Wach ohne Koffein? Sieben pflanzliche Wachmacher für jeden Tag!

14.12.2016
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7:00 Uhr ... Schlummertaste ein… 7:10 Uhr ... Schlummertaste aus ... 8:30 Uhr ... Oh nein, verschlafen! Hier sind 7 pflanzliche Wachmacher, die jeden Tag auf natürliche Weise aufputschen, ganz ohne Entzugserscheinungen oder Suchtgefahr.

 

Exotische Kaffee-Alternativen für einen perfekten Start in den Tag

Die Wenigsten wissen, dass Koffein eigentlich ein Insektengift ist. Zwar schmeckt Kaffee gut und er gibt uns täglich den Energie-Kick, den wir brauchen, jedoch bringt Koffein bei übermäßigem Verzehr einige unangenehme Nebenwirkungen mit sich. Bei einem zu hohen Koffeinlevel reagiert der Körper zum Beispiel mit akuten Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung, Steigerung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität und Stress. Ja, Stress, denn Koffein stimuliert die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin.

Das soll nicht heißen, dass man auf Kaffee vollkommend verzichten sollte. Zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag sind unbedenklich. Doch der Körper gewöhnt sich schnell an Koffein, was wiederum seine anregende Wirkung mit der Zeit abschwächt. Wie man den täglichen Kaffee-Konsum reduzieren kann? Hier sind 7 natürliche Wachmacher, die man mal probiert haben sollte.

Matcha

Matcha stammt aus Asien, gilt heutzutage dank seiner hohen Vitalstoffdichte als Superfood und wird als „lebensverlängerndes Elixier“ bezeichnet. Es ist ein gemahlener grüner Tee in Form von Pulver, welches man sowohl trinken als auch in Form von Nahrungsergänzungsmittel beim Kochen verwenden kann. Matcha enthält viel Koffein, jedoch ist es aus dieser Pflanze weit verträglicher als Koffein aus Kaffee und die anregende Wirkung hält länger. Das natürliche Koffein (nicht geröstet) wird nämlich langsamer vom Darm ins Blut transportiert, da es an Polyphenole gebunden und langsam freigesetzt wird. Matcha enthält auch Aminosäuren, wie etwa Theanin, welche für die langsamere Aufnahme des Koffeins zuständig ist, das Nervensystem beruhigen und die Gehirnleistung unterstützen soll.

Tipp: Statt dem üblichen Latte Macchiato kann man es mit einem köstlichen Matcha Latte versuchen. Mandelmilch und etwas Rohrzucker verleihen dem Getränk eine herrliche Süße.

Mehr über Matcha und seine Wirkung erfahren Sie im Beitrag Matcha, der natürliche Wachmacher.

Guaraná

In Amerika nennt man diese kleinen roten Früchte auch „Früchte der Jugend“. Diese stammen aus dem Gebiet des Amazonas und sind sehr koffeinreich. Sie wirken zwar nicht so stark wie Kaffee, dafür hält die stimulierende Wirkung aber länger an, da sie an Gerbstoffe gebunden sind. Ballaststoffe und Eiweiß stillen den Hunger und stimulieren Stoffwechsel und Verdauung. So kann Guaraná bei einer gewichtsreduzierenden Diät unterstützend wirken. Guaraná ist vielfältig einsetzbar – man erhält es in Form von Pulvern, Kapseln, Tabletten, in Fitnessdrinks oder auch Süßigkeiten.

Tipp: Guaraná gibt dem Kakao mehr Pepp. Einfach einen Löffel Guaraná in die Tasse dazugeben und genießen.

Schwarzer Tee

Geduld wird belohnt … Koffein aus der Kaffeebohne wirkt bereits nach wenigen Minuten. Beim Tee sieht es etwas anders aus. Dank der Gerbstoffe wird das Koffein des Tees langsamer im Körper ausgeschüttet und wirkt so länger. Schwarzer Tee enthält zudem Kalium, ätherische Öle und Catechine. Letztere gehören zu den Flavonoiden, wirken antioxidativ gegen Entzündungen, können das Immunsystem stärken und den Stoffwechsel stimulieren. Diese sekundären Pflanzenstoffe können außerdem die Herz-Kreislauf-Aktivität verbessern. Schwarzer Tee enthält zudem Fluorid, welches die Zähne stärken kann.

Tipp: Für die ultimative Wachmacher-Wirkung darf der schwarze Tee nicht länger als 3 Minuten ziehen, da innerhalb dieser Zeitfreigesetzt werden. Lässt man schwarzen Tee länger als 3 Minuten ziehen, verliert er seine anregende Wirkung und hat sogar einen beruhigenden Effekt. Damit sich die Aromen am besten entfalten können, ist es empfehlenswert das Wasser immer frisch aufzukochen.

Vitamin C-reiches Obst und Gemüse

Vitamin C gibt dem Körper frische Energie und verbessert die Konzentration. Das unter „Ascorbinsäure“ bekannte Vitamin kurbelt zudem den Stoffwechsel an und stärkt die Immunabwehr. Zudem gehört Vitamin C zu den Antioxidantien. Es unterstützt den Körper dabei, freie Radikale zu binden und so oxidativen Stress zu vermeiden.

Tipp: Lebensmittel mit viel Vitamin C sind zum Beispiel Camu-Camu, Acerola, Hagebutte und Sanddorn, aber auch schwarze Johannisbeeren, Paprika und Petersilie.

Ingwer

Ingwer ist eine scharfe Kombination aus über 160 Inhaltsstoffe, darunter Scharfstoffe Gingerol und Shoagole, Vitamine und ätherische Öle wie etwa Zingiberol. Die Ingwerpflanze vitalisiert und macht munter. Der Scharfstoff Gingerol stimuliert das Immunsystem, soll den Blutzuckerspiegel senken, sorgt für eine bessere Aufnahme von Eisen und wirkt gegen Müdigkeit.

Tipp: Für den Sommer kann man einfach ein Stück frischen Ingwer im Wasser hinzufügen und mit Honig süßen. Im Winter ist der Ingwertee wohltuend für die Abwehr und den Magen. Wie beim Apfel befinden sich die wertvollen Inhaltsstoffe unter der Schale. Daher sollte man die Ingwerknolle am besten gar nicht schälen.

Kakao

Kakao - in seiner rohen Form wohlbemerkt - soll die Durchblutung des Gehirns erhöhen, für eine bessere Konzentration sorgen und dank Pflanzenstoffen wie Theobromin als natürlicher Wachmacher wirken. Wirkstoffe aus dem Kakao wie Histamin wirken sehr aufputschend.

Tipp: Nicht die bunte Schokolade aus dem Supermarkt ist damit gemeint, sondern Rohkakao. Um die Wirkung von echtem Kakao genießen zu können, sollte man reines Kakaopulver trinken, dieser enthält nämlich Koffein und Theobromin.

Wasser

So simpel es auch klingen mag, Wasser gilt ebenfalls als Wachmacher, denn es gleicht den Flüssigkeitsmangel aus, unterstützt die Zellfunktionen, sorgt für den Sauerstoff-Transport ins Gehirn und wirkt so gegen Kopfschmerzen oder Konzentrationsbeschwerden. Damit ein Körper auch richtig funktionieren kann, muss man ca. 2 Liter Wasser pro Tag trinken. Da Wasser basisch ist, hilft dieser auch beim Säure-Basen-Haushalt.

Tipp: Am besten ist lauwarmes Wasser, da der Körper diesen am besten verarbeiten kann, bei kaltem Wasser muss der Körper mehr arbeiten, was wiederum zu Krämpfen führen kann. Wasser mit Kohlensäure ist nicht zu empfehlen. Da Kohlensäure Kohlendioxid enthält, geben wir beim Trinken unserem Körper Giftstoffe, die dieser eigentlich versucht auszuatmen.

Wer seinen Körper bereits in der Früh mit den richtigen Nährstoffen versorgt, der ist auch früher leistungsfähig und schneller fit. Vitamin C, Eisen, Magnesium, Niacin auch Vitamin B3 genannt, Pantothensäure, Vitamin B2, B12 und B6 und reichlich Wasser unterstützen alle essentiellen Körperfunktionen und stärken die Gehirnleistung. Frische Luft und natürliches Licht können Wunder bewirken, vor allem im Winter, denn kühle Luft vitalisiert. Gute-Laune-Musik und Sport helfen auch neue Energie zu tanken, sie regen außerdem die Produktion von Glückhormonen - den Endorphinen - an und sorgen für ein positives Gefühl und ein seelisches Wohlbefinden. Der ultimative Wachmacher bleibt jedoch ein gesunder langer Schlaf! Denn nur so kann das Gehirn sich regenerieren und neue Energie für den neuen Tag tanken.

 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.12.2016.

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