PR: Schilddrüsenüberfunktion - Symptome, Ursachen und Behandlung

20.11.2016
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Die Schilddrüse ist ein kleines, eher unscheinbares Organ, das aber eine wichtige Funktion im Körper hat. Läuft alles normal, dann produziert die Schilddrüse, die übrigens wie ein Schmetterling aussieht, Hormone und ist maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt. Kommt es aber zu einer Unter- oder Überfunktion, dann läuft die Schilddrüse aus dem Ruder und das hat für die Betroffenen unangenehme Folgen. Vor allem wenn es zu einer Überfunktion, einer sogenannten Hyperthyreose kommt, dann sind die Symptome mitunter sehr heftig.

Wann liegt eine Überfunktion der Schilddrüse vor?

Die Schilddrüse hat ihren Platz am Hals, etwas unterhalb des Kehlkopfes und ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, aus Jod und Eiweiß die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin, kurz auch T4 und T3 genannt, zu produzieren. Diese Hormone spielen für den Energiestoffwechsel des Körpers, aber auch für das Herz und den Kreislauf eine sehr wichtige Rolle. Kommt es zu einer Überfunktion, dann wird der Stoffwechsel beschleunigt und die Betroffenen verspüren die typischen Symptome wie einen zu schnellen Puls, Schlafstörungen und eine innere Unruhe. Wie stark die Symptome sind, das ist zum einen von der Region abhängig, wo die Patienten wohnen und zum anderen spielt das Alter eine entscheidende Rolle. Bei Kindern kommt es nur selten zu einer Schilddrüsenüberfunktion, mit zunehmendem Alter steigt hingegen das Risiko.

Der Körper greift sich selbst an

Die Hyperthyreose ist die zweithäufigste Erkrankung der Schilddrüse und einer der häufigsten Gründe, warum es zu einer Überfunktion kommt. Es ist eine Erkrankung, die durch eine Autoimmunreaktion des Körpers ausgelöst wird. Vereinfacht gesagt, greift in diesem Fall der Körper sich selbst an und bekämpft das eigene Gewebe. Kommt es zu einer solchen Reaktion, dann produziert das Immunsystem Abwehrstoffe gegen einen Teil der Schilddrüse, die in der Folge anfängt, ständig Hormone zu produzieren. So steigt die Hormonkonzentration des Körpers immer weiter an und die Schilddrüse wird vergrößert.

Welche Beschwerden verursacht eine Schilddrüsenüberfunktion?

Rund die Hälfte der Patienten, die unter einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, haben Probleme mit den Augen. Die Augen sind zu trocken, die Bindehäute sind schnell gereizt, es kommt zu Doppelsichtigkeit, zu Bewegungsstörungen, besonders markant sind die leicht vorstehenden Augen. Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter einer sogenannten autonomen Hyperthyreose, bei der es zu Knoten auf der Schilddrüse kommt. Die Schilddrüse kann nicht mehr genug Hormone produzieren und versucht, das durch ein verstärktes Wachstum wieder auszugleichen. Wenn die Knoten sehr groß werden, dann kommt es wiederum zu einer ungebremsten Produktion von Hormonen.

Wie verläuft die Krankheit?

Wenn eine Schilddrüsenüberfunktion rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird, dann ist die Prognose in den meisten Fällen gut. Wenn Morbus Basedow der Auslöser für die Überfunktion ist, dann gehen die Beschwerden in der Hälfte der Fälle von alleine wieder zurück, allerdings können sie auch nach einer Therapie wieder auftreten. Ist eine Schilddrüsenautonomie die Ursache, dann müssen die Betroffenen behandelt werden, denn wenn das nicht geschieht, dann wird das Gewebe, das für die übermäßige Produktion von Hormonen zuständig ist, immer weiter wuchern und das macht eine Behandlung notwendig.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wie eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt wird, das richtet sich immer nach der Ursache der Erkrankung. In den meisten Fällen werden die Patienten mit Medikamenten behandelt, wobei sogenannte Schilddrüsenblocker zum Einsatz kommen, die verhindern sollen, dass die Schilddrüse immer weiter Hormone produziert. Möglich ist aber auch eine Radiojodtherapie und in einigen Fällen ist auch eine Operation notwendig. Operiert wird jedoch immer nur dann, wenn der Patient zuvor erfolglos mit Medikamenten oder einer Radiojodtherapie behandelt wurde. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion ist es wichtig, dass die Behandlung so schnell wie eben möglich beginnt, denn wenn das nicht oder zu spät geschieht, dann kann es zu einer thyreotoxischen Krise kommen und diese Krise wird sehr schnell lebensgefährlich.

Urheber: gesundheits-frage.de

Bildquelle: © Depositphotos.com / ingridat

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.11.2016.

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Medizin, HNO
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