Vitamine und Krebsrisiko

19.10.2011

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle einen kritschen Blogeintrag zum Thema Nahrungsergänzungspräparate veröffentlich, der teils kontroverse Reaktionen hervorgerufen hat.

Neue Studien haben nun gezeigt, dass die unkritische Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen (z.B. Betacarotin, Vitamin C oder E, Selen), anders als oft postuliert, nicht nur die in sie gestellten Erwartungen nicht erfüllt hat, sondern sogar das Karzinomrisiko erhöhen kann. Entsprechende Hinweise gibt es für das Mamma- und Prostatakarzinom.

So gilt auch ein erniedrigter Vitamin-D-Spiegel als Riskofaktor. Eine genaue Analyse der vorliegenden Daten lässt jedoch noch keine abschließende Bewertung zu, da häufig weitere Co-Faktoren vorliegen.

Ich bleibe daher bei meiner Meinung, dass diese Präparate in aller Regel überflüssig sind. 

 

Literatur:

Adam O. Schützt Selen vor Krebs? Dtsch med Wochenschr 2011; 136: 1709-1709

J.E. Manson JE et al. Vitamin D and Prevention of Cancer – Ready for Prime Time? N. Engl. J. Med. 2011; 364: 1385-1387

 

Titelbild: © manwalk / PIXELIO

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.12.2013.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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