Externe Diagnose

05.12.2016
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Mutter: „Ich möchte gerne meine Tochter auf Winkelfehlsichtigkeit untersuchen lassen“. Manch ein Elternteil wird falsch beraten und kommt dann schon mit feststehender Diagnose in meine Praxis. Haarsträubender als die Diagnose selbst, sind nur die Begründungen.

Mutter: „Ich möchte gerne meine Tochter auf Winkelfehlsichtigkeit untersuchen lassen.“

Ich: „Aha. Wieso, wie kommen Sie darauf?“

Mutter: „Hat die Bezugserzieherin gesagt im Elterngespräch. Die Diagnose sei eindeutig.“

Ich: „Und welches Problem hat Ihre Tochter mit fünf Jahren genau, dass die Erzieherin sich so sicher ist ... (mit dieser höchst umstrittenen Diagnose)?“

Mutter: „Sie kann noch nicht das Größer-Kleiner-Zeichen richtig. Verwechselt sie ständig.“

??

 

Bildquelle: Karen Baijens, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.12.2016.

40 Wertungen (4.75 ø)
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Medizin, Pädiatrie
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Gast
Lieber eine Winkelfehlsichtigkeit, als eine Vorhautverkrümmung.....
#16 am 16.12.2016 von Gast
  0
...eine 7-jährige stürzte bei Rodeln und klagte anschließend über diffuse Schmerzen im Bereich der HWS. Ihre Bitte an die Mutter: Könneen wir ganz schnell zum "Genickologen" fahren ...? Das Kinder so reagieren finden wir niedlich... Aber wir müssen auch akzeptieren, dass viele Erwachsene sich leider nicht altersgemäß weiter entwickelt haben...
#15 am 08.12.2016 von Maryam Reinsch (Hebamme)
  0
S. Pfaue
Mit 5 Jahren muss man das nicht unterscheiden können. Ich dachte, die Zeiten der Überfö(o)rderung von Kleinkindern seien so langsam mal vorbei?! Ich beobachte diesen Unsinn schon seit einigen Jahrzehnten und stelle nach wie vor nicht fest, dass man Laufbahnen oder Karrieren erzwingen kann. Erzieht sie gut und liebevoll und lasst die Kinder sich doch einfach mal in Ruhe ihr Potential entwickeln!
#14 am 08.12.2016 von S. Pfaue (Gast)
  0
Das sind mir die liebsten, die sich ganz alleine zusammenraten, was ein Fachbegriff bedeuten könnte und das dann mit unerschütterlicher Überzeugung anderen einzureden versuchen. Aber mal im ernst: Ich würde dem Kind zu diagnostischen Zwecken die Zeichen < und > vorlegen und wenn es dann tatsächlich Schwierigkeiten hat, diese korrekt zuzuordnen, ein Privatrezept für Eckwinkel aus dem Baumarkt ausstellen, mit denen die Eltern dann zu Hause zwecks Korrektur der Winkelfehlsichtigkeit mit dem Kind üben können. Erstattungsfähig ist das leider nicht, aber dafür auch nicht besonders teuer. Wenn man es ganz gründlich machen willl, vorher kinesiologisch austesten, welche Metalle das Kind nicht verträgt, damit die Eltern nicht die falschen Winkel kaufen und alles noch schlimmer machen.
#13 am 07.12.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Warum kann man den Artikel nicht einfach lesen, schmunzeln und es dabei belassen? Das "Schubladen-Denken" bringt doch keinem etwas! Jede Berufsgruppe hat ihr Tätigkeitsfeld und damit ihre Daseinsberechtigung. Und es ist bekannt, dass die Menschen an jedem Arbeitsplatz mit unterschiedlichem Engagement und Fachwissen arbeiten. Also warum übereinander herfallen, statt gemeinsam wirkliche Probleme angehen? Und die gibt es ja wohl im Gesundheits- und Sozialwesen genügend
#12 am 05.12.2016 von Elvira Skora (Nichtmedizinische Berufe)
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Gast
Arztsein der Traumberuf, wenn es doch nur nicht diese ewigen Neider gäbe, die selbst offensichtlich nicht das Zeug zum Studium haben (denn das steht in Deutschland schließlich jedem offen). Mit schwierigen Angehörigen und Patienten kommt man durchaus klar.
#11 am 05.12.2016 von Gast
  7
Gast
Arztsein der Traumberuf, wenn es doch nur keine dummen, besserwisserischen, un(ge)hörigen Patienten resp. deren Angehörige gäbe... Die Docs checken es.
#10 am 05.12.2016 von Gast
  10
Gast
