Keine Panik! Wie man sich erfolgreich gegen Panikattacken schützen kann

22.02.2017
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Für Menschen, die unter Panikattacken leiden, sind den alltäglichen Abläufen des Lebens ausgesetzt und jeder Tag kann für sie zur Herausforderung werden. Was für andere Menschen als völlig normal und unproblematisch erscheint, ist für die Betroffenen der Albtraum schlechthin. Es kostet sie schlaflose Nächte, Angstzustände und viel Überwindung, sich einigermaßen zurechtzufinden.

In den meisten Fällen führen diese Menschen ein Leben als Einzelkämpfer und versuchen weitestgehend jegliche Situation, die zu einer Panikattacke führen könnte, zu vermeiden.

Das gelingt ihnen in der Regel allerdings nicht immer und vor allem dann nicht, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, was eine Panikattacke auslöst. Das Leben dieser Menschen wird bestimmt und gelenkt von dieser Angst und beeinträchtigt ihr alltägliches Leben um ein Vielfaches. Um solche Zustände zu mindern oder sie erst gar nicht aufkommen zu lassen, kann man sich allerdings auch durch verschiedene Techniken selbst schützen.

Unterscheiden zwischen Angst und Panikattacke

Zunächst können schon simple Ereignisse dazu führen, dass man in einen Angstzustand gerät. Beispielsweise bei einer Autofahrt. Jeder hat sicherlich schon einmal die Erfahrung als Autofahrer gemacht, dass man von einer Sekunde auf die andere in eine Notsituation gerät und ein schnelles, fast schon automatisches, oder instinktives Verhalten innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde abverlangt wird. Der Vordermann bremst abrupt ab, weil sich vor ihm auf der Autobahn ein Stau gebildet hat. Innerhalb weniger Sekunden reagieren wir zwar instinktiv richtig und bremsen ebenfalls ab, doch was in unserem Körper in dieser kurzen Zeitspanne geschieht, ist einzigartig.

Das sogenannte Herzrasen, das Anhalten der Atemluft und die Bildung von Schweißperlen, sind in dieser Schrecksekunde tatsächlich der Fall. Der Körper setzt eine enorme Menge Adrenalin frei, damit wir auch hellwach sind und blitzschnell reagieren können. Deshalb auch die enorme Puls- und Herzfrequenz. Noch weitere Sekunden nach dieser brenzligen Situation rast unser Herz spürbar in der Brust und die Herzschlag- und Pulsfrequenz ist noch immer auf höchstem Niveau, bevor sie sich langsam wieder auf Normalwerte reduziert. Der Angstschweiß steht im wahrsten Sinne des Wortes auf der Stirn und schließlich spürt man ihn am ganzen Körper. Diese Reaktionen des menschlichen Körpers sind allerdings ein ganz normaler Ablauf von Mechanismen, um uns allzeit bereitzuhalten, damit wir in solchen und anderen Notsituationen blitzschnell reagieren können. Dieses ist allerdings ein nur kurzer und natürlich produzierter Zustand der Angst als Selbstschutzmaßnahme und ist mit einer Panikattacke zunächst nicht zu vergleichen. Die Symptome allerdings ähneln sich hierbei stark. Denn auch bei Panikattacken rast das Herz, der Puls steigt, Angstschweiß bildet sich und die Atemluft scheint dünn zu werden. Der Unterschied liegt allerdings in der Ursache, dass es zu solchen Zuständen überhaupt kommt.

Auslöser für Panikattacken sind sehr unterschiedlich

Der Grund, warum man sich plötzlich und aus heiterem Himmel in einer Panikattacke befindet, ist von unterschiedlicher Natur und Struktur. Während die einen mitten in der Nacht schweißgebadet aufwachen und vom eigenen Herzrasen geweckt feststellen, dass sie vielleicht im Büro vergessen haben, die Türe zu schließen, einen Auftrag nicht abgeschlossen haben, oder denken, dass sie irgendetwas Wichtiges schlicht vergessen haben. Plagen sich andere damit, dass sie völlig ohne Begründung von jetzt auf gleich bemerken, wie sich ihr Herzschlag erhöht. Der Puls sich ebenfalls angleicht und schon befinden sie sich in einem Kreislauf, der nur schwer zu durchbrechen ist. Die Angst, dass irgendetwas mit dem Herzen nicht stimmt, manifestiert sich. Daraufhin erhöhen sich durch diese Angst automatisch Herz- und Pulsfrequenz erneut.

