Inkontinenz- Trauerspiel

20.11.2016
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Heute gab es wieder mal ein Trauerspiel im Apothekentheater. Ein Kunde von uns, inzwischen fast 90 Jahre alt, fiel mit seiner resoluten Tochter bei uns ein. Er selbst ist ein ruhiger Mann, klein und gebeugt auf seinen Stock gestützt. Sie ist ein richtiger Dragoner mit ausladendem Vorbau, die Haare blondiert und toupiert, außerdem viel zu viel Makeup und Parfüm am Leib.

Sie baute sich gleich vorne auf wie die Rachegöttin persönlich, während er sich sichtlich unwohl fühlend hinter ihr herumdrückte. „Na, das kann ja heiter werden“, dachte ich noch, aber doch das Gegenteil war der Fall.

Mit lauter Stimme fing sie gleich an zu tönen: „Es geht um die Inkontinenzversorgung für meinen Vater, wer ist denn da zuständig?“ Er zog seinen Kopf noch mehr zwischen die Schultern und wäre vermutlich am liebsten im Boden versunken.

„Diskretion? – Nein, danke!

Wie beschrieben befindet sich unsere Apotheke in einer sehr übersichtlichen Vorstadt, in der jeder jeden kennt. Ich bot der Tochter an, dass wir uns über das Thema im Beratungszimmer weiter unterhalten könnten, um dem armen Mann diese Peinlichkeit zu ersparen, doch sie rief fast noch lauter: „Das könnte Ihnen so passen, was? Nein ,nein, es können ruhig alle hören, wie sie hier die alten Leute über den Tisch ziehen! Aaaaaber nicht mit mir!“.

Puuuh! Immer ruhig bleiben und nicht die Fassung verlieren, Ptachen! „Worum geht es denn bitte?“ – „Na, ganz einfach, SIE haben einen Versorgungsvertrag für die Windeln für meinen Vater. Anfang Oktober hat er Ihnen das Rezept für das ganze Quartal gebracht. Als er dann das letzte Mal hier war hat ihm jemand gesagt, er könne nur noch einmal Windeln holen, dann müsste er wieder etwas zuzahlen. Es ist doch erst Mitte November, das kann ja nicht sein!“

Das Thema Inkontinenzversorgung ist ein ganz schwieriges

Dazu muss ich kurz etwas erklären: Das Thema Inkontinenzversorgung geht uns allen seit Jahren gehörig auf die Nerven. Zuerst hatten die Kranken Kassen die Idee, die Rezeptabrechnung so kompliziert zu gestalten, dass möglichst viele Apotheken bei der Abrechnung Formfehler machen und sie auf Null retaxiert werden.

Sprich: Wir mussten darauf achten, dass auf den Rezepten keine Firmen angegeben sind, die genaue Anzahl der benötigten Inkontinenzmaterialien, die PRO TAG gebraucht werden und die genaue Anzahl der Windeln/Vorlagen etc. draufstehen dass außerdem die passende 10-stellige Hilfsmittelpositionsnummer vermerkt ist, dass auf der Rückseite des Rezeptes eine Unterschrift des Patienten zu finden ist, die bestätigt, dass er alles bekommen hat.

Sollte einer der genannten Punkte NICHT beachtet worden sein, zahlt uns die Krankenkasse NICHTS. Obwohl also das korrekte Produkt abgegeben war, wurde häufig wegen eines reinen Formfehlers nicht gezahlt und wir haben in die Röhre geguckt. Die korrekte Abrechnung erschwerte sich vor allen Dingen dadurch, dass die MFAs in den Arztpraxen oft gar nicht wussten, was da alles drauf soll und wir dann mit jedem einzelnen Rezept wieder dorthin wackeln durften.

Inkontinenzversorgung über die Sanitätshäuser

Nachdem das wohl nicht genug Ersparnis brachte, machten die Kassen einen neuen Versuch: Die Patienten sollten nun gar nicht mehr von den Apotheken beliefert werden dürfen, sie wollten das über einen zentralen Verteiler (meist irgend ein Sanitätshaus) selbst übernehmen. Das war ehrlich gesagt die komfortabelste Lösung für uns – an Inkontinenzrezepten verdient man sowieso so gut wie nichts, hat Ärger mit der Abrechnung und dauernd die Riesenkisten mit Windelpaketen herumstehen, die wir außerdem noch meistens frei Haus herumkutschieren, weil die Empfänger oft zu schwach sind, die Ware selbst abzuholen.

