Unter Schmerzen sollst du sterben

06.04.2017
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Schwerkranke Menschen haben Schmerzen. Wer Schmerzen hat, bekommt Schmerzmittel. In beliebiger Menge? Oder ist irgendwann einmal Schluss?

Es piepst auf dem Flur. 
In Zimmer achtundzwanzig geht die Glocke. Oberhalb der Tür leuchtet ein rötliches Lämpchen, der Patient hat nach der Schwester geklingelt.


Zimmer achtundzwanzig ist ein Einzelzimmer. Ein bisschen abseits gelegen und doch gut erreichbar für die Pflegekräfte. Zu klein und zu unbequem, um es Privatpatienten anbieten zu können, aber groß genug, um eine Liege oder einen bequemen Sessel hineinzuschieben, wenn Angehörige über Nacht bleiben wollen.

Wer in Zimmer achtzundzwanzig wohnt, schaut nicht aus dem Fenster

Die Aussicht aus dem Fenster geht zwar nur auf den rückwärtigen Parkplatz, aber wer in Zimmer achtzundzwanzig wohnt, schaut nicht mehr aus dem Fenster. Zimmer achtundzwanzig ist das Sterbezimmer.

Natürlich heißt es nicht offiziell so. Wer lange genug bei uns gearbeitet hat, nimmt dieses Wort niemals in den Mund, nur die Neulinge raunen es sich hinter vorgehaltener Hand zu und so weiß es jeder, auch wenn man es nicht ausspricht.

Es gibt es auch Patienten, die das Zimmer achtzundwanzig gesund oder gesünder wieder verlassen haben. Aber ein großer Teil derjenigen, die auf unserer Station ihre letzten Tage erlebt haben, haben dies in Zimmer achtundzwanzig getan.

Wie viel Morphium ist okay?

Und der aktuelle Bewohner braucht jetzt Hilfe. Schwester Jenny macht sich auf den Weg. Ein paar Minuten später kommt sie wieder zurück.

„Herr Wulfsberger hat Schmerzen!‟

Herr Wulfsberger hat ein weit fortgeschrittenes Bronchialkarzinom mit Knochenmetastasen, die auch schon einige pathologische Frakturen verursacht haben.

„Spritz ihm noch eine Zehner Morphium!‟, sage ich.

Sarah schaut mich mit großen Augen an. „Spinnst du?‟

Warum?

„Er hat doch erst vor einer Stunde eine bekommen!‟

Na und?

„Was der in den letzten Tagen an Morphium bekommen hat, das haut einen Elefanten um!‟

Hat er Schmerzen oder will er nur nicht mehr?

Aber wenn er noch Schmerzen hat?

„Der hat doch keine Schmerzen!‟, sagt Sarah, „Der kann doch gar keine Schmerzen haben. Ist doch vermutlich alles bloß psychisch!‟

Woher weißt du das so genau?

„Ist doch klar. Der will einfach nicht mehr. Der hat sich aufgegeben. Und deshalb sagt er einfach, dass er Schmerzen hat!‟

Und wenn dem so wäre? Was sollen wir tun?

Sarah zieht die Schultern hoch.

„Wir könnten den Pfarrer zu ihm schicken.‟

Sorglos im Angesicht des Todes

Warum nicht? Zwar hat Herr Wulfsberger mit Kirche nichts am Hut – er ist schon vor vielen Jahren ausgetreten, wie er mir mal gesagt hat – aber unser Klinikseelsorger ist ein sehr sensibler, zurückhaltender und höflicher Mann, der von allen hochgeschätzt wird.

Trotzdem kriegt Herr Wulfsberger jetzt seine Morphium-Spritze.

Sarah schüttelt den Kopf.

„Ich versteh nicht, wie man so sorglos sein kann mit Opiaten. Das sind doch sau-gefährliche Drogen! Hast du an all die Nebenwirkungen gedacht?‟

Sie wendet sich ab.

Am nächsten Morgen ist Herr Wulfsberger tot.

„Die ganze Nacht über hat er geklingelt!‟, berichtet Schwester Anna. „Alle paar Minuten und ständig wollte er Schmerzmittel haben. Bis die Nachtwache ihm dann gesagt hat, dass jetzt Schluss ist!‟

 

Bildquelle: Андрей Новиков, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 06.04.2017.

