Grenzen

28.11.2016
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Mitten in der Nacht werde ich durch das Piepen aus dem Tiefschlaf gerissen. „Bauchschmerzen. Nachforderung“ – komische Meldung. Bauchschmerzen sind ein eher seltener Grund für einen Notarzteinsatz. Und dann noch eine Nachforderung der RTW-Besatzung, die ja bereits bei der Patientin ist.

Ich bin gespannt ...

Über Land geht es durch die Nacht in das kleine norddeutsche Dorf. Am Bauernhof angekommen, empfängt uns der Altbauer. Seine Frau und die Sanitäter seien oben im Badezimmer. Zwei Treppen hoch und einmal links um die Ecke. Da sitzt dann Gerda vor mir im kleinen Bad. Im Nachthemd. Auf der Toilette, nach Luft ringend. Mit monströsem Bauch und auffallend dünnen Ärmchen und Beinchen.

Ihr total eingefallenes Gesicht schmerzverzerrt. Wäre sie nicht 75, so würde ich die Situation „dicker Bauch und krampfartige Schmerzen“ womöglich als beginnende Geburt mit Wehenschmerz interpretieren. Aber so? Sicher nicht. Vielmehr denke ich an irgendeinen Krebs in der Bauchhöhle, der einen „Wasserbauch“ zur Folge hat.

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Meine kurze Anamnese ergibt, dass sie schon länger Unterbauchschmerzen hat. Ihre Heilpraktikerin habe ihr immer „Schüßler-Salze“ verordnet. Und nein, einen Arzt habe sie deshalb nicht aufgesucht. Ärzte würden sowieso nur Chemie verschreiben.

Wir legen einen Tropf und geben Sauerstoff. Ich verabreiche Gerda ein Medikament gegen Bauchkrämpfe und ein starkes Schmerzmittel.

Dann schaffen wir es gemeinsam mit viel Mühe und der Unterstützung von Jung- und Altbauer, die alte Dame in den Krankenwagen zu tragen.

Der Transport erfolgt auf der Trage sitzend, mit herunterbaumelnden Beinen. Jeder Versuch einer „normaleren“ Lagerung muss wegen sofort einsetzender Luftnot abgebrochen werden. Der riesige Bauch drückt in alle Richtungen. Auch nach oben auf die Lunge.

Im Krankenhaus angekommen, mache ich eine schnelle Übergabe an den diensthabenden Kollegen. Ich frage Gerda noch höflich, ob ich zu Ausbildungs- und Illustrationszwecken ein Foto ihres Bauches machen dürfe. Sie stimmt dem zu.

Wir verabschieden uns und wünschen alles Gute. Dann fahren wir zurück zu unserer Rettungswache. Nochmal ab ins Bett. Ich kann nicht einschlafen, wälze mich die restliche Nacht von links nach rechts. Gerdas Geschichte beschäftigt mich.

Am nächsten Morgen fahre ich in die Klinik, um zu erfahren, was die Diagnostik bei Gerda ergeben hat. Man habe umgehend nach ihrer Einlieferung eine Computertomografie veranlasst. Hier habe sich schon auf den ersten Bildern ein großer Eierstockkrebs gezeigt. Weitere Informationen konnten nicht gewonnen werden, da Gerda noch während der Untersuchung auf dem Tisch des Computertomografen starb. Schüßler-Salze haben ihre Grenzen.

 

Bildquelle: © Christoph Schenk

Bildquelle (Außenseite): Leonid Mamchenkov, flickr

Bildquelle: Leonid Mamchenkov, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 01.12.2016.

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Gast
solange die ärzteschaft sich von der pharmalobby abhängig macht, wird es keine vernünftige naurheilkundliche behandlung in arztpraxen geben. demzufolge keine naturheilkundlichen anteile im medizinstudium, die verpflichtend sind. SOLLEN menschen wirklich gesund gemacht werden? Nö... die medizin und die pharmaindustrie sind für mich verbrecher. dennoch gehe ich nicht zu heilpraktikerInnen - denn wieviel abstriche macht man denn bitte, wenn man menschen "heilen" will, aber kein medizinstudium abschließt?`allein die in diesem entschluss enthaltene arroganz und überzeugung, es auch ohne schulmedizin zu schaffen, zeigt mir das es sich nicht um eine mündige, altruistische entscheidung handelt. solche menschen sollen mich nicht heilen. nehmt eure wässerchen mal selbst... macht ne therape eurer narzisstischen persönlichkeitsstörungen.. und die schulmedizin incl. pharmalobby sollten einfach mal verstaatlicht werden.
#67 am 27.12.2016 von Gast
  4
So einen Fall so auszuschlachten ist populistisch! Wer weiß wann die Bäuerin zum letzten Mal beim Heilpraktiker war und was ihr wirklich gesagt worden ist?
#66 am 20.12.2016 von Heike Blaumeiser (Heilpraktikerin)
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Es gibt unverantwortliche Heilpraktiker und Ärzte! Hilfreich ist es nicht da Grabenkämpfe auszufechten. Als Osteopathin und ausgebildet in Naturheilkunde helfe ich sehr vielen Menschen grundlegend mit meiner Arbeit. Wenn auch meist aus therapierte Patienten zu mir kommen, und auch einige mit unnötiger OP Empfehlung und unerkannten schweren Erkrankungen, würde ich doch nie die ganze Ärzteschaft dafür diffamieren. Naturheilkunde und Osteopathie ist oft sehr hilfreich, kann aber nicht in ein paar Kursen erlernt werden! Weder von Ärzten noch von irgendwem sonst! Viele meiner Kollegen sind sehr fundiert in einer Therapierichtung ausgebildet, arbeiten verantwortungsvoll und bilden sich regelmäßig fort. Ich wünsche mir eine gute, respektvolle Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Heilpraktikern!
#65 am 20.12.2016 von Heike Blaumeiser (Heilpraktikerin)
  0
Solange sich so viele Ärzte naturheilkundlich nicht ausbilden und dumm stellen, wird es Heilpraktiker geben. Der Gesetzgeber sollte sich eher damit befassen, Naturheilverfahren zum Pflichtstudium für Ärzte zu machen. Ovarialkarzinom hat eine extrem schlechte Prognose, da es sehr symptomarm verläuft und meist im Stadium FIGO IIIa oder IIIb entdeckt wird. Ich habe auf diesem Gebiet viel geforscht und promoviert. Die unzureichende Frühdiagnostik ist der Tatsache geschuldet, daß die transvaginale Sonographie als Teil der frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchung auch im 21. Jahrhundert für Kassenpatienten eine IGEL-Leistung ist.
#64 am 09.12.2016 von Dr. med. Elena Habersetzer (Ärztin)
  0
Gast
Verständlich, dass hier direkt wieder der HP in die Kritik gerät. Möglicherweise auch zurecht. Nur erlebe ich in der Arztpraxis auch reichlich häufig, dass selbst die Therapien, die im direkten persönlichen Gespräch nach erfolgter Diagnose nicht vom Patienten umgesetzt werden. Wer will ihn auch zwingen, außer möglicherweise sein eigener Zustand, der ihn schließlich dann nur noch zum Telefonhöhrer greifen lassen kann, wenn es schon fast zu spät ist. Ältere Damen auf einem Hof haben einen äußerst starken Willen. Den kann manchmal nur ein akuter Notzustand durchbrechen.
#63 am 07.12.2016 von Gast
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Krankenschwester(35J.im Beruf)
Die ganzen Kommentare verstimmen mich sehr traurig; eine verzfeifelte Frau /Patientin präfinal in die Röhre zu schieben!!! Ein guter Mediziner erkennt das doch, oder? Egal ob Dr.med. oder Hp. Das Leben endet mit dem Tod, die gute Frau hat selber so den Lebensweg beschlossen. Das sollten wir respektieren. Vielleicht hatte sie grosse Angst alleine zu sterben und deswegen den Notarzt gerufen???? Sterbehilfe ist immer noch eine Herrausforderung an viele gut medizinisch ausgebildete.Wir können nun mal nicht alles heilen, aber die Hilfesuchenden begleiten.
#62 am 05.12.2016 von Krankenschwester(35J.im Beruf) (Gast)
  7
pm
(auch zu #57) Es wahrscheinlich besser solche Einzelgeschichten als Zahlen zu berichten. Denn diese erreichen die Menschen vlt. besser als statistische Zahlen. Klar für Informierung reicht 1 Geschichte nicht. Ich weiß nicht wie der Berufsstand anhand von Zahlen zu bewerten wäre (anhand von Zahlen käme wohl kein Berufstand ohne "Blessuren' davon). Dennoch erlaubt die Form des Berufs Heilpraktiker grundsätzlichere Kritiken. Möglicherweise hängt es auch damit zusammen, das der HP Beruf für Menschen zu gut "geredet" wird, dass es u.a. zu solch krassen Fällen kommt.
#61 am 05.12.2016 von pm (Gast)
  0
Gast
Der hier vorliegende Fall ist bedauerlich und kritisiert den Beruf "Heilpraktiker" meines Erachtens nach teils zu recht. Es wird immer wieder solche Fälle geben die ein schlechtes Licht auf diese - auch die meinige Zunft - werfen wird. Dummerweise, hätte in diesem Fall definitiv eine bildgebende sowie weiterführende histologische Diagnostik schon viel eher durchgeführt werden sollen. Nach einer Bestätigung eines solchen Verdachtsbefund bzw. einer solchen Diagnose, haben Schüßler Salze bei der Therapie nichts zu suchen, allenfalls begleitend und dies auch nur dann, wenn Patient es ausdrücklich wünscht. Ob es hilft oder nicht, letztlich entscheidet fast immer der Patient. Das Ursächliche Problem mit dem Berufstand, ist meiner Meinung nach, dass es keine staatlich geregelte Ausbildung gibt. Eine strukturierte curriculäre Ausbildung über 3 1/2 - 4 Jahre mit anschl. 1 jähriger Assistenz in einem Klinikum würde die Akzeptanz sicherlich steigern. Beste Grüße, Daniel Gallus
#60 am 04.12.2016 von Gast
  0
an Gast; Tumorentitäten gibt es im Kopf-, Halsbereich etliche. Die Begleitung erfolgt nicht nur bei notwendigen Bestrahlungen ; sie ist ggf. erforderlich bei sehr vielen anderen Tumoren im gesamtkörperlichen Bereich u. erfolgt auf Nachfrage von onkologisch tätigen Kollegen . Dies zu erläutern u. zu erklären ,ist ein Wochenprogramm .Es geht dabei um chronische Entzündungen , Schwermetalle ,ZE- Materialien u. die daraus resultierenden Stoffwechselblockaden. In meinem speziellen Fall , um Beratung in der Anwendung der PDT-der Photodynamischen Therapie mit dem Farbstoff CHLORIN e6 , der i.V. angewendet wird , u. LASER.
#59 am 04.12.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
  1
Gast
Ja das war ein Musterptientin Ovarialkarzinom. Alter, symptome, das schnelle Voranschreiten. Typischer IMPP Examenspatient. Was da schief gelaufen ist? Theoretisch erheben Heilpraktiker sogar ausführlichere Anamnesen und hätte deshalb vielleicht sogar schon früher vermitteln können. Ob individuelle Fehlentscheidung oder bewusste Körperverletzung kann ich nicht beurteilen. So oder so wäre die Patientin verstorben. Nur hätte sie es a) vorher gewusst und b) palliativ/schmerztheraputisch Behandelt werden können.
#58 am 04.12.2016 von Gast
  0
Gast
Guten Tag, Ich arbeite zu 50% im Krankenhaus in der intensivmedizin und zu 50% als Heilpraktiker für chinesische Medizin. Ähnliche Fälle habe ich schon mehr als einmal im klinischen Alltag sehen können. Allerdings waren die einweisenden stellen meist Hausarztpraxen. Wobei ich gestehen muss das der beschriebene Fall an Tragik und Dummheit seitens der Heilpraktikerin kaum zu übertreffen sind. Ich finde es sehr schade das solche Ereignisse ausgeschlachtet werden um den gesamten Berufsstand schlecht zu reden. In meiner Praxis finden sich oft Patienten die in der konventionellen Praxis als störend und non-complient bezeichnet werden. Es wird nie etwas positives über Heilpraktiker berichtet. Welche Entlastung sie fürs Gesundheitswesen bedeuten und welche Behandlungen sie gut machen. Ich finde einige Kommentare hier sehr respektlos und unwissend. Schade das unser nathloses, optimales Medizinsystem es nicht schafft eine längst etablierte Berufsgruppe angemessen zu integrieren.
#57 am 04.12.2016 von Gast
  11
Beim Begriff Heilpraktiker fehlt halt in vielen Fällen die Vorsilbe...diese lautet "Un"
#56 am 03.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  70
Gast
Herr Dr. Stute, können Sie daß jetzt etwas genauer ausführen und vielleicht sogar belegen, was sie da behaupten? Überhaupt fällt mir jetzt nur eine Tumorentität ein, wo der Zahnarzt unmittelbar fachlich gefragt ist, und das sind die Kopf-Hals-Tumoren. Ohne die in der Tat außerordentlich wichtige Zahnsanierung vor Bestrahlungen haben die Patienten richtigen Ärger durch die radiogenen Nebenwirkungen.
#55 am 03.12.2016 von Gast
  3
Frau Fischer, ich bin weit davon entfernt zu behaupten,mit Schüßlersalzen o. Homöopathie Tumoren heilen zu wollen .Ich kenne seit Jahrzehnten so gut wie Alle Therapien wie Onkologen u. Naturheilkundler die Problematik angehen u. Ihre Erfolge u. Mißerfolge u. die Lebensqualität der Patienten zu dieser Zeit. Viele habe ich zahnärztlich begleitet. Krebs " heilen" können sie eigentlich nur (mE.) , wenn sie die psychoonkologische Seite in den Griff kriegen u. dazu die materiellen u. epigenetischen Hindernisse aus dem Weg räumen u. das Immunsystem stabilisieren--wie u. womit auch immer .
#54 am 02.12.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
  7
@Dr Stute Bezweifeln Sie wirklich, dass Krebs geheilt werden kann? Und was verstehen Sie nicht daran, dass statistisch mit zunehmendem Lebensalter die Wahrscheinlichkeit für eine Tumorerkrankung steigt? Was hat das mit Gentechnik zu tun? Selbst wenn die Patientin nicht hätte geheilt werden können( Ovarialkarzinome werden leider häufig erst spät entdeckt), so hätte man ihr vielleicht noch ein wenig Zeit mit Ihren Angehörigen schenken können, ihr ein Ableben während einer Untersuchung nach vorangegangener Aufregung mit dem Notarzt ersparen können oder ihr einfach die Schmerzen nehmen können. Der messbare Erfolg einer Therapie ist nicht immer die Heilung, sie kann auch in der Verbesserung der Lebensqualität der verbliebenen Zeit bestehen. Und dafür sind Schüssler Salze nun einmal ungeeignet.
#53 am 02.12.2016 von Eva Julia Fischer (Zahnärztin)
  1
...auf jeden Fall beeindruckender Post, ich schicke jeden Patienten zum klinischen Screening, wenn ich es für notwendig halte. Lg Florian Hoffmann HP
#52 am 02.12.2016 von HP Florian Hoffmann (Heilpraktiker)
  1
Dieser Artikel löst halt das aus, was er offensichtlich auslösen soll. Nur, was soll`s?! -- Das teils gegenseitige Bashing (HP - Arzt) ist genau so wenig hilfreich, wie der Artikel selbst. Zu glauben, durch Abwertungen der jeweils anderen Seite selbst etwas mehr Aufwertung zu erfahren, ist eines der großen Illusionen. Ich selbst habe (mittlerw. in „Rente“) knapp 35 Jahre in meinem Beruf immer auch mit Ärzten zusammengearbeitet. Es gab damit so gut wie nie Probleme. Ich habe auch, das schreibe ich gerne, viel daraus gelernt. Das es natürlich in beiden Berufen auch weniger fähige Menschen gibt, ändert aber nichts daran, dass es glücklicherweise genug Interessierte und (Aus)gebildete HP`s wie Ärzte gibt, die ein verantwortliches Interesse an Ihren Patienten UND Ihrem Beruf haben. Regelmäßige Fortbildung gehört dazu, wie auch eine kompetente Selbsteinschätzung. So kann jede/r an seiner Stelle seinen (verantwortlichen!) Beitrag leisten. Das ist das, was sich unsere Patienten wünschen!
#51 am 02.12.2016 von Herbert Budicek (Heilpraktiker)
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Es ist doch unter anderem die Frage was der Patient hören wollte oder nicht, das wird bei all diesen Betrachtungen vergessen. Da redet man, schreibt auf, schönes Beispiel der Medikationsplan da wann wofür usw. . Trotzdem Anruf wie und wann und wofür nehemn, und überhaupt die Schwägerin , der Apotheker usw. haben aber gesagt das sei alles anders. Ergo: Mit der Bewertung was andere angebl für einen Mist machen : schön vorsichtig!
#50 am 02.12.2016 von Dr. med. Jens Bernhardt (Arzt)
  1
Der Artikel ist wegen der mangelnden gesicherten Information zum Kontext (was hat die HP tatsächlich zu verantworten, wo waren die Angehörigen) in seiner Wirkung eher antiaufklärerisch. Mit Verein mit anderen Artikeln ("nörgelnde Patienten " bezogen auf Schlichtung und Medizinschaden Begutachtung) scheinen Patientenschicksale auf DC eher dramaturgisch funktionalisiert zu werden. Wobei der Autor unzweifelhaft beabsichtigt, solch ein Schicksal wie das seiner Notfallpatientin zukünftig zu verhindern. Menschliches Mitgefühl, an dem es #25 Vey mangelt.
#49 am 02.12.2016 von M.A. Evelyne Hohmann (Medizinische Dokumentarin)
  4
Gast
Herr Vey, Ihr Verfahren (und das sage ich als Onkologe mit einer gewissen Ahnung von der Materie) ist keine adäquate Therapie, schon gar nicht dann, wenn vielleicht ein Screening, aber noch nicht einmal eine Biopsie zur Diagnostik durchgeführt wurde (wer weiß dann überhaupt, was dort operiert wurde). Zeigen Sie mir valide und reproduzierbare randomisierte Studien mit einer ausreichenden Patientenanzahl, dann werde ich meine Meinung ändern. Herr Dr. Stute, ich weiß ja, daß Sie, sagen wir mal, etwas polarisierend wirken (Stehen Sie immer noch zu Ihren Thesen um HIV/AIDS, wie sie z.B. hier, http://www.nw.de/nachrichten/thema/5234769_Streit-um-HIV-Aeusserungen.html, von Ihnen vertreten wurden?), aber was im RKI-Bericht (http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Krebsgeschehen_download.pdf?__blob=publicationFile) steht, wird von Ihnen verkürzt und undifferenziert wiedergegeben und hat meiner Meinung nach keine Substanz.
#48 am 02.12.2016 von Gast
  2
Gast
Ich hätte die Heilpraktikerin und auch jeden ärztlichen Kollegen angerufen und gefragt wie es bei dem Patienten so weit kommen konnte. Vielleicht hätten Sie dann die erstaunliche Antwort bekommen, dass die Heilpraktikerin die Patientin immer wieder zu einen dringend notwendigen Arztbesuch gedrängt hat, sie vielleicht sogar über die drohenden Gefahren aufgeklärt hat. Die Aussage, "das muss man doch sehen", hört man allzu oft! Dazu kann ich nur sagen: der zweite Arzt ist immer schlauer. Nicht weil er besser ist, sondern weil die Symptome besser ausgeprägt sind!! Wenn man nicht dabei war oder mit den Betroffenen gesprochen hat, sollte kein Urteil gefällt werden. In meiner Laufbahn habe ich so viele Fehldiagnosen gesehen und wie oft war ich nicht der zweite Arzt und habe selbst die Fehldiagnose gestellt?
#47 am 02.12.2016 von Gast
  2
Gast
#44 Genau! Schüssler Salze HABEN ihre Grenzen. Und DAS steht im Text. Nur frage ich mich jetzt, warum man diese überhaupt nehmen sollte, wenn man (IHRE Aussage!), dann doch zum Arzt gehen sollte.... Und: Die Patientin mag so viele schlechte Erfahrungen mit Ärzten gehabt haben, wie sie will, aber bei einem solchen Befund, ist es nicht zu vertreten, keinen Arzt zu konsultieren. Fehlt ihr selber diese Einsicht und darüberhinaus ihren Angehörigen ebenfalls, so MUSS derjenige, der sich " heilkundig" nennt, genügend Weitblick haben, zu erkennen, dass der momentane Wille des Patienten, nicht das entscheidende Kriterium ist. Der Patient KANN manchmal die Konsequenzen nicht abschätzen und dann ist das Gespräch mit ihm und den Verwandten gefordert. Letztlich ist ja DOCH der Notarzt gerufen worden als unübersehbar war, dass es ohne Arzt nicht geht.
#46 am 02.12.2016 von Gast
  1
Gast
Bevor wir urteilen sollte der gesamte Sachverhalt der Beginn der Behandlung die Anamnese und wofür die Dame eine Heilpraktikerin aufgesucht hat klären. Durch die Fragmente der Darlegung werden Fehlinformationen gestreut. So entstehen Meinung und Meinungsmanipulationen erst wenn der gesamte Sachverhalt geklärt ist wird es sich dann zeigen ob da ein Fehler geschehen ist. Der,der ohne Fehler ist bitte -der werfe den ersten Stein ..... dieser Satz kommt mir irgendwie bekannt vor. Fairness Respekt und Achtung vor dem andersdenkenden wird wohl noch bei uns Menschen möglich sein oder? "die präambel der Grundgesetzes wird sowie so meist nicht mehr beachtet " Alles Liebe und Gute allen Behandlern
#45 am 02.12.2016 von Gast
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Was soll das denn????Natürlich haben Schüßler Salze Ihre Grenzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der behandelnde Heilpraktiker diese Patientin nicht darauf hingewiesen hat einen Arzt aufzusuchen.!Außerdem ist die Dame ja im besitz Ihrer geistigen Kräfte, wer weiß welche negativen Erfahrungen sie mit Ärzten gemacht hat.
#44 am 02.12.2016 von Heilpraktikerin Gabriele Hübscher (Heilpraktikerin)
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@#6: Ein Verbrechen, so naiv zu sein, und sich keine zweite Meinung einzuholen. Denn Totalversagen gibt es oft bei Heilpraktikern. Etwa so oft wie bei den ärztlichen Kollegen (relativ gesehen, nicht absolut).
#43 am 02.12.2016 von HP Stefan Goßner (Heilpraktiker)
  7
Gast
Eine sehr interessante( und sehr traurige Falldarstellung)! Einerseits, weil man niemandem ein solches Ende wünscht und die alte Dame bestimmt zuvor erheblich gelitten hat und andererseits, weil die Kommentare mal wieder zeigen, dass es beim gleichen Text doch erhebliche interindividuelle Unterschiede in der Interpretation gibt. "...Ihre Heilpraktikerin habe ihr immer „Schüßler-Salze“ verordnet. Und nein, einen Arzt habe sie deshalb nicht aufgesucht. Ärzte würden sowieso nur Chemie verschreiben...." "... Schüssler Salze haben ihre Grenzen....." Was gibt es denn da zu diskutieren?! Will irgendjemand ernsthaft behaupten, dass Schüssler Salze die richtige Therapie waren?Oder dass die Patientin sich anders geäußert habe? Ist das jetzt eine von gewissen Forumsteilnehmern gewünschte Form von political correctness, dass man HP nicht mehr im Zusammenhang mit " Misserfolgen" erwähnen darf?! Oder muss man dann gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass auch Ärzten Fehler unterlaufen?!
#42 am 02.12.2016 von Gast
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Gast
Im Einzelfall weiß natürlich keiner, was hätte sein können, aber im Allgemeinen: durch Studien. Und sobald es um Evidenz geht werden die Heilpraktiker, Homöopathen und Konsorten entweder still oder packen noch lieber ihre Anekdoten aus, das schon mal wer von wem gehört hat der per Wunderheilung kuriert wurde.
#41 am 01.12.2016 von Gast
  7
wo mittlerweile der Trend in Richtung Immunstärkung im naturhei lkundlichen Sinne auf Basis evolutionsbiologischer u. Mitochondrienforschung läuft, wo Chemo u. Bestrahlung nicht in Betracht gezogen wird u. eher eine Einflußnahme auf Cytokine u. Interleukine versucht wird , auf die Regulationsverfahren u. Naturheilverfahren schon lange ein Finetuning durchzu führen versuchen als Erfahrungsmedizin .
#40 am 01.12.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
  20
irgendwie habe ich mit beiden Seiten ein Problem .Mit welchem Recht spielen sich die Mainstream- Mediziner auf u. behaupten , Krebs erfolgreich behandeln zu können. Gerade schreibt das RKI , die Krebsrate habe sich verdoppelt -aus Altersgründen - wie bitte ?- andere Ursachen ? u. die -Überlebenszeit habe sich um 4 Jahre verlängert , allerdings -das kann so verstanden werden , wohl nur aufgrund der früheren Erkennung . Dann ist das Ganze für mich ein NULLSUMMENSPIEL u. dafür werden Milliarden ausgegeben u. die Gen-technik als neues Allheilmittel gepriesen . Wo nehme ich das Recht her - wie auch immer die Heilpraktiker- Therapie im Vorfeld gelaufen ist- , so zu tun als habe die Patientin wohl nur deswegen den Tod gefunden . Wäre eine frühere schulmedizinische Therapie denn mit Sicherheit erfolgreich gewesen ??? ;
#39 am 01.12.2016 von dr. med.dent. Wolfgang Stute (Zahnarzt)
  19
Wir müssen einfach einmal erkennen: Es existiert eine grundlegende Problematik bei den Heilpraktikern, die von der Heilpraktikerseite aus (!) aufgearbeitet werden muss. Die Verbände kommen ihrer Aufgabe in dieser Hinsicht nicht nach.
#38 am 01.12.2016 von Jürgen C. Bauer (Heilpraktiker)
  2
Gast
Erfolgreich im Geldmachen, das ja. Sonst aber auch nicht viel mehr.
#37 am 01.12.2016 von Gast
  9
Gast
was auch immer davon wahr ist, Fakt ist, dass es in allen Branchen Menschen gibt die ihr Fach nicht beherrschen, es jedoch zu verallgemeinern und einen erfolgreichen Berufsstand in den Schmutz ziehen wollen, halte ich für übertrieben, jedes Jahr gibt es tausende Ärtzefehler bei denen leider Menschen sterben oder ernsthaft krank werden, darüber wird weniger Aufhebens gemacht, leider, am Ende leidet der Patient, jeder Arzt oder Heilpraktiker sollte sich seiner Verantwortung bewußt werden
#36 am 01.12.2016 von Gast
  6
# 25 Sich hinter Gast zu verstecken und andere zu verunglimpfen, sich nicht weiter entwickeln wollen und..... Finden es es toll den Darm durch eine Gewebeprobe zu verletzen in einem unsterilisierten Raum wenn es zunächst auch anders geht? Gerade in der Krebsbehandlung brauchen wir dringend Änderungen oder sind Sie anderer Meinung. Wir können uns gerne austauschen.
#35 am 01.12.2016 von Hubert Vey (Heilpraktiker)
  17
Meine erste Frage ist: Wann hat die Heilpraktikerin zuletzt Schüßlersalze verordnet, bzw. die Frau gesehen? Oft nehmen Patienten eine Verordnung eigenständig lange Zeit weiter ein, OHNE weitere Rücksprache. Und nein, ich bin keine Heilpraktikerin.
#34 am 01.12.2016 von Nicole Rosenow (Studentin)
  6
Nun mal halblang. Wann die Pat. zum letzten Mal bei der Heilpraktikerin war, ist hier nicht gesagt worden. Von daher ist nicht zu Beurteilen, ob die HPin in irgendeiner Form ein Vorwurf zu machen ist. Und umgekehrt habe ich eine Patientin gehabt, die ein dreiviertel Jahr immer wieder beim Internisten und beim HNO war, weil die rechte Wange nach dem Essen immer wieder angeschwollen ist. Als sie dann bei mir auftauchte, habe ich sie sofort in die MKG-Klinik eingewiesen. Es war ein Carcinom des Speicheldrüsenausführungsgangs. Klasssische Symptome, die aber beide Ärzte nicht erkannt haben.
#33 am 01.12.2016 von Dr. med. dent. Gerd Kruse (Zahnarzt)
  7
Gast
@ #25: Um ehrlich zu sein: ich wünsche mir, nicht an Leute zu geraten die mir etwas anbieten was sie nicht halten können. "Kommen Sie auch zu meiner einfachen, gefahrlosen Darmkrebsfüherkennung mit einer über 90% Erkennung!" schreiben Sie auf Ihrer Website. Und damit betreiben sie genau das vielmals kritisierte: ohne eine Qualifikation dazu zu haben ziehen sie Leute an, die dann bei Ihnen eine "Darmkrebsfrüherkennung" machen und denken, jetzt ist alles gut. Das die Leute dann das echte Screening nicht mehr wahrnehmen, ist ihnen ja nicht zu verübeln, es wird ihnen ja vergegaukelt sie wären bereits gut versorgt. Und zehn Jahre später sitzen sie dann durchmetastasiert da. Vielen Dank auch.
#32 am 01.12.2016 von Gast
  1
Gast
@ #25 - Herr Vey, von einem "christlichen Leben" stand nix im Text, außerdem: der Tod war kurz, das Sterben erscheint mir bei o.g. malignem Ascites dann doch lang. Habe den Artikel im Forum komplementäre Onkologie / Immunologie zu dem von Ihnen ersonnenen Verfahren "Hypvey" gelesen - witzig! @ #26 - Frau Schuster, was hätten Sie denn im vorliegenden Fall für Diagnostik betrieben? Sicherlich hätte ich die Patn. auch nicht halbtot auf den CT-Tisch gezerrt, aber bei dem beschriebenen Notfall erscheint mir das Vorgehen (in aller Unkenntnis der Details) legitim.
#31 am 01.12.2016 von Gast
  3
Gast
Ohne die Kommentare hier ganz gelesen zu haben: Sollte die Kollegin tatsächlich etwas so offensichtliches nicht diagnostizieren können, so muss ihr umgehend die Zulassung entzogen werden und sie muss für ihren schwerwiegenden, lebensbedrohlichen Fehler bestraft werden. Ich als Heilpraktiker würde eine derartige Patienten mit solchen Beschwerden IMMER an den Arzt überweisen und jede verantwortungsbewusste HP wird mir zustimmen. Es geht auf keinen Fall darum, dass irgendetwas oder irgendwer besser oder schlechter ist, liebe Kollegen und liebe Ärzte: War es ein Fehler der Kollegin, muss sie bestraft werden.
#30 am 01.12.2016 von Gast
  1
So einen Unfug habe ich hier noch nie gelesen. "Schüssler Salze wirken auch nicht gegen einen Autounfall"
#29 am 01.12.2016 von Wolfgang Neher (Weitere medizinische Berufe)
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....dieser Kasus....
#28 am 01.12.2016 von Silke Schuster (Ärztin)
  0
Meine persönliche Erfahrung bei notärztlichen Einsätzen im ländlichen Bereich ist, dass einige Patienten einerseits zu lange zuwarten, andererseits auch viel zu hohe Erwartungen an die medizinischen Möglichkeiten haben. Die Erklärungen weshalb so lange zugewartet wurde sind gelegentlich haarsträubend und ein Schuldiger ist immer schnell gefunden. So mutet auch dieser Basis an.
#27 am 01.12.2016 von Silke Schuster (Ärztin)
  3
Welcher Mediziner mutet einer Patientin die nur noch im Sitzen atmen kann ein CT zu, welches nur flach liegend durchgeführt werden kann? Wer stellt die Indikation ? Wer führt das CT durch? Aber auch:Wer wartet so lange bis er einen Arzt aufgesucht? Möglich dass die Patientin irgendwann einmal bei “Bauchschmerzen“ Schüsslersalze empfohlen bekommen hat, aber mit Sicherheit nicht mit einem solchen Befund. So verordnen weder Ärzte noch Heilpraktiker.
#26 am 01.12.2016 von Silke Schuster (Ärztin)
  8
Es stellt sich doch erstmal die Frage wann soll die Bäuerin bei der Kollegin gewesen sein? Diese Beinödeme und Aszites können nicht in wenigen Tagen entstanden sein. Jeder der noch einen gesunden Verstand hat kümmert sich rechtzeitig um körperliche Veränderungen, vorausgesetzt ein Lebenswille besteht. Selbst wenn die Patientin vier Wochen früher in die Klinik gegangen wäre oder zur Hypvey - Therapie, wären nur Kosten produziert worden. Frage, wo war hier der Hausarzt, Freunde, Kinder? Wünschen wir uns nicht auch einen so schnellen Tod mit 75 Jahren, nach einem erfüllten, christlichen Leben.
#25 am 01.12.2016 von Hubert Vey (Heilpraktiker)
  31
Gast
Wie zu erwarten: wurde ein Patient heroisch von einem Schnupfen geheilt, ist es der Beweis für die Unverzichtbarkeit des Heilpraktikers. Hatte der Patient eine schwerere Erkrankung und die Behandlung hat erwartungsgemäß nichts gebracht bzw. eine anständige Therapie verhindert, muss die Geschichte erlogen sein. Habe übrigens eine ganz ähnliche Geschichte erlebt, in dem Fall einen jungen Mann dessen Bauchschmerzen auf Anraten des Heilpraktikers der Mutter über mehrere Tage mit Schüsslersalzen behandelt wurden. Als es dann garnicht mehr ging und der unmittelbar vor dem Durchbruch stehende Appendix rausgenommen wurde, gab es dann das große Erwachen. In dem Fall zum Glück ohne bleibende Schäden oder Schlimmeres.
#24 am 01.12.2016 von Gast
  7
Der ganze Artikel hat leider nur sehr wenig Niveau und Informationswert. Will er der Patientin o. Angehörigen vorwerfen, nicht zum Arzt gegangen zu sein? Will er den Tod der Patientin mit Homöopathie in Verbindung bringen. Was soll der Schluss- Satz!! suggerieren: .."da Gerda noch während der Untersuchung auf dem Tisch des Computertomografen starb. Schüßler-Salze haben ihre Grenzen". Sie haben die Fotos angeblich zu Ausbildungszwecken gemacht. Ein Mensch, voller Schmerzen und Ängsten, der ev. spürt, dass gerade sein Leben zu Ende geht, hat der noch die Muse oder "Freiheit", zu einem Notarzt "Nein" zu sagen, wenn der Fotos machen will (Abhängigkeitsverhältniss!!). Hier braucht man nicht nur Fingerspitzengefühl, sondern auch ein menschlich- ethisches Verständniss für solche Situationen (u. für was man diese nutzt). Aber die Fotos für diese Geschichte hier zu bekommen und zu veröffentlichen, dass war es Ihnen wohl wert. Und worin haben Sie uns jetzt alle „Ausgebildet“ mit diesen Fotos?
#23 am 01.12.2016 von Herbert Budicek (Heilpraktiker)
  30
In Österreich und anderen Ländern um Deutschland herum dürfen Heilpraktiker nicht selbständig praktizieren. "Es wird wohl Gründe dafür geben." Das stimmt: dort gibt es kein Heilpraktikergesetz, um das viele dort uns beneiden.
#22 am 01.12.2016 von Gerd P. Werner (Heilpraktiker)
  22
Nur mal als Beispiel, wie Ausbildung zum Heilpraktiker gehen kann, in der ältesten Fachschule: . http://www.ausbildung-zum-heilpraktiker.de/ausbildung/komplettausbildung.php
#21 am 01.12.2016 von Gerd P. Werner (Heilpraktiker)
  16
Die Diskussion die ich hier verfolge sagt mir nur eins: Die Gräben zwischen den beiden Berufsständen, die sich hier in diesem Portal begegnen können, sind größer als ich dachte. Und ich fühlte sie schon als sehr groß. Dieser (nicht sehr präzise Artikel) triggert offenbar Vorurteile, von denen ich hoffte, dass sie im Zeitalter der "integrativen Medizin" zu überwinden wären. Bezeichnend finde ich, dass der Verfasser nicht direkt die Heilpraktiker allgemein angegriffen hat, dass die sich aber angegriffen fühlen. Ebenso bezeichnend, dass die Ärzte sich nicht zum Fall selbst äußern, sondern ausschließlich zur vermuteten Gefahr durch "unfähige Heilpraktiker". Es ist in der Tat zu bezweifeln, ob sich die Geschichte so abgespielt hat. Mich würde schon misstrauisch machen, wenn ein Patient so lange wartet und nicht zum Arzt geht, bis der Bauch diese immense Größer erreich. Für mich spricht diese Tatsache eher für einen unmündigen Patienten, als für einen verantwortungslosen Heilpraktiker.
#20 am 01.12.2016 von Dragana Cukavac (Heilpraktikerin)
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Wieder mal eine Fake-Story und viele regen sich drüber auf und kommentieren diese Geschichte. Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand?! Ich werde doccheck abbestellen.
#19 am 01.12.2016 von Karola Albrecht-Kumi (Heilpraktikerin)
  33
Gast
In Österreich dürfen Heilpraktiker nicht sebständig praktizieren. Es wird wohl Gründe dafür geben.
#18 am 01.12.2016 von Gast
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Ich habe ebenfalls meine Zweifel an der ganzen Geschichte und es ist schlimm, was passiert ist. Aber wenn die Frau nicht zum Arzt geht und in ihrer Familie keiner reagiert hat, muss natürlich ein Schuldiger her. Und das kann ja nur ein Heilpraktiker sein. Außerdem finde ich dieses Gehetze von Ärzten und Heilpraktikern aufeinander unerträglich. Übrigens habe ich seit diesem Monat eine junge Patientin (21 J.), welche Gyn.-Befunde seit 2014 hat mit dem Vermerk: "Dysplasie, HPV-Verdacht" sie ist in dieser Zeit von Gruppe IIp in IIID1 gekommen, ohne das mal eine richtige HPV-Diagnostik bzw. irgendeine Behandlung stattgefunden hat. Darf ich jetzt auch so eine Geschichte schreiben?
#17 am 01.12.2016 von Antje Matthes (Heilpraktikerin)
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Ein schönes Weihnachtsmärchen! Ich bilde set 20 Jahren Heilpraktiker aus und versichere Ihnen, dass es solche dummen Heilpraktiker nicht gibt. Vielleicht war es ja ein Arzt... :-)
#16 am 01.12.2016 von Michael Bauer (Heilpraktiker)
  49
@Herrn Brecht #7 Ein ausgebildeter Heilpraktiker hat eine medizinische Grundausbildung, spezifische weitere vertiefende Ausbildungen, je nach eingesetzten Therapieverfahren, und ist sich der Sorgfaltspflicht und der eigenen Grenzen zum Wohle des Patienten und zum Schutz der gesamten Heilpraktikerschaft bewußt. Dazu gehören auch jährliche Fortbildungen und jede andere Form der Weiterbildung. Ich denke, wer seinen Beruf liebt und ernst nimmt, hört nie auf zu lernen. Wenn dazu noch jahrzehntelange Erfahrungen kommt, steht das Können auf sicheren Füßen. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass diese Geschichte sich so zugetragen hat, wie sie hier dargestellt wird. Es ist nur schade, dass nie die Millionen zufriedener Patienten, die jährlich zum Heilpraktiker gehen, erwähnt werden
#15 am 01.12.2016 von Roland Ullrich (Heilpraktiker)
  23
Gast
" Ein junger Patient erschien bei mir mit X-ray.Er habe einen fortgeschrittenen Tumor beiderseits im Oberkiefer und nur noch kurze Zeit zu leben. Alle Zähne müßten raus, sagt die HP." - Naja, welcher HP behandelt denn Zähne? Ich habe arge Zweifel an Ihrer Geschichte, tut mir Leid. @Frau Emmerich: Vielen Dank für Ihren klugen, sachlichen und weitsichtigen Kommentar. Ich bin der gleichen Ansicht, habe ich doch ebenfalls in beiden Berufsbildern absolute "Vollversager" kennengelernt. Leider verstehen sich viele Ihrer Kollegen hauptsächlich in Polemik und Hetze.
#14 am 01.12.2016 von Gast
  14
Gast
ich finde diese Gehetze unerträglich!!!
#13 am 01.12.2016 von Gast
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Ich finde die Vorverurteilung der Heilpraktikerin unfair. Hier erfolgt eine Vorverurteilung ohne die Sachlage zu klären. Es ist völlig unklar zu welchem Zeitpunkt die Heilpraktikerin die Schüßler-Salze verordnet hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Patientin mit diesem Bauch mit Schüßler-Salze nach Hause geschickt hat. Wenn sich dies bei Aufklärung des Falles herausstellen würde, wäre es selbstverständlich ein grob fahrlässiger Behandlungsfehler. Uwe Siebler, Heilpraktiker
#12 am 01.12.2016 von Uwe Siebler (Heilpraktiker)
  17
Gast
Im Moment ist es ja Mode, auf die Heilpraktiker einzuprügeln. Seltsamerweise häufen sich Geschichten, in denen im Vorfeld ein Heilpraktiker angeblich irgendetwas haarsträubendes von sich gegeben hat. Den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen lässt sich nicht nachvollziehen. In dubio contra HP, auch wenn die Frau vielleicht nie einen Heilpraktiker gesehen hat, geschweige denn "Schüsslersalze" kennt (von denen ich als HP im Übrigen ebensowenig halte). Wir werden sicher noch viele solcher Stories lesen, in denen HPs schuld sein sollen. Passt ja gerade ins Bild. Wer´s glaubt...
#11 am 01.12.2016 von Gast
  20
prof.Meinen,Solingen
Da haben wir es doch: eine unglaubliche Indolenz und Ignoranz sowie eine fast kriminelle Haltung der Heilpraktikerin. Schade,dass der Patientin nicht mehr geholfen werden konnte! Sculd daran: Medienberichte und Laien, die sich anmassen, in unserem Tätigbereich herumzupfuschen
#10 am 01.12.2016 von prof.Meinen,Solingen (Gast)
  36
Gast
Mein jüngerer Sohn fragt mich regelmäßig: „Vatta, is was spannendes passiert? Erzähl mal!“ – So kam ich auf die Idee, meine Geschichten aufzuschreiben. Notarzt bin ich seit 1996. Da sammelt sich einiges an. Es sollte noch angemerkt sein, dass ich keine 1-zu-1-Doku schreibe, vielmehr setzen sich meine Geschichten aus Erinnerungen – teilweise sehr klar, teilweise verblasst – zusammen und wurden mit meiner Phantasie und meinen Erfahrungen wiederbelebt. Willkommen in der Blaulichtwelt. (Zitat C. Schenk) Ob auch in diesem Artikel die Phantasie Co-Autor war?!, zum vorsätzlichen verunglimpfen eines ganzen Berufstandes?!
#9 am 01.12.2016 von Gast
  21
Ich gebe zu: dem Schulmediziner wäre das nicht passiert. Aber seien wir mal ehrlich: es gibt haarsträubende Exemplare von Heilpraktikern, die leider keine Ahnung haben und auch kein Verantwortungsbewusst sein. UND es gibt katastrophale Ärzte ohne Fähigkeit einer Gesamtschau oder Blick übern Zaun, die die Fälle eben abhandeln und chemisch-pharmazeutisch versorgen. Und es gibt in beiden Fällen tolle Exemplare, die Ihr Handwerk verstehen und ihre Grenzen kennen.
#8 am 01.12.2016 von Carmen Katharina Emmerich (Zahnärztin)
  16
@Herrn Ullrich,#3: Was verstehen Sie unter einem "ausgebildeten Heilpraktiker"?
#7 am 01.12.2016 von Dr Josef Georg Brecht (Biologe)
  6
Heilpraktiker leisten sich zuweilen abenteuerliche Diagnosen. Ein junger Patient erschien bei mir mit X-ray.Er habe einen fortgeschrittenen Tumor beiderseits im Oberkiefer und nur noch kurze Zeit zu leben. Alle Zähne müßten raus, sagt die HP. Er war völlig verzweifelt. Daß es sich um die Kieferhöhlen handele und er zudem kerngesunde Zähne habe, konnte er auf Anhieb erstmal nicht glauben. Nach und nach kam er in die glückliche Gegenwart zurück: er , der kurz vor dem Suicid gestanden hatte. Ein VERBRECHEN !
#6 am 01.12.2016 von Dr. med.dent. Imme Rostosky (Zahnärztin)
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Ein verantwortungsbewusster Heilpraktiker lässt immer schulmedizinisch abklären, bzw. rät dringend dazu. Es gibt nur leider sehr oft in der Praxis den Fall, dass die Patienten aufkeinenfall zum Arzt wollen, aber zwingen kann man sie nicht. Es ist also nicht immer Schuld des "bösen" Heilpraktikers!
#5 am 01.12.2016 von Fiona Brockmann (Heilpraktikerin)
  20
Gast
Die Patientin hat für sich entschieden einen Weg zu gehen. Die Diagnose ist traurig. Aber dann gleich wieder die Keule rausholen und dann eine ganze Berufsgruppe dafür verantwortlich machen , das ist schon ganz schön mutig. Bei dem Sender rbb wird mittwochs abends die Serie vom SWR wiederholt. Abenteuer Diagnose.......... der Fairness schauen Sie sich an vielleicht hilft es beim Urteilen handeln in liebender Vernunft ist heute mehr denn je angesagt. Wir werden nicht größer wenn wir andere klein machen. Nelson Mandela
#4 am 01.12.2016 von Gast
  25
Ich möchte meine Zweifel anmelden, ob es sich wirklich um eine ausgebildete Heilprakterin handelt oder eher um ein Kräuterweiblein, welche ohne Ausbildung und Zulassung arbeitet. So etwas kann man nicht übersehen. Aber ich kann auch einen umgekehrten Fall anführen, bei dem ich einen Patienten mit einem CEA über 11 (Nichtraucher!) zum Arzt geschickt habe, der dann lapidar meinte, der Heilpraktiker sollte keine Laborwerte machen. Keine Einweisung, keine weitere Untersuchung und der Patient verstarb 3 Monate später an einem Lungen Ca..
#3 am 01.12.2016 von Roland Ullrich (Heilpraktiker)
  25
War der Kontakt zur HP telefonischer Natur? Ansonsten unbegreiflich wie es soweit kommen konnte. Traurig aber wie so oft bittere Realität! Da ist der Gesetzgeber gefordert, um der Behandlung Grenzen zu setzen. Krebs gehört in die Hand der Schulmedizin, basta.
#2 am 01.12.2016 von Yvonne Müller (Arzthelferin)
  30
Gast
Ach ja, die Heilpraktiker, wertvollste Kronjuwelen unseres Gesundheitssystems - da hat die betreffende Heilpraktikerin ja ganze Arbeit geleistet.
#1 am 01.12.2016 von Gast
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