Alle Jahre wieder...

17.09.2009
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...wird der "Arzneimittelreport" veröffentlicht. Und auch dieses Jahr darf der überaltete Prof. Dr. Schwabe mit seinen Kollegen wieder behaupten, dass alles viel zu teuer sei und dass in Deutschland ein enormes Einsparungspotential bei Arzneimitteln vorhanden sei. Seine neueste Meisterleistung ist das fixe Apothekenhonorar von 8,10 Euro pro Packung abgegebenem verschreibungspflichtigem Medikament als Teuerungsfaktor anzuprangern. Dass von den 8,10 Euro schlappe 2,30 Euro von den Apotheken zwangsweise(!) und per Gesetz an die Kasse zurückgegeben werden, davon hat der Herr Professor aus Heidelberg (haha, wir sind im Wahlkampf!) wohl noch nichts gehört. Dass es sich bei der ganzen Geschichte um eine Mischkalkulation für die Apotheken handelt, die sich -meiner bescheidenen Meinung nach- nicht gerechnet hat- hat er erkannt, allerdings spricht er von "Subvention von teuren Arzneimitteln durch die Apotheken".

Meine Güte. WAS WOLLT IHR DENN ALLE? Alles für lau? Gesundheit "fer umme" (für die hochdeutschen Mitleser: "für umsonst")? Dann verstaatlicht doch bitte das Gesundheitswesen, stellt Ärzte, Apotheker, Physios etc.pp. als Staatsbeamte ein und ihr bekommt alle Medikamente umsonst. Ja, wirklich, alle! Denn wir müssen dann alle nichts mehr verdienen, wir müssen keine Gehälter, keine Mieten keine sonstigen Kosten bezahlen. Das macht dann alles der Staat für uns. Wir können dann mit 58 in Rente gehen und uns noch einen schönen Lebensabend machen. Wie? Sie haben nachgerechnet und das ist Ihnen zu teuer? Gerade das ist die Frage aller Fragen, die auch die Kollegin Buschow gerade gestellt hat: was darf Gesundheit kosten? Wenn es nach dem Arzneiverordnungsreport geht: NICHTS!

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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