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Gast
@ 59: Danke für die Ergänzung! Unabhängig davon halte ich Herrn Pucherts Anwürfe trotzdem für nicht substantiiert. Zudem sind auch Medikamente budgetiert. Der Unterschied ist halt, daß bei Anwendungen der Arzt und Patient direkt mitbekommen, daß die Maßnahme nicht genehmigt wird, während bei Überschreitung des Budgets (gerade Pregabalin ist ziemlich teuer) der Arzt mit Verzögerung von der KV einen freundlichen Schrieb erhält.
#60 vor 17 Tagen von Gast
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Gast
#29: Ihre im letzten Satz geäußerte Vermutung ist leider nicht zutreffend. Gesetzliche Krankenkassen zahlen Medikamentenrezepte der üblichen Schmerzmittel, auch Opiate und antidepressive Zusatzmedikation, in nahezu unbegrenzter Dosierung anstandslos, begrenzen aber die Verordnung von Physiotherapie entweder per Budget des Arztes oder per Verweigerung Langfristgenehmigung bis zur sozialgerichtlichen Klärung, vor allem, wenn die chronische Schmerzerkrankung nicht einem sehr eng definierten Krankheitsursachenkatalog entspringt.
#59 vor 17 Tagen von Gast
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Gast
@57, Zustimmung.
#58 vor 19 Tagen von Gast
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Ärztin
@55: Meine Güte... schon wieder einer der den Unterschied zwischen BLOG und ARTIKEL nicht kapiert. Wird Zeit, dass DocCheck anfängt unter jeden Blogbeitrag einen Disclaimer mit Bedienungsanleitung zu setzen damit sich vom Stamme der Erstschreibendanndenken keiner wehtut...
#57 vor 20 Tagen von Ärztin (Gast)
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Gast
@ #55: Belege für Ihre Behauptung?
#56 vor 20 Tagen von Gast
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Gast
Warum ein solch primitiver Artikel hier veröffentlicht wird ist mir ein Rätsel. Eine Zusammensetzung aus irgendwelchen Billigmedien, die man zu einer reißerischen Story versucht hat zusammen zu setzen.
#55 vor 20 Tagen von Gast
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Gast
Zur Vertiefung empfehlen sich die AWMF-Leitlinien "Opioide, Langzeitanwendung zur Behandlung bei nicht tumorbedingten Schmerzen", "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen - interdisziplinäre Querschnittsleitlinie" sowie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" und "Pharmakologisch nicht interventionelle Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen". Viel Spaß beim Lesen!
#54 vor 21 Tagen von Gast
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Ärztin
Danke für ihr Statement Dr. Jaskulla und Fr. Cortes: Mittlerweile beweisen viele Einrichtungen zur Genüge dass es auch anders geht, dass eine adäquate Schmerztherapie keine unerreichbare Wunschvorstellung ist sondern für uns alle ein Standard sein sollte. Mit weniger darf man sich nicht zufrieden geben und sollte man dieses Ziel nicht auf Anhieb erreichen stehen mittlerweile auch für unerfahrene Stationsärzte genügend Ansprechpartner zur Verfügung: der diensthabende Hintergrund, Schmerzdienst der Anästhesie, Konsildienste der Onkologie und Palliativmedizin, bei geplanter Entlassung Anbindung an die ambulante Palliativversorgung und wenn alle Stricke reissen wäre auch eine Vorstellung bei der hausinternen interdisziplinären Tumorkonferenz mit dem Ziel "Optimierung der palliativen Versorgung" möglich.
#53 vor 21 Tagen von Ärztin (Gast)
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Nachtrag zu #39: Opiode sollen nach derzeitigen Empfehlungen auch bei chronischen Schmerzen nicht maligner Genese verabreicht werden, z.B. starker Lumbago. In diesem Fall oral in Form von retardierten Morphinen. Natürlich wird sich die Dosierung im Lauf der Zeit erhöhen, bleibt aber bei korrekter Einnahme (z.B. 8mg Hydromorphon=HM alle 12 Stunden) lange, bis immer konstant. Dabei muss man jedoch die Retarddosierung hoch genug wählen, sodass eine Opiod-Zusatzmedikation nur selten nötig ist (z.B. 16mg ret. HM morgens, 24mg ret. HM abends). Als Notfallmittel soll der Patient dann immer HM in Form von 1,3mg oder 2,6mg (nicht retardiert) bei sich haben! NICHT NUR KREBSPATIENTEN HABEN STARKE SCHMERZEN. Eine gut durchdachte Opioidtherapie ist prinzipiell immer möglich und sinnvoll bzw. hilfreich für den Patienten.
#52 vor 21 Tagen von Univ. Doz. Dr. Alexander Probst (Tierarzt)
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Gast
Als Begleitung zum Video empfehle ich keine Chips, sondern K-Tüten.
#51 vor 21 Tagen von Gast
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Gast
Hier ein Video zum Thema Kirchen als Arbeitgeber. https://www.youtube.com/watch?v=R27WGHN-AcI und googlen sie doch mal Caritaslegende.
#50 vor 21 Tagen von Gast
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Gast
