Computer-Chaos

14.06.2008
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Juchuh, am Montag war es mal wieder soweit: unser Server war kaputt. Ein Freund, dem ich das erzählt habe, meinte nur "Was, ihr habt in der Apotheke einen Server? Wozu das denn?". Naja, das mit den Rabatt-Arzneimitteln, Festbeträgen und Aufzahlungen zu erklären habe ich ihm dann erspart, aber zurück zum Thema: ich komme ins Geschäft, fahre die Rechner hoch und werde von einer schwarzen DOS-Box begrüßt, die mir sagt, dass der Server nicht zu erreichen ist. Und das an jedem PC. Also gut, in Anbetracht der Unwetter vom Wochenende dachte ich mir nichts böses und bin ab in den Keller um das Ding neuzu starten.

Pustekuchen: der Lüfter läuft, es blinkt, aber sonst passiert -genau- gar nichts.

In der Zwischenzeit waren dann natürlich schon die ersten Kunden da und wurden von uns vertröstet: "Ja, wir bestellen das", "Nein, bezahlt wird erst später, weil wir Ihnen nicht sagen können was das jetzt kostet". Dazu dann noch die Verunsicherung welcher Rabattvertrag nun greift. Einfach toll.

Die Jungs vom Softwarehaus haben dann nach 10 min zurückgerufen und gemeint ich solle mal den Server neu starten und ihn vorher von der USV abhängen. Das hat aber auch nichts gebracht. "Da ist vermutlich der Hauptprozessor kaputt. Das muss ich an die Technik weiterleiten" war der abschießende Kommentar. Mein "Ja, aber bitte zügig" ging aber leider unter.

Gut, dass ich mich mit PCs einigermaßen auskenne und auch vor dem Aufschrauben dieser Geräte nicht zurückschrecke. Da mir aber der Keller zum herumschrauben zu unbequem war, habe ich den Rechner nach oben verlagert und dort angefangen alles zu verkabeln. Schließlich wollte ich erst noch mal sehen, ob wiklich nichts mehr geht. Und siehe da, das Herumtragen hat wohl eine heilende Wirkung gehabt: die Kiste lief plötzlich wieder. Nachdem ich sie dann vom Staub von 1,5 Jahren befreit und wieder im Keller angeschlossen hatte, konnten wir normal weiterarbeiten. Natürlich musste die eine Stunde ohne PC erst mal nachbearbeitet werden, POS, Rabattverträge und immer größeres Chaos im Gesundheitswesen sei Dank.

Mit Grauen denke ich an die elektronische Gesundheitskarte. Wenn da etwas ausfällt, geht gar nichts mehr.

Ach ja: die Technik unseres Softwarehauses hat sich dann so gegen 10:00 Uhr gemeldet. Eine Reaktionszeit, die ich für einen Notfall als zu lang empfinde.

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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