Ein sicheres Geleit

27.11.2016
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Herr Rahimi lebte in einem Land, in dem es echt nicht mehr schön war. Er hatte daher seine Familie genommen und beschlossen, nach Deutschland einzuwandern. Endlich hier angelangt, landete Herr Rahimi in einem Erstaufnahmelager. „Woah, moment“, sagte das medizinische Personal der Einrichtung, „Sie husten und haben früher schon mal Tuberkulose gehabt, die nie behandelt wurde?!“

„Da müssen Sie gleich in eine Klinik. Äh, gehen sie mal ins Klinikum in Beteigeuze City. Und ihre Frau, die hustet ja auch. Die nehmen sie gleich mit.“

Bäm. Da saßen Herr und Frau Rahimi in unserer Aufnahme. Zum Glück hatte die Erstaufnahmeeinrichtung schon richtig vermutet, dass keiner von uns den interessanten, aber nicht sehr verbreiteten Lokaldialekt der Rahimis sprach, einen Dolmetscher aufgetrieben und mitgeschickt.

Wir sandten die Rahimis durchs Röntgen, nahmen ihr Blut und Sputum an uns und beschlossen: „Jop, Herr Rahimi, Sie sehen sehr tuberkulose-befallen aus, ihre Frau zum Glück nicht so.“ Das Gesundheitsamt erklärte dann, Herr Rahimi müsse nun auch sofort ins Tuberkulosezentrum, keine Ahnung wo, auf jeden Fall nicht in Beteigeuze, Frau Rahimi dürfe aber wieder heim.

Ich organisierte einen Krankentransport für Herrn Rahmini und die Erstaufnahmemenschen waren sehr nett und sagten, man könne ein Taxi nach Hause organisieren, für seine Frau und den Dolmetscher.

„Äh, nein“, sagte Herr Rahimi. „Das geht nicht.“

„Aber warum denn?“

„Na, da wäre die Frau ja alleine im Taxi mit dem Dolmetscher!“

Der Dolmetscher, ein freundlicher, älterer Mann, übersetzte auch dies sehr professionell und wir erklärten schließlich seufzend, dass wir fragen würden, ob wir auch zwei getrennte Autos bekommen könnten – eins für die Ehefrau und eins für den Dolmetscher.

„Wah, nein!“ sagte Herr Rahimi, da wäre die Ehefrau ja GANZ ALLEINE im Taxi. Das gehe auch nicht.

„Ah, super“, dachte ich. Mit ins Tuberkulosezentrum kann er sie auch nicht nehmen. Mit Tuberkulose kann ich Herrn Rahimi jetzt aber auch nicht erbost rauswerfen, auf dass er seine Ehefrau persönlich heim begleitet.

Der Dolmetscher blieb zum Glück ruhig, obwohl ihm Herr Rahimi nun ein gesteigertes sexuelles Interesse an der Ehefrau bescheinigte und fand folgendes heraus: Herr Rahimi hatte noch einen Bruder, der mit ihm nach Deutschland gekommen sei und ebenfalls im Erstaufnahmelager verweilte. Vielleicht könne der kommen und die Ehefrau abholen?

Dummerweise besaßen nun beide Rahimis kein Handy, aber naja, wie schwer kann es schon sein, den Bruder im Lager zu finden, dachten wir und riefen dort nochmal an. Haha, schwer, sehr schwer ist so ein Findungsvorgang und zum Glück hatte der Krankentransport für Herr Rahimi große Verspätung, denn bevor wir kein sicheres Geleit für die Ehefrau zusichern konnten, wäre das nichts geworden.

Nach einer Stunde fand das Erstaufnahmelager zur Freude aller den Bruder. „Und? Kommt er, der Bruder?“ – „Joah, wir haben ihm den Weg beschrieben, eine Karte von Beteigeuze gegeben und ein Kärtchen auf dem steht, dass er Frau Rahimi abholen möchte. Der ist jetzt mit dem Fahrrad losgefahren.“ Ah.

Wir hatten dann große Furcht, dass Herr Rahimis Bruder, der auch nur interessanten, aber nicht sehr verbreiteten Lokaldialekt sprach (deswegen das Abhol-Kärtchen), nicht herfinden würde, aber zum Glück kam er und nahm Frau Rahimi und den Dolmetscher mit. Frau Rahimi hat zu all dem überhaupt nichts gesagt.

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Bildquelle: Privatbild Zorgcooperations

Artikel letztmalig aktualisiert am 30.11.2016.

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Medizin, Innere Medizin
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Gast
für meinen 80jährigen vater (deutsch) wurde nicht so ein zamper gemacht, er durfte sich sein taxi selber rufen, und selber bezahlen.
#41 am 18.12.2016 von Gast
  1
Gast
unglaublich :-(
#40 am 18.12.2016 von Gast
  1
Und wer soll entscheiden, ob ein Verhalten gegen deutsches Brauchtum verstößt oder nicht? Was soll dafür als Referenz herangezogen werden? Wo kann der geneigte Flüchtling sämtliche zu befolgenden deutschen Bräuche in für ihn verständlicher Form gleich nach erfolgreicher Flucht vor Terror, Tod und Verstümmelung nachlesen? Darf er vorher ein Glas Wasser trinken oder muß er das sofort nach Ankunft in der Erstaufnahmeeinrichtung tun?
#39 am 06.12.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
  6
Wer sich hier als "Flüchtling" befindet hat sich an unsere Gesetze und Bräuche zu halten, ohne wenn und aber, steht so schon in der Genfer Flüchtlingskonvention. Alle anderen raus, aber sofort!
#38 am 04.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  19
Gast
#35: Ist der Unterschied evtl. in der Bildung zu suchen? In dem Sinne, dass die gebildeteren Schichten weltoffener sind und dazu sogar ein paar Semester im Ausland studiert haben?
#37 am 03.12.2016 von Gast
  2
Gästin
Sie haben in arabischer Welt Frauen getroffen, die alleine waren? Ohne jegliche männliche Begleitung? Wie anstößig!
#36 am 03.12.2016 von Gästin (Gast)
  5
Also diese Geschichte belegt die fantasievolle Erfinduung des deutschen Marktes. Denn meine Schwestern sind super religiös und leben in der arabischen Welt, sie gehen alleine einkaufen, fahren Taxis, Busse und sonst was alleine. Einer meiner Schwester ist Bauingenieur und arbeitet mit über 500 Männern , die unter ihr stehen und hat immer das Kommando. Diese Geschichte erinnert mich an eine billige Version von Tausend und eine Nacht, die allerdings in Deutschland und nicht in der arabischen Welt erfunden ist. Denn meine Schwestern sind kein Einzelfall. In Dubai, Jordanien, Ägypten, Irak und Libanon habe ich viele Frauen getroffen, die alleine einkaufen, Taxifahren mit fremden Männern , einkaufen und arbeiten ohne ihren Mann. Dieser Name der erfundenen Familie hört sich an wie iranisch oder afghanisch, die sowieso von der Religion nicht so streng sind wie die Araber. Also lassen wir die Kirche im Dorf, es sei denn wir Ärzteschaft wollen noch mehr Rassismus schüren wie die AFD es sich wünscht. Und im übrigen, die deutschen Frauen laufen in den Emiraten mit Miniröcken, Tops und Highheels und haben schon 5 Kirchen in Dubai gebaut.
#35 am 03.12.2016 von Dr.med Shaher gheith (Arzt)
  10
eine Begründung für die Nichtbefolgung von Arzneimittelrabattverträgen ist " Patient vermutet ausländerfeindlichen Hintergrund"
#34 am 02.12.2016 von Jürgen Unger (Apotheker)
  3
Und Herr Rahimi hat gelernt dass auch er krank werden kann. Die Klinik hätte sich den ganzen Aufwand späten können. Herr Rahimi hätte es auch in seiner Heimat alleine geschafft Hilfe für seine Frau zu organisieren. Immerhin stand ihm der kundige Dolmetscher zur Seite. Übrigens ist es müßig sich über die Taxifahrt auf Kasse zu echauffieren. Wenn die Kassen keine Indikation sehen zahlen sie nicht und der Taxifahrer transportiert nicht. Das klärt schon der Taxifahrer im eigenen Interesse.
#33 am 01.12.2016 von Silke Schuster (Ärztin)
  3
#29 wenn europäische Frauen sich in arabischen Ländern aufhalten ist das angemessen. In Europa dürfen sie sich jedoch europäisch verhalten uns arabische Männer die das nicht verstehen wollen dürfen gerne in ihrer arabischen Heimat ihre Traditionen pflegen.
#32 am 01.12.2016 von Silke Schuster (Ärztin)
  2
Gast
Der Tenor der weit überwiegenden Mehrzahl der Kommentare hat keinesfalls die Qualität fremdenfeindlicher Hetze - auch wenn es derzeit en vogue ist, die Verteidigung unserer christlich-abendländischen Kultur in unserem Land mit diesem Modewort zu verunglimpfen. Ich habe selbst viele Jahre als Ausländer im außereuropäischen Ausland gelebt und gearbeitet und war dort glücklich. Hätte ich mich dort allerdings so benommen, wie muslimische Ausländer hier in Deutschland, dann wäre ich "über Nacht" in ein Flugzeug gesetzt und des Landes verwiesen worden. - Und das hätte nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun gehabt.
#31 am 01.12.2016 von Gast
  2
Gast
#32 genau . Wer fremde Kultur nicht versteht, dazu gehören auch Sie , ...........
#30 am 01.12.2016 von Gast
  7
Gast
#6 Welche Grundgesetzverletzung??? Der Mann ist einfach eifersüchtig. Es soll solche Männer überall geben und es hat kaum mit Grundgesetzverletzung zu tun. Es ist wirklich traurig, dass jeder noch so unwichtiger Vorfall so dazu missbraucht wird, die Fremedenfeindlichkeit zu schüren.
#29 am 01.12.2016 von Gast
  14
Gast
Wer ärztliche Hilfe braucht, muss ich auch helfen lassen und nicht in erster Linie dem männlichen Arzt (sexuell) mißtrauen, wenn er ein Kind oder eine Frau behandeln will und soll. Ein Sanitäter musste z.B. ein kleines Mädchen sterben lassen, weil der muslimische Vater nicht wollte, dass er es anfasst. - So etwas sind für mich religiöse Exzesse, die sich nicht mit dem hippokratischen Eid von Medizinern vereinen lassen. Wie Sie richtig sagen: Ein Arzt muss a l l e n Menschen helfen, unabhängig von Geschlecht und Religion - nur was ist, wenn er wie oben daran gehindert wird. Übrigens: Was wollen Sie mit dem Wort "Hetze" ausdrücken - ich denke, damit haben Sie das Thema verfehlt.
#28 am 01.12.2016 von Gast
  2
Gast
Appelle an die Anpassung an unsere Kultur, Forderung nach Regelungen und Verboten sind in der Politik und der grundsätzlichen Debatte absolut in Ordnung und legitim. Im Einzelfall der Notaufnahme haben sie aber nichts zu suchen. Ich hoffe, die meisten Hetzer hier sind keine Ärzte oder in sonstigen Positionen, in denen sie (allen) Menschen helfen sollten.
#27 am 01.12.2016 von Gast
  11
Gast
Wer sich -gleich aus welchem Grund - dafür entscheidet auszuwandern, muss wissen, dass er sich in seiner neuen Heimat an die dortigen Gepflogenheiten anpassen muss. Toleranz ist von beiden Seiten erforderlich, also von Gastgebern und insbesondere von den Gästen selbst. [Kommentar wurde wegen Unsachlichkeit gekürzt.]
#26 am 01.12.2016 (editiert) von Gast
  5
Gast
Der Zusammenprall verschiedener Kulturen treibt sicher viele solcher bizarrer Blüten. Es ist manchmal lästig und mag auf den weniger einfühlsamen Zeitgenossen auch mal unverständlich wirken, aber ist es denn wirklich notwendig, gleich so hetzerische und ignorante Kommentare in solcher Anzahl abzulassen? Leute es hat doch auch eine gewisse Komik und die Problemlösung erfordert eben manchmal Flexibilität. Ist doch alles bestens gelungen. Regt euch mal ab. Und lebt mal ne Weile in einem fremden Land, weil in eurem Krieg herrscht. Dann könntet ihr vielleicht verstehen, bevor ihr urteilt.
#25 am 01.12.2016 von Gast
  9
Gast
Starker Beitrag! Mit viel Einsatz konnten auch die Bedürfnissen der öffentlichen Gesundheitsfürsorge berberücksichtigt werden!
#24 am 01.12.2016 von Gast
  1
Gast
P.S.: nicht das Bestehen der "Parallelgesellschaften" an sich empfinde ich als "ungut", sondern nur insofern, wenn dort alltäglich Regeln zum Tragen kommen, die sich mit unseren Gesetzen nicht vertragen = in meinen Augen schlichtweg "Illegalität". Mal ein konkretes Beispiel: wenn Männer für ihre Frauen unterschreiben. Sie finden das normal, die Frauen übrigens auch. Weil der Mann eben für solchen Kram zuständig ist. Ich hingegen empfinde es als "Unterschriftenfälschung" (bin kein Jurist, kann nicht beurteilen, ob es tatsächlich als solche gewertet werden könnte bzw. ob / welche rechtlichen Folgen es hätte). Insgesamt muss man beim Thema genau hinschauen und differenziert; konkret, nicht pauschalisierend. Aber bei mir hört die Toleranz einfach da auf, wo die Verletzung unserer (konkreten) Gesetze beginnt. Weil unsere Gesellschaft nur deshalb funktioniert, weil sich alle (weitgehend) daran halten.
#23 am 30.11.2016 von Gast
  2
Gast
Mir gefällt der Artikel; spiegelt er doch einfach wider, was sich so abspielt. Auch ich denke: tolle Lösung, Taxifahrerin! Doch aufgrund der Mentalität der Menschen, die ich persönlich aus arabischen Ländern kenne (und schätze!), wage ich zu bezweifeln, ob eine solche Lösung akzeptiert würde. Eine "anständige" Frau ist entweder mit männlicher Begleitung aus der Familie (und wenn es nur der kleine Sohn ist!) unterwegs oder aber bleibt gefälligst daheim (Eine Taxifahrerin ist also nicht vertrauenswürdig). Unsere Logik und Sichtweise greifen hier leider nicht, schon gar nicht, wenn wir gar Frauen sind. "Integration"... das bedeutet, von vielen Menschen einen Zeitsprung von jetzt auf gleich zu verlangen, für den wir hier ein paar Jahrzehnte Zeit hatten. Da wir das Entstehen von "Parallelgesellschaften" über die Jahre hinweg zugelassen haben, ist es umso schwerer, da die Zuwanderer sich verständlicherweise gegenseitig unterstützen - nach ihren eigenen Regeln.
#22 am 30.11.2016 von Gast
  2
@Privatdozent Frohn: Das ist gelebter klinischer Alltag in einer Rettungsstelle. Das man als PD damit nichts mehr zu tun hat ist klar.. Vor 5 oder gar 10 Jahren war das noch anders, falls Sie das überhaupt je selbst erlebt haben. Zuviel gekifft ist da schon starker Tobak (höhö). Und sich dann wundern wenn die Assistenten weglaufen..
#21 am 30.11.2016 von Johannes Häuser (Arzt)
  0
Gast
Vielleicht könnte man Integrationsregeln bereits ab Ankunftstag vermitteln: Genauso wie "dort" etwas anstößig ist, ist “hier" das Gegenteil anstößig. Schwule werden nicht diskriminiert, Ärztinnen sind genauso qualifiziert, Frauen antworten selbst, etc. Nett, wenn Ärztinnen abgelehnt werden und dann gemeckert wird, dass es so lange dauert, bis ein männlicher Ersatz vorbeikommen und einspringen kann. Genauso wie ich AfDler und Nazis auf den Flur verbanne, wenn sie Kolleg_innen wegen Hautfarbe oder Akzent ablehnen, aus dem gleichen Grund gehören solche Ansprüche aus "pädagogischen Gründen" auch im Wartebereich geparkt. Sonderwünsche dauern halt länger. Hier wird ohne Ansehen der Person behandelt. Wer da nicht mitspielt hat sich das extra Warten ausgesucht, ist ja selbst so gewünscht.
#20 am 30.11.2016 von Gast
  1
#4 Wer ist WIR ? Viele Menschen, die wie ich, aus einen anderen Land stammen zahlen auch Steuer und sozial Abgaben.
#19 am 30.11.2016 von Jean-Jacques Sarton (Nichtmedizinische Berufe)
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Es gibt hierzulande Taxifahrerinnen. von Dr. med. Sepehr Samandari (Arzt) Ich stimme Herrn Dr. Samandari aus vollem Herzen zu. So einfach und pragmatisch. In meiner Zeit als Hebamme habe ich gelegentlich den betreffenden Männern mal ein paar Takte dazu gesagt.
#18 am 30.11.2016 von Gertrud Goetzmann (Ärztin)
  0
Gast
Oh mein Gott ... was für eine Diskussion an dieser Stelle. Müsli, Müsli mjamm mjamm mjamm ...
#17 am 30.11.2016 von Gast
  24
an #9 : zur Erinnerung bez. Grundgesetz: Artikel 3 (2) - Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. ... steht noch vor Religionsfreiheit ....
#16 am 30.11.2016 von Dr. med. Rain Berthold (Arzt)
  1
Es gibt hierzulande Taxifahrerinnen.
#15 am 30.11.2016 von Dr. med. Sepehr Samandari (Arzt)
  15
Gast
Ergänzung zu #12 und Frage an #11: Soll man lieber nicht darüber sprechen, meinen Sie das? Was hat die nüchterne Konstatierung von Fakten, die unseren klinischen Alltag beeinträchtigen mit "brauner Soße" zu tun? Das ist wenig logisch. Nicht darüber zu sprechen leistet AfD und Konsorten Vorschub.
#14 am 30.11.2016 von Gast
  1
Gast
Braune Soße, grüne Soße... alles dieselbe Pampe, nur mit anderem "Geschmäckle".
#13 am 30.11.2016 von Gast
  24
Gast
Die "Anekdote" gibt exakt wieder, was wir in einer Universitätsklinik gelegentlich erleben: Das kranke Kind kann nach der Op nur vom Arzt gesehen werden, wenn der Vater die Mutter begleitet. Ist die Mutter mit dem Kind allein tut sie alles, um die Untersuchung zu verhindern, denn der Mann bestraft sie, wenn sie es zuläßt, daß das Kind wegen des Zeitplans des Arztes ohne ihn gesehen wird. Letztes Mal im Oktober passiert, die Mutter weinte mehrere Tage lang. Nur eine von vielen Varianten.
#12 am 30.11.2016 von Gast
  0
Gast
Was soll denn diese sicher sehr interessante und leider sicherlich mehrfach in Variationen vorkommende Geschichte in diesem Medblock? Sie bietet lediglich eine Plattform für unsere Afd "Freunde" und denen sollten wir so wenig wie möglich Gelegenheit geben ihre braune Soße über uns auszugießen!
#11 am 30.11.2016 von Gast
  39
Gast
#8: Würde die deutsche ältere Dame einen Taxi auf Kosten der Krankenkasse bekommen? Nein. Würde sich der verantwortliche Assistenzarzt darum kümmern, dass sie nach Hause kommt, indem er andere Angehörige anruft etc. pp.? Ja. Die meisten schon. Nichts anderes ist im o.g. Beispiel passiert. Das Taxi hat dort ebenfalls nicht die Krankenkasse gezahlt, sondern die Leute aus der Erstaufnahme. Genau lesen, dann die AfD-Trommel schlagen.
#10 am 30.11.2016 von Gast
  27
Gast
Das ist eine nette/absurde/unterhaltsame Anekdote, wie man sie in diesem Blog immer bekommt, nicht mehr und nicht weniger. Das sowas dann selbst hier sofort von irgendwelchen Trollen als Anlass ihre Flüchtlings- und allgemein fremdenfeindliche Einstellung kundzutun genutzt wird, ist schade. Hier wird ein Mensch mit einer gravierenden und evtl. auch Krankheit behandelt - das ist ja wohl selbstverständlich. Und danach kümmert man sich um seine Frau, indem man einen Anruf tätigt. Wer darin den Weg in Richtung in einen islamischen Staat sieht, scheint durch eine sehr merkwürdig verzerrende Brille auf die Welt zu schauen. Kleine Erinnerung: in diesem (weiterhin, und es gibt auch nicht wirklich einen Anlass etwas anderes zu behaupten) freien Land gilt das Grundgesetz und damit das Recht auf Asyl.
#9 am 30.11.2016 von Gast
  39
Würde auch eine deutsche ältere Dame ein Taxi auf Kosten der Krankenkasse bekommen, wenn ihr Ehemann aus der Sprechstunde in´s Krankenhaus müsste? Mit Sicherheit nein. Wehe dem Arzt , der standhaft geblieben wäre und die Frau mit dem Dolmetscher im Taxi nach Hause geschickt hätte. Gefühllos, rassistisch , das sind die ersten Schlagworte, die mir dazu einfallen.
#8 am 30.11.2016 von Dr. med. Helmuth Uhl (Arzt)
  42
Zuviel gekifft? Der Artikel klingt so.
#7 am 30.11.2016 von PD Dr. med Christoph Frohn (Arzt)
  60
Gast
Diese "Ausnahme" ist für mich als Bürger eines (noch) freien Landes nicht ohne weiteres nachvollziehbar - genauso wenig wie Merkels "alternativlose" Öffnung der Grenzen. Den " großen Dienst von Frau Merkel " beantworte ich deshalb mit einem klaren Jein ! Wer als Flüchtling hierher kommt, verdient menschenwürdige Aufnahme und Behandlung - sofern sie/er sich an unser Grundgesetz hält. Die Behandlung der Ehefrau durch ihren sicherlich islamischen Ehemann widerspricht dem aber. Hier ist Toleranz fehl am Platz - als nächstes kommt die Legalisierung der Sklaverei und die Verheiratung Minderjähriger aus Toleranz gegenüber "Religionsfreiheit" - oder ? ( wenn ich mal provozieren darf .... ). Unsere doch weitgehend emanzipierte Gesellschaft ist über Jahrhunderte mit Mühe erkämpft worden - nur klare Position gegenüber Intoleranz hilft hier , sonst siegen die Populisten und Intoleranten - egal welcher Couleur. Deshalb 5 * für Zorgcoop. Liberté, Égalité, Fraternité !
#6 am 30.11.2016 von Gast
  47
Gast
Einfach nur abstrus , nicht nachvollziehbar , aber wir schaffen das schon, an die Kosten, den Aufwand den die Klinik zusätzlich hat, der dann bei den anderen Patienten die wirklich Hilfe benötigen, und der Arzt sich um solche Dinge kümmern muss , ich kann nur den Kopf schütteln .... andere Länder andere Sitten, aber bitte nach unseren hier leben und nicht das wir das alles übernehmen
#5 am 30.11.2016 von Gast
  44
Das sind dieMenschen, die unser Land bereichern! Wer bezahlt Krankenhaus und Taxi? Wir!
#4 am 30.11.2016 von Dr. med. Michael Kompisch (Arzt)
  56
gast
Solche Ausnahmen gibt es überall und hat nichts mit den Flüchtlingen zu tun. Das zu thematisieren ist zwar amüsant, doch in sogenannten wissenschaftlichen Seiten völlig Fehl am Platz. Meine Meinung. Frau Merkel hat unserem Land großen Dienst erwiesen
#3 am 30.11.2016 von gast (Gast)
  58
In diesen Fällen direkt bei Frau Dr. Merkel anrufen. Die schafft das. Schließlich ist die Zuwanderung der Rahimis in unser Land ja alternativlos. Oder hab ich da was falsch verstanden?
#2 am 30.11.2016 von Lutz Kraushaar (Biochemiker)
  77
...was soll man dazu sagen??? einfach nur den Kopf schütteln!!!
#1 am 30.11.2016 von Dipl.-Ing. Jürgen Guthmann (Chemiker)
  15
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