Ergänzend zu #48: Ich glaube kaum, daß angebliches Lohndumping eine Auswirkung darauf hat, wer ein Hospiz gründen kann (dasselbe Problem würde sonst auch in der Pflege eine Rolle spiellen, wo die Trägerschaft erheblich vielfältiger ist): Auch hier hätte ich gerne Belege und keine Vermutungen. Letztlich wäre es mir aber auch neu, daß Hospize "ausgeschrieben" werden: Normalerweise bildet sich ein freigemeinnütziger Trägerverein, oder eine (kirchliche, von einem Krankenhaus gegrüdete oder anderweitige) Einrichtung eröffnet nach entsprechender Bedafsermittlung, Finanzierungssicherung und Überspringen der vielfältigen sonstigen Hürden die Einrichtung. Hospize sind außerdem aufgrund der Finanzierung, die z.T. aus Spenden gesichert werden muß, ausdrücklich keine Gelddruckmaschine für den Träger (https://de.wikipedia.org/wiki/Hospiz#Deutschland_3), ein monetäres Interesse ist den Trägern somit gewiß nicht zu unterstellen.
#49 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
@ 42, 43 & 45: Fakten bitte! Ich werde nicht anfangen, hier über Sinn und Unsinn von Religion oder ihrer säkularen Surrogate zu diskutieren, und ich möchte auch nicht über den Sinn oder Unsinn bestimmter Trägerschaftsmodelle für KH streiten, sondern ich will wissen, ob tatsächlich in kirchlichen KHn Patienten schmerztherapeutisch schlechter versorgt werden. Belegen Sie es, oder schweigen Sie. Und noch was: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Hospize_in_Deutschland - Sie werden feststellen, vorausgesetzt, die Liste ist halbwegs aktuell, daß es gerade einmal ein einziges vom HVD getragenes Haus (in Berlin) gibt, während eine große Zahl der Träger entweder kirchlich ist oder keinen weltanschaulichen Hintergrund hat.
#48 vor 22 Tagen von Gast
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Nach zwanzig Jahren Tätigkeit im Bereich Palliativmedizin und zehn Jahren Palliativmedizinischem Konsiliardienst sieht die Realität in den meisten Fällen zum Glück anders aus. Ich erlebe ein deutliche Verbesserung der stationären und ambulanten Versorgung, palliativmedizinisch weitergebildete Hausärzte und Pflegedienste und zunehmend aufgeklärte Patienten mit klaren Ansprüchen an ihre Versorgung in den letzen Wochen und Monaten. Die Opiat- Verordnungen in Deutschland befinden sich mittlerweile auf einen guten/ angemessenem Niveau. Offenbar ist nicht alles gut aber besser als der Artikel glauben machen will.
#47 vor 22 Tagen von Dr. med. Arnd Jaskulla (Arzt)
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Gottseidank ist das in unserem Städtischen KH anders. Überall hängen Plakate, dass man die Pflegekräfte auf Schmerzmedizin ansprechen soll und man wird auch gefragt, ob man etwas braucht. Bei finalen Patienten ist solch eine Weigerung einfach nur menschenverachtend, aber es hat sich mittlerweile hoffentlich die Lehrmeinung durchgesetzt, dass auch "normale" Patienten von einer frühzeitigen Schmerzbehandlung profitieren, weil sich kein Schmerzgedächnis ausbilden kann. Oder wie mir die Ärztin sagte: "Sie sollen es nicht nur gerade so aushalten können, Sie sollten annähernd schmerzfrei sein."
#46 vor 22 Tagen von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Die Kirchen als Erfinder der Nächstenliebe? Nächstenliebe wurde durch Evolution erschaffen. Nicht von selbstgefälligen Gottesdienern oder einem Geisterwesen, dessen Existenz bis heute nicht belegt ist. Was glauben Sie denn, wer in diesem kirchenunterwanderten Staat den Wettstreit um den Betrieb eines Hospizes in einer Ausschreibung z.B. einer Kommune gewinnt? Die säkularen Humanisten, die kein Lohndumping betreiben, wie es z.B. die ev. Kirche macht? Mein Motto: Keine Macht über Menschen an Menschen, die Qualen als Prüfung Gottes sehen.
#45 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
Das würde ich jetzt mal so nicht stehen lassen wollen, es sei denn, Daten gäben das her. Ich möchte außerdem feststellen, daß die Hospizbewegung und palliative care explizit aus einem christlichen HIntergrund heraus entwickelt wurden, und das es in Deutschland nur sehr wenige Hospize gibt, die von humanistisch-säkularen Trägern verantwortet wreden. Noch ein fachlicher Hinweis: Wir haben in Deutschland oft die Angst, daß Opioide die Lebenszeit verkürzen können. Korrekt angewendet geschieht das aber nicht (s. z.B. im Buch von S. Gottschling: Leben bis zuletzt). Im übrigen ist das ambulante Rezeptieren von BtMs nur unwesentlich komplizierter, als von "normalen" Medikamenten.
#44 vor 22 Tagen (editiert) von Gast
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Gast
Danke #42. Ich würde sämtlichen kirchlichen Krankhausträgern kündigen und sie durch kommunale Träger ersetzen. Das dürfte grundsätzlich Leid ersparen. Wo das Personal sich Gott verpflichtet fühlt, ist das Leid oft am größten.
