Cannabis und ADHS : Studie zu Sativex zeigt keinen signifikanten Nutzen bei ADHS

10.02.2017
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Ich bin neugierig geworden, wie die Studienlage zum medizinischen Einsatz von Cannabisprodukten (hier Sativex) bei ADHS-Klienten tatsächlich aussieht. Ich habe deshalb mal nachgeforscht, warum eine 2014 gestartete Studie am King’s College in London noch keine Ergebnisse zeigte.

Mein Beitrag zum Medizinischen Einsatz von Cannabis hat ziemliche Wellen ausgelöst.

Immerhin kann man sich als Blogger ja freuen, wenn über 60 Kommentare generiert werden. Da ich selber ADHSler bin, provoziere ich durchaus gerne und muss dann auch einstecken können. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass sachlich diskutiert werden kann und verschiedene Themen nicht einfach vermischt werden. Es geht mir nicht um die Legalisierung oder das Verbot von Cannabis. Und noch nicht mal um die Frage, ob es nicht Gebiete gibt, wo Cannabisbestandteile eine therapeutische Wirkung zeigen oder nicht.

Da in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde, ich würde die retrospektive Anwenderbeobachtung von Frau Dr. Milz und dem Kollegen Grotenhermen nicht würdigen, hier noch ein paar Anmerkungen.

Alle Klienten haben schon vorher gekifft

Geht es hier wirklich um ADHS oder Sucht?

So wie ich die Kollegin Milz verstehe, argumentiert sie mit der Selbstmedikationshypothese bei ADHS. Das finde ich durchaus nachvollziehbar, da ich selber großer Anhänger von Wendy Richardson und ihren frühen Büchern zu ADD and Addiction bin. Aber aus meiner Sicht rechtfertigt die Idee einer Legalisierung von Cannabis noch nicht das Verschreiben auf Kassenrezept.

Vielmehr sollte man differenzierter schauen, was eigentlich hinter der Problematik der Patienten steht. Ganz typische ADHS-Probleme klingen jedenfalls für mich anders, als in den einschlägigen Foren und Hanf-Journalen beschrieben.

In Zentren wie zum Beispiel bei Frau Müller-Vahl wird schon jahrelang mit der Wirkung von medizinischem Cannabis unter anderem bei MS und Tourette gearbeitet. Ich habe ein großes Interesse daran, zu erfahren, ob hier wirklich positive Effekte von Cannabis bei ADHS erzielt werden. Ich habe ein ziemlich großes Kontaktnetz im ADHS-Bereich – zur Zentrale ADHS-Netz, zur AG-ADHS der Kinder- und Jugendärzte, zum ADHS-Deutschland e.V. und zu über 900 Betroffenen im In- und Ausland. Und zumindest dort habe ich keine positiven Berichte vernommen. Da ich auch in amerikanischen Professionalgruppen lese und schreibe, überblicke ich auch dort den Bereich ein wenig. Zumindest die Aussage, dass dort Cannabis zur Behandlung von ADHS üblich sei, ist an den Haaren herbeigezogen.

Nochmal nachgeforscht: Die Studienlage

Ich verschreibe seit 1999 ADHS-Medikamente. In all den Jahren habe ich noch nicht einen ADHSler ohne Cannabis-Vorgeschichte gehabt, der freiwillig auf die Idee gekommen wäre, eine Therapie mit medizinischem Cannabis zu beginnen. Auf diese Idee kommen nun offenbar fast ausschliesslich Langzeitkonsumenten von Cannabis-Produkten.

Schauen wir mal, ob dies nicht auch untersucht wurde. Gibt es eine Studie, die ADHS-Erwachsene OHNE akutelle Cannabis-Problematik findet, die sich auf einen Therapieversuch mit medizinischen Cannabinoiden einlassen? Genau diese Fragestellung untersuchte die EMA-C-Studie am King’s College in London. Hier wurden 30 erwachsene ADHS-Patienten über sechs Wochen entweder mit Sativex Oromucosal Spray oder Placebo behandelt. Leider bisher ohne Ergebnisse, obwohl die Studie eigentlich schon 2014/15 abgeschlossen sein sollte.

Ich habe also beim Autor nachgefragt. Toll, dass der Autor innerhalb von wenigen Minuten an einem Samstag antwortete. Die Antwort von Prof. Asherson : „It's a small study of 30 patients so not definitive. It's currently on review. Effects are large (d=.6 to .8) but not significant when adjusted for number of outcome measures.“

Eine Effektstärke von 0.6 bis 0.8 wäre genial hoch und vergleichbar mit einem Einsatz von Stimulanzien bei ADHS. Aber der Studienautor schreibt selber, dass in der placebokontrollierten Studie gerade keine statistisch signifikanten Ergebnisse erzielt wurden. Dies ist aber der bisher anerkannte Gradmesser dafür, dass man die Wirksamkeit einer Therapie akzeptiert (wenn es denn in weiteren Studien mit größeren Zahlen von Anwendern bestätigt würde). Und natürlich auch dafür, ob eine Krankenkasse die Kosten übernehmen sollte oder nicht.

Mein Fazit

An dieser Stelle wird jetzt wieder jeder so interpretieren, wie er es interpretieren will. Für mich heißt es erstmal, dass es in einzelnen Bereichen durchaus Veränderungen durch die Behandlung mit Cannabinoiden gab. Aber insgesamt keine statistisch signitifikante Veränderung für die in der Hypothese der Untersuchung postulierten Marker bezüglich der Wirksamkeit erzielt werden konnten.

Ich würde durchaus weitere Studien unterstützen, aber nach wie vor nicht die Kostenübernahme durch die Gesetzlichen Krankenkassen. Denn es kann nicht angehen, dass die Kassen eine nicht wissenschaftlich belegbare Therapie zahlen, sich aber um die Kostenübernahme vor den eigentlichen „Second Line“-Therapien (hier bei Erwachsenen Attentin bzw. Elvanse und andere Amphetamine) drücken.

Nicht mehr oder nicht weniger als diese Kernaussage sollte auch mein vorheriger Blogpost zum Ausdruck bringen.

 

Bildquelle: Manuel (+11Mlls.), flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 13.03.2017.

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Medizin, Psychiatrie
Gast
http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: "Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen." ... der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist... und zwar insgesamt und nicht nur bezogen auf Cannabis bei ADHS ...
#53 am 13.03.2017 von Gast
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Gast
Leider gehen wieder viele Kommentare am Problem vorbei bzw. wollen schlicht die Legalisierung von Cannabis. Hier geht es aber "nur" um die Kostenübernahme. Derzeit müsste der Kassenarzt die immensen Kosten von 1800-2500 Euro im Monat selber über sein Praxisbudget tragen und würde in Regress genommen. Zudem das Risiko, dass man überhaupt nicht weiss, was passiert. Und die Frage, wie denn Cannabis dann appliziert wird und in welchen Mengen. Ohne eine medizinische Zulassung der Substanzen und ohne einen Hauch einer Studie, die dies bei der ADHS-Kernsymptomatik naheliegt. Das ist unseriös. Natürlich braucht es Forschung um die Fälle zu begründen, wo es indiziert wäre. So wie bei jedem anderen Medikament auch kommt aber erst die Forschung, dann die Zulassung und dann die Kostenübernahme. Nicht ungekehrt.
#52 am 08.03.2017 (editiert) von Gast
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Gast
...eine Zunahme an gescheiterten Schulkarrieren, abgebrochenen Berufsausbildungen und manchmal auch dem Einstieg in den völligen sozialen Absturz...daran machen sich fahrlässig agierende Propagierer von Cannabis gegen ADHS mitverantwortlich...
#51 am 06.03.2017 von Gast
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Gast
...Ich persönlich halte die Propagierung von Cannabis gegen ADHS für sehr gefährlich: Es wird dadurch eine ohnehin für Cannabis (und auch andere, viel härtere Drogen) überdurchschnittlich anfällige Personen-Gruppe, eben Menschen mit ADHS, zusätzlich gelockt...und nicht nur halbwegs gefestigte Persönlichkeiten werden angelockt, sondern viel mehr noch ungefestigte, unreife junge Menschen mit ADHS, die bis zum ca. 30. Lebensjahr diverse Weichenstellungen in ihrem Leben vor sich haben... man erweist Eltern von Jugendlichen mit ADHS, die ihrem 16-jährigen ADHS-Sohn das Kiffen ausreden und ihn zur stärkeren Beschäftigung mit schulischen Angelegenheiten animieren wollen, einen Bärendienst. Der sich ohnehin in einer schwierigen Lebensphase befindende Jugendliche kann dann sagen. "Aber das Kiffen ist doch gut gegen mein ADHS!" ...eine Zunahme an gescheiterten Schulkarrieren, abgebrochenen Berufsausbildungen und manchmal auch dem Einstieg in den völligen sozialen Absturz...
#50 am 06.03.2017 von Gast
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Gast
.... die Befürworter von Cannabis bei ADHS scheinen zusätzlich möglicherweise in ihrer Einstellung beeinflusst zu sein von einer hippie-artigen alternativen Kultur des "Rechts auf Rausch"...da werden dann gängige Psychopharmaka pauschal abgelehnt als "Chemie-Keule" und auf der anderen Seite das Gras als "pflanzliches" und "gut verträgliches" "nebenwirkungsarmes" Mittel pauschal hochgejubelt... das Clichée des "lockeren" Hippies, der gut drauf sein will, mag vielen Cannabis-Freunden Unrecht tun, für viele andere dürfte es zutreffen...
#49 am 06.03.2017 von Gast
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Gast
... im Gegensatz zu dem Kommentarschreiber darunter von #47 (subjektive Schilderungen einer Einzelperson sind eben keine harten Fakten) hat Herr Winkler hier mit sachlichen Argumenten und Fakten argumentiert...und mit dem Verweis darauf, dass es keinerlei wissenschaftliche Evidenz für einen medizinischen Nutzen von Cannabis bei ADHS gibt...geschweige denn ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bei ADHS...das schließt nicht aus, wie hier in den Kommentaren bereits geschrieben, dass Cannabis gegen Teilsymptome bei ADHS einen tatsächlichen Effekt hat... hier eben bereits genannt die Affektlabilität/ Innere Unruhe/ Emotionale Instabilität ... auch bei Einschlafproblemen mag Cannabis möglicherweise eine Wirkung haben (die gleichtzeitigen möglicherweise alles andere als positiven Wirkungen auf die Schlafarchitektur seien mal dahingestellt)...ob Cannabis bei diesen Symptomen klinisch erprobten Psychopharmaka auch nur annähernd das Wasser reichen kann, auch daran habe ich größere Zweifel....
#48 am 06.03.2017 von Gast
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Gast
Ihr Beitrag ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Patienten der bereits heute von Cannabis profitiert. Bleibt nur zu hoffen das Ihre Patienten dieses hier lesen sich eine eigene Meinung bilden und künftig einen großen Bogen um Ihre Wirkungsstätte machen. Ich bin selber ADHS Patient und bin über Dronabinol das erstemal in Kontakt zu cannabinoiden gekommen. Meine über JAhre dauernde Einschlafproblematik sowie Restlesslegssymtomatik werden seit 2 Jahen mit Cannabisblüten - legal mit Ausnahmegenehmigung - behandelt. Psychopharmaka nehme ich seit dem keine mehr. Auch meine Kognitiven leistungen haben sich deutlich verbessert. Ich kenne mind. 15 andere ADHS Patienten die ohne Suchtproblematik oder vorherige Konsumerfahrung mittlerweile über eine Ausnahmegenehmigung verfügen... Ich hoffe ich konnte zur (Ein-)Bildung der Evidenz des Autors hiermit ein wenig beitragen
#47 am 05.03.2017 von Gast
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Gast
...um hier noch ein in dem Spiegel-Artikel unten möglicherweise auftretendes Missverständnis zu beheben: sowohl manifestes ADHS als auch die subklinische Ausprägung von ADHS ( bzw. die ADHS-Persönlichkeit) sind überwiegend genetisch bedingt... grob beschrieben hat jedoch der manifest von ADHS betroffene Sohn ca. 80 Gene abbekommen, dessen Vater, der lediglich eine ADHS-Persönlichkeit ist, jedoch nur ca. 30 Gene ... das noch nachträglich, weil in dem Spiegel-Artikel unten der ADHS-Gegner Jörg Blech die Aussagen von Klaus-Peter Lesch in eine bestimmte Richtung (ADHS überwiegend bedingt durch Umweltfaktoren) fehlinterpretiert...
#46 am 03.03.2017 von Gast
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Gast
...und das ist nämlich auch der Grund, weshalb ADHS mit bis zu 10% in Deutschland so häufig ist (bzw. bei genauerer Betrachtung weltweit schon immer war)...eben den evolutiven Selektionsvorteil, den zwar nicht vollumfänglich phänotypisch manifestes ADHS aber sehr wohl ADHS-Gene darstellen. Und bei kulturellen Bedingungen, die diesen im Kommentar darunter beschriebenen durch ADHS-Gene bedingten Eigenschaften entgegenkommen, lässt die Evolution des Homo sapiens dann eben Prävalenzen von ADHS zu, die ein mehrfaches über derjenigen in Deutschland liegen. Unter der Voraussetzung qualitativ hochwertiger Prävalenz-Studien dort....wir wollen doch mal gespannt sein, was in den nächsten 50 Jahren bei den San / "Buschmännern" in Botswana oder den Papua in Neuguinea oder sich gerade der westlichen Kultur assimilierenden Indios am Amazonas an Prävalenzen von ADHS herauskommen wird. Ich gehe jede Wette ein, dass diese jeweils weit über den bis zu 10% in Deutschland liegen werden...
#45 am 01.03.2017 von Gast
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Gast
...das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers zu ADHS Klaus-Peter Lesch zusammen:"..."...Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen - jeweils minimalen - Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. "ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt", bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: "Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn - all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind." zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311928.html
#44 am 28.02.2017 von Gast
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#42 Meines Wissens sieht es eher so aus, als würde es sich dabei nicht um Neandertalergene, sondern um eine Spontanmutation im Erbgut des Homo sapiens handeln, die einen Selektionsvorteil bei der Besiedelung Europas dargestellt haben könnte.
#43 am 28.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Gast
....zusätzlich gibt es auch (allerdings substanzlose und durch keinerlei harte Fakten gedeckte) Theorien in der ADHS-Szene, dass in Menschen mit ADHS die Gene der ausgestorbenen Neanderthaler weiterexistieren würden...
#42 am 27.02.2017 von Gast
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Gast
ne, aber dafür Hunde und Schimpansen... kein Witz, es gibt tatsächlich "Zappelhunde", die nur Gassi gehen können, wenn sie das Ritalin von ihrem Herrchen fressen ... ebenso gibt es gewisse "Persönlichkeiten" und "Typen" bei Schimpansen, die analog zu ADHS beim Menschen sind ... in der ADHS-Forschung wird übrigens auch sehr viel am Tier-Modell geforscht....
