Versandapotheken

22.11.2016
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Versandapotheken werden immer beliebter. Seit 2004 ist der Online- und Versandhandel mit Medikamenten in Deutschland erlaubt, gleichzeitig wurde die Preisbindung für rezeptfreie Arzneimittel aufgehoben. Versandapotheken sind ebenso wie ortsansässige Apotheken ...

Versandapotheken werden immer beliebter. Seit 2004 ist der Online- und Versandhandel mit Medikamenten in Deutschland erlaubt, gleichzeitig wurde die Preisbindung für rezeptfreie Arzneimittel aufgehoben. Versandapotheken sind ebenso wie ortsansässige Apotheken an Gesetze und Verordnungen gebunden. Durch wenige Mausklicks können also Produkte mit hoher Qualität bestellt werden, die auf direktem Weg nach Hause kommen. Die stetig wachsende Zahl an Kunden macht klar, dass Versandapotheken voll im Trend liegen. Aber welche Vor- und Nachteile haben sie?

Versandapotheken sind preisgünstiger als Apotheken vor Ort

Kunden können beim Einkauf in Versandapotheken bares Geld sparen. Gegenüber Arzneimitteln aus örtlichen Apotheken locken Onlineapotheken mit hohen Preisnachlässen. Medikamente können je nach Anbieter bis zu 50 Prozent billiger sein. Vor einer Bestellung kann sich daher ein Preisvergleich verschiedener Onlineanbieter lohnen.

Günstigere Preise kommen vor allem durch geringere Personalkosten zustande, auch müssen Versandapotheken keine teuren Ladenlokale beziehen. Die niedrigeren Betriebskosten werden in Form von preisgünstigen Medikamenten an den Kunden weitergegeben. Darüber hinaus herrscht ein starker Wettbewerb innerhalb der Branche, der sich auch vorteilhaft auf die Preise auswirkt. Neben Niedrigpreisen, Gutscheinen und Rabattaktionen verschicken viele Versandapotheken die bestellten Arzneimittel ab einem Mindestbestellwert versandkostenfrei - einige Onlineapotheken verzichten sogar völlig auf die Berechnung von Portokosten.

Bequem online bestellen

Bestellungen rezeptfreier Medikamente sind einfach, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr möglich. Bequemer kann der Einkauf kaum sein, und der Weg zur nächstgelegenen Apotheke erübrigt sich oftmals. Lieferungen erfolgen durch Paketdienste und erreichen meist innerhalb von zwei bis drei Werktagen die Wunschadresse.

Vor allem Chronischkranke und Senioren können von Onlineapotheken profitieren. Wer regelmäßig Arzneimittel benötigt und den individuellen Medikamentenverbrauch abschätzen kann, ist mit einer Versandapotheke gut beraten. Ältere wie auch gehbehinderte Menschen können sich den mühsamen Weg zur nächsten Apotheke oftmals ersparen. Alle deutschen Versandapotheken achten auf Diskretion und geben Kundendaten nicht an Dritte weiter. Bestellungen sind in der Regel neutral verpackt, sodass Nachbarn den Inhalt nicht herausfinden können.

Bessere Beratung wünschenswert

Versandapotheken haben aber auch Nachteile, so müssen etwa bei der persönlichen Beratung Abstriche gemacht werden. Erfahrene Experten stehen zwar zur Verfügung, um Fragen zu beantworten, das geschieht jedoch nur zu festgelegten Sprechzeiten, auf telefonischem Weg sowie über Kontaktformulare auf den jeweiligen Webseiten. Obwohl viele Anbieter auch Beinpackzettel zum Herunterladen bereitstellen, lässt sich der Beratungsservice nicht mit einem klärenden Gespräch in der örtlichen Apotheke vergleichen.

Darüber hinaus begutachten Versandapotheken häufig nicht mehrere Medikamente einer Bestellung, wodurch Gefahr besteht, dass eventuelle Wechselwirkungen zwischen einzelnen Arzneimitteln unentdeckt bleiben. Bei örtlichen Apotheken wird der Kunde im Allgemeinen umfassend über mögliche Wechselwirkungen der gekauften Präparate aufgeklärt und über Risiken und Nebenwirkungen informiert. Der Kauf verschreibungspflichtiger Medikamente ist ist bei deutschen Versandapotheken umständlich. Onlineapotheken verlangen Rezepte im Original, die vor einer Bestellung dem Anbieter per Post zugeschickt werden müssen.

Bei akuten Beschwerden lieber zur nächsten Apotheke

Bei akuten Beschwerden und Krankheitssymptomen empfiehlt sich generell, die benötigten Arzneimittel in der nächstgelegenen Apotheke einzukaufen. Da beim Versandhandel die Lieferzeit zwei bis drei Werktage betragen kann, erreichen Medikamente den Patienten oft viel zu spät. Ortsansässige Apotheken haben selbst an Wochenenden und Feiertagen Notdienste eingerichtet – eine schnelle Versorgung mit Arzneimitteln ist Tag und Nacht gewährleistet.

Grundsätzlich ist gegen Bestellungen bei Onlineapotheken nichts einzuwenden. Deutsche Anbieter punkten durch günstige Preise sowie durch eine hohe Qualität der angebotenen Produkte. Abstriche müssen bei der persönlichen Beratung gemacht werden, und die Bestellung rezeptpflichtiger Medikamente ist umständlich. Wer Arzneimittel schnell benötigt, geht besser zur Apotheke des Vertrauens.

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com

Artikel letztmalig aktualisiert am 13.12.2016.

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