#43 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
Ein persönlicher Aspekt: Es gibt kein Leben nach dem Tod und auch keinen Gott, der uns das Leben schenkt und wieder nimmt. Lasst die Menschen selbstbestimmt sterben.
#42 vor 22 Tagen von Gast
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Unter Schmerzen sollst Du nicht sterben . . . Ich möchte noch auf folgendes Urteil vom BVerwG zum Erhalt tödlicher Dosis Medikamente / Unheilbar Kranke haben ein Recht auf selbstbestimmten Tod hinweisen: " Schwer kranken, sterbewilligen Patienten darf der Staat in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu einer tödlichen Dosis Betäubungsmittel für einen schmerzlosen Suizid nicht verwehren. Das hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig am Donnerstag entschieden (Urteil vom 02.03.2017, Az.3 C19.15). Das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Absatz 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz (GG) umfasse bei einem unheilbar kranken Menschen unter bestimmten Voraussetzungen auch das Recht zu entscheiden, wie und wann er aus dem Leben scheiden wolle." Die Entscheidung ist bahnbrechend für die Zukunft und hat eine große Signalwirkung. Der Zugang zu verschreibungsfähigen Betäubungsmittel, das eine würdige und schmerzlose Selbsttötung erlaubt, darf den Patienten nicht verwehrt sein. (PM)
#41 vor 22 Tagen von Paul Musiol (Heilpraktiker)
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Herr Univ.Doz. Dr. Alexander Probst, vielen Dank für Ihre kompetenten Hinweise / Kommentare!
#40 vor 22 Tagen von Paul Musiol (Heilpraktiker)
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Opiode sind für viele Ärzte immer noch "Suchtgifte, Rauschmittel und werden nur von Junkies genommen". Im terminalen Stadium einer Erkrankung (also weit vor dem Finalstadium) MÜSSEN Opioide verabreicht werden. Am besten s.c. (vom Patienten selbst, wenn er noch kein Dauerspitalspatient ist), sonst i.v. mit einem Perfusor. Parenteral sind Morphin, Hydromorphon, Piritramid hochpotente starke Analgetika, WENN sie in der an die Schmerzen angepssten Dosierungen appliziert werden. Bei Morphin können z.B. bei starken Schmerzen Dosen bis zu 1.000mg/Tag erreicht werden. Wichtig ist die Laxantientherapie. Knochenmetastasen sprechen hervorragend auf NSAR an (Dicofenac, Naproxen). An eine Abhängigkeit auch nur zu denken, zeugt schon von nicht adäquatem Wissen des behandelnden Mediziners. Abhängigkeit und Toleranz sind bei dieser Form der Schmerztherapie absolut irrelevant. Unterstützend sind Benzodiazepine sehr wichtig!
#39 vor 22 Tagen von Univ. Doz. Dr. Alexander Probst (Tierarzt)
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Gast
Und wieder bin ich beim Lesen des Artikel unendlichdankbar, dass der Arzt der meine Mutter in der finalen Phase betreut hat, ihre durch mich (und ihre Patientenverfügung) vorgebrachten Wünsche respektiert hat. Und dann auch entsprechend gehandelt hat. Lieber ein paar Tage kürzer leben, aber ohne Qualen, als eine Stunde länger unter unbehandelten Schmerzen...
#38 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
Als Patient sage ich: Wer einen Präfinalen so elendiglich verrecken läßt, sollte sich fragen, ob er/sie den richtigen Beruf hat.
#37 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
Ein wenig mehr Empathie wäre sicher angebracht gewesen. Ich finde es bedauerlich, dass der Patient dann vermutlich völlig allein gelassen verstorben ist! Das wünscht sich zweifelsohne neimand!
#36 vor 22 Tagen von Gast
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Gast
So möchte ich nicht sterben!
#35 vor 22 Tagen von Gast
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Unter Schmerzen sollst Du nicht sterben . . . Aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 15. November 1996 (Aktenzeichen 3 StR 79/96): "Eine ärztlich gebotene schmerzlindernde Medikation bei einem sterbenden Patienten wird nämlich nicht dadurch unzulässig, dass sie als unbeabsichtigte aber in Kauf genommene, unvermeidbare Nebenfolge den Todeseintritt beschleunigen kann." Zur Erinnerung . . . Fentanyl ist ein synthetisches Opoid das als Schmerzmittel in der Anästhesie (bei Narkosen) sowie zur Thereapie akuter und chronischer Schmerzen bei Erwachsenen eingesetzt wird. Es ist etwa 120-mal so potent wie Morphin. Wirksame Schmerzmittel für sterbende Patienten können vom behandelndem Arzt gegeben werden und kommen leider oft nicht zum Einsatz. Unter Schmerzen sollst Du nicht sterben . . . weitere Info's siehe: http://www.meddok.info/patientenverfuegung.html
#34 vor 22 Tagen von Paul Musiol (Heilpraktiker)
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@ Franz Laudenbach: "So genannte Blutdrucksenker"?!..."Herzflimmern"?!..."Ausschließlich bremsen sie die Herfrequenz aus, [...]"?! Vielleicht schauen Sie noch mal in der Apothekenumschau nach...natürlich gibt es Antihypertensiva die die Herzfrequenz ausbremsen, daneben existieren aber noch mehrere pharmakologische Ansatzpunkte...ach ja...könne Sie vielleicht für mich noch mal den Begriff des "Herzflimmerns" näher definieren?!
#33 vor 23 Tagen von Björn Unger (Student der Humanmedizin)
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Gast
Herr Laudenbach, Ihre Beiträge sind wie immer völlig am Thema vorbei und überdies inhaltlich Unfug.
#32 vor 23 Tagen von Gast
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Was für eine insuffiziente Schmerztherapie!Was für ein himmelschreiendes Verhalten des Personals!Eine menschliche Kathastrophe.
#31 vor 23 Tagen von Martina Kuhlbusch (Anästhesieschwester)
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Meine persönliche Erfahrung, meine Beobachtung: Fehlbehandlung mit sogenannten Blutdruck senkenden Medikamenten, in Kombination mit irgendwelchen Erkrankungen (Volkskrankheiten wie Krebs, etc.). In der Hauptsache aber, wird gestörter Schlaf nicht berücksichtigt. Vielmehr werden Blutdrucksenkende Medikamente verordnet, auf Grund sogenannter essentieller Hypertonie: Etwa, auf Grund Herzflimmern bei leichtesten 30 m Bergan gehen. Was bezüglich sogenannter Blutdruck senkender Medikamente unwahr ist: Sie senken nicht den Blutdruck; Ausschließlich bremsen sie die Herzfrequenz aus, bremsen damit den Blutvolumenumsatz aus. Machen bei niedriger, gleich bleibender Herzfrequenz, ansteigenden Blutdruck überflüssig! Gut eingestellt z.B.: 110/61! Puls (Herzfrequenz) wird dem Patienten nie mitgeteilt! Warum eigentlich nicht? Zum Nachdenken: Puls 55 sorgt für ca. 3 Liter Blutvolumenumsatz pro Minute. Puls 80, sorgt für ca.4,5 - 5 Liter Blutvolumenumsatz pro min! flc@live.de
#30 vor 23 Tagen von franz laudenbach (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Fortsetzung @ Puchert: Umgekehrt kenne ich viele Patienten, bei denen (insbesondere bei stable disease) nach entsprechender Einstellung die Opioiddosis nicht gesteigert werden muß. Was Ihre Aversionen gegen die Pharmaindustrie angeht: Sie konstruieren etwas, was so nicht stimmt. Zwar ist richtig, daß bei Nichttumorpatn. die Verordnungen in D angestiegen sind (DOI: 10.3238/arztebl.2013.0045, http://www.dapi.de/aktuelles/zahl-des-monats/details/article/126-mio-patienten-mit-starken-schmerzmitteln-im-jahr-2009-behandelt/), trotzdem sind gerade Tumorpatienten im internationalen Vergleich schlecht versorgt. Die meisten Opioide sind patentfrei und nicht allzu teuer. Bislang konnte ich zudem keine Pharmakampagne gegen Physiotherapie feststellen (Sie vielleicht?), und den Kostenträgern dürfte es wurst sein, ob sie nun für Medikamente oder Anwendungen bezahlen.
#29 vor 23 Tagen von Gast
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Mit Interesse habe ich den Beitrag und die Kommentare gelesen. Leider sind Selbstverständlichkeiten nicht immer Realität. Kein MENSCH sollte mit körperlichen oder seelischen Qualen sterben müssen. Einerseits tut mir das unwürdige Ende des Herrn Wulfsberger sehr leid, andererseits bin ich empört ob der verweigerten Hilfe durch die Nachtschwester. Ist diese Schwester im richtigen Beruf? Ich persönlich würde eine juristische Aufarbeitung dieses Vorfalls als angebracht empfinden.
#28 vor 23 Tagen von Petra Thiele (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
@ Puchert: Selbstverständlich sollte eine supportive Physiotherapie frühzeitig erfolgen - sofern der Patient belastbar ist. Und das bedeutet zunächst einmal: Schmerzfreiheit! Sonst kann man den armen Menschen kaum anfassen (reden Sie mal mit Krankenpflegekräften, wenn bspw. ein durchmetastasierter Tumorpatient vor der Grundpflege keine ausreichende Medikation bekommen hat: Eine einzige Katastrophe.). Die Erfahrung (und Studien) zeigen, daß die Nebenwirkungen gerade von Opioiden sehr überschaubar und gut beherrschbar trotz steigender Dosen bleiben. Und selbstverständlich: Wenn die Schmerzen des Patienten zunehmen, so wird man die Dosis erhöhen müssen. Eine seelische Abhängigkeit bei kontinuierlicher Gabe eines Opioids (z.B. als Retardpräparat) ist hingegen eine Rarität. Bei sterbenskranken Patietenten würde das aber auch keine Rolle mehr spielen. Dagegen kommen körperliche Entzugssymptome beim abrupten Absetzen regelhaft vor, so daß das Medikament dann ausgeschlichen werden muß.
#27 vor 23 Tagen von Gast
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Gast
Kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen: Eine gute Schmerztherapie (und das hätte bei dem von Medizynicus vorgestellten Patienten wahrscheinlich einen Perfusor oder PCA-Pumpe mit ggfs. rascher Anpassung der Basalrate und ausreichend Möglichkeit zur Bolusgabe bedeutet) ist ein Menschenrecht. Und vor allem gar nicht so schwierig umzusetzen. Allerdings kann ich die Angst des med. Personals vor hohen Opioiddosen gut verstehen (zum Glück habe ich während meiner Weiterbildung ein recht "liberales" Verhältnis hierzu entwickelt: Respekt vor hohen Dosen: Ja! Angst: Nein!). Schlußfolgerung: Es braucht dringend mehr Fortbildungen und vor allem den Ausbau von Schmerz- und Palliativkonsdiensten (ambulant und stationär). Noch eine kurze Werbung für Nuk und Strahlentherapie: Schmerzen von Knochenmetastasen lassen sich gut mit wenig Aufwand und Nebenwirkungen bestrahlen bzw. mit Radionuklidinjektionen behandeln, wenn die Patn. eine mittelfristige Überlebensprognose haben.
#26 vor 23 Tagen von Gast
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#2- Mir wurde bei einer Nierenkolik von einer Schwester gesagt, ich hätte doch zwei Kinder geboren, da müsse man doch auch Schmerzen aushalten können.
#25 vor 23 Tagen von Annette Creson (Bibliothekarin)
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Gast
Genau diese hier geschilderte Praxis einer Verweigerung schmerzstillender Medikationen ist so unendlich beängstigend und auch menschenverachtend. Bei einem sterbenskranken Menschen noch von möglichen Nebenwirkungen eines Schmerzmedikamentes zu sprechen ist höhnisch und fast lächerlich, wenn es nicht so traurig wäre. Diesen Menschen, die hier eine Medikation verweigern, wünsche ich selber einen verständnislosen Arzt, bzw. verweigerndes Pflegepersonal an ihrer Seite, wenn es für sie einmal zuende geht, nur dass das dann auch Niemandem nutzt, der ihnen zu ihren Lebzeiten noch ausgeliefert ist. Wie gut, dass in dieser Geschichte hier dem armen Mann doch noch Morphium verabreicht wurde.
#24 vor 23 Tagen von Gast
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Ich kann zu diesem Vorfall mit Diskussion nur festhalten, auch im Hinblick auf die "Beachtung" von Patientenverfügungen, daß man sich besser rechtzeitig eine großkalibrige Pistole beschaffen sollte.
#23 vor 23 Tagen von Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
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Erklärt mir, warum sterben wollen derart mythologisiert wird und die ganze Gesellschaft sich nicht traut, zuzugeben, dass sterben wollen genauso ein Grundrecht ist, wie leben wollen. So lange kein anderer die Schmerzen übernehmen kann für den der Schmerzen hat, bleibt es Pflicht ihm diese zu nehmen, auch, wenn er dann für immer schmerzfrei wird. Anderen Schmerzen zuzufügen ist unter Strafe gestellt. Sie nicht abzustellen, wenn man es denn kann, ist das selbe Vergehen. Die Alternative ist das im Beitrag beschriebene Sterben unter Schmerzen. Was für ein Abgang, was erlaubt ihr Euch mit lauter Ausreden. Wieso ist denn jetzt plötzlich die vielmissbrauchte Menschenwürde entschwunden, wenn es um ultimative Verantwortung geht? An dem Punkt ist sie absolut entscheidend und die Gesellschaft versagt kläglich. Wenn nicht der letzte Wille respektiert wird, wieso denn dann so ein Aufhebens wegen weit unbedeutenderen Alltagswünschlein.
#22 vor 23 Tagen von Karl-Heinz Licht (Medizinjournalist)
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Und wir Physio's können hier hin und wieder mittels verschiedener Therapieformen (MT, ET, US,WT,PIR,Bobath,Basale Stimulation, usw.) lindernd tätig werden. Aber im Interesse der Pharmaindustrie ist das natürlich nicht. Medikamente bringen Profit, Therapeuten kosten nur Geld. Dabei sind unsere Leistungen heute immer noch schlechter bezahlt als jedes Medikament. Das Opiate und andere Schmerzmittel Adaptionseffekte haben, ist nicht neu. Dosierungen beliebig zu erhöhen kann auf lange Sicht keine Option sein, aber sie dem Patienten wegen möglicher Abhängigkeitssymptome bei schwerem Krankheitsverlauf zu verweigern, ist ebenfalls keine Lösung. Individuelle Behandlung, symptomen- und ursachenkonzentriert, das kann und muß die zukünftige Medizin erfüllen lernen.
#21 vor 23 Tagen von Jörg Puchert (Physiotherapeut)
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Gast
Vor ca. 2-3 Jahren habe ich - ich glaube hier - einen Artikel darüber gelesen, dass immer noch eine ziemlich hoher Prozentsatz der Hausärzte nie Morphine oder andere BTM-Medikamente einsetzen - weil sie die Formalitäten scheuen oder merkwürdigen anderen Gründen. Dh aber auch, dass in der hausärztlichen Versorgung immer noch viel zu viele Patienten unter oft großen Schmerzen sterben müssen, was natürlich eine Horrorvorstellung ist. Der Umgang mit Sterben und Tod ist auch jene, die ihn täglich erleben, offenkundig auch immer noch ein Tabubereich, besetzt mit vielen Ängsten, etwas falsch zu machen oder rechtlich belangt werden zu können. In den Hospizen, die ich kenne, wird zum Glück nicht mit der entsprechenden Gabe von Morphinen gegeizt! Und das ist auch gut so!