#41 am 27.02.2017 von Gast
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Gast
Liebe Tierärztin, haben Pferde auch ADHS?
#40 am 27.02.2017 von Gast
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ADHS ist in der heutigen Zeit durchaus krankheitswertig, weil die Interaktion zwischen ADSHlern und dem Rest der Gesellschaft dem ADHSler schwer zusetzen. ADHS macht krank! Wüde man die Geseschaft so umkrempeln, daß ADHSler und andere Normabweichler mit ihren Besonderheiten akzeptiert werden, wenn man die Umgebung an die Menschen anpassen würde, anstatt von den Menschen zu verlangen, sich ständig selbst zu optimieren, um den Erwartungen anderer zu entsprechen, dann würde ADHS nicht mehr krank machen. Für Menschen ohne ADHS wäre das Leben so übrigens auch entspannter.
#39 am 27.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Gast
ADHS ist für mich nach wie vor keine seriöse Diagnose, ebenso wie das burn out. Suchterkrankung dagegen schon. Jetzt könnt ihr alle wieder laut schreien :-)
#38 am 27.02.2017 von Gast
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Gast
Selten so viel Blödsinn gelesen!!! Behandle mein im Kindesalter diagnostiziert ADHS seit 21 Jahren mit cannabis und bin mir sicher das diese Behandlung BESSER und erfolgreicher ist als sich mit RITALIN oder STRATTERA voll zu dröhnenden das sind leider die einzigen Medikamente die eine Option zu cannabis bieten. Des weiteren bin ich überzeugt das allein der Gedanken ein Präparat einzunehmenden helfen KANN einigen Patienten hilft!!! Desweiteren macht die Dosis den Unterschied zwischen Droge und Medikament!!!! Mir hilft Cannabis und soll es auch weiter. Aber BITTE von den KRANKEN- kassen
#37 am 26.02.2017 von Gast
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Chirurg
#33 na klar Fehlverhalten, was denn sonst, ??? wobei die moderne Gesellschaft (um 1960) ja die Alkoholabhängigkeit (Sucht) zu bedauernswerten Krankheit erklärt hat (Sozialgerichtsentscheidung). Für Sucht = Reduzierung menschlicher freier Entscheidungsfähigkeit, sollte man daher nicht noch Reklame machen.
#36 am 24.02.2017 von Chirurg (Gast)
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Nahrungsergänzungen führen nicht zu ähnlichen Erfolgen wie Ritalin, können aber durchaus in manchen Fällen positive Wirkungen entfalten, wenn Defizite in der Enährung damit ausgeglichen werden können. Besonders erwähnenswert ist dabei Fischöl, das helfen kann, die Hirnleistung zu verbessern und bei vielen neuropsychiatrischen Störungen als sinnvolle Ergänzung eingesetzt werden kann. Ein Ersatz für eine ansonsten notwendige Pharmakotherapie kann das allerdings nicht sein.
#35 am 23.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Therapeut
In dem Umfeld gibt es überdurchschnittlich viele Cannabis Konsumenten. Cannabis beruhigt aber ist für die Unterstützung zu einem strukturierten, produktiven Alltag kontraproduktiv. Genau das müssen ADHS Medikamente erfüllen. Ich lese auch immer häufiger von Nahrungsergänzung mit ähnlichen Erfolgen wie Ritalin und Co. z.B. auf www.adhs-checker.de . Gibt es hier Meinungen?
#34 am 22.02.2017 von Therapeut (Gast)
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Sohn vom Arzt
@ # 28 Chirurg Meiner Erfahrung nach ist es nicht die Regel, dass sich Chirurgen etwas einwerfen. Wer aber denkt Ärzte (auch Chirurgen) würden grundsätzlich keine Stimmungsverbesserer gebrauchen, der ist wohl mit einer geradezu kindlichen Unschuld gesegnet. Anderen Menschen, die abweichende Erfahrungen gemacht haben als man selber, als verantwortungslose Abweichler darzustellen, ist auch alles andere als korrekt. Ich wäre auch vorsichtig an dieser Stelle zu moralisieren und Drogenkonsum, in welcher Form auch immer, grundsätzlich als Fehlverhalten zu bezeichnen. Findet er ausschließlich im privaten Bereich und ohne weitere Fremdgefährdung statt, gibt es einfach keine Verfehlung, auf welche man mit der Moralkeule eindreschen könnte. Wer es dennoch tut betrachtet die Welt durch die Brille der Doppelmoral. Es kommt ja schliesslich auch niemand der noch bei Verstand ist auf die Idee, einen Biertrinker im Vergleich zum Abstinenzler für den schlechteren Menschen zu halten.
#33 am 21.02.2017 von Sohn vom Arzt (Gast)
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Gast
ebenfalls für Interssierte: Wir haben die Abhängigkeit des Phänotyps der Persönlichkeit bei Menschen mit ADHS im Erwachsenenalter von der Sozialisation (damit meine ich dann "Kiffer" mit ADHS vs. Arzt mit ADHS (letzterer z.B. gerade auch Dr. Martin Winkler) ausführlich diskutiert in einem Betroffenen-Forum, also auch für wer Interesse hat: https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erwachsenen/45026-wegen-adhs-erreicht.html
