Manger pour vivre?

10.02.2009
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Von Patienten oder Verwandten werde ich gelegentlich (als Arzt und "Experte" in allen Gesundheitsangelgenheiten) gefragt, was den eigentlich an der viel empfohlen mediterranen Ernärung so gesund sei.

Ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen: keine Ahnung!

Den eigentlich machen die Mittelmeeranrainer alles falsch: Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch ist in Europa nirgendwo so hoch wir in Spanien. Die größte Mahlzeit des Tages wird in Italien, Spanien, Frankreich oder Griechenland in der Regel am (späten) Abend eingenommen, während Frühstück und Mittagessen traditionell eher klein ausfallen. Die Italienische Küche ist relativ fettreich (man denke noch an diverse Käse- und Sahnesoßen, Mascarpone-Creme und vieles mehr), und wer schon einmal in Italien einheimisch essen war, der weiß, dass das Gemüse dort meist bis zur Unkennlichkeit verkocht auf den Tisch kommt. Weißbrot ist in diesen Ländern allgegenwärtig (Baguette, Ciabatta etc.), während ein Vollkornbrot nahezu unbekannt ist.

Liegt es also am wertvollen nativen Olivenöl und/oder am Rotwein? Dem Fisch?

Ich weiß es nicht. Jedenfalls ist Essen in Frankreich, Italien und Spanien eine viel lustvollere Angelegenheit als in Deutschland.

Vivre pour manger.

 

Titelbild: www.sonjawinzer.de / PIXELIO

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.12.2013.

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