Von Penispumpen und gerösteten Schnecken

20.11.2016
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Ich habe mich ja schon öfter darüber aufgeregt, dass die Krankenkassen medizinisch notwendige Dinge nicht übernehmen wollen. Nun kommt das krasse Gegenteil: Ein 78-jähriger Mann kommt mit Rollator in die Apotheke und legt mir ein Rezept vom Urologen vor – für eine Penispumpe.

Ich stutzte erst mal, guckte vom Mann zum Rezept zum Computer. Der meldet mir,  dass die Übernahme möglich ist, jedoch erst eine Genehmigung bei der Kasse beantragt werden muss.

Ich schrieb mir also die Telefonnummer des „Patienten“ auf und sagte ihm, dass wir uns melden würden, sobald die Kasse eine Genehmigung geschickt habe.

Ich erklärte ihm auch, dass die Krankenkasse bei „Medizinprodukten“ meist nur einen Teilbetrag übernehmen würde und der Versicherte den Rest bezahlen müsse. Er hörte sich das an, nickte und bat mich noch darum, ein Modell auszusuchen, bei dem man den Penisring direkt nach dem Pumpvorgang überstreifen könne. Außerdem hätte er gerne ein Modell mit mehreren Pumpstufen und einem Druckablassknopf. Danke und wir hören dann von Ihnen.

Das würde die Kasse sicher nicht übernehmen

Ich stand da wie die Kuh, wenn es donnert.

Der Kostenübernahme Antrag wurde, nach Sichtung der verschiedenen Geräte im Netz, am selben Vormittag ausgefüllt, während ich mich aufregte. Was bin ich denn? Mitarbeiterin im Erotikshop? Soll ich dem Kunden dann auch noch die Anwendung erklären?

Nun ja, ich war sicher, dass sich die Krankenkasse da sowieso querstellen würde, doch weit gefehlt! Dieselbe Kasse, die für die Genehmigung eines Inhalationsgerätes zur Behandlung eines asthmatischen Kindes, oder für die Autorisierung einer  Milchpumpe für eine Frau mit Stillproblemen drei bis fünf Werktage benötigt, schickte die Zusage der vollen Kostenübernahme am selben Tag noch an uns raus.

Ist ja quasi auch lebensnotwendig, so eine Penispumpe für einen knapp 80-Jährigen! Ich hätte am liebsten dort angerufen und den Sachbearbeiter gefragt, wie hier die Prioritäten gesetzt werden! Das kann doch wohl nicht wahr sein! Bekomme ich dann mit 90 auch noch einen Dildo bezahlt?

Der zweite Unsinn folgt sogleich

Das war Unsinn Nummer 1 für diesen Tag, Unsinn Nummer 2 folgte kurz darauf.

Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Homöopathie. Wer sich erwachsen und selbstbestimmt entschließt, sich homöopathisch behandeln zu lassen – kein Thema. Aber heute kam eine Kundin um „Helix tosta D6“ (geröstete Weinbergschneckenhäuser) zu kaufen. 5 Globuli auf 10 l Wasser, damit den Salat gießen, das helfe nämlich gegen Schnecken hat sie im Internet gelesen.

Das ist einfach ... nee ... da fehlen einem die Worte. Verarsche. Bauernfängerei. Aber sowas kaufen die Leute dann. Bin mal gespannt, ob die Schnecken auch an Homöopathie glauben. Ob die den Salat vor dem Fressen auch auspendeln?

 

Bildquelle: davitydave, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 25.11.2016.

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Kritischer Leser
Zum Thema "Funktion erklären": so genau, wie der Kunde die gewünschten Funktionen aufgezählt hat, weiss er möglicherweise selbst schon im Detail Bescheid und wird die Bedienungsanleitung schneller verstehen als das Personal...
#54 am 02.12.2016 von Kritischer Leser (Gast)
  1
Gast
Der Kunde/Patient ist 78 Jahre alt. Seine Freundin/Frau vielleicht 30 Jahre jünger. Wer hat da das Problem?
#53 am 30.11.2016 von Gast
  2
Gast
Penispumpe - was für ein Thema. Offensichtlich eines, das (auch ;-) die Gemüter zu erregen versteht. Wär schön, wenn das bei wirklich wichtigen Themen auch der Fall wäre. Der Skandal, dass Asthmabehandlung und Stillpumpe dagegen längere Genehmigungfristen haben, ist tatsächlich einer. Denn akute medizinische Probleme sollten doch vor einem befriedigten sexuellen Bedürfnis rangieren. Auch bei einer Krankenkasse. Ansonsten soll die PP benutzen wer will und mag. Das geht niemanden etwas an.
#52 am 29.11.2016 von Gast
  0
Gast
Ich arbeite auch für eine Krankenkasse und bin für die Abrechnug von Apotheken und Ärzten zuständig. Und ja, ich amüsierte mich kürzlich auch über eine Verordnung, in dem oben Genanntes in voller Höhe bewilligt wurde für einen 72 jährigen Mann. Die Verordnung wurde zugleich noch mit einem ´eilt´ Stempel versehen. Und dann gibts sehr wichtige Dinge, die abgelehnt werden, weil die Empfangsbestätigung fehlt *kopfschüttel*
#51 am 28.11.2016 von Gast
  1
Gast
Verstehe einige Kommentare überhaupt nicht und zu Gast #48 Pauschalieren bringt nichts. Warum ist es denn ein Grundbedürfnis, viele Männer vertauschen da einiges es fängt schon an mit S und G. Ich schüttele nur noch den Kopf.
#50 am 28.11.2016 von Gast
  1
Da die Dame sich über die Beratung des Kunden lustig macht und außerdem zu dem Thema nicht kompetent beraten will und wahrscheinlich auch nicht kann, dürfte sie auch nicht die Lieferberechtigung bekommen. Der Kunde wäre mit Sicherheit besser beraten, sich in einem spezialisierten Sanitätshaus beraten zu lassen. Apotheker sind Arzneimittelfachleute und keine Penispumpenspezialisten ! Ein Skandal war übrigens damals die Streichung von Viagra aus dem Erstattungskatalog. Eine Krankheit (erektile Dysfunktion) wurde just in dem Moment, als sie behandelbar war, zum Lifestyleproblem degradiert.
#49 am 28.11.2016 von Hans-Albert Henz (Apotheker)
  8
Gast
Ich finde es ganz wunderbar, dass die Penispumpe gezahlt wurde. Es gibt nunmal Krankheiten, die eine natürliche Erektion schwer machen. Der Mann hatte zudem ein Rezept vom Facharzt. Sexualität ist ein Grundbedürfnis! In jedem Lebensalter
#48 am 28.11.2016 von Gast
  5
Es tut mir außerordentlich leid meine Herrschaften, aber in diesem Forum ist das Niveau zum aktuellen Thema eine Schande. Diverse " Schriftsteller " erlauben sich über Fähigkeiten und Grensbereiche andere Professionen , ohne die notwendigen Kenntnisse zu haben , zu urteilen . Danke ,- RTL- Sendungen am Samstag Abend sind , trotz Werbung,unterhaltsamer.
#47 am 26.11.2016 von Dr. med.vet. Öistein Gaarden (Tierarzt)
  6
Vermutlich war die Sachbearbeiterin bei der KK die Freundin des Patienten :D
#46 am 26.11.2016 von Remedias Cortes (Nichtmedizinische Berufe)
  10
Hm... dann doch besser die Penispumpe. Junge, geile, schöne Frauen genehmigen die Kassen vermutlich nicht :D. Kann man die sich eigentlich auch aus den Niederlanden schicken lassen? :P Gesteigerter Sexualtrieb ist übrigens eine häufige Nebenwirkung von Parkinsonmedikamenten, daher wundert das nicht so sehr. Muss ja nicht jede Nebenwirkung schlecht sein.
#45 am 26.11.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  8
Gast
Mein 78 jähriger Verstorbener Parkinson kranker Freund, brauchte keine Penispumpe nur Junge, geile schöne Frauen. So geht es auch.
#44 am 26.11.2016 von Gast
  8
Gast
#42: Jeder bekommt das Personal, das er verdient hat. Mit dieser Einstellung kommt bzw. bleibt wahrscheinlich kein guter Angestellter freiwillig. Aber gut, Führungsqualität ist eben auch nicht jeder Führungskraft gegeben.
#43 am 26.11.2016 von Gast
  4
Gast
Lustig wie sich hier die Leute selbst aufgeilen ohne von tuten und Blasen eine Ahnung zu haben. Keiner derjenigen die hier den Stuss von sich geben in den Kommentaren is Studierter Apotheker. Alles nur Trolle. Übrigens finde ich es eine Frechheit das die Krankenkasse so etwas anstandslos übernimmt, aber zB. Viagra für diejenigen de es brauchen nicht.
#42 am 26.11.2016 von Gast
  4
Gast
Sie mag zum pharmazeutischem Personal gehören, ist aber im Zweifelsfalle immer auf meine Hilfe angewiesen. Warum sollte ich jemanden einstellen, der selber nichts darf und sich alles von mir absegnen lassen soll? Und dann wollen PTAs immer noch mehr Geld, für was denn? Letztendlich halte ich immer den Kopf hin, wenn was passiert, egal ob zuviel Triam eingewogen, das Falsche abgegeben oder Senioren nicht korrekt belustigt!
#41 am 26.11.2016 von Gast
  25
Gast
Ich sage es gerne noch mal: Ein Pharmazeut ist studiert, eine PTA nicht. Genau genommen darf eine PTA noch nicht mal in den HV, das darf lt. Wortlaut nur der Apotheker. Ausserdem dürfen die nichts alleine, immer muss mann oder frau daneben stehen und "Händchen halten". Sie darf nichts, kann oft nichts und verdient mMn zuviel. Dann besser nur Approbierte einstellen.
#40 am 26.11.2016 von Gast
  25
Der Artikel spricht mir aus vollem Herzen. Ich habe zehn Jahre über Viagra gearbeitet und ich habe mich immer mehr gewundert, über den wachsenden ANSPRUCH in jedem Alter und allen Lebenslagen potent sein zu wollen. Viagra gilt als Lifestyle-Medikament und da gehören meiner Meinung auch die Penispumpen hin (außer dem im #31 geschilderten Fall), denn sie sind nicht MEDIZINISCH notwendig: Eine Frau, die die Milch nicht abpumpt, bekommt eine Brustenzündung. Ein Kind, das einen Asthmaanfall hat, kommt in die Notaufnahme. Ein Mann, der nicht ejakuliert, ist muss nicht ins Krankenhaus.
#39 am 26.11.2016 von Diplom-Biologin Ursel Pintschovius (Medizinjournalistin)
  9
Gast
Fall 1: Die Betonung auf Rollator im Zusammenhang mit Penispumpe soll wohl die Gebrechlichkeit des Mannes darstellen? Nun, liebe PTA; Erotik, Sinnlichkeit und Sex beginnen im Kopf, nicht in den Beinen (Rollator) oder wie fälschlicherweise oft von Männlein u/o Weiblein gemeint, zwischen den Beinen... - solange also der Kopf noch auf den Schultern sitzt, sollte demnach alles seine Richtigkeit haben und in bester Ordnung sein. Denke, da können Sie mir zustimmen? Und, wie bereits erwähnt, kann es auch rein medizinische Gründe dafür geben. Fall 2: Schneckenkorn im November? Anmerkung zu dem Handhaben der Kassen: 1.) Ja, leider traut man dem Arzt nicht zu, selbst über die Notwendigkeit eines Hilfsmittels/Medizinproduktes entscheiden zu können. 2.) Wartezeiten bei der Genehmigung, egal um welches Produkt es sich handelt, sind nicht nach zu vollziehen, passieren aber leider in "schöner" Regelmäßigkeit.
#38 am 26.11.2016 von Gast
  3
Aus diesem und ähnlichen Gründen habe ich mich für einen Arbeitsplatz nicht in der Apotheke entschieden.
#37 am 26.11.2016 von Dr. rer. nat. Wolfgang Willmann (Apotheker)
  3
im Grunde bin ich mir ziemlich sicher, dass die Beschreibung fiktiv ist, wenn nicht, Hut ab vor dem Mann hinter dem Rollator. Es hat schon eine gewisse Komik und ich hoffe ich kann in dem Alter auch noch komisch sein und am liebsten ohne Penispumpe : )
#36 am 25.11.2016 von Horst Rieth (Biologe)
  2
@ was kann der alten Sack dafür ? Vermutich ein Sachbearbeiter bei der Kasse krank, oder unlustig oder was weiß ich! Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun !! Wer weiß, vielleicht ist die Pensipumpe ja auch für seinen Schwiegersohn, der aber Angst vor Apotheker(innen) hat ?
#35 am 25.11.2016 von Horst Rieth (Biologe)
  5
@3 da spricht doch der pure neid. : )
#34 am 25.11.2016 von Horst Rieth (Biologe)
  2
unglaublich , mit welchen Artikeln wir uns hier beschäftigen. Jeder Kunde muss ernst genommen werden und gut bedient werden. Kennen wir die Hintergründe ? Genehmigungspraxis hängt auch vom Mitarbeiter ab. Also ruhig Blut.
#33 am 25.11.2016 von Gabriele Thonke (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
  7
Komisch, besonders beleidigt sind ja wohl die Homöopathie-Jünger. Das mit den Schnecken wirkt schon: die werden aber bei lebendigem Leib geröstet, und der Salat ist dann nicht mehr vegan....brutal. Das Problem mit der Penispumpe ist nicht altersgebunden, Sauerei, dafür Versichertengelder aufzuwenden. Eine Kostenerstattung zu fordern, nur weil man der Meinung ist, Sexualität wäre auch im Alter wichtig, schießt sicher über das Ziel heraus.
#32 am 25.11.2016 von Dipl.-Med. Matthias Hartmann (Arzt)
  5
Gast
Liebe Apotheker, bevor ich mich derart echauffiere, würde ich erst einmal hinterfragen, warum der Patient eine Penispumpe braucht. Nach einer Prostatektomie mit Verkürzung der Harnröhre und folgender Testosterondeprivation wird der Penis schlicht alltagsuntauglich: man kann nicht mehr unfallfrei pinkeln, bei dem besonders von den Damen so vehement von den Männern eingeforderten Sitzpinkeln pinkelt das kleine Schwänzchen unter der Brille durch usw. Mit der Vakuumpumpe und der erzeugten Erektion kann man den Penis wenigstens durch Training ein wenig in Form halten, so dass die oben geschilderten Malheure vermieden werden. Also, liebe Apotheker, macht doch einfach Euren Job und liefert das Ding, es ist wirklich kein Vergnügen, zwei- bis dreimal in der Woche mit diesem Monstergerät trainieren zu müssen! Da gibt es doch viel größere Aufreger in der Apotheke ...
#31 am 25.11.2016 von Gast
  2
Also ich kann es irgendwo verstehen: Eine Penispumpe ohne Umweg genehmigen und andere Dinge die sicherlich dringender gebraucht werden, werden nicht genehmigt. Oder Inko-Versorgung für, über den Daumen gepeilt, 28€. Ich kann darüber auch nur den Kopf schütteln Aaaaber wenn die Penispumpe genehmigt wird, lasse ich es mir nicht nehmen dem Patienten sein Hilfmittel ausführlich zu erklären. Würde mich nie in die Ecke drängen lassen
#30 am 25.11.2016 von Sabine Freund (Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA))
  1
Gast
an Nr.18 PTAs sind pharmazeutisches Personal ! und ohne Reinigungskräfte würden auch Sie im Dreck ersticken !
#29 am 25.11.2016 von Gast
  2
WTF... Aber lustig ist es schon.
#28 am 25.11.2016 von Patrick Burdenski (Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA))
  1
"Ich bin nämlich derart umwerfend intelligent, dass ich erst mal gar nichts ausschließe." :D Ich hätte da ein Mittel anzubieten, das ewiges Leben verleiht. 1x im Monat 1g Granulat in Wasser aufgelöst trinken. 10g für 1000€, 100g zum Schnäppchenpreis für 9000 €.
#27 am 25.11.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  13
Gast
Das mit den Schnecken werde ich nächstes Jahr ausprobieren. Ich bin nämlich derart umwerfend intelligent, dass ich erst mal gar nichts ausschließe. In der Homöopathie geht es weniger um die Menge an Substanz sondern um Resonanzen. Insofern halte ich es durchaus für möglich dass Schnecken auf diese Weise ferngehalten werden können. Es wurde sich im Lauf der Zeit schon häufiger über Menschen lustig gemacht, die an "merkwürdige Dinge" glauben, die sich dann doch als richtig herausgestellt haben. Und nein, die Schnecken brauchen nicht an Homöopathie zu glauben. Genauso wenig wie mein Hund, der trotz dieser Tatsache schon häufig durch Homöopathie gesund wurde, während alle anderen Maßnahmen versagt haben.
#26 am 25.11.2016 von Gast
  27
Gast
Tja so ist das mit dem Gendering: Frauen wird - damit Sie sich weiter als Frau fühlen können - nach Brustkrebs für viele Tausende Euro die Brust rekonsturiert (auch wenn es medizinisch nicht notwendig ist), Männer nach Prostatakrebs werden mit ihren (Identifikations)Problemen - egal welchen Alters - in vielerlei Hinsicht alleingelassen und wie wir nun sehen von der Apothekerin auch noch ausgelacht oder als Sozialschmarozer angesehen, auch wenn es bei einem Hilfsmittel dieser Art nur um einige 100 Euro geht. Die Beihilfe zahlt ein solches HIlfmittel z.B. gar nicht, da kann ich die Kommentierenden die die Kostenübernahme für eine Frechheit halten etwas beruhigen. Warum sind Männer in diesem Medizinsystem zunehmend immer weniger wert, als Frauen?
#25 am 25.11.2016 von Gast
  24
Och, meine Güte. Ein paar Anmerkungen: 1. Ich bin nicht #18; mein Name ist allerdings nicht so der allerseltenste. Kann Zufall sein. 2. Den Artikel so richtig verstehen können wohl nur Leute, die mit den Irrungen und Wirrungen öfter zu tun haben. Wenn man für medizinisch notwendigere (ja, Sex ist schön und ich weiß zwar nicht, was ich mit 78 denke, aber vermutlich hätte ich dann auch gerne noch die Möglichkeit dazu) Hilfsmittel bei den Kassen als Bittsteller auftreten muss, für die Abgabe irgendwelche Präqualifizierungen machen muss (wie sieht es da bei der Penispumpe aus? ;) ) und so weiter, dann kann einen sowas schon aufregen. Natürlich wäre es netter gewesen, es etwas anders zu formulieren: "Kostenübernahme für Penispumpe für alten Herren ging erstaunlich flott - bravo Krankenkassen, warum nicht auch bei Inhalationshilfen und Milchpumpen?" 3. Homöopathische Schnecke als Pflanzenschutz...wenn's schee macht. Wenn das die Kasse auch noch übernehmen würde, wäre aber echt alles vorbei.
#24 am 25.11.2016 von Christian Becker (Apotheker)
  7
Welch eine jugendliche ? Arroganz dem Alter gegenüber.In eine solche Apotheke möchte man doch niemals gehen!
#23 am 25.11.2016 von Martina Kuhlbusch (Anästhesieschwester)
  29
Gast
Angesichts den Zuständen, unter denen schwerkranke Patienten in Krankenhäusern (oder gar Pflegeheimen) dahinsiechen, wenn sie kein Geld für eine Aufbesserung der Grundversorgung haben, bin ich absolut auch der Meinung, dass man eine Penispumpe etc. selbst bezahlen kann. Unabhängig vom Alter natürlich. Aber das ist nun mal ein gesellschaftliches Problem, nicht Schuld eines Sachbearbeiters bei der Krankenkasse.
