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21.11.2016
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Es gibt Tage, an denen fragt man sich kurz, warum man sich einen Job antut, der manchmal ziemlich anstrengend ist. Ständiges Entscheiden, lange Arbeitszeiten, Nachtdienste, Feiertagsdienste, Verantwortung. Man verpasst Hochzeiten und Geburtstage.

Und an Weihnachten sitzt man in der Klinik statt bei der Familie. Man kommt hundemüde und hungrig nach 16 Stunden nach Hause und weiß, der Wecker klingelt in fünf Stunden wieder.


Aber dann gibt es PatientInnen, die einem fest die Hand drücken und sich von Herzen dafür bedanken, dass man sich um sie kümmert und ihnen den Schmerz genommen hat. Genau solche Momente machen alles wett.


 

Bildquelle: John Lambert Pearson, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 21.11.2016.

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Wir haben in Deutschland seit vielen Jahren einen Ärztemangel. Es ist schwer nachvollziehbar, warum junge Ärzte sich immer noch ausbeuten lassen und dabei entgegen Recht und Gesetz ihr soziales Leben, ihre Gesundheit und die Sicherheit ihrer Patienten aufs Spiel setzen. Sie helfen damit niemanden, sondern stützen nur ein defizitäres System.
#8 am 24.11.2016 von Annika Diederichs (Tierärztin)
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Gast
Auch ich habe das einige Jahre mitgemacht, ich habe gerne die Menschen behandelt und dabei wenig verdient... Solange ich keine Familie hatte. Spätestens als Kinder auf die Welt kamen, habe ich die Arbeitsstellen mit gutem Lohn und geregelten Arbeitszeiten akzeptiert. Und die Patienten sind auch dann dankbar.
#7 am 21.11.2016 von Gast
  1
Gast
@ #2: Wo steht was von Oberärztin, der Blog läuft unter dem Namen einer Assistenzärztin aus der Chirurgie, die sich wie ihre Vorfahren der Bader und Barbiere als "Menschenhandwerkerin" versteht.
#6 am 21.11.2016 von Gast
  3
Gast
Das wirklich Gute am ärztlichen Berufsbild ist, dass man i.d.R. so breit aufgestellt ist, dass man unter o.g. Umständen heute nur noch arbeiten muss, wenn man in einem einseitigen Ausbildungs-Abhängigkeitsverhältnis steht (und es sich mit dem Chef nicht verscherzen möchte) oder Masochist ist.
#5 am 21.11.2016 von Gast
  3
Gast
...ob sich die/der PatientIn auch noch sehr freuen würde, wenn er/sie wüsste, dass ein völlig gestresster und noch dazu überarbeitete/r Arzt/Ärztin am Krankenbett steht, wage ich zu bezweifeln. Noch dazu, wenn das medizinische Personal wissentlich gegen sämtliche Arbeitszeitgesetze verstößt und sich damit mitverantwortlich macht (16 Stunden Dauerdienst, 5 (!) Stunden Ruhezeit) - sowohl was die Fortführung dieses Missstandes angeht als auch bei evtl. Behandlungsfehlern. Und mal ganz ehrlich. Was berührt Sie mehr: die von der Patientin gedrückte Hand oder die der eigenen Kinder/Tochter/Sohn, die sich fragen, warum Mami oder Papi an Weihnachten wieder nicht unterm Weihnachtsbaum sitzt, sondern im Krankenhaus abhängt?
#4 am 21.11.2016 von Gast
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Gast
Für die einen ist es Job, für die anderen Beruf! Das Wort hat Sinn und wer in seinem Leben nur einen Job macht vergeudet eh nur seine Lebenszeit. Das Berufe nicht immer so vergütet werden wie es sollte, sorry, dafür sind wir selbst verantwortlich, das haben wir die letzten jahrzehnte so gewollt oder zugelassen das es so kommt......
#3 am 21.11.2016 von Gast
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Ich glaube nicht, dass eine Oberärztin für den Mindestlohn arbeitet und bin froh, dass es Menschen gibt, die ihren wichtigen und verantwortungsvollen Job trotz dessen hohen Anforderungen aus sozialer Motivation heraus gerne machen. Ich hätte jedenfalls keine Lust, Manager zu sein - egal, was ich verdiene.
#2 am 21.11.2016 von Katharina Münstermann (Studentin)
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Ja und was für ein Glück, dass es solche Menschen gibt, die das alles für mickrigen Mindestlohn leisten. Und es gibt nicht mal einen Versagensbonus wie bei großen deutschen Bankhäusern wenn die Supermanger die Ersparnisse dieser tollen Menschenhandwerker versenken. Das und noch vieles mehr macht für mich in diesen sozialen Berufen gar nichts mehr wett. Mir reicht ein Händedruck nicht, um meine Rentenlücke zu schließen und ich habe auch keine Lust mehr auf dieses Weichgesülze. Wann endlich wird solche Arbeit Anerkennung in barer Münze finden? Dann können sich diese Menschenhandwerker vielleicht noch ein bisschen mehr freuen.
#1 am 21.11.2016 von Karin Metzler (Heilpraktikerin)
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Beim Aufnahmegespräch stellt man zwar regelmäßig fest, dass die meisten Patienten halbwegs bis sehr gut informiert mehr...
Der Körper wird älter und irgendwann merkt man, hoppala, man kann nicht mehr unbemerkt essen, feiern und faul sein. mehr...
Dann Transplantversagen, Sepsis, Teilresektion des Organes, Galleleckage, wieder Fieber … ein absoluter Albtraum. mehr...

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