#20 vor 23 Tagen von Gast
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Ich freue mich immer, wenn ich beruflich mit mutigen Anästhesisten, Palliativärzten und Palliativpflegenden zu tun habe. Da gibt es in der finalen Phase kein " zuviel" mehr..
#19 vor 23 Tagen von Alexandra Arnold (Gesundheits- und Krankenpflegerin)
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Wäre der human Patient ein Haustier oder Pferd würde ich als prakt. Tierarzt in einem gleichgelagerten Fall tierschutzrechtlich belangt werden! Es ist definitiv nicht hinnehmbar, das Tiere hier besser gestellt werden als Menschen....
#18 vor 23 Tagen von Christian J. Gabrielse (Tierarzt)
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Gast
Seit Jahren geht mir immer wieder das Sterben Siegmund Freuds durch den Kopf. Er hatte ja einen besonders "fiesen" Krebs im Mund-Rachenraum. Aber er hatte das Glück, einen guten Arzt gehabt zu haben, mit dem er schon lange vor seinem Tod Zeichen verabredet hatte, wann der Zustand unerträglich sein würde und der Arzt ihm eine entsprechend hohe Dosis MO verabreichen sollte, damit er friedlich sterben konnte. Nie habe ich irgendwo eine Kritik am Vorgehen dieses Arztes gehört! - Und ich selber wünsche mir an meinem Ende auch einen Arzt oder eine Ärztin, der / die nicht mit MO geizt. Das habe ich auch in meiner Patientenverfügung so stehen.
#17 vor 23 Tagen von Gast
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Gast
Es ist traurig das Mensch so von uns gehen müssen.Ich wünsche es keinen so von uns zu gehen. Vielleicht ist es dochmal sinnvoll sich mit der Schmerztherpie zu beschäftigen und eine Schulung zu besuchen.
#16 vor 23 Tagen von Gast
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Leider ist die Schmerztherapie und die dazu gehörige Versorgung mit Arzneimitteln in nahezu allen Kliniken und auf fast durchweg allen Stationen in und auf denen ich bisher lag nicht nur ungenügend sondern miserabel. Was allerdings weniger an den Ärzten sondern vielmehr an den vorhanden oder eben eher nicht vorhandenen Pflegekräften zu legen scheint, zumindest will man es mir immer wieder so verkaufen. Ich bin Schmerzpatient und vertrage alle BTM's nicht mehr! Bei den Gesprächen mit allen Ärzten (bekomme ich immer wieder in der Klinik versichert (Dipidolor/Piritramid vertrage ich (noch) als einziges Arzneimittel - bis auf Marihuana), dass in der Akte vermerkt ist, dass ich eigentlich keinerlei Dosisbegrenzung eben dort habe - also nach oben hin mehr oder weniger offen. Und was bekomme ich auf der Station - max 7,5mg per Infus und das max. 4x täglich -Grund: Wir sind keine Intensivstation und das können wir nicht verantworten. ;(
#15 vor 23 Tagen von Bernhard Müller (Weitere medizinische Berufe)
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Es ist schon erbärmlich, wenn man die letzten Stunden seines Lebens so verbringen muss und gezwungen ist, um Schmerzmittel bzw. Opiate zu betteln. Empathie in so einem Fall bedarf Großzügigkeit in der Dosierung. Leider ist Empathie in unserer Branche oft nur noch ein Fremdwort.
#14 vor 23 Tagen von Dr. med. Klaus D. Schönrock (Arzt)
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Gast
Also entweder der Mann hatte tatsächlich Schmerzen, vielleicht auch aufgrund einer Abhängigkeit oder aber wer wollte einfach nicht allein sein. Das wäre vielleicht dann doch ein Fall für den Pfarrer gewesen, wenn offensichtlich niemand anders da war.
#13 vor 23 Tagen von Gast
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...ich habe meiner Krebskranken Mutter in den letzten Stunden die Hand gehalten....sollte die obige Story wahr sein, tut es mir leid daß der Mensch (nicht Patient) offensichtlich alleine sterben mußte. Das wünsche ich niemandem von uns....die wir hier sitzen und lesen. Und natürlich volle Schmerz"therapie".
#12 vor 23 Tagen von Dr. Andreas Kannt (Medizinjournalist)
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vielleicht sollten die beschriebenen Ärzte/Schwestern mal eine Fortbildung machen!!!!!!!
#11 vor 23 Tagen von Dr. med. Alexandra Heumann-Bahner (Ärztin)
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Ärztin