#22 am 25.11.2016 von Gast
  5
Gast
Die soeben geäußerten Gutmenschenbeiträge bereiteten mir extreme Kopfschmerzen, die ich nur mit min. „3 Halben auf Ex“ ertragen kann; ist quasi medizinisch indiziert. Stelle Antrag auf Erstattungsfähigkeit. Was ist dann das Bier? Medizinprodukt, Psychopharmakon?
#21 am 25.11.2016 von Gast
  13
Gast
Sehr geehrte Autorin wir sind eine Familie von Ärzten Apothekern PTA's und Helferinnen und sind doch sehr erstaunt über Ihre Arroganz älteren Menschen gegenüber und auch ihrer Vorurteile gegenüber der hömöpathie . Ich bin mir sicher dass ein erkläglicher Gewinn durch Verkauf von homöopathischen Medikamenten auch in ihrer Apotheke abfällt den sie sicher nicht ausschlagen nur weil sie diese für vermeintlichen Humbug halten. Eine Anti-Faltencreme für 20 Euro im Beiverkauf ist sicher seh viel wirksamer als ein antischneckenmittel oder ? Mit freundlichen Grüßen Dr.T.Hartmann , Borken
#20 am 25.11.2016 von Gast
  26
Ich habe trotzdem lachen müssen, auch wenn ich den leidensdruck des Patienten verstehe, ist die Frage, was notwendig ist und was er vielleicht doch selbst bezahlen muss. Und der Versuch, die Schnecken mit Schnecke, homöopathisch zu vertreiben ist doch auch ganz süß. Vielleicht klappt das ja und ist alle mal "gesünder" (für den Menschen und die Natur) und gunstiger als schneckenkorn. Wurde mich interessieren ob das geklappt hat. Ich habe mich über die Geschichte amüsiert. So spielt das leben...
#19 am 25.11.2016 von Frauke Schmidt (Heilpraktikerin)
  8
Christian Becker
Eine PTA ist keine Pharmazeutin, noch nicht mal Apothekerin. Sie sind nur Handlanger für den richtigen Apotheker und können sich mit unserem Wissen bei weitem nicht messen. So wie es Führungskräfte und Reinigungskräfte gibt.
#18 am 25.11.2016 von Christian Becker (Gast)
  81
@ Dr. Gerd Kruse. Wenn es wirklich nach: "AUSREICHEND, WIRTSCHAFTLICH, ZWECKMÄẞIG" ginge, würde viele Dinge, die momentan bezahlt werden, rausfliegen (denn das wäre eine reine Kostenfrage). Aber darum geht es bei der Kritik vieler hier gar nicht. Es geht um die abfällige Art und Weise, wie sich die Threadstellerin hier bzgl. den Nöten eines fast 80-jährigen und den Anhänger der Homöopathie geäußert hat. Das hat was mit sozialem Respekt und ihrer Einstellung zu tun. Und ich möchte mir nicht vorstellen, wie ein Beratungsgespräch in einem von ihr nicht positiv bewerteten Kontext ablaufen könnte. Die Diskussion, was eine Kasse bezahlen sollte und was nicht, würde hier sicher den Rahmen sprengen.
#17 am 25.11.2016 von Dipl. Psychologe Rainer Keller (Psychologe)
  20
Dr. Gerd Kruse
Sicherlich kann man dem alten Herrn seine Penispumpe gönnen, aber unter AUSREICHEND, WIRTSCHAFTLICH, ZWECKMÄẞIG ist so eine Pumpe sicherlich nicht einzuordnen. Von daher sollte sie auch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden, vor allem, wenn man weiss, was alles NICHT übernommen wird von den KK.
#16 am 25.11.2016 von Dr. Gerd Kruse (Gast)
  6
Es ist schon erstaunlich, wie viel "Unsinn" eine "Apothekerin" verzapfen kann! Das Sexualleben älterer Menschen ist genauso zu beachten wie ihr eigenes. Zum "Unsinn 1": Wenn im konkreten Fall z.B. durch eine Prostata-Operation entsprechende Nerven verletzt oder durchschnitten wurden, warum soll der so geschädigte Patient auf die Weiterführung seines Sexuallebens verzichten müssen? Nur weil Frau "Apothekerin" kein Verständnis für einen Mann hat? Zu "Unsinn 2": Die besagte "Apothekerin" sollte sich einmal mit den Wirkungen von Pheromonen besonders bei Insekten und besonders auch mit den Mengenverhältnissen zur Wirksamkeit beschäftigen, dann würde sie vielleicht auch zur Homöopathie im Allgemeinen und zur Schnecken-Homöopathie im Speziellen dazu lernen können. Nebenbei: Das Liebesleben der Schnecken wiederum lässt sich ohne große Phantasie mit dem "Unsinn 1" in Verbindung bringen. Dr. Wolfgang Loh, Biologe und QP
#15 am 25.11.2016 von Dr. rer. nat. Wolfgang Loh (Mitarbeiter Industrie)
  39
Gast
Ich glaube, dass man sich über diesen Beitrag nicht aufzuregen braucht. Die message sollte doch sein, dass ein Penisring keinen Vorrang vor lebensnotwendigen Medizinprodukten haben sollte und dass die Schreibende über dieses Vorgehen der Krankenkasse entsetzt ist. Niemand hat hier den alten Herrn beleidigt - ok, etwas Zynismus ist dabei, aber der ist in meinen Augen nachvollziehbar.
#14 am 25.11.2016 von Gast
  8
Wenn jemand z.B. nach einer Prostatakrebs-OP impotent ist, warum sollte die Krankenkasse diesem Mann nicht die Penispumpe bezahlen? Querschnittgelähmte bekommen auch die Penisinjektionen bezahlt. Ziemlich arroganter Standpunkt mit Unwissenheit gepaart! Vergeben Sie eine Altersbegrenzung für Sexualität?
#13 am 25.11.2016 von Isabella Stavenhagen-Neumann (Selbstst. Apothekerin)
  39
Gast
Ich denke das Schlimme ist hier die Vorgehensweise der Krankenkasse. Man darf sich schon darüber wundern, dass eine Penispumpe innerhalb eines Tages genehmigt wird, und tatsächlich notwendige Inhalationsgeräte oder ähnliches Tage, manchmal sogar Wochen zur Genehmigung brauchen. Ich möchte dem 78-jährigen Kunden diese Pumpe nicht absprechen, natürlich darf er auch in diesem Alter noch Lebens"lust" verspühren und ausleben. Aber mal ehrlich, so lebensnotwendig ist diese Penispumpe nicht, dass er sie gleich am selben oder nächsten Tag noch braucht. Anders sehe ich es da bei einem Inhalationsgerät für ein asthmatisches Kind. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass der tatsächliche Leidensdruck des 78-jährigen größer sein soll, als der Leidensdruck eines Kindes mit Athemproblemen. Ich frage mich bei unseren Genehmigungen auch so manches mal, ob der Sachbearbeiter die Entscheidungen auswürfelt oder erst noch seine Knöpfe zählen muss, bevor er zu einer Entscheidung kommt.
#12 am 25.11.2016 von Gast
  6
Ich habe es durchaus verstanden, dass Ihr Schwerpunkt bei dieser Thematik bei der Kostenübernahme liegen soll. Jedoch haben Sie Ihren Standpunkt in einer absolut menschenverachtenden Weise präsentiert, dass Ihre persönliche Gewichtung dabei keine Rolle spielt. [Kommentar wurde von der Redaktion wegen beleidigenden Inhalts gekürzt.]
#11 am 25.11.2016 (editiert) von Holger Hetzler (Rettungsassistent)
  48
Ich hatte bereits geahnt, dass es der ein oder andere in den falschen Hals bekommen wird. Ich gönne selbstverständlich jedem seine Sexualität, aber muss dafür wirklich die Krankenkasse aufkommen? Viagra wird doch auch nicht übernommen, und auch der Dildo für die erfüllte Sexualität der Frau nicht. Warum dann die Pumpe?
#10 am 25.11.2016 von Ptachen Ptachen (Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA))
  12
Gast
... und überhaupt: warum sollten Schnecken nicht an Homöopathie glauben ? Die Größe des Gehirns von Schnecken ist größer als die Größe des Gehirns der Menschen, die sie von sowas ver... lassen, also warum nicht ?
#9 am 25.11.2016 von Gast
  30
Gast
Selbstverständlich ! Melden Sie sich bei mir (oder dann unseren Kindern) wenn Sie 90 sind und wir übernehmen die Kosten für Ihren Dildo !
#8 am 25.11.2016 von Gast
  19
Gast
Die Frage ist nicht, ob wir einem 80-jährigen die Penispumpe gönnen oder nicht, sondern ob dies die Krankenkasse(und damit wir) finanzieren muss.
#7 am 25.11.2016 von Gast
  11
Teil 2/2 Apropos Beratung: "Soll ich dem Kunden dann auch noch die Anwendung erklären?" Ich denke schon. Wenn ein Teenager (m/w) zu Ihnen käme und fragt nach der richtige Anwendung eines Kondoms, würden Sie sich da auch herabgestuft fühlen ? Dass die KK bei "Inhalationsgerätes zur Behandlung eines asthmatischen Kindes, oder für die Autorisierung einer Milchpumpe für eine Frau mit Stillproblemen drei bis fünf Werktage benötigt" ist sicher traurig und sollte bestimmt geändert werden, aber sich über die Sexualität eines 80jährigen derart zu mokieren ist sehr beschämend.
#6 am 25.11.2016 von Dipl. Psychologe Rainer Keller (Psychologe)
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Ich bin schon sehr erstaunt über den Satz "Ist ja quasi auch lebensnotwendig, so eine Penispumpe für einen knapp 80-Jährigen!" Ist es nicht äußerst anmassend, über die Parameter der Lebensqualität eines Menschens zu urteilen. Hat ein 80jähriger kein Recht mehr auf eine erfüllende Sexualität. Und dass Sie als Apothekerin sich offensichtlich zur "Mitarbeiterin im Erotikshop" heruntergestuft fühlen, spricht für sich. Mitarbeiterin in einem Erotikshop zu sein, ist sicher oft nicht leicht, zumal der Gang in einen Erotikshop doch noch immer nicht allgemein sozial anerkannt ist, und sich dort so mancher einen guten Rat erhofft. Sie als Apothekerin sind ebenfalls gefragt, einen guten Rat zu geben. Und das Gebiet der Sexualität - das auch in den Leistungsbereich der Apotheke gehört - umfasst nicht nur Verhütung und die Pille danach - sondern auch eben Hilfsmittel wie eine Penispumpe. [Ende Teil 1/2]
#5 am 25.11.2016 von Dipl. Psychologe Rainer Keller (Psychologe)
  31
Gast
Selbst noch nicht gemerkt, dass erfüllender Sex zu einer guten Gesundheit gehört??Da gibt es auch keine Altersgrenze, also bitte etwas weniger Arroganz...
#4 am 25.11.2016 von Gast
  25
Ich bin entsetzt über so viel (jugendliche?) Arroganz! Wer entscheidet, wann ein Mensch nur noch für seine Beerdigung sparen, aber sonst nichts mehr vom Leben erwarten darf? Wer legt fest, wann Liebe auch körperlich zu Ende sein hat? Wenn Tausende für Reproduktionsmaßnahmen ausgegeben werden, weil Menschen gerne Nähe mit einer Familie erleben möchten, warum ist es dann so verwerflich, wenn ein Mensch, der offenbar noch Lebens"lust" hat, darin ebenfalls medizinische Unterstützung holt? Die Autorin wird auch einmal 80! Ob sie dann auch nur noch hinterm Ofen sitzen möchte, weil sie sonst Geld kostet?
#3 am 25.11.2016 von Dr. phil. Heike Goebel (Weitere medizinische Berufe)
  32
Gast
Wie alt sind Sie, wenn ich fragen darf?
#2 am 25.11.2016 von Gast
  16
#1 am 25.11.2016 von Cengiz Oezen (Weitere medizinische Berufe)
  6
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Kürzlich erreichte mich eine Frage, über die ich erst einmal nachdenken musste: Wie groß ist die Gefahr für mehr...
Immer wieder spreche ich ja das Thema der langweiligen Apothekenschaufenster an – eine englische Apothekerin hat mehr...
Ich teile einfach diesen Sinn für Humor nicht und finde ihn in einer Apotheke schlicht unangebacht. Klosterfrau mehr...

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