem Namen Standard Arzneimittel deutscher Apotheker und "managte keine Rezepte", sondern stellte Formulierungen zu Herstellung in den Apotheken (Defektur) zur Verfügung mit Angebot zur Qualitätskontrolle (z.B. Grippostad, Guakalin). Mittlerweile eine AG, balgen sich die Investoren um einen der letzten deutschen Generika Hersteller. Dabei geht es sicher nicht um gute oder schlechte Qualität sondern ausschließlich um Rendite, somit dürfte die Firma in etwa 5 Jahren (nachdem sie komplett ausgelutscht worden ist) wieder zum Verkauf stehen.
#19 am 20.05.2017 von Dr. Rango Dietrich (Apotheker)
  0
Manfred L. DIETWALD
Mit hehren Gedanken wurde einst die Standesorganisation Deutscher Apotheker =STADA gegründet, um Rezepte für nicht ausgelastete Apotheken zu managen. Dann wurde auf Eigenproduktion und zuletzt auf Generika und Auslandsproduktion umgestellt In letzter Zeit ist der Aktienkurs der STADA stark angestiegen und man munkelt, das auch China bietet. Sicher nicht um die Qualität zu steigern. Die deutsche Spitzenposition auf dem Arzneimarkt ist schon lange Vergangenheit, obwohl hier angeblich die teuersten Preise erzielt werden. Selbst Großhandlungen können sich nicht dem Weltmarkteinfluß entziehen.
#18 am 20.05.2017 von Manfred L. DIETWALD (Gast)
  6
Dumm-deutsch und dazu arrogant! Ursache ist fast kein Wettbewerb bei Arzneimitteln. Da Versteck man sich hinter "Apothekenpflichtig" und oft unnötig hinter "Rezemptpflicht" Diese verwöhnte Abkassierer haben die geringsten Öffnungzeiten, keine Werbekosten Da muss man' sich nicht wundern wenn das so teuer bleibt Warum soll in Indien ein gertigtes Medikament schlecht sein? Ein Smartphon aus China ist doch auch nicht schlecht? Leide
#17 am 20.05.2017 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
  23
Die Spanne zwischen reich und arm - hier billig und überteuert - wird auch hier immer grösser. Billige Reimporte versus extrem teure Chemotherapeutika: Roche machte im letzten Jahr über 9 Milliarden Gewinn. Eine weitere TV-Sendung betraf die Vernachlässigung des preiswerten Methadon im Rahmen einer Low-Dose-Chemo bei Krebs, hier forscht Big-Pharma wegen fehlender Gewinnaussichten nicht. Alles ungut...
#16 am 20.05.2017 von Dr. med. Manfred Doepp (Arzt)
  3
Es darf keinen wundern. Die Behörden bestimmen mit den Kassen was gut ist für den Patienten und was nicht. Zum Wohle des Volkes zu sorgen sind nur Lippenbekenntnisse - auch ein sozialgerechter Fanatike wie Bruder Matin wird nicht ändern. Nur Klagen vor dem Sozialgericht können helfen oder der Kasse gegenüber "zäh" bleiben.
#15 am 20.05.2017 von Dipl.Ing(FH) Hans-Ullrich von Zahn (Unternehmensberater)
  1
Gast
Zu dem Themenabend in der ARD gibt es weitere Artikel und ein Web-Dokumentation: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/pharmacrime/index.html
#14 am 20.05.2017 von Gast
  0
Gast
Eine große Mitschuld an dieser Misere tragen auch die Krankenkassen. Immer niedriger sollen die Medikamentenpreise sein, immer mehr wird der Preis gedrückt, den Rabattverträgen sei Dank, die das möglich machen. Die Zeche ist am Ende vom Patienten zu zahlen, dem Schwächsten Glied in der Gesundheitskette, mittels der eigenen Gesundheit, wenn die Medikamente gepanscht sind oder durch teils hohe eigene Zuzahlungen, wenn der Arzt das teurere, evtl wirksamere und besser verträgliche Medikament verordnet. Der Umstand, dass oft wechselnde Hersteller von Tabletten abgegeben werden müssen, fördern eine Falscheinnahme bzw. eine Verweigerung der Einnahme überhaupt...sind diese Folgen noch kostengünstig? Ja vielleicht, wenn der Patient vorzeitig stirbt und damit aus dem teuren Sozial-Versorgungsnetz "gelöscht" werden kann und damit nix mehr kostet. Ja, es wird hier viel kaputt gespart. Hauptsache, die Aufsichtsräte und Manager kriegen ihre Taschen voll!
