Welche Folgen hat ein Mangel an Vitamin D?

05.12.2016
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Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, ist der Körper in der Lage, es selbst aus Cholesterin herstellen, vorausgesetzt der Körper bekommt auch ausreichend Sonne. Wenn das nicht der Fall ist, also in den Wintermonaten, dann kann es sehr schnell zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Der Mensch braucht das UV-Licht der Sonne, um die körpereigene Produktion des Vitamins anzukurbeln, aber Vitamin D-Mangel kann auch durch Krankheiten entstehen. Welche Symptome hat ein solcher Mangel und wie kann der Mangel wieder behoben werden?

Die Ursachen des Mangels

Wintertage mit strahlendem Sonnenschein und einem tiefblauen Himmel sind selten, die meisten Wintertage sind in der Regel grau, kalt und nass. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass ein Mangel an Vitamin D besonders häufig in der dunklen Jahreszeit auftritt, wenn sich die meisten Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten. Wenn die Haut kein Sonnenlicht tanken kann, um Vitamin D zu produzieren, dann muss das wichtige Vitamin entweder über die Nahrung oder über entsprechende Präparate aufgenommen werden. Aber es ist nicht einfach, über eine normale Mischkost die 20 Mikrogramm Vitamin D aufzunehmen, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, denn es gibt nur wenige Lebensmittel, die so viel Vitamin D enthalten.

Eine häufige Mangelerscheinung

Nach Schätzung von Ernährungswissenschaftlern leiden rund 60 % der Deutschen unter einem Mangel an Vitamin D. Betroffen sind vor allem alte Menschen, aber auch diejenigen, die bedingt durch ihre Kleidung, wenig Sonnenlicht an ihre Haut lassen. Ordensschwestern sind davon ebenso betroffen wie auch Frauen, die einen Tschador oder eine Burka tragen. Neben falscher Ernährung können bestimmte Medikamente wie beispielsweise Antiepileptika, eine Mangelerscheinung auslösen, außerdem kann sowohl eine hohe Ausscheidung über die Nieren, als auch das nephrotische Syndrom für einen Vitamin-D-Mangel sorgen. Schwangere leiden nicht selten unter einem Mangel, da sie einen besonders hohen Bedarf haben, das Gleiche gilt auch für Kinder und Frauen, die stillen.

Welche Symptome deuten auf einen Vitamin-D-Mangel hin?

Der Körper benötigt das Vitamin D für ganz unterschiedliche Vorgänge. Das Vitamin kümmert sich um die Gesundheit der Knochen, es unterstützt das Immunsystem und ist auch für die Gesundheit der Haare zuständig. So unterschiedlich wie die Aufgaben des Vitamins, so unterschiedlich sind die Symptome, die der Mangel verursacht:

Bei Kindern kann ein Mangel an Vitamin D Wachstumsstörungen auslösen und Patienten mit Herzproblemen können unter zeitweiligen Rhythmusstörungen leiden. Der Mangel an Vitamin D beschränkt sich jedoch nicht nur auf die angeführten Symptome, ein Mangel wird mit verschiedenen Krankheiten in Zusammenhang gebracht. Depressionen und der Mangel an Vitamin D stehen in einem engen Zusammenhang, aber auch Multiple Sklerose, Krebs und Asthma. Aktuelle Studien sehen zudem einen Zusammenhang mit verschiedenen Autoimmun- und Stoffwechselerkrankungen.

Wie wird der Mangel therapiert?

Der Mangel an Vitamin D kann auf unterschiedliche Art und Weise ausgeglichen werden. Wird der Mangel früh erkannt, dann kann es schon helfen, drei- bis fünfmal in der Woche draußen an der Sonne zu sitzen. Dabei sollten zwischen 18 und 20 % des Körpers entblößt sein, was ungefähr den Händen, den Unterarmen und dem Gesicht entspricht. Der Gang ins Solarium ist nach aktuellen Erkenntnissen kein wirklicher Ersatz für das natürliche Sonnenlicht, und dafür gibt es einen Grund. Der menschliche Körper braucht die UVB-Strahlung der Sonne für die Synthese des Sonnenvitamins und um einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen. Das Licht einer Sonnenbank besteht aber in der Hauptsache aus UVA-Strahlung, die den Körper zwar bräunt, aber ihm leider nicht zu mehr Vitamin D verhilft. Sinnvoller ist es, den Mangel mit der richtigen Ernährung auszugleichen, zum Beispiel mit viel Fisch und zusätzlich auf entsprechende Präparate aus der Apotheke zurückzugreifen, um einen Mangel zu verhindern.

Text wurde zur Verfügung gestellt von nachrichten-heute.net

Bildquelle: © Depositphotos.com / Boarding2Now

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.12.2016.

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