Nein, ich muss mich nicht verprügeln lassen! Auch nicht von einem Patienten.

13.02.2017
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Ein Arzt muss im Notfall Hilfe leisten. Auch nachts in einer zwielichtigen Gegend. Auch dann, wenn der Patient ein stadtbekannter Schläger ist und man genau weiß, dass man in einen Hinterhalt gelockt wird?

Es ist Sonntagabend, kurz vor Mitternacht. Der Wind heult ums Haus und ich sitze drinnen in der Notdienstzentrale und bin froh, bei diesem Sauwetter nicht vor die Tür zu müssen. Im Fernseher läuft gerade die Wiederholung einer Wiederholung von irgendwas, was man nicht gesehen haben muss und ich bin eifrig damit beschäftigt, Däumchen zu drehen. Ab und zu kommt natürlich auch mal ein Patient, deshalb bin ich ja da, dafür werde ich schließlich bezahlt, aber bislang – dreimal auf Holz klopfen – ist es ruhig geblieben.

Dann döngelt das Telefon. Und noch bevor ich das Gespräch annehme, ahne ich schon, was mich erwartet: „Herr Doktor, kommen Sie sofort!‟

Na gut, mir wird mir wohl nichts Anderes übrig bleiben. Trotzdem frage ich zunächst mal nach, worum es eigentlich geht.

„Sie müssen sofort kommen und zwar allein“

„Kommen Sie sofort, Herr Doktor!‟, wiederholt der offenbar sehr aufgebrachte Anrufer und erzählt dann recht wirr und zusammenhanglos von schwersten Schmerzen und Luftnot. Es klingt jedenfalls alles sehr dramatisch. Vermutlich werde ich ihn ins Krankenhaus einweisen. Vielleicht sollte ich gleich bei der Leitstelle anrufen und darum bitten, einen Rettungswagen zu schicken, um keine Zeit zu verlieren.

Es ist sowieso ein Rätsel, weshalb der Anrufer nicht gleich die Notrufnummer gewählt hat: Hätte er das getan, dann wäre der Notarzt jetzt schon längst mit Blaulicht auf dem Weg – ich hingegen muss zunächst noch mühsam herausfinden, wie ich zu der abgelegenen Adresse überhaupt hinkomme. Aber so ist das halt. Für Grundsatzdiskussionen über unser Gesundheitssystem ist jetzt keine Zeit.

„Nein, bloß nicht ins Krankenhaus!‟, sagt mein Anrufer, „kein Krankenwagen! Kommen Sie unbedingt allein!‟

In diesem Moment werde ich misstrauisch. Wenn er auf keinen Fall ins Krankenhaus will, dann kann es ja so wild nicht sein! Oder doch? Es hilft nichts, ich muss hinfahren und mir vor Ort ein Bild machen. Also notiere ich mir Name, Adresse und Rückrufnummer ... und plötzlich halte ich inne. Da war doch was!

Wen kann ich um Rat fragen?

Meine Notdienstzentrale ist nichts anderes als der Nebenraum einer Landarztpraxis irgendwo in der Prärie. Ich habe den Dienst übernommen, weil ich mir ein paar Euro dazu verdienen will und außerdem damit meinem Kollegen einen Gefallen tue. Ich bin völlig alleine auf mich gestellt: Die Patienten rufen auf meinem Diensthandy an und ich kann sie entweder hierher bestellen oder zu ihnen rausfahren – das ist letztendlich meine Entscheidung. Ich kenne mich dementsprechend mit den örtlichen Gegebenheiten nicht aus und habe keinen Zugriff auf irgendwelche Krankenakten.

Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass hier irgendwas faul ist! Aber was? Und wen kann ich fragen, am Sonntagabend, kurz vor Mitternacht? Ich gebe mir einen Ruck und rufe Uwe an: einen Kollegen und Studienfreund, der sich vor zwei Jahren hier in der Gegend als Hausarzt niedergelassen hat.

Trotz der späten Stunde ist Uwe sofort hellwach. „Fahr da bloß nicht hin!‟, sagt er wie aus der Pistole geschossen. Und dann berichtet er: Mein Anrufer ist ein Drogenabhängiger und mehrfach wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft. Jeder Hausarzt im Umkreis von zehn Kilometern kennt ihn. Immer wieder ruft er zu fortgeschrittener Stunde an und verlangt Hausbesuche. Und wenn man ihm nicht gibt, was er haben will, wird er mehr als unangenehm.

Darf ich den Hausbesuch verweigern?