Einfach nur mangelhaft, diese Schmerztherapie. Erstens haben Opiate einen Gewöhnungseffekt und je länger und mehr Patienten davon bekommen desto mehr vertragen sie in der Regel auch (auch wenn das mehr sein sollte als "ein Elefant"). Wie Gast 1 schon so treffend gesagt hat hat bei der palliativen Therapie in der trerminalen Phase bei infauster Prognose die möglicherweise lebensverkürzende Wirkung untergeordneten Stellenwert wenn der Patient das wünscht. Man könnte die Schmerztherapie durchaus noch optimieren indem man z.B. das MO über einen Perfusor verabreicht, so erspart man dem Patienten Schmerzspitzen und er muss nicht regelrecht um die nächst Dosis "betteln", ausserdem gibt es noch reichlich Co-Analgetika, die man auf Wunsch des Patienten hinzugeben kann. z.B. Midazolam bei Unruhe, NSAR oder Steroide bei Knochenschmerzen, Pregabalin bei neuropathischem Schmerz, Antidepressiva als Co-Analgetikum z.B. Mirtazapin.... es gibt so viele Möglichkeiten.
#10 vor 23 Tagen von Ärztin (Gast)
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Gast
Zuz diesem Thema empfehle ich das Buch von Borasio: Über das Sterben!
#9 vor 23 Tagen von Gast
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Dr. med. E. Grunwald
Halte es für wichtig, Menschen gerade dann, wenn sie vom Leben in den Tod gehen, ausreichend mit Analgetika und ggf. auch Tranquilizern zu versorgen. Gerade in den letzten Minuten kommt es oft zu einer gesteigerten Hirnaktivität. Habe ja schon etliche Menschen sterben sehen, unter anderem meine Eltern.Unruhe in den letzten Minuten, nochmal die Augen öffnen ( vielleicht das erstemal seit Tagen) und Dich voll anschauen. Der Versuch sich zu bewegen um irgendwas zu verändern oder was zu sagen, das ist alles häufig. Das hypoxische Gehirn versucht natürlich, sich gegen den Tod zu wehren. Sterben soll nicht zum Horrortrip und Alptraum werden. Also großzügig mit Opiaten. Dann gibt es hoffentlich auch schöne finale Träume.
#8 vor 23 Tagen von Dr. med. E. Grunwald (Gast)
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Gast
Die Situation, in der man als Betroffener die Zeit herunter zählt, bis man die nächste Dosis Opium bekommen kann, die kann man nicht beschreiben. Der Sekundenzeiger der Uhr scheint sich dabei endlos rückwärts zu drehen. Ich wünsche es auch niemandem. Es ist keine Empatie von Nöten, um Patienten mit Schmerzen derart Hilfe zu leisten. Es ist aus meiner Sicht, die Menschlichkeit, die es gebietet!
#7 vor 23 Tagen von Gast
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Gast
Wen interessiert es dass opiate abhaengig machen wenn der schwerkranke Mensch sowieso stirbt einen tag oder eine woche später ???
#6 vor 23 Tagen von Gast
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P.S. Nur für die Leser welche Heilpraktiker gerne Inkompetenz nachsagen... 25 Jahre kardiologisch-Kardioschirurgisch und neurochirurgische Intensivmedizin, Notfallinterventionen, Dozentin im Alten- und Krankenpflegeschulen.
#5 vor 23 Tagen von Martina Aufderhaar-Flor (Heilpraktikerin)
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Ja, hier sieht man mal wieder was der Mensch respektive der sterbenskrank Mensch in unserer Gesellschaft für einen Stellenwert hat... Alles nur Psyche, klar bei dem Befund!
#4 vor 23 Tagen von Martina Aufderhaar-Flor (Heilpraktikerin)
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Der arme Kerl. So sollte kein Mensch sterben müssen. Wäre ich in dieser Situation, so würde ich mir wünschen, dass sich ein Mensch zu mir setzt, mir eine größere Menge des Opiats gibt und meine Hand hält, bis es zu Ende geht.
#3 vor 23 Tagen von Dipl.-Chem. Nina Berger (Chemikerin)
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Gast
Mir wurde nach einer OP auch schon von einer Schwester mitgeteilt, dass das "gar keine 8 sein kann, ihre Mimik entspricht dem nicht". Und so ging sie weg und ich lag da mit unvorstellbaren Schmerzen nach einer Wirbelversteifung, nur weil ich für sie nicht den Kasper machen konnte. Warum manche Menschen in der Medizin arbeiten, wird mir für immer ein Rätsel bleiben.
#2 vor 23 Tagen von Gast
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Gast
Ich habe in meiner Patientenverfügung sehen, dass ich wirksamer Schmerzbehandlung allererste Priorität einräume, auch auf die Gefahr hin, dass dies kebensverkürzend wirken kann. Ich hoffe doch sehr, das dem Folge geleistet wird! Ich befürchte allerdings, dass es nicht überall und mmer der Fall sein wird. Ob und wie starke Schmerzen ich *empfinde* kann nur ich als Patient selbst erklären. Ein ärztlicherseits geäußertes "kann gar nicht sein" kann ich nicht akzeptieren. Und wenn ich Schmerzen äußere um eine ggf. auch lebensverkürzende Dosis Schmerzmittel zu erhalten, dann ist das eben so, speziell bei infauster Prognose. Ich bitte ja ausdrücklich *nicht* darum mich umzubringen, insofern sollte es eigentlich kein Problem sein, mich entsprechend zu versorgen. Das hehre Ziel nicht zu schaden in allen Ehren, aber mich vermeidbare Schmerzen aushalten zu lassen *schadet* mir, und nicht umsonst wird der Patientenwille inzwischen gottseidank deutlich höher bewertet als früher.
#1 vor 23 Tagen von Gast
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