Reittherapie

03.11.2016
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Therapeutisches Reiten wird aus den folgenden drei Teilbereichen zusammengesetzt: • Medizinischer Bereich (auch Hippotherapie genannt) • Pädagogischer und psychologischer Bereich • Sportlicher und rehabilitativer Bereich

Reiterferien können nicht nur für Spaß sorgen, sondern auch sehr förderlich für die Gesundheit sein. Aus diesem Grund wird die Reittherapie auch immer häufiger für unterschiedlichste Zwecke in der Medizin eingesetzt. So kann die Arbeit mit dem Pferd vor allem für die Psychologie förderlich sein. Unter anderem können auf diese Weise folgende positiven Effekte auf die Gesundheit erreicht werden:

Somit ist also zu erkennen, dass die Reittherapie vor allem Kindern und Erwachsenen helfen kann, die psychologisch belastet sind und diverse andere Anwendungen der Medizin zu keiner Besserung der Beschwerden führen konnten.

Warum eignen sich Pferde ideal für eine tiergestützte Therapie?

Grundsätzlich stehen Pferde für Stärke, Kraft, Ausdauer und auch Schönheit. Zudem sind sie in der Regel auch sehr soziale Wesen, die sich als Fluchttier sehr gute Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen angeeignet haben. Und aus diesem Grund können sie bei dem Gegenüber sofort wahrnehmen, wenn es eventuelle Spannungsfelder gibt. Somit können sie die innere und auch äußere Haltung eines Menschen widerspiegeln.

Auf diese Weise senden die Pferde nur eindeutige Signale und das lediglich auf einer nonverbalen Ebene. Zudem ist ihnen nicht wichtig, was der Mensch im Vorfeld erlebt hat, sondern nur wie es ihm jetzt geht. Vorteilhaft ist auch, dass durch Pferde eine beruhigende und motivierende Atmosphäre entsteht, was gerade bei psychologischen Problemen des Menschen helfen kann.

Was kann durch die Reittherapie erreicht werden?

Zunächst kann die Körperwahrnehmung psychologisch verbessert werden. Denn befindet sich der Mensch im Bewegungsrhythmus des Pferdes, kann erlernt werden, wie man seinen eigenen Körper spürt, Nähe aushalten und auch geben kann und man erfährt Nähe. Aber auch auf emotionaler Ebene kann die Reittherapie wahre Wunder wirken. Denn das Pferd hat die Eigenschaft, Emotionen direkt widerzuspiegeln und diese durch diverse innere Prozesse sichtbar zu machen. Somit wird also deutlich, dass zum Beispiel Reiterferien und eine damit einhergehende Reittherapie auf unterschiedlichen Ebenen der Psychologie wirken können. Zudem können auf kognitiver Ebene durch Reiten auch die Konzentration und die Ausdauer gefördert werden.

Welche Schritte finden während der Reittherapie statt?

Der erste Schritt ist das Pflegen und Säubern des Pferdes. Hierdurch können praktische Fähigkeiten erlernt, Berührungsängste abgebaut, der achtsame Umgang mit dem Tier gesteigert und Ängste abgebaut werden. Im zweiten Schritt wird der Mensch von dem Pferd geführt. Hierbei wird auf einem ungesattelten Pferd gesessen und so dessen Bewegung intensiver gespürt.
Hierdurch ergeben sich unterschiedliche positive Effekte auf die Gesundheit, wie zum Beispiel Lösen von Verspannungen, Empfinden des seelischen Führens, Halt spüren, und Vertrauen zum Pferd aufbauen. Im dritten Schritt muss nun der Mensch die Führung übernehmen und hierfür muss dem Tier gegenüber Ruhe und Gelassenheit ausgestrahlt werden. Denn wird zu unsicher oder auch aggressiv an das Pferd herangetreten, bemerkt es dies sofort und weist den Reiter ab. Wenn es den Menschen hingegen akzeptiert und sich führen lässt, kann dies das Selbstvertrauen steigern. Somit ist die Reittherapie eine sehr nützliche und alternative Anwendung in der Medizin, um unterschiedliche psychologische und auch körperliche Beschwerden zu lindern.
 

Artikel letztmalig aktualisiert am 14.11.2016.

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