Offenbar klappte das aber alles nicht so reibungslos, wie sich die Kassen das so vorgestellt hatten. Die Sanitätshäuser lieferten nämlich nicht so komfortabel peu à peu wie die Apotheken. Nein, sie fuhren oft einen Halbjahresbedarf auf einmal aus und stellten den armen Patienten damit das ganze Zimmer voll. Oder sie lieferten gar nicht bzw. zu spät, sodass die Apotheken immer mal den Lückenbüßer machen durften, bis endlich Nachschub da war. „Frisch Inkontinente“, zum Beispiel nach einer Prostata-OP, durften auch schon mal zwei Wochen warten, bis da jemand vorbei kam. Also wieder zurück in die Apotheken mit der Versorgung.

Und wieder zurück in die Apotheke damit

Wir haben zur Zeit bei manchen Kassen Individualverträge, bei denen der Kunde unterschreibt, dass er bei uns seinen Quartalsbedarf abholt und die Kasse überweist uns dafür eine Pauschale in der sagenhaften Höhe von 29 Euro pro Monat. Alles was er darüber hinaus benötigt, muss er aus eigener Tasche bezahlen. Und das ist sogar noch relativ „großzügig“, es gibt Krankenkassen, die zahlen pauschal nur noch 12,50 Euro monatlich – ein Witz!

Zurück zu unserem armen Kunden, der vor Scham immer kleiner wurde. Wir haben ihm zu Vertragsbeginn einige Muster der verschiedenen Produkte zu Testzwecken mitgegeben, damit er zu Hause in aller Ruhe ausprobieren kann, mit was er zurecht kommt. Er hat sich für „pants“ entschieden, quasi Windeln die er einfach wie eine Unterhose hochziehen kann, da er mit losen Vorlagen zum Einlegen in eine Fixierhose nicht zurecht kam. Zehn Stück kosten da etwa 11,50 Euro, man kann sich also mal fix ausrechnen, wie weit man damit im Monat kommt. Wenn man nur zwei Mal täglich eine neue anzieht, hat man den „Quartalsbedarf“ nach noch nicht mal sechs Wochen verbraucht.

Bloßstellung durch die eigene Tochter

Das versuchte ich also dieser Furie zu erklären, ohne dass die halbe Ortschaft in einer Stunde weiß, dass ihr Vater „Windeln“ braucht. Sie regt sich natürlich weiter auf, warum wir denn ihrem Vater dann die „teuren Dinger“ aufgeschwatzt hätten, die losen Vorlagen hätten es doch sicher auch getan. Mein Hinweis, dass er es damit versucht hatte, aber nicht gut damit klarkam, wischte sie mit einer Handbewegung vom Tisch.

„Ach, was! Paperlapapp! Das wird ab dem nächsten Quartal jetzt umgestellt. Kann doch nicht sein, dass dafür seine Rente draufgeht!“. Gemeint war wahrscheinlich „mein Erbe“, aber sei es drum ...

Traurig! Ich hätte am liebsten gefragt, wie lange ER wohl für SIE die Windeln bezahlt hat und ob er sie auch mal bloßgestellt hat, weil sie nicht früh genug trocken wurde oder vielleicht nachts noch lange ins Bett gemacht hat.

Ein soooo sensibles Thema, egal in welchem Alter. Aber in diesem Alter ist das besonders bitter.

 

Bildquelle: PeterFranz, flickr

Artikel letztmalig aktualisiert am 29.11.2016.

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@ 15: Die DAK ist ohnehin nicht zu empfehlen, der laufen hunderttausende Versicherte dauern davon, da viel zu teuer und keinesfalls besonders gut. Man wechsle z. B. in die TK. @ 17: so lange es noch Opis Geld ist, kann das ja nur für erbschaftsgeile Verwandte ein Thema sein, für anständige Verwandte ist es keines. Müssen allerdings diese zahlen, dann wird es schon eher zum Thema...
#18 am 04.12.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
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Gast
Neben Inkontinenz Artikeln -kommen noch Ausgaben für die Ambulante Pflege od Hauswirtschaft dazu - - das sollte bitte auch berücksichtigt werden - mit diesen Ausgaben haben Angehörige auch zu tun.
#17 am 01.12.2016 von Gast
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Joerg
Ich hätte nicht die Geduld, der Furie ohne Spitzen zu antworten, das Mindeste wäre sicher etwas in der Art gewesen: Für Verbal-Inkontinenz haben wir leider keine Produkte, aber ihrem Vater können wir sicherlich so helfen, das er seine Würde bewahren kann - mit den Produkten die altersgerecht ihm weiterhelfen, nicht den Erben.
#16 am 30.11.2016 von Joerg (Gast)
  3
Joachim Bedynek
Einem Bekannten werden von der DAK nur schmale, damenbindenartige Vorlagen bezahlt, die für Männer aus anatomischen Gründen ungeignet sind. Sie werden "Unisex"-Einlagen genannt. Ist das nicht "Genderismus" - politisch so gewollt ??
#15 am 30.11.2016 von Joachim Bedynek (Gast)
  1
Ich habe das Thema voll satt. Menschen sind keine Stalltiere die man abspritzen kann und die Umgebung gleich mit. Oben sollen ca 2 Liter rein, aber unten dürfen nur 500 ml rauskommen.
#14 am 30.11.2016 von Heike Nortmann (Altenpflegerin)
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Tierärzte haben es besser! Meine Hunde sind Privatpatienten, Herrchen zahlt alles...im Übrigen: wenn ich operiert werden müßte, in der Tierklinik Kása in Lörrach würde ich mich ohne Probleme auf den Tisch legen, die ist modernst ausgestattet und meine Hunde werden immer vom Chef behandelt, das ist der Sohn des Gründers Prof. Dr. Ferenc Kása. Leider darf der dann aber nicht...in einem öffentlichen Krankenhaus hätte ich da schon große Bedenken, da ist manchmal schon die Verständigung schwierig, den handelnden Personen traue ich oft nicht viel zu...
#13 am 29.11.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
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Meine Güte, bei allem Ärger über die Krankenkassen, das System usw: der arme Mann! Womit hat er so einen unsensiblen Drachen als Tochter verdient, die sich in ihrem Tun auch noch sonnt und sich ganz groß fühlt, weil sie ja so mutig Dinge laut anspricht? Mein Mitgefühl ist da ganz auf Seiten des Vaters und PTAchens, die eine bewundernswerte Gelassenheit an den Tag gelegt hat, als sie die Dame nicht gleich zurecht gewiesen hat. Ja, wäre unprofessionell und garantiert auch peinlich für den Vater, aber gejuckt hats doch in den Fingern, oder?
#12 am 29.11.2016 von Alexandra Müller (Studentin der Tiermedizin)
  1
Nach meinem Verständnis sollte doch die Kasse sich mit den Ärzten auseinander setzen, wenn die Rezepte nicht ordnungsgemäß ausgefüllt sind. Es ist eine Unsitte in Deutschland, dass jeder versucht seine Verantwortung auf die nächste untere Ebene abzuwälzen. Dabei wird der Wasserkopf, oder das sogenannte Management, immer größer. Es ist ja nicht so, dass der Arzt die Apotheke oder Physiotherapie oder Ergotherapie oder Logopädie usw. bezahlt, die Kasse bezahlt und hat zu prüfen. Nach meiner Ansicht. Als ständiger Patient in der Ergo- u. Physiotherapie kenne ich dieses Problem und kann mich jedes mal darüber wundern, wie man seine Aufgaben nach unten delegieren kann. Wo kommen wir denn hin, wenn der Physiotherapeut den Arzt kontrolliert, was er ja jetzt schon soll. Irgend wie ist da etwas verschoben in dieser Gesellschaft. Diese Methoden macht unsere Regierung vor und die gesetzlich Verpflichteten Dienstleister eifern diesen Machenschaften mit Erfolg nach und das Volk schaut zu. Das ist das Problem.
#11 am 29.11.2016 von Stefan Meyer (Nichtmedizinische Berufe)
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@8: Private Kackerkasse ist die Katastrophe an sich, ich war über 25 Jahre privat versichert - und das als kinderloser Doppelverdiener. Hat in den ersten Jahren durchaus Spaß gemacht, dann immer weniger, in den letzten Jahren war die Erhöhung immer über 10 % PRO JAHR. Habe es dann zum Glück noch in die gesetzliche Kackerkasse geschafft, die sind zwar auch keine Engel, aber vergleichsweise schon noch in Ordnung. Man suche sich diejenige aus, die einem von den Leistungen her am besten paßt, außer den Regelleistungen gibt es da noch eine Menge Unterschiede. Oder man nimmt eben eine ohne Zuzahlung, auch das gibt es. Gegen die LKH Lüneburg führe ich immer noch einen Prozeß wegen Krankengeld, mein Anspruch datiert aus 2010, es gab schon 2 x Richterwechsel und 2 Gutachter, jetzt soll der 3. Gutachter, ein emeritierter Professor aus Freiburg auch noch seinen Senf dazugeben. Wird auch in diesem Jahr sicher nicht mehr entschieden, frühestens dann in 2017, also nach 7 Jahren... ...SUPI!!!!
#10 am 29.11.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  12
Leider ist die Beschreibung der Tochter nur zu passend, lieber Herr Keller und liebe Frau Münstermann. Es sind solche Leute, die mir in meinen 35 Praxisjahren immer wieder untergekommen sind, die einen solchen Aufriss machen. Nur zu oft kann ich diesen Typ Patienten an solcher Aufmachung schon im Vorhinein schon erkennen.
#9 am 29.11.2016 von Dr. med. dent. Gerd Kruse (Zahnarzt)
  4
Gast
... traurig ... traurig ... warum zahlen wir überhaupt noch Krankenversicherungsbeiträge ... eines Tages werden wir alle alt sein und u. U. auch noch Inkontinent ... man soll sich die Spielchen von der Versicherungslobby nicht mehr als Beitragszahler mehr bieten lassen ...
#8 am 29.11.2016 von Gast
  5
Ich kann den Beitrag von Katharina Münstermann (#5) nur voll unterstüzten. Es ist der Sache sicher nicht dienlich, wenn als Aufhänger eine Burleske mit abfälligen Bemerkungen genommen wird. Eine wertfreie Darstellung als Einleitung für diese wichtige Thema wäre hier wünschenswert gewesen.
#7 am 29.11.2016 von Dipl. Psychologe Rainer Keller (Psychologe)
  24
...tja, Opi muß weg, das ist der eigentliche Hintergrund. Für die Krankenkasse ist der nur noch ein nutzloser Kostenfaktor, für die Tochter ist die Wartezeit auf das Erbe ärgerlich...
#6 am 29.11.2016 von Werner Wöhrle (Mitarbeiter Industrie)
  2
Keine Frage, ein Unding alles (Krankenkassen / Abrechnung), das Verhalten der Tochter unmöglich. Aber, wenn man schon Wert auf Sensibilität legt, wird man sich als Autor des Artikels selbst mit etwas Abstand zum berechtigten Ärger über diese Person fragen müssen, ob "mit ausladendem Vorbau, die Haare blondiert und toupiert, außerdem viel zu viel Makeup und Parfüm am Leib" sein muss.
#5 am 29.11.2016 von Katharina Münstermann (Studentin)
  32
So ähnlich geht es auch den Physiotherapeutinnen, alles muss bis auf das Komma und den Punkt genau geprüft werden. Sonst war die Behandlung "umsonst";-) Dabei könnten viele ihr Leiden mit speziellen Übungen lindern, wenn nicht sogar beheben. Beckenboden-Gymnastik ist nichts neues. Wird von der Krankenkasse bezuschusst;-). Liebe Grüße Angela Leyrat
#4 am 29.11.2016 von Angela Leyrat (Physiotherapeutin)
  2
Liefern, beraten, Muster austeilen in einem Jahr retaxiert werden und dann noch als Betrüger tituliert werden,das nenn ich betriebswirtschaftlich attraktiv und sorgt für motiviertes Apothekenpersonal (die auch nicht umsonst arbeiten)und glückliche Kunden
#3 am 29.11.2016 von Christopher Kunzer (Apotheker)
  2
Wenn ich mal mit anderen Akademikern über unsere Arznei und Hilfsmitterverträge ins Reden komme,ernte ich regelmässig grosse Heiterkeit,schlimmer noch meistens werden meine Erläuterungen überhaupt nicht geglaubt. Es kann sich wirklich keiner vorstellen,dass ein freier akademischer Beruf sich auf solche Verträge überhaupt einlässt !! Wenn ich dann noch unseren geliebten Begriff: ...auf Augenhöhe mit den Ärzten und Krankenkassen ....ins Spiel bringe ist der Abend gelaufen )))) obwohl bei Inkontinenzartikeln kommt dass mit der Augenhöhe vielleicht sogar hin
#2 am 29.11.2016 von jürgen Dreisch (Apotheker)
  2
Das sollte man sich echt nicht antun. Private Belieferung und Bezahlung ok aber nix Krankenkasse. Bei Brillen geht das auch
#1 am 29.11.2016 von Jürgen Unger (Apotheker)
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