Mittelmeerdiät: Mit einer ausgewogenen Ernährung mehr Lebensfreude und Gesundheit gewinnen

06.03.2017
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Wie zahlreiche Studien von Ernährungsexperten und Herzspezialisten belegen, kann die Mittelmeerdiät Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Krebs und Alzheimer vorbeugen.

Die Ernährungsweise mit reichlich Gemüse, Obst, Fisch, Knoblauch, Oliven und Olivenöl beeindruckt die Wissenschaftler weltweit mit ihrer positiven Wirkung auf den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Vor allem das metabolische Syndrom profitiert von der leichten, mediterranen Kost.

Gegenüber anderen europäischen Staaten sind die Bewohner aus Mittelmeerländern weniger von hohen Werten bei Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten betroffen. Zusammengefasst werden die ungünstigen Faktoren unter dem Begriff metabolisches Syndrom. Sind mindestens zwei Parameter verändert, sprechen Mediziner von einem gefährlichen Komplex unterschiedlicher Symptome. Oft stehen die Veränderungen in Verbindung zu einem starken Bauchumfang, der ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes darstellt.

Vor mehr als 50 Jahren vermuteten Mediziner erstmals einen Zusammenhang zwischen der mediterranen Kost und der besseren Herzgesundheit rund ums Mittelmeer. Damals suchten die Forscher in der ganzen Welt nach Orten, an denen die Menschen länger lebten, sowie weniger von Gefäßerkrankungen und Krebs betroffen waren. Dabei fiel die Insel Kreta mit ihrer einfachen, nahezu bescheidenen Küche auf. Im Vergleich zur italienischen oder spanischen Mittelmeerkost, schnitt die Ernährungsweise der griechischen Insulaner besser ab, da sie weniger rotes Fleisch und stark Frittiertes verzehrten. Auf dem Speiseplan der Mittelmeer- oder auch Kreta-Diät stehen reichlich Ballaststoffe aus Salat, Obst und anderem Gemüse. Hinzu kommen Fisch, Geflügel und Meeresfrüchte. Das Gemüse wird schonend in Olivenöl gedünstet. Viele Einheimische verzichten gänzlich auf ein Dessert oder reichen Obst zum Nachtisch. Stattdessen ergänzt ein Gläschen Wein das Essen der Mittelmeerdiät.

Besonders reich ist die Mittelmeerdiät an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6, die sich in Lebensmitteln wie Olivenöl und Meeresfisch in einem natürlichen Verhältnis befinden. Diese Bestandteile sind essentiell, da sie vom menschlichen Organismus nicht selbst gebildet werden können. Doch körpereigene Vorgänge wie beispielsweise der Zellstoffwechsel oder die Infektabwehr, Hormonbildung, Eiweißsynthese und Gelenkschmiere benötigen eine regelmäßige Zufuhr der wertvollen Inhaltsstoffe. Denn die Substanzen verbessern die Fließeigenschaft des Blutes, beugen Entzündungen, Thrombose und Arteriosklerose vor, sorgen für die Spannkraft oder Feuchtigkeit von Haut und Haar. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren reduzieren die ungünstigen Werte von Blutdruck, Blutzucker und Blutfetten. Deshalb profitieren Menschen mit einem metabolischen Syndrom, Diabetiker oder Herzinfarktpatienten von einer Ernährungsumstellung auf die mediterrane Kost, bei der sie ganz nebenbei ihr Körpergewicht regulieren können.

Zu dieser Einschätzung gelangte der griechische Ernährungswissenschaftler Demosthenes Panagiotakus. Gemeinsam mit seinen Kollegen der Charokopio-Universität in Athen wertete er 50 Studien mit Daten von insgesamt 534.906 Teilnehmern aus. Die Ergebnisse der Metastudie bestätigten den positiven Einfluss der Kreta- beziehungsweise Mittelmeerdiät auf das metabolische Syndrom. Damit ließ sich beweisen, dass eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Nähr- und Vitalstoffen zu einer gesundheitlichen Verbesserung der Bevölkerung beitragen kann. Ohne großen Aufwand oder hohe Kosten könnte möglichen Folgekrankheiten vorgebeugt oder ihre Symptomatik gelindert werden.
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.03.2017.

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Medizin, Allgemeinmedizin
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Frank Baßfeld
Eine schöne Übersicht über die Ernährungsweise am Mittelmeer. Die positiven Wirkungen im Hinblick auf das metabolische Syndrom sind bereits hinreichend erforscht. Interessant werden die weiteren Studien sein, welche Morbus Binswanger sowie Alzheimer in ihren Fokus nehmen.
#1 am 20.03.2017 von Frank Baßfeld (Gast)
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