Die Angst vor dem Ungewissen in dieser Situation lässt die Luft dünner werden, man atmet in diesen Momenten automatisch flacher. Der Brustkorb scheint sich zu verengen, auch im Halsbereich scheint sich alles enger anzufühlen. Todesangst stellt sich ein und der Gedanke, dass man nun gerade in diesem Moment womöglich einen Herzinfarkt erleidet und daran sterben wird, ist allgegenwärtig und lässt die Panik erst richtig hochkommen und verschärfen. Dabei ist auch hier allein die Tatsache der Gedanken daran, dass man Todesangst verspürt, Auslöser für einen ganz natürlichen Schutzmechanismus des Körpers. Die Adrenalinausschüttung beginnt automatisch, sobald sich Symptome wie Herzrasen, Atemnot, Brustkorbverengung und den daraus resultierenden Durchblutungsstörungen in Händen und Füßen einstellen. Es ist also auch eine Kette verschiedener Mechanismen, die diesen Zustand bestärken, allerdings eben ganz normaler Natur. Herzrasen und Schweißattacken, die einen des Nachts den Schlaf rauben, können aber beispielsweise auch durch eine hormonelle Umstellung des Körpers geschehen und entstehen.

Besonders Frauen zwischen 45 und 55 Jahren sind sehr oft von diesen Symptomen betroffen. Erhöhte Pulsfrequenzen, die nur kurz andauern, Schwitzen und Herzrasen gehören regelmäßig dazu. Wichtig ist, dass man daraus nicht gleich einer Angst geschürten Vermutung zum Opfer fällt, dass dies die Vorboten eines Herzinfarktes seien. Sobald sich dieser Zustand regelmäßig einstellt und der Besuch beim Frauenarzt bestätigt, dass man sich nun im Klimakterium, also einer ganz natürlichen Hormonumstellung des weiblichen Körpers befindet, kann man sich zwar nicht ruhig zurücklehnen und Däumchen drehen, doch allein die Gewissheit, dass diese Zyklen kein Grund zur Panik sind, reicht völlig aus, um ein beruhigtes Leben führen zu können, eben ohne Panikattacken und vermeintliche Auslöser erkennen zu wollen, die unbegründet sind. Wichtige Tipps und weiterführende Informationen zum Thema kann man auch hier in Erfahrung bringen.

Mit kleinen Dingen, Großes bewirken können

Auslöser für Panikattacken sind von ganz unterschiedlicher Natur und dennoch zeigen sie allesamt die gleichen Symptome und Anzeichen auf. Selbst ein Mensch mit einem sehr niedrigen Blutdruck (beispielsweise 80/50), können sich nicht von Panikattacken freisprechen. Oftmals galten Menschen mit sehr hohem Blutdruck und einem erhöhten Herzkreislaufsystem als besonders anfällig für solche Attacken. Ein Trugschluss. Denn Menschen mit niedrigem Blutdruck können beispielsweise durch Unterzuckerung sehr schnell in eine Notsituation geraten, in der sie Schweißausbrüche bekommen, plötzlichen Schwindel verspüren und wo vor ihren Augen alles verschwimmt und unklar wird. Sie sind, wenn sie sich nicht schnell selbst zu helfen wissen, ganz schnell der Ohnmacht nahe. Und das spüren sie auch, denn auch hier reagiert der Körper mit Alarmbereitschaft und versucht den Kreislauf anzukurbeln. Wer aber weiß, dass sein Blutdruck recht niedrig ist, sollte grundsätzlich immer beispielsweise ein wenig Traubenzucker oder auch ein Bonbon (ohne Zuckerersatzstoffe) bei sich führen. Sobald auch nur ansatzweise ein "schummriges" Gefühl hochkommt, kann man so schnell durch dieses eine Bonbon den Zuckerspiegel in nur wenigen Minuten wieder auf Vordermann bringen und der Blutdruck steigt an. Falls die Zeit nicht mehr reicht, oder man kein zuckerhaltiges Hilfsmittel zur Hand hat, schnell auf den Boden legen, die Beine auf einen Stuhl oder Ähnlichem hochlegen und abwarten. In der Regel reguliert sich der Blutdruck sehr schnell und das Aufstehen ist schon nach kurzer Zeit wieder ohne Problem möglich. Wer dann schnell etwas trinkt und isst, ist ebenfalls wieder auf dem richtigen Weg.

Eine positive Eigenschaft haben allerdings alle Menschen, die sich mit einem niedrigen Blutdruck auseinandersetzen müssen: Die Gefahr, an einem Herzinfarkt zu erkranken, ist bei diesen Menschen sehr gering. Hierfür sind Kandidaten mit erhöhtem Blutdruck und einem erhöhten Körpergewicht beispielsweise, wesentlich anfälliger. Sport, Bewegung und gesunde Ernährung sind die wichtigsten Faktoren, um den Herzkreislauf des menschlichen Körpers auf Touren zu bringen und fit zu halten.
 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 06.03.2017.

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