Schröder'sche Lösung

04.01.2011
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Eine vom ehemaligen Chefarzt und seinem leitenden Oberarzt immer wieder gern zum Besten gegebene Anekdote aus der Frühzeit unserer Abteilung handelt von der "Schröder'schen Lösung":

Bei Eingriffen, die in Lokalanästhesie durchgeführt wurden, fiel den Operateuren auf, dass die Patienten trotz scheinbar lege artis durchgeführter Infiltration immer dann deutlich vermehrt über Schmerzen klagten, wenn eine bestimme Ambulanzschwester, nämlich Frau Schröder (Name wurde vom Autor geändert) die Spritze vorbereitet hatte. Nachforschungen ergaben dann folgendes: Weil Frau Schröder fand, dass das Lokalanästhetikum viel zu teuer war, hatte sie stets nur 0,9%ige NaCl-Lösung aufgezogen und angereicht. Kein Wunder also, dass die Lokale nicht saß! In der Folge etablierte sich dann die Bezeichnung "Schröder'sche Lösung" für physiologische Kochsalzlösung und immer, wenn die Lokalanästhesie nicht ausreichend wirkte, wurde gefragt, ob es sich nicht vielleicht darum gehandelt haben könnte.

Was kann man daraus lernen?

Auch die banalsten Dinge sollte man nicht immer als gegeben voraussetzen.

 

Titelbild: © Rike / PIXELIO

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.12.2013.

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