Zu Schieber- und Betrügereien fragen Sie Ihren Apotheker

08.07.2009
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Seit Montag Abend weiß die halbe Republik, was jeder vorher sowieso schon wusste: Apotheker sind alles Betrüger ! Und sie bereichern sich an den Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse. Auch das keine Wahnsinnsneuheit, denn vom Verkauf von Arzneimitteln leben wir schließlich. Aber es kommt noch schlimmer: Apotheker bekommen den Hals nicht voll! Und deshalb nutzen sie verbotenerweise versteckte Einkaufsvorteile und machen damit Profite in Millionenhöhe.

Mal ehrlich, würden Sie auf dem Markt 5 kg Kartoffeln für 3,50 Euro kaufen, wenn 1 kg 50 Cent kostet? Sicher nicht! Genau so ist das aber im Apothekenbereich: da müssen wir -zumindest laut GKV- und Standesvertretern- z.B. eine 60-Stück-Packung abgeben, die im Einkauf teurer ist als 4x15 Stück. Schön manipulativ wurde dann auch Einkaufs- und Verkaufspreis durcheinander geworfen und unsere Zunft wieder mal in die Schmuddelecke gezerrt. Von bis zu 300% Gewinnsteigerung wurde gesprochen. Dass 300% von 5,80 Euro gemeint sind, davon war nicht die Rede. Wozu auch, kennen wir doch den Apotheker seit jeher als Halsabschneider und die "Apothekenpreise" sind dank Schlecker & Co auch weiterhin in aller Munde. Aber das kennen wir ja bereits, wir sind Kummer gewöhnt. Ein Anruf beim Landesapothekerverband verriet mir dann, dass das ein "ganz heißes politisches" Eisen sei, weil sich der DAV ja immer noch in Verhandlungen um den "Apothekenrabatt" befände. Und die Kassen machen jetzt wohl mit der Stückelung das nächste Fass auf um die Daumenschrauben enger zu drehen.

Aber macht sicher alles nichts, zum Schluss wird der Rabatt wegen einem fadenscheinigen Grund erhöht, aber "es hätte schlimmer kommen können" (copyright liegt bei diversen Standesvertretern)

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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