Erst vor drei Monaten hat er einen Kollegen brutal zusammengeschlagen. Der Kollege war nach stationärer Behandlung seiner Schädelbasisfraktur wochenlang arbeitsunfähig, der Angreifer kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Regelmäßig studiert er die Dienstpläne und sucht sich gezielt immer wieder neue und unerfahrene Ärzte aus, die seine Geschichte noch nicht kennen.

Das klingt jetzt sehr ermutigend. Was soll ich bloß tun? „Mach, was du willst!‟, sagt Uwe, „Aber fahr da auf gar keinen Fall alleine hin!‟

Danke für den Tipp! Ob ich den Hausbesuch verweigern darf? Das wäre unethisch. Und wenn sich herausstellt, dass der Patient wirklich schwer krank ist, kriege ich Ärger. Trotzdem habe ich keine Lust, mich verprügeln zu lassen! Ob ich Polizeischutz anfordern kann? In diesem Moment beneide ich den Notarzt, der hat zumindest immer einen Fahrer dabei.

Das ist es! Nach Absprache mit der Leitstelle rufe ich den Patienten zurück. Zwei kräftige Rettungsdienstler werden mich beim Hausbesuch begleiten. Außerdem stelle ich klar, dass ich keinerlei Betäubungsmittel dabei habe und auch keine entsprechenden Rezepte ausstellen werde. Wenn es denn wirklich so schlimm ist, dann muss er halt ins Krankenhaus.

Als Antwort gibt es wüste Verwünschungen. Wenn ich mich nicht traue, alleine zu kommen, solle ich doch bleiben, wo der Pfeffer wächst und morgen früh übergebe er die Sache seinem Anwalt.

Von dem habe ich zum Glück bis heute nichts gehört.

 

Bildquelle: keimlink, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 17.02.2017.

