Die Psychotherapie-Richtlinie 2017 auf die Ohren

11.03.2017

„April, April“ – ab 01.04.2017 gilt die neue Psychotherapie-Richtlinie und konfrontiert alle vertragsärztlich niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit diversen Neuerungen. Aufgrund der Trockenheit der Materie, haben wir alles Wichtige mündlich im PsychCast für euch zusammengefasst.

Die Richtlinie zur Durchführung von Psychotherapie wurde grundlegend überarbeitet und die neue Version entfaltet im April ihre Wirkung. Sie dient immer schon als Grundlage für Vereinbarungen zur ordnungsgemäßen Durchführung von Psychotherapie in der Vertragsärztlichen Versorgung.

Wir haben in der PsychCast Folge 41 bis auf wenige Ausnahmen versucht, neutral darzustellen, was sich ändern wird. Wir verraten nicht, was Jans psychotherapeutisch tätige Nachbarin meinte, als sie sagte: „Ab 01. April wird hier alles viel schlechter ...“, sondern möchten von euch wissen, was ihr von den Neuerungen haltet. Bitte hört dazu mal rein, wir haben uns Mühe gegeben, alles in gut 20 Minuten zu besprechen – und nicht zu kritisieren oder einzuordnen.

Die wichtigen Dinge auf einen Blick

Hier kommen schlagwortartig die wichtigsten Neuheiten zum 01. April:

 

Zur kompletten Sendung mit weiteren Details geht’s hier.

 

Sonstige Links:

Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV)


Alles über die neue psychotherapeutische Versorgung bei der KBV

Die neuen Formulare (PTV)

Psychotherapie-Richtlinie (Version 2017) im Original beim Gemeinsamen Bundesausschuss

 

In einer vorherigen Version dieses Textes hieß es, die telefonische Erreichbarkeit sei Pflicht für 100 Minuten bei einem ganzen und für 50 Minuten bei einem halben Sitz. Diesen Fehler haben wir nun dank eines Leserkommentares korrigieren können.

Die Sprechstundendauer von maximal 150 Minuten pro Jahr und Patient wurde dank eines Kommentares ebenfalls korrigiert.

Bildquelle: Alan Levine, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.03.2017.

29 Wertungen (4.9 ø)
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Sofern eine angemessene Honorierung erfolgt, beinhaltet diese Struktur-Reform m. E. das Potential für eine verbesserte Patientenversorgung, da flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten entstehen.
#7 am 17.03.2017 von Dr. rer. medic. Martin Peveling (Arzt)
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Gast
Für VT werden nun 3 statt mind. 2 Gruppenteilnehmer vorgeschrieben.
#6 am 17.03.2017 von Gast
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Psycholog. Psychotherapeut
Hatte bislang durchgängig einen Anrufbeantworter laufen, der auf mein Internetformular verwies. Dadurch keine leidigen unbezahlten Telefonate mehr mit Menschen, die ich sowieso nicht als Patienten annehmen kann. Jetzt wird eben in der vorgegebenen Telefonzeit eine Mitarbeiterin ausschließlich auf das Internetformular verweisen. Psychotherapeut. Sprechstunde: Die ersten drei Sitzungen als Sprechstunde abhalten, das passt dann schon. Wer kreativ ist, muss nicht viel veränden. Ansonsten eine Chance für alle die, die "Sprechstundenbetrieb" mögen.
#5 am 16.03.2017 von Psycholog. Psychotherapeut (Gast)
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Gast
Ja, bin selbst KJP'ler, bin schon gespannt, wie die Sprechstunde vergütet wird.. Aber die neuen Richtlinien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zu wenig Psychotherapeuten gibt!! Habe in der Woche 2 - 3 Anfragen, die ich nicht annhemen kann, da ich randvoll bin und ein 9jähriges Kind kann ich abneds nicht mehr sinnvoll behandeln. Fazit: Mehr Psychotherapeuten und eine bessere Bezahlung - im Vergelich zu anderen Arztgruppen verdienen Psychos ungefähr die Hälfte!
#4 am 16.03.2017 von Gast
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Gast
In dem Artikel sind leider noch mehr Fehler drin: Sprechstunde drei mal 50 oder sechs mal 25 Minuten, KZT gesplittet auf je 12 Einzelstunden, je neu antragspflichtig (Porto und Aufwand verdoppelt!), aber ohne Gutachterpflicht. Wie das Ganze bezahlt wird steht noch in den Sternen, vielleicht erfahren wir es ja noch bevor es losgehen soll. Ich gebe die Hoffnung nicht auf ;) Am Telefon nutzlos rumsitzen muss man allerdings nicht, es ist möglich in der Zeit auch noch anderes zu erledigen oder die Anrufe aufs Handy weiterzuleiten. Die Zeiten sind sicher überdimensioniert und unnötig. Dafür fällt dann allerdings das Anrufern hinterher telefonieren weg, die Hilfesuchenden sollen dann eben ausschließlich zu diesen Zeiten anrufen.
#3 am 16.03.2017 von Gast
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Gast x
Ich denke, dass die Versorgung der Patienten besser werden kann, wenn alle mitmachen und die Richtlinie tragen. Die Veränderungen im Therapie kontingent sind marginal, die Erleichterung der Antragstellung über fällig. Die aufgezwungene Erreichbarkeit von 200 min. Bei ganzem Sitz ist eine empfundene Bevormundung. Ich gehe bereits jetzt regelmäßig ans Telefon und denke, die Hälfte reicht. Wir baden jetzt leider alle aus, dass eine grosse Zahl an Kollegen weder ans Telefon zu bekommen ist, noch zurück ruft. Und hilfesuchende Menschen mit Anrufbeantwortern kommunizieren! Wenn wir ernst genommen werden wollen, kann das ja wohl auch nicht sein! Also, ich geh frisch ans Werk und bin gespannt, was sich Sendern wird. Natürlich ist es nicht schön, Arbeitsbedingungen so eng vorgeschrieben zu bekommen. Aber es wäre auch nicht so weit gekommen, wenn Therapeuten adäquat bezahlt würden, so dass man auch gern mal 200 min. Persönlich KOSTENLOS am Telefon sitzt. Welcher Zahnarzt würde das tun...? Ferner nervt unglaublich, dass man als Unternehmer nicht planen kann und erst einen Tag vor Umsetzung der Richtlinie erfährt, was man verdienen wird. Das wirkt auf mich nicht professionell, sorry. Kein Wunder, wird es etwas dauern!
#2 am 16.03.2017 von Gast x (Gast)
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Gast
Hallo, es hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Es sind 200 Minuten Telefonsprechzeiten pro Woche und vollem Sitz verpflichtend. Ohne dass schon in irgendeiner Art klar wäre, ob dafür etwas bezahlt wird. .....
#1 am 16.03.2017 von Gast
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