PR: Paul-Ehrlich-Institut bestätigt: kein Zusammenhang zwischen HPV-Impfung und Auftreten von Multipler Sklerose

22.12.2016

HPV-Impfungen junger Frauen zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs erhöhen nicht das Risiko, an Multiple Sklerose (MS) zu erkranken. Eine aktuelle zusammenfassende Auswertung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (Ausgabe 4/2016) gibt Entwarnung. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie berichtete bereits im Januar 2015 ausführlich darüber.

Noch immer haben junge Frauen Bedenken, dass die HPV-Impfung Erkrankungen wie beispielsweise MS auslösen könnte. Insbesondere nach Auftreten einer Multiplen Sklerose im zeitlichen Zusammenhang mit einer HPV-Impfung kommt es daher wiederholt zu Anfragen an das Paul-Ehrlich-Institut. Die MS-Erkrankung manifestiert sich in sehr vielen Fällen im jungen Erwachsenenalter. Die Verunsicherung scheint nach wie vor groß.

Die jüngste Beurteilung der aktuellen Datenlage durch das PEI spricht jedoch klar gegen einen Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und der Entstehung von Multiple Sklerose. Der Beitrag stellt die relevanten Studien zum Thema vor und fasst deren Ergebnisse in Kurzform zusammen.

Die Impfung gegen HPV senkt das Risiko einer Gebärmutterhals-Krebserkrankung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher die Immunisierung gegen HPV als Standardimpfung für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren.

Bulletin des Paul-Ehrlich-Instituts

Meldung der DGN: HPV-Impfung und MS

Artikel letztmalig aktualisiert am 22.12.2016.

1 Wertungen (5 ø)
589 Aufrufe
Medizin, Neurologie
Um zu kommentieren, musst du dich einloggen. Einloggen
Bei der Hepatitisimpfung handelt es sich *nicht* um eine "Lebendimpfung". Insofern ist ein erhöhtes Risiko für die Auslösung eines MS-Schubs nicht anzunehmen. Anders sähe es bei einer "Lebendimpfung" aus, also bei einer Impfung mit abgeschwächten, aber lebenden Keimen. Bekannt ist, dass Infektionen bei MS-Patienten Schübe auslösen können und dementsprechend muss das auch bei Lebendimpfungen angenommen werden (bzw. ist das auch bekannt?). Bei Lebendimpfungen sollte man also das Erkrankungsrisiko gegen das potentielle Schubrisiko eng abwägen. Bezüglich der Hepatitisimpfung aber aus meiner Sicht: Entwarnung.
#2 am 04.01.2017 von Werner Schmidt (Arzt)
  0
Hallo, als MS Patientin würde ich die Frage umgekehrt stellen und zwar: würde es denn zu einem Schub kommen wenn ich mich impfen lasse? Ich bekomme bald eine Impfung gegen Hepatitis, die ich von meinem Arbeitgeber bezahlt bekomme. Würde dies oder generell eine Impfung Folgen haben bzgl der MS?
#1 am 02.01.2017 von Hacer Emiroglu (Krankenpflegehelferin)
  0
Hier klicken und Medizin-Blogger werden!
Zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert: Schmerz- und Migränemittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken mehr...
Die Arbeit der Pflegekräfte hat einen immensen Einfluss auf die Versorgungsqualität von Patienten. Zahlreiche mehr...
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) haben mehr...

Disclaimer

PR-Blogs innerhalb von DocCheck sind gesponsorte Blogs, die von kommerziellen Anbietern zusätzlich zu den regulären Userblogs bei DocCheck eingestellt werden. Sie können werbliche Aussagen enthalten. DocCheck ist nicht verantwortlich für diese Inhalte.

Copyright © 2018 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: