Kannst du ruhig nehmen

12.12.2016
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„Kannst du ruhig mal nehmen“, sagte der Nachbar meiner Großtante unbekannten Verwandtschaftsgrades, als er ihr die Tasse Tee reichte. Sie war eine feine ältere Dame, die auch nichts mit Chemie am Hut hatte und lieber auf die Kraft der Natur vertraute.

Ich glaube, alles hat mit Klosterfrau Melissengeist angefangen. Wie erklärt man einer rüstigen Rentnerin, dass ihre Entzugssymptomatik dem täglichen tiefen Blick in diese beliebte und bekannte Naturarznei geschuldet ist?

Mehrzweckheilmittel

„Kannst du ruhig mal nehmen“, heißt es auf Kaffefahrten, Tanztees und anderen Aktivitäten für Senioren. Dieses Mehrzweckheilmittel bedient in einer Flasche alle gängigen Probleme des Alters, vom schmerzgeplagten Rücken, den man damit einreiben kann, bis hin zur senilen Bettflucht, der man mit einem Schlückchen aus der Flasche entgegenwirken kann. Hinzu kommt noch der religiöse Aspekt durch die Vorstellung einer trinkenden und Kräutermixturen anrührenden Nonne.

Der Inhalt aus Heilpflanzen bei schier unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten verleitet den einen oder anderen vom Schlückchen zum Schluck, vom Tässchen zur Tasse, schlimmstenfalls bis hin zum tiefen Blick ins Flascheninnere. Wäre ja nicht so schlimm, wenn das sanfte und natürliche einschlummern nicht dem Alkoholgehalt von 79 Volumenprozent.

Schlummertrunk

„Kannst Du ruhig mal nehmen“, sagte auch der Nachbar meiner Großtante unbekannten Verwandtschaftsgrades, als er ihr die Tasse Tee reichte. Sie war eine feine ältere Damedie auch nichts mit Chemie am Hut hatte und lieber auf die Kraft der Natur vertraute. Die unruhigen Beine und die damit verbundenen Durchschlafprobleme hörten auch rasch auf, nachdem Sie nun ihren Schlummertrunk gefunden hatte.

In den Wintermonaten stellte Sie immer eine Verschlechterung der initialen Beschwerden fest. Aus einem Restless-Leg-Syndrom wurden Krämpfe und Schweißausbrüche. Die namenlose Krankheit schien also auf dem Vormarsch zu sein, ohne dass liebgewonnene Tee ihr hätte Linderung verschaffen können, da die Blühten dem harten Frost nicht standhielten. Erst mit dem Erblühen der ersten Schlafmohnknospen, aus denen Sie einen kräftigen Sud zauberte, beendeten Ihre Beschwerden für gewöhnlich.

Wie immer eine Frage der Größe

Bei diesen ganzen Tees stolpert man eh immer über recht ungenaue Angaben. „Täglich eine Tasse“, heißt es da. Ist damit das zarte Porzellan meiner Großmutter oder mein „Ich brauche dringend Kaffee“–Pott gemeint?

Ein klassisches Beispiel ist der Himbeerblättertee. Wenn man die Empfehlungen aus dem Internet außer acht lässt, muss man zur Wehenförderung schon einen ganzen Liter davon trinken, wobei dieser 24 Stunden gezogen sein muß. Danach ist dieser aber derart bitter, dass man sich beim Trinken schwallartig übergibtBlöd nur, dass es unter korrekter Anwendung zu atonischen Nachblutungen kommen kann. 

Was wirkt, hat auch Nebenwirkungen und was viel wirkt, hat viele Nebenwirkungen. Eine Magenblutung unter Acetylsalicylsäure ist nicht der praktischen Verpackung als Tablette geschuldet, sondern dem Inhaltsstoff, der auch in ähnlicher Form im Weidenrindetee zu finden ist. Darüber muss man sich im Klaren sein. 

Holzwurm-Nuggets

Jamie Oliver hatte mal versucht, Kindern den Vorteil selbstgemachter Chickennuggets schmackhaft zu machen, indem er sprichwörtlich ein Huhn mit Fuß und Schnabel pürierte. So wollte er aufzeigen, was so in den fertigen Teilchen einiger Fastfoodketten zu finden ist. Die undankbaren Wesen verschmähten allerdings seine kleinen Filetstücke, da die Assoziation „Fastfoodkette = toll schon gespeichert war. 

Bei Tabletten, die den Wirkstoff einer Pflanze in reiner Form in sich tragen, ist es ähnlich. Da wurde auf Schnabel und Füße zugunsten des Filets verzichtet (nur noch die reine Acetylsalicylsäure ohne Holzwürmer) und dennoch wirkt es nicht so charmant wie Kräuter, die ganz natürlich auf Wiesen wachsen.

Vitaminbomben leicht gemacht

Womit die Natur ganz klar im Vorteil ist, sind Lebensmittel, die eine Verpackung für Vitamine darstellen. Es ist quasi unmöglich, eine Hypervitaminose (Überdosis an Vitaminen) mit Obst und Gemüse zu erzielen. Vitamine brauchen wir – und insbesondere Kinder – für ein gesundes Wachstum und ein starkes Immunsystem. 

Offenbar hatte aber niemand damit gerechnet, dass wir irgendwann Vitamine in Nahrungsergänzungsmittel und Tabletten verpacken können. Ansonsten wäre rasch der Fehler in unserer Programmierung aufgefallen, dass ein Übermaß an beispielsweise Vitamin A und B von akuten Vergiftungserscheinungen wie Nierenversagen, hohem Blutdruck, Veränderung an Leber und Milz bis hin zu chronischen Vergiftungserscheinungen wie Krebs und dem finalen Ende führen kann. 

„Kannst Du ruhig mal nehmen“ sollte schleunigst durch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ ersetzt werden.

 

Nachtrag: Da ich über den groben Umgangston hier sehr erschrocken bin und nicht mehr mit Frauke Petry verglichen werden möchte, hier eine Anmerkung und Korrektur meines Textes: Meine Intention ist es nicht, wissenschaftliche Beiträge zu schreiben. Ich schreibe Geschichten, die in erster Linie unterhaltsam eine Botschaft vermitteln sollen und benutzte dafür Anekdoten aus meinem Leben. Die Botschaft dieses Artikels lautet nicht "Phytotherapie ist doof", auch nicht: "Pharmakokinetik von Weidenrinde". Vielmehr lautet die Botschaft "was wirkt, hat auch Nebenwirkungen", also bitte vorher jemanden fragen anstatt darauf zu vertrauen, dass es nicht schädlich sein kann, da es sich um ein pflanzliches Präparat handelt. Eine einfache Botschaft bedarf manchmal einfacher Worte, dass auch jeder sie versteht. Wer speziell an der Wahrheit über Weidenrinde interessiert ist und dass diese nun Salicin (nicht Acetylsalicinsäure) enthält, die später zu Salicylsäure wird, für den habe ich diese Dissertation dazu gefunden.
 

 

Bildquelle (Außenseite): J E Theriot, flickr

 

Bildquelle: Copyright Karin Schneider/ Privatbild

Artikel letztmalig aktualisiert am 16.12.2016.

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TeslaDriver
Es schockiert mich, wie unheimlich dumm die Naturheilfanatiker hier sind, die immer noch nicht kapiert haben, dass Natur genau so Chemie ist wie alles andere auf der Welt.
#24 am 26.12.2016 von TeslaDriver (Gast)
  3
Gast
Sehr guter Artikel mit klarer Botschaft. 'Kannst du ruhig mal nehmen' mit zitternder Hand gereicht, ist mir auch als Befürworterin der Naturheilkunde unheimlich.
#23 am 25.12.2016 von Gast
  0
Gast
Weidenrinde hin oder her, ASS oder Salicylsäure... , die Kernaussage Ihres Artikels - "warum nicht nur das Filet, sondern auch Schnabel und Füße" - finde ich gut. Wie oft diskutiere ich mit Patienten, dass ich eine definierte Substanz mit gleichbleibender Menge an Inhaltsstoff einer "dirty drug" mit ´zig anderen Wirkstoffen vorziehe. Hier sei an erster Stelle das Johanniskraut genannt, das für viele nicht kontrollierbare Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sorgt. In der Palliativmedizin ist es das erste Medikament was "rausfliegt", wenn es um die Neuaufstellung der Medikation geht. Auch die "Veredelung" der Opiumtinktur in Morphin, Codein und Loperamid wird wohl kaum jemand rückgängig machen wollen. Die Verharmlosung von pflanzlichen Präparaten im Gegensatz zur "bösen Chemie" ist manchmal schwer erträglich.
#22 am 16.12.2016 von Gast
  3
Die Magenblutung muss dann halt leider weichen. Und auch im Holzwurm-Nugget-Abschnitt wäre eine Anpassung nötig: "nur noch die Wirkstoffe aus der Weidenrinde ohne die Holzwürmer". Ich hoffe, ich konnte erklären, warum ich hier so hartnäckig bin und dass das nicht daran liegt, dass ich den Artikel doof fände (habe ja schon weiter unten geschrieben, dass das nicht der Fall ist) oder Sie persönlich angreifen wollte. Es ging auch nicht darum, dass ich zeigen wollte, was für ein toller Pharmazeut ich doch bin und eigentlich viel schlauer als Ärzte.
#21 am 16.12.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  9
dass Weidenrindentee ja das gleiche sei wie Aspirin und Magenblutungen verursache. Daraufhin erklärt der Weidenrindenfreund den Unterschied zwischen Weidenrinde und Aspirin (das geht auch verständlich) und dass Magenblutungen unter der Behandlung mit Weidenrinde nicht auftreten. Damit ist der ganze Rest des Artikels (und somit auch die wichtige Botschaft, dass auch Phytos Nebenwirkungen haben) in Frage gestellt. Zudem wird es zunehmend schwierig im Wust der Informationen im Internet verlässliche Aussagen zu finden. Um so schlimmer, wenn dann in einer Medizincommunity (und auch im privaten Blog) von einer Medizinerin Falsches verbreitet wird. Mein Vorschlag, wie man es hätte schreiben können: "Ein Asthmaanfall unter Acetylsalicylsäure ist nicht der praktischen Verpackung als Tablette geschuldet, (den Satz finde ich übrigens großartig!), sondern dem Inhaltsstoff. Ein damit verwandter Stoff findet sich auch im Weidenrindentee, der daher ebenso wie ASS nicht für Asthmatiker geeignet ist."
#20 am 16.12.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  8
@Dr. med. Karin Schneider: Ich weiß nicht, ob Sie mein Anliegen richtig verstehen. Es geht nicht um persönliche Kritik oder schadenfrohes Fingerzeigen ("Haha, die doofe Ärztin hat einen Fehler gemacht!") - jeder macht mal Fehler. Mein Problem mit der Gleichung Weidenrinde = Acetylsalicylsäure + Holzwürmer ist, dass sie falsch ist. Und egal, ob man für Laien schreibt oder für Fachleute, die Information darf nicht falsch sein. ASS = Weidenrinde ist auch keine Ungenauigkeit, das wäre Salicylsäure (SS) = Weidenrinde (da die Weidenrinde ja nur einen Vorläufer enthält und weil es nicht allein die SS ist, die die Wirkung der Weidenrinde ausmacht). Warum halte ich das jetzt für ein Problem: Stellen Sie sich vor, eine Person aus dem nichtmedizinischen Leserkreis liest das jetzt also und ist fortan vorsichtig mit Phytos (Zweck Ihres Beitrags). Nun kommt jemand mit z.B. Weidenrindetee an und sagt "Kannst du ruhig mal nehmen." Die Person denkt an den Artikel und lehnt ab, mit dem Hinweis....
#19 am 16.12.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  9
Wenn man von den Heilpflanzen viel zu viel nimmt, dann wird es auch wieder giftig. Man kann sich ja auch mit bestem Trinkwasser umbringen, ein 10-Liter Eimer voll dürfte genügen... Selber käme ich niemals auf die Idee, zum Heilpraktiker zu rennen, wir haben aber bei mir im Dorf einen großen Guru, nach dessen Meinung arbeiten in Europa und darüber hinaus hunderte von Arztpraxen, er ist auch Mannschaftsarzt der US Nationalmannschaft im Fußball. Nur: der macht die Naturheilsache halt zusätzlich zu seiner vollen schulmedizinischen Ausbildung, er betrachtet also beide Seiten. Da ginge ich hin...
#18 am 15.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  0
Jasmin T. (Internistin)
Danke für Ihre amüsanten Beiträge. Ich habe sie alle hier gelesen und hoffe auf mehr. Mit dem Lehrstock nach unten zeigen ist eine überholte Methode, auch wenn es noch nicht bei jedem angekommen ist. Umso erfreulicher, wie Sie es vermögen etwas zu vermitteln während man schmunzeln bis hin zu laut lachen muss. Lassen Sie sich hier nicht vergraulen.
#17 am 15.12.2016 von Jasmin T. (Internistin) (Gast)
  1
@Herrn Becker. ich habe dem Beitrag eine Anmerkung beigefügt. vielleicht zeigen Sie sich versöhnlich.
#16 am 15.12.2016 von Dr. med. Karin Schneider (Ärztin)
  0
Gast
Ja, aber das sind doch auch Giftpilze, keine Heilpflanzen. :D Naja, Fingerhut ist beides, den lasse ich gelten. (also Gift- und Heilpflanze)
#15 am 15.12.2016 (editiert) von Gast
  1
Tja und für alle Freunde natürlicher Substanzen, die Chemie für Gift halten und dabei übersehen, dass ALLES im Leben Chemie ist, entweder organische oder halt anorganische, sei mal daran erinnert, dass man sich ganz schnell davon überzeugen kann, dass natürliche Substanzen nicht harmlos sein müssen. Man muss dazu nur mal ein wenig Fliegenpilz nehmen, oder Knollenblätterpilz oder Fingerhut oder so... ...alles supernatürlich, ziemlich schnell aber auch tödlich.
#14 am 15.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  1
Liebe Leser, die Redaktion möchte an dieser Stelle einmal mehr auf die Netiquette verweisen. Bitte tretet der Blogautorin mit Respekt gegenüber und formuliert eventuelle Kritik in einem höflichen Ton. Kommentare von Usern, die sich im Ton vergreifen, wurden und werden gelöscht. Außerdem hier auch der erneute Hinweis, dass es sich um einen anekdotischen Beitrag handelt, dem keine wissenschaftliche Recherche zu Grunde liegt. Dieser Blogbeitrag ist keine wissenschaftliche Fachpublikation. Viele Grüße eure DocCheck News Redaktion
#13 am 15.12.2016 von DocCheck News Redaktion (Mitarbeiter von DocCheck)
  1
Ich verstehe schon, dass die Darstellung möglichst einfach sein sollte. Wenn die Vereinfachung aber so weit geht, dass sie zur Falschinformation wird, dann ist die Vereinfachung missglückt. Naja, Schwamm drüber. Ob jetzt ein paar Leute mehr oder weniger denken, dass Weidenrinde ASS enthält, ist ja letztendlich nebensächlich.
#12 am 15.12.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  8
@Herrn Becker. Ich habe Ihre Kritik verstanden und werde diese beherzigen. Dennoch möchte ich mich gerne erklären. Dieser Artikel entstand aufgrund von mehreren Blogbeiträgen, in denen Bloger_innen für Arzneimitttel und/oder Nahrungsergänzungsmitteln warben. Hier handelte es sich um Laien, die Substanzen an sich und Ihren Kindern testeten und einem großen Publikum weiterempfahlen. Mütter empfehlen Müttern. Daher hatte die Einfachheit der Erklärung vorrang. Täglich ein Litern Weidenrindentee halte ich nicht für bekömmlich, sollte die Botschaft lauten. Jamie Oliver hatte auch sicher keine Hühnerschnäbel püriert. Dies diente nur der Veranschaulichung. Ich möchte diesen Artikel nicht ändern. Die Verfasser der Artikel haben dies hier gelesen und auch ein Teil derer Leserschaft. Manchmal erreicht man die Menschen besser so, als wenn man sich allzu kompliziert ausdrückt. Dem fachkundigen Leser ist selbstredend dieser Fehler aufgefallen, davon ist auszugehen.
#11 am 14.12.2016 von Dr. med. Karin Schneider (Ärztin)
  9
Christian Becker
@Autorin Ja, ich fand den Artikel insgesamt schon lesenswert. Die Verklärung von Naturarzneien (ich habe nichts gegen selbige, aber es wird oft vergessen, dass auch diese Nebenwirkungen haben können und eben nicht harmlos sind, nur weil sie aus der Natur kommen) geht mir auch oft auf den Keks. Und auch wenn Sie hier keinen wissenschaftlichen Artikel schreiben wollten, sollte man sich an die Tatsachen halten. Sie sollen jetzt hier nicht über ASS und Salicylsäure referieren - aber Sie sollten ernsthaft überlegen, die faktisch falschen Passagen zu streichen oder zu ändern. Salicin ist einfach nicht Acetylsalicylsäure und Weidenrinde ist wesentlich weniger häufig Schuld an Blutungen im GIT. Wenn das nicht in das Gesamtkonzept des Artikels passt, dann muss eben das Konzept geändert werden oder ein passendes Beispiel gefunden.
#10 am 14.12.2016 von Christian Becker (Gast)
  9
Gast
Hallo,mir gefällt der Artikel "Melissengeist".Probiere doch ein Unwissender mal ein "Schlöckchen" im Tee,dann hat "Mensch" EINEN IM TEE. :-)) Meine Oma brauchte auch IHREN alkoholischen hoch%.. Melissengeist,warum auch immer! Der Mensch gewöhnt sich schnell und gerne. Jetzt sag mir nur ein Facharzt,was ist mehr oder weniger gesundheitsschädlich? NSAR ,COX mit PPI + Schlaftabletten,oder gar der hoch% Melissengeist ? Vielleicht könnte "Mensch" nachdenken und handeln,mit Hilfe des Arztes oder Apotheker über Magnesium,Kurkuma,Omega3 ,Vitamin B ... Vitamin D3 ..usw.... und wer etwas über Acetylsalicylsäure und Weidenrinde nachlesen möchte ,der kann das gerne hier > z.B.: http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/Phytochemie/Weidenrinde.htm
#9 am 14.12.2016 von Gast
  1
Tja, Fett und Alkohol sind halt gute Geschmacksträger... ...beide seit Jahrtausenden im heimischen Kulturkreis etabliert - und nicht nur da. "Bei riesigen Nebenwirkungen fressen Sie die Packungsbeilage und erschlagen Ihren Arzt oder Apotheker" Dieser Spruch hing früher bei meinem Hausarzt im Sprechzimmer im Schwarzwald...
#8 am 14.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  1
Gast
In Deutschland wird ohnehin recht großzügig mit Alkohol umgegangen. Neulich aß ich unbedarft ein mir angebotenes Stück Baumkuchen und musste mich danach hinlegen, weil ich die darin enthaltenen Promille unterschätzt hatte. Aber Cannabis verbieten. Pfui, Frau Mortler.
#7 am 14.12.2016 von Gast
  6
Weidenrinde enthält Salicin, keine Acetylsalicylsäure. Das Salicin wird im Körper in Salicylsäure umgewandelt, wo weiß keiner. Die niedrigen Salicinmengen, die ausreichend wirksam sind, lassen eine Umwandlung direkt im Zielgewebe vermuten. Kannst Du ruhig 'mal nehmen, ohne Magen-Darm-Blutung, die Weidenrinde ist ein überaus sicheres Arzneimittel.
#6 am 14.12.2016 von Michael Blumenstein (Arzt)
  0
Tut mir leid. Zuviel Polemik, Vermutungen und medizinische Populistik.
#5 am 14.12.2016 von Dr. med Siegfried Schlett (Arzt)
  21
... ich habe etwas zu oft "bearbeiten" gedrückt, so dass ich meine Rechtschreibfehler nicht mehr ändern kann...
#4 am 14.12.2016 von Dr. med. Karin Schneider (Ärztin)
  1
Gast
Danke Herr Becker für Ihr Feedback und Ihre Ausführungen. Die detailierte Unterscheidung von ASS, Weidenrinde etc. ist dem Gesamtkonzept zum Opfer gefallen. Ähnlich hoffe ich auch, dass nicht jeden Chicken Nugget Schnabel und Füße enthält. Ich hatte nicht den Anspruch eines wissenschaftlichen Artikels, vielmehr ist wie in allen meinen Beiträgen eine Botschaft in eine Geschichte eingebaut. Diese möge jeder für sich finden. Es möge mir verziehen sein. Ich hoffe, dass Sie dennoch etwas Freude an der Geschichte hatte.
#3 am 14.12.2016 (editiert) von Gast
  5
Christian Becker
... und dann zur Salicylsäure, ebenfalls NICHT Acetylsalicylsäure und ein reversibler Hemmer der COX. Damit ergibt sich für ASS und Weidenrinde auch ein unterschiedliches Nebenwirkungsprofil.
#2 am 14.12.2016 von Christian Becker (Gast)
  5
Christian Becker
Es ist ja schon was Wahres dran, aber Weidenrinde enthält keine Acetylsalicylsäure. Damit ergibt sich auch ein deutlicher Unterschied zum Weidenrindentee: ASS ist ein irreversibler Hemmer der Thrombozytenaggregation, da sie in den COX einen Serinrest acetyliert, wodurch das Substrat nicht mehr in das Enzym kommt und damit die Synthese von Prostaglandinen unterbleibt. Da Thrombozyten die COX nicht nachsynthetisieren können, bleibt dieser Effekt lange bestehen, weshalb ASS als Aggregationshemmer auch niedrigdosiert völlig ausreicht. Neben Thrombozyten kommt die COX fast überall sonst vor... wichtig für Magenblutungen ist dabei, dass Prostaglandin E die Schleimproduktion steigert und die Säureproduktion senkt. Die Magenzellen können die COXe aber neu bilden, so dass hier der Effekt nicht so lange anhält, aber doch zu den gefürchteten Blutungen führen kann. Weidenrinde enthält (als hier relevanten) Wirkstoff Salicin, das in der Leber erst zu Saligenin verstoffwechselt wird...
#1 am 14.12.2016 von Christian Becker (Gast)
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