Manchmal haben die Erzieher*innen und Ergotherpeut*innen aber auch absolut recht! Auch mit vier oder fünf Jahren gibt es eindeutige Hinweise! Leider verstehen die Eltern dann nicht, was man ihnen erklärt und erzählen dem Arzt totalen Blödsinn. Vielleicht dann einfach mal an das Stille-Post-Prinzip denken und die Erzieher*innen um eine kurze schriftliche Begründung bitten. Ich wette, da steht was ganz anderes drin! Übrigens waren meine Kollegen und Kolleginnen, die studiert hatten oft die schlechteren Therapeuten in der Praxis! Anderen wegen etwas, das Dritte berichten die Kompetenz abzuerkennen geht mir total gegen den Strich! Wenn es danach geht gibt es auch keine vernünftigen Kinderärzte! Ich kann gerne mal sammeln, was die angeblich so alles zu den Eltern sagen! Hochachtungsvoll Ein niederer Ergotherapeut
#9 am 05.12.2016 von Gast
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Jaja, die DocCheck-Kommentare, die sind teils noch deutlich schlimmer als alle (schlechten!) Erzieherinnen und Lehrer zusammengenommen. Genauso wie es unter Ärzten schwarze Schafe gibt die eben nicht repräsentativ für die ganze Gruppe sind gibt es auch unter den Erzieherinnen höchst unterschiedliche Exemplare. Ich sehe auch, dass Größer-Kleiner-Zeichen und Fehlsichtigkeit in dieser Form nun wirklich nix miteinander zu tun haben. Der gesamten Berufsgruppe jetzt aber pauschal all diese Abwertungen zuzuschreiben ist sachlich einfach falsch. Damit ist niemand gedient, insbesondere das Kind verliert hier am meisten wenn die Großen nur mit Schlamm werfen.
#8 am 05.12.2016 von Harald Hebrank (Arzt)
  0
Gast
Auf der einen Seite ist die Geschichte natürlich lustig. Auf der anderen Seite: Ich habe selbst Winkelfehlsichtigkeit. Seidem die korrigiert ist ist die Migräne weg....
#7 am 05.12.2016 von Gast
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Manche Gäste leiden wohl extrem an Vorurteilen und Verallgemeinerungen. Solch unqualifizierte Kommentare tun wirklich weh!
#6 am 05.12.2016 von Klaus Fischer (Nichtmedizinische Berufe)
  3
Gast
Jaja, die Erzieherinnen, die sind schlimmer noch als Lehrer. Als Patientinnen sind sie eine Plage. Sie fordern Krankmeldungen - müssen ja den ganzen lieben Tag so schwer heben und auch geistig immer fit sein. Dafür verlieren sie ganz gerne mal Kleinkinder beim seltenen Spaziergang. Diese halbgebildeten, ständig kranken Personen glauben ja auch, sie hätten Akademikerniveau. Am liebsten sind sie sowieso schwanger, da greift nämlich das Beschäftigungsverbot und sie können offiziell das machen, was sie am liebsten machen, nämlich faulenzen mit Bezahlung. Sind dann die eigenen Kinder da, sind sie ungezogen und nerven Ärzte und Zahnärzte. Ich habe es selbst erlebt, daß das Kind einer Kindergartenleiterin nicht die Augenklappe trug, weil es der Mutter sonst zuviel Streß gemacht habe.
#5 am 05.12.2016 von Gast
  29
Gast
Lieber Herr Kinderdok, ich freue mich immer wieder über Ihre schönen Erzählungen aus dem Praxisalltag- da komme ich (als "Frau Kinderdok") mir nicht mehr so alleine vor. Nehme an, auch Sie sollten schonmal einem zweijährigen Krippenkind Ergotherapie verordnen, weil es immer die anderen Kinder in der Gruppe so freudig begrüßt und diese auch gerne dabei anfasst (braucht Ergotherapie fand die Erzieherin)
#4 am 05.12.2016 von Gast
  1
Gast
Ist doch ok, je früher man so etwas erkennt, desto leichter und einfacher kann es korrigiert werden, oder?
#3 am 05.12.2016 von Gast
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Tja, da sollte man die Frequenzen draus ziehen....
#2 am 05.12.2016 von Heilpraktikerin Andrea Kolb (Heilpraktikerin)
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Man sollte die Bevölkerung sofort impfen. Es handelt sich um eine bisher unerkannte, sehr gefährliche Epidemie, hoch ansteckend und alle Altersgruppen betreffend ...
#1 am 05.12.2016 von Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann (Nichtmedizinische Berufe)
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