Währungsreform

22.05.2010
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Liebe gesetzliche Krankenkassen,

 

 

Angesichts der heftigen Turbulenzen an den europäischen Finanzmärkten in den letzten Wochen habe ich so manche schlaflose Nacht aus Angst um meine sauer verdienten Euros verbracht.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie groß meine Freude und Erleichterung war, als ich gestern hörte, dass es zumindest im deutschen Gesundheitswesen zu einer sofortigen Währungsreform kommen wird.

Statt in maroden Euros wird ab sofort zu 80% in sogenannten „Generikaabschlägen“ bezahlt.

Danke dafür!!

Ihre simple und zugleich geniale Idee statt der gerichtlich angeordneten 350Millionen (Schrott)Euro nur 70 Millionen an die Apotheker auszuzahlen und den Rest in offenen Generikaabschlägen zu liefern begeistert mich maßlos.

 

(Nur mal so: das sogenannte Leerverkäufe seit kurzem von der BaFin untersagt wurden tangiert unseren Deal hoffentlich nicht, oder?)

 

Um es kurz zu machen – Zeit ist schließlich Generikaabschlag –:

 

Ich bin dabei!!

Ab sofort werde ich die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge meiner Mitarbeiter zu 80% in der neuen Währung begleichen.

 

....wie jetzt?

... Sie meinen man könne Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, äh bezahlen?

Tja also ich habe mir das ja nicht ausgedacht, aber vielleicht tröstet Sie ja auch die gnadenlos objektive Einschätzung meines 17 jährigen Sohnes, der meinte nämlich angesichts meiner anfänglichen Wut über Ihre neuesten Tricksereien lapidar:

 

„Was regst Du Dich eigentlich so auf, es ist doch völlig egal von wem Du die Nachzahlung nicht bekommst...“

Recht hat er!!!

 

Es kann Ihnen doch völlig egal sein, von wem Sie die Krankenversicherungsbeiträge meiner Mitarbeiter bekommen, versuchen Sie es doch mal bei den entsprechenden Pharmafirmen einzutreiben...

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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