Rektale Erleuchtung

03.05.2017

Es gibt wirklich viele Patienten, die Freude daran finden, sich alle möglichen zu Hause verfügbaren Objekte in ihre Körperöffnungen zu schieben. Ich würde ihnen gerne Folgendes sagen: Ich verurteile euch nicht.

Ich kann nicht jeden Fetisch nachvollziehen, aber ich verurteile euch nicht und ihr müsst euch deswegen auch nicht schämen. Sex ist toll. Masturbation ist wunderbar. Okay, es ist drei Uhr morgens und es überkommt einer/einem der unbändige Wunsch sich etwas hinten, vorne, oder – im Fall des weiblichen Geschlechtes – ganz vorne reinschieben zu wollen. Sprich anal, vaginal, oder auch in die Harnröhre.

Ich habe nur eine Bitte, vor allem, um euch peinliche Besuche im Krankenhaus zu ersparen: Verschont eure Harnröhre, insbesondere mit spitzen Gegenständen. Kein Draht, keine Buntstifte. Wählt als Beischlafpartnerin keine Leberwurst (ja, Leberwurst!), denn die Bröckelchen aus der Urethra zu fischen ist, naja, mäßig toll.

Wählt für die anale oder vaginale Stimulation Gegenstände, die nicht vollkommen drinnen verschwinden oder stecken bleiben können. Schlechte Idee: ein ganzer Apfel. Eine brüchige, dünne Kerze – die natürlich im Eifer des Gefechts bricht. Einen kompletten Hammer. Eine Raumspraydose mit dem Deckel voran, der 20 cm weit drinnen stecken bleibt, sobald man die Dose rauszieht. Eine Glühbirne, die selbstverständlich im Rektum in 100 Teile zersplittert.

 

Bildquelle: stephenjlind, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.05.2017.

