Die erste Leitlinie zum Umgang mit CrystalMeth ist veröffentlicht

04.12.2016
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Die Serie „Breaking Bad“ zu sehen, macht Spaß. Aber einem wirklichen Crystal Meth-Abhängigen zu helfen, ist eine eher ernüchternde Angelegenheit.

Es besteht ein erstaunlich großes Missverhältnis zwischen der Schwere der Erkrankung – starke Abhängigkeit, offenbar deutliche Neurotoxizität der Substanz, oft früher und rasanter sozialer Abstieg – auf der einen Seite und oft scheinbar fehlendem Behandlungswillen auf der anderen Seite.

Bei genauerer Betrachtung fehlt allerdings der Behandlungswille meist nicht. Allein die Sucht ist stärker.


Umso wichtiger ist es, dass die Bundesärztekammer, unterstützt vom Bundesministerium für Gesundheit, mit dieser neuen Leitlinie einmal alle derzeit zugänglichen Empfehlungen zur Prävention und Therapie Methamphetamin-bezogener Störungen zusammengetragen hat und für die einzelnen Interventionen den Grad der Evidenz bewertet hat.


Der eigentlich lesenswerte Teil ist die Kurzfassung, in der die relevanten Ergebnisse zusammengefasst werden. Ihr findet sie hier: „Methamphetamin Leitlinie: Kurzfassung

Dieser Text ist wirklich lesenswert. Wusstest du, dass in begründeten Fällen eine stationäre Entzugsbehandlung mit Dexamphetamin retard durchgeführt wird? Oder das Acetylcystein gegen craving hilft?

Darüberhinaus gibt es eine Langfassung, die alle verwendeten Methoden, Übersichtsarbeiten, Studien und Verweise enthällt. Wenn man einen bestimmten Aspekt recherchiert, wird man hier fündig. Die Langfassung findet ihr hier: „Methamphetamin Leitlinie: Langfassung

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.12.2016.

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Medizin, Psychiatrie
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Hier habe ich mal einige der Überlegungen zusammen getragen, die in mir vorgehen, wenn ich eine komplizierte mehr...
Der Anteil der psychiatrischen Patientinnen und Patienten, die rauchen, ist auffallend hoch. Das mag vielerlei mehr...
Aber das liest sich etwas sperrig, da sind wir uns auch einig.  Daher gibt es auch die mehr...

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