#13 am 20.05.2017 von Gast
  1
@Dr. Medes Sorry, da hab ich die Kurve nicht gekriegt. Ganz klar: Jobs in der Verwaltung abbauen und diese an der Front aufbauen! Das Gegenteil passiert, hinzu kommt, dass u.a. im Kassenbereich einfache Angestellte für das Gehalt einer PTA nicht aufstehen würden.....
#12 am 20.05.2017 von Björn Kersting (Student)
  0
@R.Becker Sie haben Recht, das kommt davon, als Apotheker zu arbeiten....Hin- und Herwechseln zwischen einzelnen Aufgaben... ;) (Anm.: DC schafft es nicht, trotz Zusendung Approbationsurkunde, den Status zu ändern) Trotzdem versteht jeder, was gemeint ist, gell? ;)
#11 am 20.05.2017 von Björn Kersting (Student)
  1
#6 Björn Kersting Ich fürchte, da ist der Student dem rudimentären Neudeutsch-Unterricht zum Opfer gefallen und schreibt schlicht das Gegenteil von dem, was er vermutlich sagen will!
#10 am 20.05.2017 von Rolf K. Becker (Apotheker)
  0
ad #6 Björn Kersting: 1. Wer ist Ihrer Meinung nach geizig in Europa außer Deutschland? 2. Wer sind denn Ihrer Meinung nach "Fachleute"? und 2. Fordern Sie wirklich "Jobs in der Verwaltung aufzubauen und die an der Front und der Produktion abzubauen"?
#9 am 19.05.2017 von Dr. med. Bodo Mees (Zahnarzt)
  0
Gast
Es geht nicht um Billigere Medikamente, es geht um immer höhere Gewinne und Renditen. Nun sind Märkte aber nicht unendlich und die Raffsucht rechtfertigt so einen wirtschaftlichen wie gefährlichen Weg der Industrie, nicht!
#8 am 19.05.2017 von Gast
  3
Ärztin
Es ist einfach unfassbar. Unsere Damen und Herren Politiker geben viel Geld dafür aus, dass im Falle einer Zombieapokalypse ausreichend Getreide zur Verfügung steht, selbst Gold und Öl muss gebunkert werden, aber um Lieferengpässe bei der Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten schert sich kein Mensch... und wir befinden uns augenblicklich nicht in einem Katastrophenszenario.
#7 am 19.05.2017 (editiert) von Ärztin (Gast)
  1
Das Kind MUSS erst in den Brunnen fallen, damit im geizigen Deutschland und Europa etwas passiert. Die Meinung von Fachleuten interessiert ja nicht, es geht nur ums Geld. Anstatt mal Kassen zu korntrollieren oder dass die Patienten (laut GKV-GMG erlaubt!) sich mal die Rechnungen von Arzt und Krankenhaus geben lassen, um das mal zu überprüfen, anstatt Jobs in der Verwaltung aufzubauen und die an der Front und der Produktion abzubauen, sind alle nur auf das Geld aus. Nur wer Monetik vor sich herträgt, darf von anderen keine Ethik verlangen. Wie sollen Kassenchefs, Pharmafunktionäre oder Hersteller anders sein als das Volk, aus dem sie kommen?
