Video-Erklärung: Was ändert sich durch das neue PsychKG NRW 2017

30.12.2016

Ab dem 1. Januar 2017 gilt eine neue Fassung des PsychKGs in Nordrhein-Westfalen. Welche Änderungen gegenüber dem alten Gesetz müssen stationär tätige Psychiater kennen und anwenden?

In diesem siebenminütigen Video erkläre ich kurz die wesentlichen Neuerungen des PsychKGs für NRW. Insbesondere gehe ich auf den Richtervorbehalt bei der Zwangsmedikation ein. Die technische Qualität des Videos ist noch nicht ganz optimal, aber wenn ihr Interesse an weiteren erklärenden Videos habt, sagt Bescheid, dann übe ich gerne weiter!

Ausführliche Erklärungen zu allen Rechtsgrundlagen stationärer Behandlungen in der Psychiatrie und der korrekten Anwendung findet ihr hier.

Bildquelle (Außenseite): Clker-Free-Vector-Images, pixabay
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 04.01.2017.

45 Wertungen (2.62 ø)
4822 Aufrufe
Medizin, Psychiatrie
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Ich bin pro Richter. Richter haben in meinem Fall immer gute Entscheidungen getroffen - sogar gegen den Willen des behandelnden Arztes. Ich traue ihnen mehr gesunden Menschenverstand zu, schon, weil sie nicht in der Krankenhaushierarchie mit verstrickt sind. Patienten würde ich allerdings fast raten, bis zum Eintreffen des Richters Medikamente zu verweigern. Unter Haldol beispielsweise gibt man einfach einen falschen Eindruck.
#4 am 04.01.2017 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  2
Psychiatrie to go
In Deutschland dürfen nur Richter frei zu entziehen der Maßnahmen durchführen, daher muss dieser Entscheidung vom Richter getroffen werden. Bezüglich der Krankheit ist der natürlich auf die Information des Arztes angewiesen. Bezüglich der Gefahrenabwehr gungen kann er sich jedoch selber eine Meinung bilden.
#3 am 04.01.2017 von Psychiatrie to go (Gast)
  4
Gast
Mir leuchtet nicht ein, warum ein Richter, der absolut keinen Schimmer vom Fach hat und auch sonst nicht wirklich als weise, im Sinne von allumfassenden Wissen, gesehen werden kann, so eine Entscheidung in letzter Instanz für einen psychisch verletzten Menschen treffen darf. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? Vielleicht ist der idealistische Gedanke und die Intention dahinter gut und richtig, aber dass Realität und Idealismus zur gleichen Zeit aufeinander treffen, dürfte doch ziemlich unwahrscheinlich sein, wenn nicht sogar unmöglich.
#2 am 04.01.2017 von Gast
  8
Gast
Danke, sehr informatives Video. Ich sehe grundsätzlich das Problem, daß hier zwar ein durchaus sinnvolles Gesetz geschaffen wurde, aber die "juristische Infrastruktur" fehlen könnte: Gerade in unklaren Situationen bzw. wenn keine massive Gefährdung vorliegt, sollte (im Interesse a l l e r beteiligten) ein Bereitschaftsrichter vorhanden sein, der rasch (am besten mit persönlicher Inaugenscheinnahme innerhalb weniger Stunden) die Situation klärt. Mir scheint das noch nicht so recht vorhanden zu sein, wenn ich den Tenor des Casts höre. Hier scheint das Land NRW noch nachlegen zu müssen - schauen wir, ob sie es denn (angesichts des allgemeinen Personalmangels und Kürzungen) tun...
#1 am 30.12.2016 von Gast
  20
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Was viel stärker mit Wirkungen und Nebenwirkungen zusammenhängt als die Dosis, ist aber der Blutspiegel. Auch das mehr...
Der Anteil der psychiatrischen Patienten, die rauchen, ist auffallend hoch. Das kann vielerlei Gründe haben. Zum mehr...
Deutsch -> Pharmakologisch Viel hilft viel heißt auf psychopharmakologisch: Haloperidol 5-5-5-5 mg. Etwas tun mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: