Trinkgeld für die Kellnerin

01.08.2010
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2 Uhr 47 letzte Nacht: Rrrrröööt – Ich sitze senkrecht im Bett und versuche mich zu orientieren...Licht an, grabbeln nach der Brille, ab nach vorne zur Klappe...

Es ist der 108 te Kunde heute im Notdienst :“..einmal Thomapyrin und bringen Sie mir ein Wasser , damit ich gleich was einnehmen kann!“

Wenn ich jetzt eine Diskussion  über Sinn und Zweck des Notdienstes anzettele und mich über Rücksichtslosigkeit und Unverschämtheit aufrege kann ich den Rest der Nacht vergessen und den Sonntag vermutlich gleich dazu...

Zurück zur Offizin, Packung einscannen, 5,28 Euro – irgendwie ein bisschen zu billig – 8,52 Euro klingt doch viel hübscher, 2,50 Notdienstzuschlag obendrauf: „das macht dann 11, 02 Euro..“

6 Uhr 42 heute Morgen: Rrrrriing – „Rosen Apotheke, Buschow – guten Morgen..“

„Sie haben doch Notdienst, können Sie mir eine Packung Hoggar vorbeibringen?“( ...) – „Nein?? Dann schicken Sie es mir doch mit einem Taxi“( ...) „..na gut ich rufe das Taxi und schicke den Fahrer vorbei“

 

9 Uhr heute Morgen:  Endlich Feierabend! Ich entsorge den leeren Pappbecher meines Nachtkunden vor der Notdienstklappe und mache mich auf den Weg  - den spärlichen Rest vom Wochenende genießen ( Wäsche waschen, putzen, ..was man halt so macht).

Auf dem Heimweg denke ich noch ein bisschen nach über Dienstleistung, mangelndes Kundenverständnis meinerseits und, warum es mich überhaupt ärgert, dass die Leute sich im Notdienst immer mit „..schönen Abend noch..“, „..schönen Feierabend..“ oder „..schönes Wochenende..“ verabschieden.

 

Tja, ich glaube, um es mal mit Danny Glover zu sagen:

 

„Ich bin zu alt für diesen Scheiß“

 

 

 

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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