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Habe selbst im Notdienst solche Fälle erlebt. Bei solcher Bedrohung rufe ich die Polizei an, die mich dann im Hausbesuch begleitet. Lief dann alles problemlos.
#32 am 20.02.2017 von Dr. med. Hanspeter Ammann (Arzt)
  0
Da würde ich den NAW hinschicken; Infarktverdacht, jede zeitl Verzögerung fahrlässig. Sonst bei ausdrücklicher Alleinbestellung: Nein, ggf mit Polizeischutz.
#31 am 20.02.2017 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
  1
Gast
Pfefferspray gibt es doch mittlerweile fast überall zu kaufen?
#30 am 20.02.2017 von Gast
  16
Da lobe ich mir den gut organisierten KV-Notdienst in Schleswig-Holstein, mit einer gut vernetzten professionellen Einsatzzentrale und einem Dienstplan, der nicht in den Zeitungen veröffentlicht ist. Ein Anruf, der wie beschrieben formuliert ist, lässt nichts Gutes ahnen und löst entsprechende Vorkehrungen aus. Eigengefährdung gilt es vorzubeugen.
#29 am 19.02.2017 von Dr. med. Carsten Petersen (Tierarzt)
  0
Gast
#27 Ihr Begriff "kopflos" erinnert mich an den KV-Einsatz eines Kollegen aus Süddeutschland, der bei hohem Hausbesuchsaufkommen zu einem Kind mit Fieber gerufen wurde. Nach dem Eintreffen "begrüßte" ihn der Kindsvater mit einem Beil. Da hätte ein Deeskalationstraining nicht geholfen, sondern allenfalls eine bewaffnete Polizeieskorte. Die Kunst ist es, mögliche Gefahrenlagen im Vorfeld zu erkennen und dann die Polizei um Begleitung zu bitten.
#28 am 18.02.2017 von Gast
  3
#25 Darauf weise ich auch immer wieder hin. Solche Eskalationen lassen sich durch höhere Strafen nicht wirksam verhindern, weil höhere Strafen bei Impulshandlungen nicht greifen. Es geht selten um Fälle, wo jemand in krimineller Absicht in einen Hinterhalt gelockt wird. Es geht meistens um Ausnahmesituationen, in denen Beteiligte kopflos handeln. Für diese Mehrzahl der Fälle sind Deeskalationsmaßnahmen Mittel der Wahl - da muß der Schwerpunkt gesetzt werden! Wer erfolgreich deeskaliert, braucht sich nicht körperlich zu verteidigen und braucht auch keine verschärfte Strafverfolgung. Ich fordere daher schon seit längerem eine umfangreiche Intensivierug des Deeskalationstrainings für alle, die im Bereich Schutz und Ordnung arbeiten; und an Schulen.
#27 am 18.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  7
Gast
Soll natürlich Großkotzig heißen
#26 am 18.02.2017 von Gast
  8
Gast
Na, ja ich bin so eine Täterin weil Borderline Erkrankte. Ich bin zwar nicht körperlich gewalttätig aber Verbal durchaus. Schreierei und Beleidigungen kommen schon mal vor auch in einer Notfallambulanz wegen ungerechter Behandlung. Das nennt sich dann Impulskontrollverlust hätte man beruhigend und freundlich auf mich eingewirkt wäre die Situation nicht so aus dem Ruder gelaufen stattdessen hat man die Polizei gerufen, die mir dann Hausverbot erteilt haben. Ich habe direkt meinen Rechtsanwalt eingeschaltet und habe Klage gegen das Krankenhaus erhoben. Zumal ich schwerst Magen-Darm erkrankt bin und auch Patientin in dieser Klinik war. Leider traf ich auf einen unerfahrenen, geosskorzigen und arroganten AssistenzArzt, der tatsächlich meinte er wäre Gott persönlich.
#25 am 18.02.2017 von Gast
  42
ERSTHELFER, ÄRZTE, PFLEGE- UND LOGISTIK-KRÄFTE BLEIBEN AUSGESCHLOSSEN! Um Missverständnissen vorzubeugen: Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht keinerlei extra Schutz- und Straf-Maßnahmen für einen deutlich erweiterten Personenkreis vor! "Der neue Straftatbestand verzichtet für den tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte auf den bislang in § 113 Absatz 1 StGB erforderlichen Bezug zur Vollstreckungshandlung. Künftig werden damit auch schon tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, die lediglich allgemeine Diensthandlungen wie Streifenfahrten oder -gänge, Befragungen von Straßenpassanten, Radarüberwachungen, Reifenkontrollen, Unfallaufnahmen, Beschul-digtenvernehmungen und andere bloße Ermittlungstätigkeiten vornehmen, unter Strafe gestellt." Und weiter in schönstem Juristen-Deutsch: "Kräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste sind bereits nach geltendem Recht bei Hilfseinsätzen über den Verweis des § 114 Absatz 3 StGB auf § 113 StGB wie Vollstreckungsbeamte geschützt."...
#24 am 18.02.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  0
