Was wäre denn wenn....

16.09.2009
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Angesichts des kürzlich ausgerufenen DocChek Wettbewerbs „spielen Sie was wäre wenn....“ - Ihre Meinung zum Gesundheitswesen und wie es zu sanieren wäre, möchte ich mich hier doch an der Diskussion beteiligen. Alle bisher geposteten Beiträge haben mehr oder weniger eins gemeinsam: Sie wollen den Versicherten die Verantwortung für ihre Gesundheit zurückgeben und das System insgesamt transparenter und einfacher machen.

Das deckt sich auch mit meinem ersten Reflex, denn als sog. Leistungserbringer des Gesundheitswesens fühle ich mich schon seit Jahren vom derzeitigen System extrem gegängelt, verfolgt und permanent unter Generalverdacht gestellt, selbiges zur persönlichen Bereicherung nach besten Kräften zu betrügen

Dennoch möchte ich an dieser Stelle eine Lanze dafür brechen, den schwarzen Peter nicht an die Versicherten der GKV zurückzugeben! Das würde nämlich in letzter Konsequenz ja doch bedeuten, dass der Geldbeutel über Leben und Tod, Wohl und Weh in unserer Gesellschaft entscheidet.

Als ich 1988 meinen Dienst im Gesundheitswesen aufnahm, fand ich es persönlich sehr beruhigend, dass irgendwo in Sozialgesetzbuch stand, ich hätte als GKV Versicherte den Anspruch auf bestmögliche Versorgung, d. h. ich konnte damals sicher sein, dass mir im Falle einer lebensbedrohlichen Erkrankung ( so habe ich es jedenfalls damals verstanden ) die beste Versorgung zusteht. Heute heißt es nur noch „ausreichende Versorgung“ – und das macht mir ehrlich gesagt Angst, denn wenn bei mir morgen sagen wir mal Brustkrebs diagnostiziert würde, müsste ich mich als Privatpatient ausgeben, um die schnellste und beste Behandlung zu bekommen

„ jeder bekommt die Gesundheitsversorgung, die er sich leisten kann“ – ist es wirklich das, was wir wollen??

Was wäre denn wirklich, wenn morgen ein Allheilmittel gegen Krebs zugelassen würde, das aber so teuer wäre, dass es das Budget der GKV sprengen würde....??

Man sollte den Versicherten der GKV endlich einmal sagen, dass gute medizinische Versorgung nun mal teuer ist und sie darauf vorbereiten, dass die Beiträge in Zukunft steigen werden, - gleichzeitig sollte man ihnen aber wieder das Gefühl geben, dass sie die beste Versorgung erhalten

– wenn sie ernsthaft erkranken....

Bildquelle: targovcom/Thinkstock

Artikel letztmalig aktualisiert am 20.06.2013.

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