PR: Frühwarnzeichen & Therapiemöglichkeiten bei Diabetes

26.04.2017

In der Bundesrepublik leben derzeit rund sechs Millionen Menschen mit Diabetes mellitus. Die Therapiemaßnahmen sind mittlerweile zwar soweit fortgeschritten, dass Betroffene heutzutage einen (fast) normalen Alltag haben, doch vor der Therapie steht zunächst die Diagnose – und je nachdem, um welchen Diabetestyp es sich handelt, bleibt Diabetes in vielen Fällen lange Zeit unentdeckt.

Diabetes mellitus: Autoimmunerkrankung oder Insulinresistenz?

Bei Diabetes mellitus kann es sich um eine Autoimmunerkrankung (Typ-1-Diabetes) handeln, aufgrund derer das Immunsystem die Betazellen der Bauchspeicheldrüse angreift und diese die Insulinproduktion einstellen. Häufiger ist jedoch ein Diabetes aufgrund einer Insulinresistenz (Typ-2-Diabetes), aufgrund derer   das Hormon nicht richtig  wirken kann. Derzeit handelt es sich bei ungefähr 90% aller diagnostizierten Fälle in Deutschland um einen Diabetes aufgrund einer Insulinresistenz und Übergewicht. Eine Autoimmunerkrankung ist bei ca. 5 % aller Menschen mit Diabetes ausschlaggebend, die restlichen 5 % teilen sich in Schwangerschaftsdiabetes und andere Diabetesformen auf. Während Typ-2-Diabetes mithilfe einer Ernährungsumstellung und gegebenenfalls der Einnahme von oralen Antidiabetika normalerweise gut zu therapieren ist, bleiben Menschen mit Typ-1-Diabetes ein Leben lang auf die Zufuhr von Insulin angewiesen.

Frühwarnzeichen: Woran erkenne ich Diabetes?

Langfristige Folgen eines nicht erkannten und infolgedessen unbehandelten Diabetes mellitus können Netzhautschäden, Nierenschwäche und starke Durchblutungsstörungen bis hin zu Amputationen sein. Es gibt jedoch Frühwarnzeichen, die auf eine Autoimmunerkrankung bzw. auf eine sich entwickelnde Insulinresistenz schließen lassen. Wann welche Anzeichen auftreten ist vom Grad des Insulinmangels abhängig:


Während Typ-1-Diabetes normalerweise recht plötzlich beginnt und mit einer Reihe von eindeutigen Symptomen (am häufigsten: starker Durst, Gewichtsverlust und häufiges Wasserlassen) einhergeht, entwickelt sich Typ-2-Diabetes schleichend, da insbesondere in der Anfangsphase keine eindeutigen Symptome auftreten. Häufig wird die Insulinresistenz nur durch Zufall (z.B. durch eine Blut- oder Urinuntersuchung) entdeckt oder erst aufgrund von Folgesymptomen (z.B. Durchblutungsstörungen) festgestellt. Die Dunkelziffer bei Typ-2-Diabetes wird in Deutschland auf etwa zwei Millionen Menschen geschätzt.

Therapiemaßnahmen: Wie kann ich mit Diabetes einen „normalen“ Alltag leben?

Die erste Anlaufstelle bei einem Verdacht auf Diabetes ist immer der Hausarzt. Menschen mit Diabetes können sich von Allgemeinmedizinern sowie Ärzten für Innere Medizin mit der Zusatzausbildung Diabetologie bzw. Endokrinologie behandeln lassen. Mittels einer Blutabnahme kann festgestellt werden, ob erhöhte Blutzuckerwerte vorliegen. Ist dies der Fall, wird die Therapie eingeleitet und weitere Untersuchungen durchgeführt, um beispielsweise festzustellen, ob bereits Folgeerkrankungen eingetreten sind. Zur Bestimmung des jeweiligen Diabetes-Typs werden neben der Labordiagnostik die auftretenden Symptome und die vorliegenden Risikofaktoren (z.B. Alter oder genetische Voraussetzungen) herangezogen. Typ-1-Diabetes kann beispielsweise durch den Nachweis spezieller Antikörper im Blut bestätigt werden.

Je nachdem um welchen Typ von Diabetes mellitus es sich handelt, wird unmittelbar nach der Diagnose mit der Therapie begonnen. Das Ziel einer solchen Diabetestherapie im Allgemeinen ist die Regulierung des Blutzuckerspiegels (= Blutzuckereinstellung) und damit die Vermeidung von Akut und  Folgeschäden.

Bei Typ-2-Diabetes kann dies beispielweise durch richtige Ernährung, ein ausreichendes Maß an körperlicher Aktivität und Medikamente geschehen. Hieraus ergeben sich drei grundlegende Therapiemaßnahmen bzw. –formen, die je nach Begleitumständen und dem generellen Gesundheitszustand des Betroffenen angewandt bzw. kombiniert werden:


Während eine abgestufte Therapie (Bewegung & Ernährung, orale Antidiabetika) ohne Insulingabe für die Behandlung von Typ-2-Diabetes oft ausreichend ist, sind Menschen mit der Autoimmunerkrankung Diabetes (Typ-1-Diabetes) ein Leben lang auf die Insulintherapie angewiesen. Am häufigsten wird hier die sog. "Intensivierte Insulintherapie" (kurz: ICT) angewandt, bei der zweimal am Tag ein langwirkendes Basalinsulin   und zu den Mahlzeiten ein kurz wirkendes Insulin gespritzt wird. Eine Insulinpumpe kann für Entlastung im Alltag sorgen: Moderne Insulinpumpen wie z.B. die Accu-Chek Combo Insulinpumpe werden am Körper getragen, lassen sich diskret fernsteuern und bieten einen integrierten Bolusrechner im dazugehörigen Blutzuckermesssystem.
 



 

Artikel letztmalig aktualisiert am 15.05.2017.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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