Dialoge aus der Apotheke / 8

05.11.2016
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Apotheke: „Tut mir leid, Ihr Medikament ist zur Zeit nicht lieferbar.“

Patient: „Könnten Sie nicht einfach welches machen?“

Ja wenn es denn so einfach wäre …

Lieferschwierigkeiten gibt es nicht nur in Deutschland. Auch in der Schweiz ist das Problem deutlich zunehmend.

In der Apotheke habe ich auf „meiner“ Liste der Medikamente, die ich gerne hätte und nicht bekomme etwa 40, die meisten davon allerdings ersetzbar durch etwas anderes. Ein Problem ganz anderer Grössenordnung haben die Spitalapotheker, wenn mal wieder ein Antibiotikum / Infusionslösung oder Impfung gebraucht wird von etwas, das in der Schweiz nicht lieferbar ist (oder das es gar nicht gibt: da wird anscheinend noch viel aus dem Ausland importiert).

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) hat da zwar die Aufgabe zu schauen und veröffentlicht eine Liste, auf der momentan 21 Medikamente stehen – die Liste hat aber nur gerade 60 Medikamente zur Grundlage (die von der WHO als unentbehrlich angesehen werden) – das widerspiegelt nicht die Realität, mit der wir täglich zu tun haben.

Ein Spitalapotheker hat darauf aus Protest die Seite Drugshortage.ch ins Leben gerufen, wo die Apotheker und die Firmen selber die nicht lieferbaren Medikamente eintragen können. Momentan stehen da 312 drauf … das wiederspiegelt die aktuelle Situation besser …

Artikel letztmalig aktualisiert am 05.11.2016.

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