#6 am 19.05.2017 von Björn Kersting (Student)
  4
Gast
Spannend, dass die Betroffenen wieder einmal tatenlos zusehen und nicht versuchen politischen Druck zu machen, pssss. Schön leise sonst werden die noch wach! Empfehle auch multiresistente Keim-Brutstellen in Indien mit Rabattvertägen zu unterstützen.
#5 am 19.05.2017 von Gast
  1
Ajit
"die europäischen Staaten den Pharmamarkt subventionieren sollen": die Subventionen werden eingesteckt aber das schützt nicht vor weiterem Betrug. Als die Tschernobyl-Wolke radioaktiven Fallout über süddeutsche Salatäcker brachte und jedes Blatt Kopfsalat den Müller-Geiger zum Rattern brachte, bekamen die Bauern auch den Ernteausfall ersetzt und mussten den Salat vernichten. Natürlich haben sie ihn in andere Kanäle gelenkt und stillschweigend über diese verkauft. Das Problem liegt in der Art moderner Unternehmen, die nach amerikanischem Vorbild nur am Profit orientiert sind. Das Ziel eines deutschen Unternehmens sollte es laut Gesetz sein, Arbeitsplätze zu schaffen und die Bevölkerung zu versorgen.
#4 am 19.05.2017 von Ajit (Gast)
  4
Moin, auch in dieser Sendung kam kein einziger tatsächlich für Import und Qualität zuständiger Mensch aus der Pharma-Industrie oder dem Großhandel zu Wort, stattdessen hat man sich zusammengestrickt, wie sich klein Fritzchen die böse Pharma-Industrie vorzustellen hat. Gefälschte Arzneimittel müssen vor dem Weg in die Apotheke erst mal in den Großhandel kommen. Das setzt voraus, dass sie legal importiert werden. Für den Import gibt es klare Regeln (z.B. Lieferketten-Qualifizierung) und analytische Qualitätsüberprüfung (ja, auch auf Identität und Gehalt) für die eine Sachkundige Person (wie ich es bin) persönlich den Kopf hinzuhalten hat. Wenn also ein gefälschtes AM in die Apotheke gelangt, muss es illegal importiert worden sein. Wer dafür die Hersteller in Deutschland verantwortlich macht, disqualifiziert sich selbst. Zu dem Thema könnte man ein weiteres Buch schreiben, aber die Tatsachen interessieren im „postfaktischen“ Zeitalter sowieso niemanden.
#3 am 19.05.2017 von Dr. Rango Dietrich (Apotheker)
  9
Aus Kostengründen gibt es in Deutschland keinen Standort mehr, an dem Antibiotika als Wirkstoff hergestellt werden. Wir sind also in lebenswichtigen Bereichen abhängig von ausländischen Zulieferern. Schuld sind nicht zuletzt die Krankenkassen, die gerade in diesem Segment in den letzten Jahren einen immensen Preisdruck aufgebaut haben.
#2 am 19.05.2017 von Apotheker Andreas Kronsbein (Apotheker)
  2
Gast
Der gern gefragte und sich medial inszenierende Herr Professor aus Bremen ist auch wieder dabei. Hat nicht gerade er seit Jahren die Geiz ist Geil-Mentalität befördert?! Der von der AOK bezahlte 3fach Grippeimpfstoff ist seiner Meinung nach ja auch ausreichend (WANZ), obwohl es einen besseren 4fach Grippeimpfstoff - nicht von der AOK bezahlt - gab.
#1 am 19.05.2017 von Gast
  1
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Das Thema DoMo lässt mich nicht los, selbst wenn ich beim Arzt sitze und einfach nur „Deutschlands schönste mehr...
Wir liefern aber auch außer der Reihe wenn es besonders schnell gehen muss – Kundenservice eben. Eine Kundin mehr...
Der (ungewollte) Verehrer ist ein besonders unangenehmer Kundentyp, der bestimmt auch in jeder Apotheke einmal mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: