Fallbeispiel Heuschnupfen und Behandlung mit chinesischen Arzneimitteln

16.12.2016
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Ein 32-jähriger Patient, der seit seinem 11. Lebensjahr ganzjährig unter einem allergischen Schnupfen litt, kam in die Praxis. Seit bei ihm eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert worden sei, erklärte er, habe er alle schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Sie hätten ihm aber keine Besserung gebracht. Die Beschwerden bestünden aber unverändert weiter.

 

Ein 32-jähriger Patient, der seit seinem 11. Lebensjahr ganzjährig unter einem allergischen Schnupfen litt, kam in die Praxis. Seit bei ihm eine Hausstaubmilbenallergie

diagnostiziert worden sei, erklärte er, habe er alle schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Sie hätten ihm aber keine Besserung gebracht. Die Beschwerden bestünden aber unverändert weiter.

 

Er erzählte, daß seine Nase ständig verstopft sei. Nachts schnarche er

und er am Morgen einen hatte er einen ausgetrockneten Mund. Bei stärkerer Hausstaubexposition fing seine Nase heftig an zu laufen, und er habe Niesanfälle, die manchmal mehrere Stunden lang anhielten. Diese Anfälle erschöpften den jungen Mann oft so, dass er sich danach einige Stunden ins Bett legen musste, um sich zu erholen.

Außerdem zeigte sich eine erhöhte Infektanfälligkeit und die Neigung zu Durchfällen.

Die chinesische Differentialdiagnose und das Syndrommuster hier: energetische Erschöpfung (depletio, xu) der „Mitte“, „Schleim“ (pituita, tan) und „Wind-Hitze-Trockenheit“ (fengrezao, calor venti und ariditas).

 

Die Sichtweise der TCM

„Anders als in der Schulmedizin, bei der das Hauptaugenmerk darauf liegt, mit spezifischen Maßnahmen gegen die Hausstaubmilben vorzugehen, ist das

zentrale Anliegen der chinesischen Medizin, die generelle Bereitschaft des Patienten

zur allergischen Reaktion zu beruhigen oder zu beseitigen. Das auslösende

Allergen spielt dabei eine untergeordnete Rolle. „Und es hat sich in der Praxis wie auch in mehreren Studien gezeigt, dass die Behandlung einer Hausstaubmilbenallergie

mit der Traditionellen Chinesischen Medizin gute Erfolge hat. Studien zeigten Responderraten bis 80%.

 

 

Behandelt wird mit Akupunktur und TCA:

Zur Behandlung einer Hausstaubmilbenallergie reichen üblicherweise 10 bis 20 Akupunkturbehandlungen, wobei die Akupunktur meist einmal wöchentlich

erfolgt. Parallel dazu werden über einige Monate chinesische Heilpflanzen verordnet, die traditionell im Wasser abgekocht und als teeähnliche Zubereitung

(Dekokt) eingenommen werden.

 

Traditionelle Chinesische Medizin kann bei ganzjährig

Auftretenden Allergien Beschwerdefreiheit erzielen. Ihr spezifischer Blick auf die Ursachen der Erkrankung führt zu einer Behandlung, die die Allergiebereitschaft des Körpers herabsetzt.

Bildquelle: Josef Hummelsberger

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.12.2016.

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