#32 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
...nach der Resonanz, die die 2 Beiträge von Martin Winkler hier ausgelöst haben, ist allzu offensichtlich, welches große Thema Cannabis bei ADHS darstellt (...ich will ja eigentlich den wertenden Begriff "Problem" nicht verwenden...)....ich wiederhole es, der quasi verzweifelte Versuch, die Innere Unruhe selbst zu therapieren...auffallend ist aber bei dem Ganzen auch, dass, so nehme ich es war, vor allem Menschen mit ADHS mit schwieriger, manchmal verwahrloster Sozialisation und sehr häufig auch Komorbiditäten/ Begleitstörungen (ich denke da so an Delinquenz, Schulversagen, seltener auch Persönlichkeitsstörungen) zu Cannabis greifen...ich hatte als Betroffener das Glück klarer Strukturen in meiner Sozialisation...das hat sich positiv auf das Coping mit meiner Inneren Unruhe ausgewirkt....
#31 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
"Seit seinem 18. Lebensjahr rauchte er Joints: „Der Kopf ist einfach frei.“ "....zu finden in nem Bericht über einen aktuellen Kriminalfall aus Heilbronn: http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Ich-wollte-die-Aufmerksamkeit-321730.html Auffallend ist für mich (und auch der Grund für den Post) der Satz: "Der Kopf ist einfach frei."....das ist wieder ein Hinweis auf den fast schon verzweifelten Versuch der Selbstmedikation der Inneren Unruhe/ Aufgewühltheit/ emotionalen Instabilität mit Cannabis...Abschalten können und die Innere Aufgewühltheit vergessen bzw. vorübergehend nicht mehr spüren....
#30 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
@ #25: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/ADHS-Patient-will-sich-Cannabis-von-der-Kasse-zahlen-lassen-id36965657.html ...............man muss sich nur mal das Bild von dem Herrn Häßler in dem Artikel mit seiner Mütze anschauen...auf dessen Mütze steht in großen Lettern: "Dope" ....das sagt schon viel über diese Person.... @ #26: Glaube Ihnen kein Wort...solche Märchen und Seemannsgarn über die Zustände in Krankenhäusern gibt es zuhauf...Medikamentenmissbrauch wohl auch (und zwar längst nicht in dem Ausmaß, wie es das Clichée suggeriert), aber das was Sie hier behaupten...Hahaha...
#29 am 21.02.2017 von Gast
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Chirurg
#24 und #26 "Chirurgen" nehmen in der Regel gar nichts! Wer so einen Unsinn erzählt, sucht sich krampfhaft eine Ausrede für eigenes Fehlverhalten.
#28 am 21.02.2017 von Chirurg (Gast)
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Gast
Also wird ADHS durch Cannabis ausgelöst!
#27 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
Als ich noch Stift war, habe sich die Ärzte gegenseitig Propofol gespritzt, um nach zwanzig Stunden OP ein wenig schlafen zu können!
#26 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
Die Krankenkasse mhplus argumentiert, dass „Dieser Erlaubnis liegt keine sozialmedizinische Einschätzung zugrunde, wie sie der MDK vornimmt.“ Die Kosten von Cannabisblüten und -extrakten seien von der Erstattung durch gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen. Lediglich in Ausnahmesituationen müssten nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes auch Leistungen gewährt werden, die im Recht nicht vorgesehen sind. Im Fall H.hat die mhplus das Vorliegen der Voraussetzungen dafür prüfen lassen. „Der MDK empfiehlt aufgrund der Unterlagen eine vollkommen andere Behandlung“, teilt Pressesprecher Michael Pfeiffer mit. Weiter heißt es: „Keinesfalls wollen wir Herrn H. mit seinen gesundheitlichen Problemen allein lassen.“ Mit den im MDK-Gutachten ermittelten Behandlungsnotwendigkeiten werde man ihn „nach Kräften unterstützen“.... http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/ADHS-Patient-will-sich-Cannabis-von-der-Kasse-zahlen-lassen-id36965657.html
#25 am 21.02.2017 von Gast
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Gast
Es gibt Länder die auch beim Thema Hanf noch drakonische Strafen verhängen. Bis hin zu Todesstrafe für Handel. Sind diese Länder deswegen drogenfrei? Eher nicht! Wer wundert sich da über kiffende Chirurgen in Deutschland?! Obwohl in diesem Tätigkeitsfeld eher andere, weitaus problematischere, aber gesellschaftlich besser integrierbare "Genussmittel" die Regel sind...
#24 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
...ob einem Chirurgen, der in ner Disco in Barcelona oder am Strand an der Algarve kifft, im beruflichen Alltag jedoch nicht, die Approbation entzogen gehört...ich persönlich fände das zutiefst ungerecht...aber rein rechtlich läuft jeder Arzt damit automatisch Gefahr, dass ihm genau das passiert: der Entzug der Approbation!
#23 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
