Experten machen mit gemeinsamen Positionspapier auf Lücken im Cannabis-Gesetz aufmerksam

07.11.2016
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Ein Expertengremium regt an, einige Änderungen am Gesetzesentwurf vorzunehmen, damit die Ziele des Gesetzes auch tatsächlich erreicht werden. Mit dem Gesetz soll sichergestellt werden, dass alle Patienten, bei denen eine Therapie mit Cannabis bzw. Cannabis-basierten Medikamenten medizinisch indiziert ist, Zugang zu solchen Präparaten erhalten. Dies sei im derzeitigen Entwurf noch nicht gesichert.

Die Experten, bestehend aus Patientenvertretern, Ärzten, Suchtprävention und Juristen,  begrüßten erst einmal  den Gesetzentwurf eines Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“ vom 28.06.2016 (Bundestagsdrucksache 18/8965) der Bundesregierung zur Erleichterung des Zugangs der Bevölkerung zu einer Therapie mit auf Cannabis basierenden Medikamenten.

Nach dem derzeit dem Bundeskabinett zur Ratifizierung und Abstimmung vorliegenden  Entwurf sollen die  Krankenkassen die Kosten für eine solche Behandlung übernehmen, damit der ansonsten möglicherweise bestehende juristische Anspruch auf einen Eigenanbau von Cannabisblüten entfällt.

 
Nach § 13 Abs. 1 BtMG dürfen Betäubungsmittel nur verschrieben werden, wenn  

Zitat:

“ihre Anwendung am oder im menschlichen oder tierischen Körper begründet ist. Die Anwendung ist insbesondere dann nicht begründet, wenn der beabsichtigte Zweck auf andere Weise erreicht werden kann.“

 

Damit ist die Zulässigkeit der Verschreibung von Cannabis und Cannabis-basierten Medikamenten, die sämtlich Betäubungsmittel sind, bereits erheblich eingeschränkt. Weitere Einschränkungen sind daher entbehrlich und sollten vermieden werden.

 

Die Experten regen im Einzelnen folgende Maßnahmen an:
 

 

Unterzeichnende Experten (in alphabetischer Reihenfolge):

 
Redaktion: Jan Elsner

Artikel letztmalig aktualisiert am 07.11.2016.

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Gast
Zuerst sollte eine Pflanze ohne schlimme Nebenwirkungen eingesetzt werden zum Wohle des Patienten und zur Schonung der Kosten. Erst wenn dadurch nicht genügend Linderung passiert, sollte auf teure Chemie zugegriffen werden. Kosten runter und Wohlbefinden rauf - gebt das Hanf frei und kommt in der Realität an. Wer zum Spaß auf Steuerzahlerkosten auf dem Klo schnupft, sollte Kranken die Hilfe nicht vorenthalten..
#4 am 24.11.2016 von Gast
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Gast
Wenn man überlegt das die Prohibition aus USA kam, und in USA selber man mittlerweile bis zu 1 oz (28gr) Blüten und 6 Pflanzen zuhause haben kann... Aber hier wird noch versucht das alles runter zu reden, um in der Zeit noch einiges an Opiate zu verscherbeln! Ärzte (meisten!) setzten mittlerweile als Priorität die Beziehung zu der Pharmaindustrie wie das wohl des Patienten! Schämt euch! Verkäufer!
#3 am 10.11.2016 von Gast
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Gast
So ein Theater. Bald ist es eh überall legal. Die Pflanze wächst von selbst, Hanf ist nicht teuerer als Tomaten. Jeder der es braucht oder will, wir mehr als genug davon haben. Hört doch auf ihr Prohibitionisten, mit irgendwelche Detail-Regulierungen wo man sich soviel Mühe gibt um der Gebraucht dieser Pflanze doch noch, gegen den Strom, soviel wie nur möglich zu beschränken. Gibt zu dass ihr völlig falsch gelegenen habt, und schämt euch.
#2 am 09.11.2016 von Gast
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Gast
Es ist eine Schande dass Menschen nicht als erstes Cannabis benutzen können... Stattdessen müssen sie sich Pillen mit üblen Nebenwirkungen geben, die den Körper schädigen... Die Medizin sollte die Genesung im Vordergrund haben und nicht den Verkauf von Pharmaprodukten die nicht so gut wirken wie eine Pflanze
#1 am 09.11.2016 von Gast
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