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Ärztin
@ Fr. Cortes: da haben Sie recht, wenn solche Patienten vom Notarzt angekündigt oder in der Dienstbesprechung übergeben werden ist es manchmal schwer sich ein Schmunzeln zu verkneifen. Aber wenn man diesen Patienten persönlich gegenüber steht und spürt wie unangenehm ihnen die Situation ist und merkt welch starke Schmerzen sie haben dann tun sie einem so leid dass einem das Lachen von selbst vergeht, dann fällt es meist nicht schwer ernst zu bleiben... hinterher wenn alles ausgestanden ist können manche dann selbst darüber lachen.
#20 am 07.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Ich beneide da Ärzte wirklich nicht. Ich hätte solche Mühe, ernst zu bleiben.
#19 am 06.05.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Ärztin
@17: wer so etwas entwickelt und zum Verkauf anbietet hätte auch an eine Fernbedienung und einen Rückwärtsgang denken können...
#18 am 06.05.2017 von Ärztin (Gast)
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Gast
Arbeitete 6 Jahre auf einer Uniurologie: Der bemerkenswerteste Fall zum Thema Analbefriedigung war ein routierender , sich selbst vorschiebender(vorschraubender) Dildo der sich "Dank Duracell Batterie" ibei Eintreffen des Pat. in der Klinik bereits im Colon transversum befand und einer offenen chirurg. Intervention bedurfte. Während dewr gesamten OP waren die Schraubgetäusche vernehmbar!
#17 am 05.05.2017 von Gast
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Gast
Handmixer im Anus steckengeblieben, Alles schon erlebt
#16 am 05.05.2017 von Gast
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Gast
Von mir aus kann jeder sich bespassen wie er oder sie möchte Hauptsache kein anderes Lebewesen kommt dabei zu Schaden oder wird gegen seinen Willen missbraucht.
#15 am 05.05.2017 von Gast
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Vielen Dank für diesen Text. @2#: Sexual-Aufklärung in der Schule?! Die hat zur eigenen Schulzeit viele offenbar total verstört, woher kommen sonst die ganzen (in meinen Augen überwiegend selbst völlig verblödeten) "Besorgten Eltern"? Was über das rein biologische hinausgeht, ist tabu! Sex macht Spaß und man kann sich sogar selbst bespaßen? Damit darf man selbst Oberstufenschüler in der Schule nicht konfrontieren... Ich brauchte damals eine Unterschrift meiner Eltern, dass wir im Unterricht über Verhütung reden dürfen. Und dann wundern sich die Eltern, dass sowas dabei (nicht mehr :-))rauskommt.
#14 am 05.05.2017 von Christian Blöcker (Medizinisch-Technischer Assistent)
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Gast
Schön geschrieben
#13 am 05.05.2017 von Gast
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Es ist nicht immer alles so einfach, wie man denkt! Von 1982 bis 1991 war ich in einer AWO-Beratungsstelle in Essen für Familienplanung, Schwangerschaftskonflikte und Fragen der Sexualität ärztlich tätig. Gemeinsam mit einer Psychologin führten wir damals Paartherapien nach Masters und Johnson durch. Ich erinnere noch genau einen Fall, bei dem der Ehemann immer wieder kleine Apfelsinen o. ä. in seinen Enddarm hineindrückte, um sich sexuell zu erregen. Diese mussten gelegentlich mit proktologischer Hilfe entfernt werden. Zugleich war auffällig, dass er Panikattacken und aggressive Anfälle bekam, wenn ihn z.B. sein Sohn oder seine Frau von hinten an Schulter und Rücken berührten.
#12 am 04.05.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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Fortsetzung)...Die ausführliche Exploration ergab, dass er in seiner Jugend vom leiblichen Vater und dessen männlichem Freundeskreis regelmäßig seriell sexuell missbraucht und zum passiven Analverkehr gezwungen wurde. Dabei hielt ihn ein Missbraucher an den Schultern fest, während der andere Pädophile in ihn eindrang. Nachdem wir diesen sexuellen Missbrauch thematisiert und aufgearbeitet hatten, konnten wir das Ehepaar mit seinem Kind wieder etwas stabilisieren, weil die Trauma-Ursachen deutlicher wurden. Heilen konnten wir die Problematik nicht, dafür war diese posttraumatische Belastungsstörung viel zu lang verinnerlicht und sublimiert worden. Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
#11 am 04.05.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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Gast
Auch das rektum mit Gips auszugießen führt nach dem Akt zu einem Anus präter
#10 am 04.05.2017 von Gast
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Gast
Lustiger Artikel - erinnert mich an "selfie death". Schneller, höher, weiter, besser. Darwinistische Auslese eben - da hilft das Erklären in der Schule wenig.
#9 am 04.05.2017 von Gast
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Gast
Machen die Tiere sowas auch? Ich denke, eher nicht, die sind Schlauer.
#8 am 04.05.2017 von Gast
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Psychiater
Es gibt kaum etwas aus der belebten oder unbelebten Natur, was nicht auch schon in sämtlichen existierenden Körperöffnungen aufgefunden werden konnte.
#7 am 04.05.2017 von Psychiater (Gast)
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Arzt Chirurgie
So einen im Rektum steckengebliebenen Raumspraydosendeckel hatte ich auch schon mal entfernen dürfen. Der etwa 17-jährige Patient kam in Begleitung seiner Mutter spätabends in die Notfallambulanz mit Einweisung vom Hausarzt wegen Obstipation seit einer Woche. Daß der Deckel war, der eine Woche lang jegliche Defäkation verhindert hatte, kam dann im Beisein der Mutter heraus, höchst peinlich für den jungen Mann.
#6 am 04.05.2017 von Arzt Chirurgie (Gast)
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Gast
Und Bitte auch keine lebende oder gefrorene Hamster in den Anus schieben.
#5 am 04.05.2017 von Gast
  10
Gast
Sinnvollerweise gibt es tolle Sexspielzeuge für jeden Geschmack zu kaufen. Die sind TÜV geprüft und machen Super viel Spaß
#4 am 04.05.2017 von Gast
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Diplomchemiker
Diese Missgeschicke können auch leicht zu zweit passieren. Ein ehemaliger Bekannter erzählte mir, wie seine Frau ihn mal mit einem Stück Salzstange am Ohr neckte. Er dachte instinktiv, das wäre ein Insekt und schlug zu. Als Ergebnis wurde das Trommelfell durchstochen und seitdem hört er nur noch schlecht/gar nicht auf dem Ohr.
#3 am 04.05.2017 von Diplomchemiker (Gast)
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Gast
Im Eifer des "Gefechts" versagt manchmal der normalerweise gesunde Verstand. Frühe Aufklärung, auch über derartige Praktiken, ist schon in unseren Schulen erforderlich - vielleicht sogar, ganz besonders dort.
#2 am 04.05.2017 von Gast
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Gast
Gegen die Dummheit ,mancher Zeitgenossen ,ist leider kein Kraut gewachsen.
#1 am 04.05.2017 von Gast
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