...Zum einen ist Noah Gordon ein gutes Beispiel dafür, dass ADHS eben nicht mit dem 18. Lebensjahr verschwindet, sondern bis zum Lebensende besteht...zum anderen will ich hier mal anregen, darüber nachzudenken, ob Noah Gordon auch unter Cannabis zm Schreiben von "Der Medicus" in der Lage gewesen wäre...ich glaube eher nicht...
#22 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
...da fällt mir aber noch ein passendes Beispiel ein für geistige Höchstleistungen bei ADHS: http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/803168/medicus-autor-noah-gordon-wird-90-jahre-alt "Nur wenige Fans der ab 1986 erschienenen „Medicus“-Triloge, die die Medizinerdynastie der Familie Cole im Mittelalter beschreibt, werden von der Tortur wissen, der Gordon sich beim Schreiben unterziehen musste. Wegen einer erst im Alter von 70 Jahren diagnostizierten Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADHS) quälte Gordon sich oft über Stunden, um klare Gedanken zu fassen und zu Papier zu bringen. „Eine Fülle, ein Überangebot schneller Gedanken“ sei ihm dabei durch den Kopf gerauscht, sodass er sich übermäßig stark konzentrieren musste, um gedanklich überhaupt bei einem Thema zu bleiben. “...
#21 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Die kiffenden Chirurgen gibt es wirklich. Wenn ich Märchen vom Himmel lügen wollte, um hier auf dicken Schuh zu machen, dann würde mir spektakuläreres einfallen. Das Ganze ist nur ein weiteres Beispiel, dass die Prohibition nicht funktioniert. Das Risiko liegt zwar auf der Hand, hält aber selbst Chirurgen nicht davon ab.
#20 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Chirurgen, die Kiffen, wird die Approbation entzogen, wenn Sie auffliegen...Habe da so meine Zweifel, ob und wenn doch, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen die genannten Personen tatsächlich kiffen...und selbst, wenn der Chirurg nur in Spanien am Strand oder in Barcelona in nem Nachtclub kifft, ist für ihn, falls er dort erwischt wird, die reale Perspektive der Entzug der Approbation...
#19 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Nachdem hier ständig der neueste Zeit-Artikel zum Thema verlinkt wird, der sich auf eine in Fachkreisen hochumstrittene, schon ältere Studie stützt und darüber hinaus einen hochkomplexen Sachverhalt sträflich verkürzt wiedergibt, hier mal ein Link zu einer der neueren Arbeiten, die zu einem anderen Ergebnis kommen und die These stützten, dass die genannten Negativauswirkungen tatsächlich nur mit dem Konsum korrelieren. Es glaube also jeder was er mag. Ich für meinen Teil glaube nicht an die Verblödung. Habe kiffende Chirurgen im Bekanntenkreis. Starke Langzeitkonsumenten. Schaue denen schon seit über zwanzig Jahren dabei zu. Keine erkennbare Zunahme der kognitiven Fehlleistungen vorhanden. Auch kein mangelndes Trennungsvermögen, wie bei den saufenden Kollegen. http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-15478-2013-01-15.html
#18 am 20.02.2017 von Gast
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Vielen Dank für die kritisch-abwägende Stellungnahme! Das Fehlen signifikanter Cannabis-Wirkung auf ADHS ist plausibel: Beim "echten" ADHS wirken Stimulantien. Cannabis stimuliert nicht, könnte somit ADHS sogar verschlechtern. Bei psychogenen Unruhezuständen wirkt Cannabis oft angenehm, Methylphenidat hingegen nicht. Manchmal sind unter dem Etikett "ADHS" gemischte Unruhezuständen zusammengefasst, besonders in medienwirksamen populären "Therapie"-Berichten, bei denen folglich die Stimulans-Wirkung nicht hervortritt (und dann manchmal generalisierend abgewertet wird) und andererseits negative Cannabis-Wirkungen nur z.T. berichtet werden. Fazit: Sehr präzise diagnostische Gruppen sind nötig (mit Ausschluss von Mischzuständen), um signifikante Ergebnisse finden zu können. Allgemeine Therapie-Vorlieben helfen da nicht weiter.
#17 am 20.02.2017 von Prof. Dr. Peter Müller (Arzt)
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Gast
...Als Beispiele für ethnische und geographische Häufungen stelle ich für Interessierte hier mal ein paar Links rein: Israel: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/24439 Türkei: ADHD prevalence rate (more than double) than the suggested pooled worldwide prevalence: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26002410 Saudi Arabien (ca. 15%): http://english.alarabiya.net/en/life-style/healthy-living/2015/01/03/Saudi-Arabia-15-of-children-have-ADHD-.html Wir haben die Frage der geographischen und ethnischen Hotspots von ADHS mal ausführlich diskutiert in einem Betroffenen-Forum: https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-presse-medien/43901-adhs-juedische-allgemeine.html ...
#16 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