"Künftig sollen auch Personen, die tätliche Angriffe auf Hilfskräfte der Feuerwehr usw. verüben, die sich im Hilfseinsatz befinden, ebenfalls aus dem erhöhten Strafrahmen des § 114 StGB-E bestraft werden. Richtet sich künftig eine Widerstandshandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt gegen Vollstreckungshandlungen des in § 115 StGB-neu geschützten Personenkreises, so ist § 113 StGB entsprechend anwendbar. Bei einem tätlichen Angriff gegen eine Vollstreckungshandlung oder sonstige Diensthandlung des in § 115 StGB-E geschützten Personenkreises ist § 114 StGB-E entsprechend anwendbar." Daraus geht unzweifelhaft hervor, dass nicht institutionell tätige Sanitäter, Notärzte/-innen, Vertragsärzte, Fahrdienst-/Logistik-, Fachpflegekäfte und Laien-Ersthelfer n i c h t extra geschützt werden sollen! Die GROKO-Bundesregierung hat einfach keinen Respekt vor der Arbeit von ERSTHELFERN, ÄRZTEN, PFLEGE- UND LOGISTIK-KRÄFTEN.
#23 am 18.02.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  1
Unbedingt die Polizei als Begleitschutz anfordern! Habe ich getan, bei einem sehr unklaren Hilferuf nachts zu einem abgelegenen Campingplatz. Die beiden Begleitpolizisten waren beim Eintreffen am "Notfallort" entsetzt und rieten mir dringend, in ähnlichen Fällen sie als Schutz anzufordern. Der dringende Hilferuf zum Campingwagen war nicht erklärbar!
#22 am 18.02.2017 von Dr. med. Gesima Bahls (Ärztin)
  0
In einem ähnlichen Fall habe ich einmal Polizeischutz angefordert. Die kamen auch wirklich mit, obwohl es um eine an eine Herpes-Virus-Infektion erkrankte kleine Katze ging. Der anfordernde Besitzer war Alkoholiker. Tierärztinnen und Tierärzten geht es oft ähnlich. Ein Kollege wurde einmal zu einem an spastischer Kolik erkrankten Pferd gerufen, ca. gegen 23.00 Uhr auf eine abgelegene Weide und wurde dann dort zusammen geschlagen. Deswegen finde ich die Gesetzesinitiative zum Schutz von Polizei und Rettungspersonal sehr sinnvoll.
#21 am 18.02.2017 von Dr. med.vet Burkhard Wendland (Tierarzt)
  0
MFA
In eigener Sache: 1000 Zeichen sind zu wenig!!! HALLO!? ICH BIN EINE FRAU UND AUSSERDEM MFA!!! ;)
#20 am 18.02.2017 von MFA (Gast)
  7
MFA
#16 & 17: Früher "Bullenstaat", heute gibt es zu wenig mutige Menschen, die diesen Job machen wollen.
#19 am 18.02.2017 von MFA (Gast)
  2
MFA
Sehr gut reagiert, Medizynicus! Es ist für mich völlig unverständlich wie respektlos manche Menschen mit Rettungskräften und den Ärzten des med. Notdienstes umgehen. Ich ziehe meinen Hut vor allen Menschen die diesen Job trotzdem machen und habe aber auch Verständnis für die Leute, die sich aus Angst dagegen entscheiden. Mein Chef macht seine Notdienste noch selbst und was der manchesmal berichtet läßt mich erschaudern. Ich finde, dass die Strafen höher ausfallen sollten. Das Problem, denke ich, liegt bei der Aufklärung. Das mag naiv klingen, aber vielleicht hilft das Aussetzen einer Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung einer solchen Straftat (dazu gehört auch das Beschädigen der Fahrzeuge) führen. Damit würden vielleicht viel mehr Leute auf so etwas achten, anstatt die Persönlichkeitsrechte der Verletzten zu missachten. Und es könnte die Arbeit der Polizei unterstützen.
#18 am 18.02.2017 von MFA (Gast)
  0
Gast
#16: Die werden sich freuen wenn man das öfter macht, gerade in den ländlichen Gebieten in denen eine Streife X Quadratkilometer abdecken muss.
#17 am 18.02.2017 von Gast
  1
Gast_X
wo ist das Problem da einfach gemeinsam mit der Polizei hinzufahren? Stichwort Amtshilfe ... dann könnten Sie sogar mit Blaulicht hin ....
#16 am 17.02.2017 von Gast_X (Gast)
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@Dr. Beck: So sollte es sein. Ist es aber leider nicht in vielen ländlichen Gegenden - ein Fahrer kostet halt Geld, und selber fahren ist halt billiger, denken sich manche Kollegen. Viele vernünftige Lösungen scheitern am Zwist und der Uneinigkeit der Kollegen untereinander. - (n.b.: den Kommentar Nr. 12 habe ich auch selbst verfasst - keine Ahnung, warum ich da als "Gast" stehe).
#15 am 17.02.2017 von Medizynicus Medizynicus (Arzt)
  0
Ich halte es von der KV für äußerst verantwortungslos, daß im Bereitschaftsdienst keine Fahrer zur Verfügung stehen!! Es ist eine Zumutung, daß man/frau alleine Hausbesuche fahren und sich über die geschilderten Gefahren überhaupt Gedanken machen muß! Kein Wunder, daß der (haus-)ärztliche Nachwuchs ausbleibt!
#14 am 17.02.2017 von Dr. med. Simone Beck (Ärztin)
  0
Hausarzt
Es gibt keinen Rechtsanspruch auf einen alleinigen Hausbesuch durch den ärztlichen Notdienst. Wir haben hier dankenswerterweise einen Fahrer eines Trägers, der uns zu den Patienten begleitet. Ich mache auch keine nächtlichen psychisch stützenden Gespräche mit den Patienten unter 4 Augen. Das gibt der Notdienst nicht her, und ist auch nicht Zweck desselben. Und bei potenziell aggressiven Patienten ist auch noch die Polizei bitte schön dabei, ansonsten findet der Besuch nicht statt. Und Anwälte, pfff...., die sind froh wenn sie von solchem Typen nicht auch noch belästigt werden, denn die bekommen auch "auf die Fresse", wenn sie nicht mit den Vorstellungen solcher Mandanten konform gehen. Herzliche Grüße
