Steigende Arzneimittelkosten

25.06.2008
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Heute stand wieder einmal etwas von gestiegenen Arzneimittelausgaben in der Presse und ich frage mich dabei immer, wie sowas kommt? Schließlich werden die Festbeträge regelmäßig gesenktangepasst, Hersteller, Großhändler und Apotheken gewähren seit Jahren Zwangsrabatte, die Rabattverträge sollten theoretisch(!) weiteres Einsparpotential bieten (sonst könnte man sie ja auch einfach abschaffen) und es wird mehr und mehr generisch verordnet. Natürlich, die Entscheidung Impfstoffkosten zu übernehmen hat im vergangenen Jahr richtig reingebrockt und auch die gestiegene Umsatzsteuer hat einen Teil der Kostensteigerung verursacht.

In dem von mir gelesenen Artikel geht es aber um eine Kostensteigerung im ersten Halbjahr 2008 und da gab es -abgesehen von neuen Festbeträgen- keine Änderungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Zeiten, in denen die Patienten immer höhere Aufzahlungen in Kauf nehmen müssen (z.B. Nebilet N3: 20,- EUR, Nexium 40 mg/90 St.: 45,- EUR, Sortis 20 mg/100 St.: 125 EUR), weil patentgeschützte Arzneimittel plötzlich in einer Festbetragsgruppe gelandet sind, überhaupt noch so viele teure Medikamente verordnet werden. Sicher, die neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebs und vielleicht noch AIDS kosten entsprechend. Dass sie allein Ursache für die Kostenexplosion sein sollen, kann ich aber nicht ganz glauben. Wofür wird also das Geld im Arzneimittelsektor ausgegeben? Vielleicht hat ja einer der Mitleser eine Idee?

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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