...und Deutschland liegt mit in Wahrheit bis zu 10% noch im internationalen Mittelfeld...die richtigen geographischen und ethnischen Hotspots von ADHS, das sind Griechenland mit bis zu 40% Menschen mit ADHS (nur mal an Iannis Varoufakis und griechische Archive denken), die Sinti und Roma (der Rassismus- und Nazi-Vorwurf ist an dem Punkt unweigerlich nicht weit, ich bin aber weder Rassist noch Nazi) und übrigens auch Israel, Japan und Südkorea...in diversen Entwicklungsländern steht die ADHS-Forschung erst am Anfang und was da in den nächsten Jahrzehnten noch alles an Fällen von ADHS zu Tage treten wird, sagen wir mal bei Nomaden in der Mongolei (wo ADHS eben ein genetischer Selektionsvorteil ist) etc. dürfte quantitativ gigantisch sein...
#15 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Mit Modediagnose meint Lieschen Müller eine Diagnose, die vorübergehend unverhältnismäßig häufig gestellt wird und nach einiger Zeit wieder abflaut und zurückgeht...Nun, die Mär von ADHS als Modediagnose gibt es jetzt schon seit mindestens 20 Jahren...aber was passiert in der Realität: Die Zahl der Diagnosen von ADHS in Deutschland steigt weiter...und das seit mindestens 20 Jahren...es ist eben ein Faktum, dass bis zu 10% der Bevölkerung in Deutschland von ADHS betroffen ist...und zwar von der Geburt bis zum Lebensende...
#14 am 20.02.2017 von Gast
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Sehr geehrter Gast, was verstehen Sie unter einer Modediagnose?
#13 am 20.02.2017 von Peter von Stedman (Gesundheits- und Krankenpfleger)
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Gast
...und das hat jetzt zwar nicht direkt mit Cannabis bei ADHS zu tun, wohl aber mit dem kulturellen Vorsprung in USA von 20 bis 30 Jahren in Sachen ADHS: die breite Masse der Bevölkerung in Deutschland hält auch heute noch ADHS für eine Modediagnose...in Leitmedien wie Spiegel etc. hat man es immer noch nicht begriffen: 2 Beispiele dazu hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311928.html http://www.spiegel.de/sport/sonst/wada-simone-biles-empoert-ueber-hacker-angriff-a-1112217.html https://magazin.spiegel.de/SP/2016/38/146869875/index.html?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage dagegen bereits 1994!!! , vor 23 Jahren das Time Magazine: http://content.time.com/time/magazine/0,9263,7601940718,00.html dass Spiegel, FAZ oder Zeit so was bringen wie das Time Magazine 1994...mal schauen...
#12 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
....und Cannabis gegen ADHS: auch in USA gibt es ja die Entwicklung zur Liberalisierung in Sachen Cannabis...wie Martin Winkler hier erwähnt hat, gibt es aber nicht gleichzeitig dort den Ruf nach Cannabis gegen ADHS...zumindest nicht in quantitativ ernst zu nehmendem Ausmaß...in Deutschland dagegen schon...Woran liegt das?...Ich stelle die Hypothese in den Raum, dass in Deutschland viele ADHS-Betroffene nach etwas suchen und psychisch mitunter regelrecht danach schreien, was ihre Affektlabilität/ emotionale Instabilität bekämpft: eben Cannabis! In den USA haben ADHS-Betroffene dagen die dort standardmäßig verschriebene, viel bessere Alternative: eben Lisdexamfetamin, Adderall etc. ! Ich würde also schon sagen, dass Cannabis bei ADHS bei Teilbereichen der Symptomatik zu einer subjektiven und objektiven Linderung führt, aber eben zu folgendem Preis: http://www.zeit.de/2017/06/drogen-kiffen-langzeitfolgen-stimmts plus all den anderen negativen Folgen und Risiken bei Cannabis...
#11 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
...und um nochmals auf Lisdexamfetamin (und Nein, ich bin kein Pharmareferent und habe auch keinen Vertrag mit Shire (Anm.: dem Patentbesitzer von Lisexamfetamin)) zurückzukommen: In den USA sind Lisdexamfetamin (Präparat dort mit Namen Vyvanse) und Adderall bzw. damit letztendlich Dexamphetamin die mittlerweile am häufigsten verschriebenen Präparate...sehr wahrscheinlich auch wegen der Wirkung gegen Impulsivität und Affektlabilität (zum anderen Lisdexamfetamin auch wegen der längeren Wirkung)...die einzigen in Deutschland auf GKV-Kosten verordnungsfähigen Präparate Medikinet adult und Ritalin adult sowie Strattera interessieren dort im Wesentlichen keine Sau...auch wenn Ami-Bashing auch unter Ärzten in Deutschland ja sehr modern ist, die USA sind was ADHS angeht uns kulturell und insgesamt 20 Jahre voraus...
#10 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Cannabis mag bei ADHS vielleicht einen positiven Effekt auf die Innere Unruhe aund Aufgewühltheit haben...für die Dauer der Wirkung wohlgemerkt...Wie eine Person mit ADHS jedoch unter Dauer-Medikation mit Cannabis den Anforderungen des Alltags gerecht werden soll, erschließt sich mir nicht...Was die emotionale Instabilität und Innere Unruhe bei ADHS angeht, Lisdexamfetamin (Elvanse bzw. Vyvanse in USA) hat eine nicht geringe Wirkung gegen diese Symptome. Ich bin selbst Betroffener und spürte die emotionale Instabilität, Innere Unruhe, Affektlabilität bzw. wie immer man das nennen mag mein ganzes Leben lang am eigenen Leib. Methylphenidat auch mit stark retardiertem Präparat (Concerta) hatte bei mir keine nennenswerte Wirkung gegen die Affektlabilität. Seit ich auf Elvanse/ Lisdexamfetamin umgestiegen bin, ist die Affektlabilität für die Dauer der Wirkung (12 h pro Tag) verschwunden...
#9 am 20.02.2017 von Gast
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Gast
Lasst die Leute doch nehmen was sie wollen. Auf der einen Seite zwingt man Menschen aus "Fürsorge" Neuroleptika zu nehmen und kiffen soll verboten sein. Was ein aufgeklärter Erwachsener mit seinem Körper anfängt und in sich rein stopft ist sein Problem. Wenn sich Frauen irgendwelches Zeug in die Brust hinein operieren lassen damit diese größer aussieht regt sich ja auch keiner auf. Man kann dann noch die Frage stellen ob die gesetzliche Krankenkasse für die Folgen aufkommen soll oder er das selbst bezahlt oder eine Zusatzversicherung hat. Diese ganze Patriarchalische Getue der Ärzte sollte endlich ein Ende haben. .
#8 am 20.02.2017 von Gast
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Danke für Ihren zweiten Blick auf Cannabis und ADHS ! Das zeigt überdeutlich, wie gewissenhaft und zeitintensiv (!) Sie sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Die meisten Kommentatoren haben keine Ahnung, wie lange es dauert einen einigermaßen kritischen, lesbaren und interessanten Artikel aufzusetzen. Stattdessen werden den DocCheck-Autoren manchmal nur Internet-Fetzen oder Sprach-Brocken serviert, die er/sie dann gefälligst selbst zu recherchieren hat. Hier z. B. "Sohn damit geheilt" wo die Studie eine Halbierung des Tumorwachstums detektiert? Belegfreie Hinweise auf M. Parkinson? Gilt für Diabetiker, Rheuma-, Epilepsie-, Hypertonie-, KHK-, Hyperlipidämie-, ADHS-Kranke wirklich "ja oft hat Pharam Kurzzeitlösungen gefunden"? Ist: "Die Heilung liegt in der Natur" wirklich immer richtig? (#5) Gilt "Alkohol ... überall akzeptiert und macht nicht blöd" wirklich auch auf Entgiftungs- und Entzugsstationen, im Delir, beim Korsakow bzw. beim Fahrzeug führen? (#2)
#7 am 20.02.2017 von Dr. med. Thomas Georg Schätzler (Arzt)
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Danke für diese kompetente Erwiderung, die mir zur Aufklärung der konkreten Sachlage sehr dienlich war.
#6 am 20.02.2017 von Dipl.-Chemikerin Babette Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
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Nun Harvard University zeigt eine Studie bei der Krebs damit kontrolliert oder aber auch geheilt werden kann. https://wearechange.org/harvard-university-finds-cannabis-cuts-tumor-growth-half-three-weeks/ dazu kommt das eine Mutter deshalb in England im Knast sitzt da sie Ihren Sohn damit geheilt hat. Es gibt viele dieser Beispiele sie auch bei Parkinson. Wie kann etwas verteufelt werden, wenn es doch offensichtlich ist das es hilft? Die Heilung liegt in der Natur und ja oft hat Pharam Kurzzeitlösungen gefunden, aber diese nur auf Kosten anderer Organe. Kennen sie ein Pharama Produkt das sie ein Leben Lang ohne bedenken nehmen würden? Ich für mich nicht. Vielen Dank für Ihren Mut !!!
#5 am 20.02.2017 von Dipl. Ing. Dorothea Burger (Medizinisch-Technische Assistentin)
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Sehr geehrter Herr Kollege. Kompliment für Reflektion und Fazit. Einerseits gibt es klinisch ganz offensichtlich ein besonderes ADHS-Subklientel, welches von Cannabis profitiert, zum anderen aber keine wirklich befriedigende Studienlage. Hier gibt es Forschunsgbedarf, wie üblich nicht von der GKV finanziert. Übrigens: Die meisten meiner ADHS-Cannabis-Patienten (Adoleszente & Jungerwachsene) konnten bei stabiler Lebenssituation selbständig den Gebrauch nach ca. 5 J. reduzieren oder einstellen, egal ob mit oder ohne MPH. Es lebe die friedliche Koexistenz von Harm reduction und EBM, v.a. aber das vernünftige und kritische Abwägen.
#4 am 20.02.2017 von Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann (Arzt)
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Vielen Dank für diesen kompakten Überblick über den Status Quo in Sachen Cannabis als mögliches ADHS-Therapeutikum.
#3 am 20.02.2017 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Jessica Gast
"...für die Cannabis-Fans: http://www.zeit.de/2017/06/drogen-kiffen-langzeitfolgen-stimmts" Mist. Muss ich doch weitersaufen. Alkohol ist völlig legal, superbillig, überall akzeptiert und macht nicht blöd. Ach was, Alkohol macht schlau!
#2 am 20.02.2017 von Jessica Gast (Gast)
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Gast
#1 am 18.02.2017 von Gast
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