#13 am 17.02.2017 von Hausarzt (Gast)
  0
Gast
@Dr. Uhl: Das Beispiel ist natürlich konstruiert, hat aber einen realen Hintergrund. Jeder, der einmal KV-Notdienste gemacht hat weiß, wie schwierig es ist, am Telefon abzuschätzen, wie gut oder wie schlecht es dem Patienten geht. Von daher ist so ein Dialog gar nicht so unwahrscheinlich. Erst wird dramatisiert - man ist ja viel zu krank um in die Praxis zu kommen - und dann wieder relativiert, weil ins Krankenhaus mit Rettungsdienst will man auch auf gar keinen Fall. Aber ist dann schon ein eigenes Thema für einen eigenen Beitrag...
#12 am 17.02.2017 (editiert) von Gast
  1
Bei schwerster Luftnot und Schmerzen geht sicherlich nicht der hausärztliche Notdienst auf Tour, der Vertreter auch noch ortsununkundig. Seit wann kann der Patient fordern: Aber kommen Sie alleine. Wir sind doch nicht die Pudel. Da muss der RTW her und fertig
#11 am 17.02.2017 von Dr. med. Helmuth Uhl (Arzt)
  0
Herr Ritter, Entschuldigung, was nützt die genaue Hinterlassenschaft der Zieldaten, wenn diese erst nach Stunden gefunden werden? In diesem Fall ist es richtig und vernünftig, gemeinsam mit der Polizei diesen Hausbesuch durchzuführen. Ein Arzt muss helfen, sich aber nicht von irgendwelchen durchgeknallten Menschen verprügeln oder gar umbringen lassen. Wo leben wir den?
#10 am 17.02.2017 von Stefan Meyer (Nichtmedizinische Berufe)
  0
Sehr wichtiger Beitrag! Vgl. dazu meinen Kommentar auf http://news.doccheck.com/de/164819/wer-einsatzkraefte-angreift-sitzt-ein/
#9 am 17.02.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
  1
Georg Ritter
Grundwald - ohne d -, entschuldigen Sie bitte.
#8 am 17.02.2017 von Georg Ritter (Gast)
  1
Georg Ritter
Frau Dr. Grundwald, Sie schreiben "Vor morgens hätte mich keiner vermißt und niemand hätte überhaupt gewusst, wohin ich gefahren bin mitten in der Nacht." - Erlauben Sie mir die Frage, ob Sie das ernst meinen, wirklich ernst meinen? Sagen Sie mir, dass Sie das nicht ernst meinen, bitte! Sie sind doch Ärztin und damit das Überlegen und das Vorausschauen und das Planen gewohnt! Wer zu einem Notfalleinsatz fährt oder alleine reiten oder segeln geht oder werweißwas, hinterlässt in passender Form eine Nachricht, die nach Ablauf der Planzeit die Suche im Zielgebiet aktiviert. Das lässt sich einfach auf elektronische Weise bewerkstelligen, wenn keine zweite Person die Wache übernehmen kann.
#7 am 17.02.2017 von Georg Ritter (Gast)
  16
Das kenn ich. Die selben Pappenheimer versuchen es immer wieder, insbesondere mit neuen Ärzten. Sie erzählen völlig unglaubwürdige Geschichten um an Medikamente zu kommen und sie wissen in der Regel, genau welche. Unangenehm werden sie, wenn man einfach ablehnt und geht. Dass sie schlagen ist eher ungewöhnlich. Das Gute ist, hat man sie 1 oder 2 x krass abblitzen lassen, melden sie sich in der Dienstzeit dieses Arztes nicht mehr. Außerdem spricht es sich herum in der Szene so dass einen in der Regel die Junkies in Ruhe lassen. War jahrelang im Notdienst allein mit meinem Auto unterwegs und froh darüber, dass diese Klientel zwar genervt aber in der Regel nicht handgreiflich wurde. Vor morgens hätte mich keiner vermißt und niemand hätte überhaupt gewusst, wohin ich gefahren bin mitten in der Nacht.
#6 am 17.02.2017 von Dr. med. Elisabeth Grunwald (Ärztin)
  0
Gast
[Kommentar von der Redaktion gelöscht]
#5 am 17.02.2017 (editiert) von Gast
  20
Alles richtig gemacht. Die Verpflichtuing zum Helfen schließt übermäßige Selbstgefährdung nicht mit ein. Bei : „Sie müssen sofort kommen und zwar allein“ sollten sämtliche Alarmgocken schrillen. Zwei kräftige Begleiter - seien es nun Sanis oder Polizisten - sind da mindestens notwendig als Vorsichtsmaßnahme.
#4 am 17.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  0
Gast
Eine ausführliche Bewertung dieser Situation durch einen Juristen fände ich höchst interessant, zumal ich solche Situationen kenne.
#3 am 17.02.2017 von Gast
  1
Gast
Aber sehr unangenehme Situation da sollten neue Kollegen gewarnt werden ich wäre vermutlich hingefahren
#2 am 17.02.2017 von Gast
  2
...da haben Sie nicht ZUM GLÜCK, sondern NATÜRLICH nie mehr was gehört ...
#1 am 17.02.2017 von Franz Geyer (Arzt)
  2
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